AT62219B - Verfahren zur Verhütung der Oxydation von blanken Eisenteilen. - Google Patents

Verfahren zur Verhütung der Oxydation von blanken Eisenteilen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verhütung der Oxydation von blanken Eisenteilen. 



   Das Problem der Verhinderung von Rostbildung auf blanken Eisenteilen ist bereits in vielfacher Weise bearbeitet und zum Teil auch gelöst worden. Insbesondere trifft dies bei den Schutzanstrichen zu, mit welchen man Eisenteile umgibt oder mit welchen dieselben eingerieben werden. Diese Rostschutzmittel verhindern zum Teil den Zutritt von Feuchtigkeit und des Luftsauerstoffes, indem sie die Eisengegenstände fest umhüllen, zum Teil dienen sie lediglich als Reinigungsmittel, um angerosteten oder durch Einwirkung von Säuren oder von anderen Agenzien angegriffenen Stellen wieder eine blanke Ober-   Hache   zu geben. 



   Mau hat auch vielfach versucht, Eisenteile, welche sich längere Zeit oder dauernd unter Wasser befinden, dadurch vor Rostbildung zu schützen, dass man dem Wasser Substanzen zusetzte, welche rostwidrig wirken, vor allem auch den Zutritt von Kohlensäuro und   Sauerstoff möglichst verhindern sollten.   



   Diese Versuche haben zu einem   greifbaren   Resultat noch nicht   geführt,   da sich bis jetzt nur Lösungen von kaustischen Alkalien oder Ammoniak als geeignet erwiesen haben, deren rostchützende Eigenschaft aber mit orngetretener Absättigung durch die Kohlensaure der Luft in den   meisten Fallen aufhörte,   da die entstehende Soda, Pottasche oder das Ammoniumkarbonat keine genügende Rostscbutzwirkung besitzen. 



   Insbesondere hat diese Methode vollkommen versagt, bei denjenigen blanken Eisen- terlen, weiche in direktor Berührung mit anderen Metallteilen stehen, wie dies beispiels- weise bel Messern, chirurgischen instrumenten, Rasierapparaten und dgl. der Fall ist
Bei   dn'sen (jegenständen   tritt, wenn sie unter Wasser aufbewahrt werden, nicht nur eine   Rostbildung,   sondern vor allem eine Bildung von   1t1etal1oxydniederscblägen   auf den Stahl- teilen an den Stellen ein, wo diese von anderen Metallen, wie beispielsweise Messing,
Nickel, Kupfer oder Silber, berührt werden.

   Es bilden sich zum Teil in relativ kurzer
Zeit je nach der Art des zweiter Metalles dunkelgrune bis tiefschwarze Flecken auf den   Stabimessern,   welche sich mit der Zeit tief einfressen und nicht einmal mehr mechanisch entfernt   werden können.   



   Infolgedessen war man bisher noch nicht imstande, Stahlinstrumente gleichzeitig mit instrumenten oder Teilen derselben aus anderen Metallen unter Wasser, wie beispielsweise   tu oner antiseptischen Losung, dauernd aufzubewahren,   da stets Bildung von dunklen   Metalloxydtlecken   und häufig auch gleichzeitige Rostbildung eintrat. 



     Diese Erscheinung   ist   zurückzuführen   auf das Auftreten elektrischer Ströme, die an deu Berührungsstellen der verschiedenartigen Metalle elektrolytische Vorgänge auslösen, welche anscheinend durch   katalytische Vorgänge   unterstützt werden. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass die   Oxydbildung   vollkommen verhindert werden kann, wenn man   dte     l\1utal1gegenstande   in Flüssigkeiten aufbewahrt, welche Substanzen ent- halten, die das Auftreten elektrolytischer und katalytischer Vorgänge verhindern bzw. ver-   zögern.   



   Als solche Substanzen kommen in Betracht :
Salze oder salzartige Verbindungen der Metalle, insbesondere   der Alkali-und Erd-   
 EMI1.1 
 

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   Man löst oder suspendiert 5 bis   10"/   oder auch mehr von diesen Substanzen in Wasser oder in einer anderen geeigneten Flüssigkeit und verringert zweckmässig die Ionisation der Salze noch dadurch, dass man den   Salzlösungen   bzw. Metallverbindungen, soweit sie nicht an sich alkalisch reagieren, noch geringe Menge Alkali zusetzt. 



   Es ist nicht notwendig, zu diesem Zwecke kaustisches Alkali zu verwenden, es genügen auch alkalisch reagierende, lösliche oder unlösliche Körper, wie basische Salze, Magnesiumoxyd, Hexamethylentetramin, organische Basen usw. 



   Von den Substanzen genügen ausserordentlich geringe Mengen, da sie an sich keine Rostschutzwirkung besitzen oder zu besitzen brauchen, sondern nur durch Erzeugung einer alkalischen Reaktion negativ katalytisch wirken sollen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verhütung der Oxydation solcher blanker Eisenteile, welche in Berührung oder Verbindung mit anderen Metallen stehen, dadurch gekennzeichnet, dass man die betreffenden Gegenstände in Lösungen oder Suspensionen von Salzen oder Verbindungen von Zink, Ammoniak, der Alkalien und der alkalischen Erden, mit Ausnahme der kohlensauren Salze, zweckmässig bei Gegenwart eines alkalisch reagierenden oder Alkalinitat fr- zeugenden Körpers, aufbewahrt.
AT62219D 1913-02-28 1913-02-28 Verfahren zur Verhütung der Oxydation von blanken Eisenteilen. AT62219B (de)

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