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Tragkonstruktion für den Wagenkasten von zweigeschossigen Eisenbahn-und Strassenbahnwagen.
Bei zweigeschossigen Wagen für Strassen- und Eisenbahnen mit Mitteleinstieg ist es erwünscht, die mittlere, für den Ein-und Ausstieg dienende Plattform recht tief gegen die Schienenoberkante herabzuziehen, um den Wagen niedrig und das Ein-und Aussteigen recht bequem zu machen, was den raschen Porsonenwechsel erleichtert.
Es ist daher unter der Mittelplattform nur wenig Platz vorhanden für die Ausbildung einer Tragkonstruktion des Wagenkastens, der im übrigen zweckmässig zwischen Drehgestellen angeordnet wird. man eine Konstruktion wählen, weiche es ermöglicht, die unterhalb des Wagenkastens durchgehenden Träger in irgendeiner Weise zu verstärken, beispielsweise dadurch, dass man oberhalb der Tür und der seitlichen Wagenfenster ebenfalls einen Träger durchgehen lässt, welcher mit dem unteren Träger durch vertikale Säulen verbunden ist, so stösst man auf die Schwierigkeit, dass zwischen dem oberen und unteren Träger keine Diagonalstreben angebracht werden können, einesteils wegen der Fenster, vor allem aber wegen der mittleren Türen, wo Diagonalstreben unmöglich sind,
und man muss deshalb die horizontalen Träger und die vertikalen Säulen besonders kräftig bemessen.
Nach der Erfindung wird zur Unterbringung der Längsträger des Wagenkastens der Raum der Wagenseitenwand zwischen den unteren Türen und Fenstern und den Fenstern im Obergeschoss benutzt. Der zur Verfügung stehende Raum hat eine Höhe von rund 800 bis 1000 mm, gibt also anch einen sehr hohen Träger, welcher den Vorteil bietet, in bequemster Weise Diagenalverstrebungen anbringen zu können, weil auf die ganze Wagenlänge dieser Träger durch keinerlei Offnungen unterbrochen zu sein braucht. Das Unter- geschoss samt Fussboden wird dann an diesem Träger aufgehängt und braucht nur ganz schwach bemessen zu werden, was den grossen Vorteil bietet, den Wagenfussboden ausser- ordentlich tief nach abwärts reichen lassen zu können.
In der Zeichnung ist ein vierachsiger, zweigeschossiger Wagen mit mittlerer Einund Ausstiegplattform und zwei Endplattformen für Stehplätze dargestellt und die Ausführung des Trägers in starken Linien angegeben ; der Hauptlängsträger 1 schliesst sich beiderseits an zwei vertikale Ständer 2. 2'an, welche mit der auf den Drehgestell'n aufliegenden Tragkonstruktion verbunden sind. D) e Längsträger beiderseits des Wagens sind durch die Zwischendecke zwischen dem Unter- und Obergeschoss miteinander verbunden und gegeneinander abgesteift.
Der Fussboden des Untergeschosses, der mit vertikalen Säulen an die oberen Träger angehängt ist, bildet nur eine Nobenkonstruktion, ebenso auch das Dach des Obergeschosses, das auch wieder auf vertikalen Säulen ruht
Die zwei vertikalen Ständer 2. ?'sind unten auch durch den Wagenfussboden miteinander verbunden und können in der Längsrichtung des Wagens so breit gehalten werden, als es aus Festigkeitsrücksichten notwendig ist. Die vor der Stiege liegenden Endständer kann man im Bedarfsfalle durchgehends mit Diagonalen ausrüsten, weil dort das seitliche Fenster ohnedies nicht recht am Platze ist.
Wenn man noch ein zweites oder drittes Feld zur Verstärkung des Ständers heranziehen will. so sind dort mit Rücksicht auf die Fenster entsprechend starke Verbindungen und vor allem auch entsprechend starke Knotenpunkte herzustellen. An die Ständer 2, 2' schliessen sich seitwärts die Träger für die End- plattformen an, die in gewöhnlicher Weise ausgeführt werden können. Die eigentliche Trag-
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FuSbodenkonstruktion des Untergeschosses eine gute Versteifung erfährt, die aber konstruktiv von untergeordneter Hedeutung ist.
Man benötigt daher im Untergeschoss kone starken Säulen und vor allem keine grossen Knotenpunkte, was insbesondere in der Türöffnung von grossem Werte ist.
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