AT62736B - Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen. Die Herstellung solcher Sprengstoffe vom Typus der Donarite, insbesondere des   Astralits,   erfolgt gewöhnlich in der Weise, dass dem mit einem Kohlenstoffträger versetzten 
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 über den   Ammonsalpeter   verteilt. 



   Vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Ursache der   ungleichmässigen   
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 bekannten   physikalischen Eigenschaften des Ammonsalpeters gelegen ist. Wird Ammonsalpeter   erwärmt, so treten Strukturveränderungen ein. welche bei Temperaturen von ungefähr 35 bis   4 () O C'   
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   verringt-rt wird.   



     Von dieser Erkenntnis ausgehend, werden   der   Erfindung   gemäss die bei den bekannten Verfahren eintretenden Übelstände dadurch beseitigt. dass das unter steigender   Erwärmung   
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 (entsprechend den kritischen Temperaturen des Ammonsalpeters) und eine Zeitdauer von   ungefähr 24 Stunden zweckmässig.   



   Das Verfahren der Erfindung gemäss kann noch dadurch verbessert werden, dass durch Herabsetzung des Schnielzpunktes des Nitrokohlenwasserstoffes, Mischungstemperaturen ver- 
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 die   Strukturverindt'e''ung desselben   unter Volumsverminderung bewirken. 



   So kann der   Schmelzpunkt   des Trinitrotoluols beispielsweise durch Zusatz von Anthrazenöl   um   10 bis   15  C erniedrigt werden.   
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 stoffreie Substanzen darstellen, binden überdies noch den vorhandenen überschüssigen Sauerstoff, wodurch die erzeugte Gesamtgasmenge erhöht und eine kräftigere Wirkung des Sprengstoffes hervorgerufen wird. 



   Die Inkorporierung des Ammonsalpeters mit dem Nitrokohlenwasserstoff kann noch dadurch begünstigt werden, dass letzterer, bevor er dem Gemenge aus Ammonsalpeter und Kohlenstoffträger zugesetzt wird, in Lösung gebracht, beispielsweise in Alkohol, und über das Gemenge gebraust wird. 



   Auch nach dem Zusatze der dem Donariten und Astralit eigentümlichen Bestandteile, wie Kollodiumwolle und Nitroglyzerin, ist es erforderlich, das Sprengstoffgemenge bei'der kritischen Temperatur des Ammonsalpeters von   40   bis 450 C, bei welcher die Strukturveränderung desselben unter Ausdehnung vor sich geht, rasten zu lassen, wodurch die Inkorporierung mit dem gelatinierten Öl begünstigt und die sprengtechnischen Eigenschaften des   A   nunonsalpeters erhöht werden. 



   Durch Versuche der Erfinderin ist festgestellt, dass Sprengstoffgemenge nachstehender Zusammensetzung hervorragende Sprengwirkung besitzen, aber zum Schiessen nicht geeignet sind. Diese Sprengstoffgemenge bestehen aus
85 bis 80 Gewichtsteilen von Hundert Ammonsalpeter,   10 " 12 " " " Trinitrotoluol, 4 " " " Nitroglyzerin, 0-1 # # # Kollodiumwolle,  
Rest :   Kohlenstoffträger,   wie   Kornmehl,   Holzmehl, Kartoffelmehl, Steinkohlenpulver. 
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Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen, bestehend aus 85 bis 80 Gewichtsteilen von Hundert Ammonsalpeter, 10 bis 12 Gewichtsteilen von Hundert Trinitrotoluol, 4 : Gewichtsteilen von Hundert Nitroglyzerin, O'l Gewichtsteilen von Hundert Kollodiumwolle und aus Kohlenstoffträgern als restlichen Bestandteil, dadurch gekennzeichnet, dass das fertig gemischte Sprengstoffgemenge bei der Abkühlung durch mehrere Stunden bei Temperaturen von ungefähr 35 bis 450 C rasten gelassen wird.
AT62736D 1912-03-16 1912-03-16 Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen. AT62736B (de)

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