DE1521663A1 - AEtzmittel und Verfahren zur Aufloesung von Metallen - Google Patents

AEtzmittel und Verfahren zur Aufloesung von Metallen

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DE1521663A1
DE1521663A1 DE19651521663 DE1521663A DE1521663A1 DE 1521663 A1 DE1521663 A1 DE 1521663A1 DE 19651521663 DE19651521663 DE 19651521663 DE 1521663 A DE1521663 A DE 1521663A DE 1521663 A1 DE1521663 A1 DE 1521663A1
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DE
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acid
ppm
copper
etching
phenacetin
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DE19651521663
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Jones Harold Freeman
Alderuccio Carmelo Leon
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Honeywell International Inc
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Allied Chemical Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F1/00Etching metallic material by chemical means
    • C23F1/10Etching compositions
    • C23F1/14Aqueous compositions
    • C23F1/16Acidic compositions
    • C23F1/18Acidic compositions for etching copper or alloys thereof

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Description

Zusatz zu Patent, Pöa 0«. » (Patentanmeldung A 4-7 949 VIb/48d1)
Die ί ?.·**] ndung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens
des Patentes ,. (Patentanmeldung A 47-9^9 Vlb/'töd1)
zur Auflösung von Metallen. Insbesondere betrifft die Erfindung die Auflösung von Kupfer mit sauren Wasserstoffperoxydlösungen. (Solche Lösungen werden Im nachfolgenden als "Ätzmittel" bezeichnet) .
Wäßriges Wasserstoffperoxyd 1st als Stzmittel für Kupfer wegen seiner verhältnismäßig geringen Kosten und weil gelöstes Kupfer elektrolytisch aus den verbrauchten Peroxydätzmitteln zurückgewonnen werden kann^sehr attraktiv. Die Verwendung von Wasserstoffperoxid bei der Metallätzung
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ist jedoch schwierig, vor allem weil das geäfczte Metall in Form von Ionen eine hoohgradig instabilisierende und erschöpfende
Wirkung auf die Ätzmittel ausübt. In der Patentschrift
(Patentanmeldung A 4-7 949 VIb/48d ) sind besonders wirksame Metallätzmittel auf der Basis von angesäuerten Wasserstoffperoxydlösungen , welche eine oder mehrere der folgenden Bestandteile enthalten: Phenaoet.Ln, Sulfathiazol und.Silberionen, sowie Wasserstoffperoxydkonzentrate, die Phenacetin enthalten, aus welchen angesäuerte Wasserstoffperoxydätzmlttel leicht durch Zugabe von Säure und Wasser gebildet werden können, beschrieben,. Es wurde gefunden, daß größere Mengen an Phsnacetin enthaltende Konzentrate dazu neigen, etwas an Fhenacetin durch Kristallisation bei länger andauernder Lagerung bei niederen Temperaturen, beispielsweise während der Wintermonate, zu verlieren. Das kristallisierte Phenacetin- ist schwierig wieder im Konzentrat oder im erhaltenen Ätzmittel zu lösen.
Es wurde nun gefunden, daß gesättigte dibasisohe Säurer.·, mit 4-12 Kohlenstoffatomen teilweise anstelle des Phenacetins in den Ätzmitteln und -konzentraten, die in der Patentschrift ♦ ... ...
(Patentanmeldung A 47 949 VIb/48d*) beschrieben sind, praktisch ohne Verringerung der hohen Ätzwirkung, die angesäuerte Wasserstoffperoxydätzmittel zeigen, welche größere Mengen an Phenacetin enthalten, verwendet werden können. Bei der Zugabe zu angesäuerten Peroxydätzmitteln wurde gefunden, daß ■ dlbasische Säuren selbst viel weniger wirksam sind als Phenacetin,
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insbesondere bei Spritzätzverfahren, und für· diesen Effel't kann Iceine sichere Erklärung gegeben werden. Die dlfeasi&oüe Säuren enthaltenden Ätzmittel haben auoh den Vorteil, daß sie aus'Konzentraten hergestallt werden können, welche die dibasifsche Säure und eine Menge an .Phenacetin enthalten, die unterhalb derjenigen Menge ist, bei welcher, eine Kristallisation und ein Verlust an Phenacetin aus dem Konzentrat bei tiefen Temperaturen erfolgt. Es wurde auch gefunden, daß eine verbesserte Ätzkapazität erzielt wird, wenn die dibasischen Säuren mit SuIfathiazol oder
Silberionen in den Ätzmitteln gemäß der Patentschrift
(Patentanmeldung A 47 949 VIbASd1) kombiniert werden und daß weiterhin Ätzmittel, welche Phenacetin, Silberionen und dibasische Säuren enthalten., eine verbesserte Kapazität gegenüber den hochwirksamen Ätzmitteln-haben,, welche die gleiche Gesamtmenge an Phenacetin und ßilberioneri enthalten«, Die vorliegende Erfindung betrifft daher Ätzmittel, welche eine angesäuerte wäßrige Lösung von Wasserstoffparoxyd und a} eine katalytische Menge von einem oder mehreren der Bestandteile Phenacetin., SuIfathiazol und Silberionen, wobei jedoch bei alleinigem Vorigen, von Phenacetin die IiCsung weniger a3 s Z ppm Chlor- und Bromidionen enthalt, und b) zumindest 40 ·:·ρ·η ein^? gesättigten dibeni^c^en Sfe-ure' von 4-'2 Kohlenstoff atome xi oat r einer solchen Säure- die durch Hydroxy~ .oder Carboxysub.f?tituvinte^ substüruieii; ist, jedoch zumindest eiu a-ßuü.-.dlce·'= Kohl «ns-t off atom- enthalt, das ΓγοΛ von solchen Substituents« .ist, -enthalten. Es sei in diesen Zusammenhang
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darauf hingewiesen, daß der hier verwendet Ausdruck "Metall" sich auf ein Metall bezieht, das unter oxydierenden Bedingungen in verdünnter wäßriger saurer Lösung ein lösliches Oxyd oder eine andere lösliche Verbindung bildet oder bilden kann»
Die dibasischen Säuren, die in den Ätzmitteln verwendet werden können, sind solche dibasische Säuren, wie die Adipinsäure, Bernsteinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Pimelinsäure, Suberinsäure und Glutarsäure. Zu substituierten dibasischen
" Säuren, die ebenfalls verwendbar sind, gehören beispielsweise Äpfelsäure und Zitronensäure. Weinsäure dagegen gibt keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Salze-, welche im angesäuerten ' Ätzmittel die dibasischen Säuren bilden, können ebenfalls verwendet werden. Die bevorzugten dibasischen Säuren sind unsubstituierte Säuren mit 4-9 Kohlenstoffatomen, wie Bernsteinsäure, Azelainsäure und Pimelinsäure und insbesondere Adipinsäure. In den angesäuerten Wasserstoffperoxydätzmitteln ist nur eine kleine Menge an dibaslecher Säure erforderlich, um die
k gewünschte katalytisch^ Wirkung zu erzielen. Nur 4o ppm an dibasischer Säure, kombiniert mit einer oder mehreren der Komponenten Phenacetin, SuIfathiazol und Silberionen ergeben ein Ätzmittel mit hoher Kapazität. Eine Zunahme der Menge an dibasischer Säure begünstigt die A'tzgeschwindigkeit und die Kapazität noch weiter. Eine Menge an dlbasisoher Säure über 3000 ppm bietet jedoch keinen zusätzlichen Vorteil und ist daher unzweckmäßig. Vorzugsweise beträgt die Menge an dibasischer Säure 75-500 ppm.
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So geringe Mengen wie 30 ppm Phenacetin oder SuIfathiazol haben bei Verwendung in Kombination mit den dibasisohen Säuren die. gewünschte Wirkung auf die Eigenschaften der Ätzmittel, wobei vorzugsweise 75-500 ppm verwendet werden. Die Menge an freien Silberionen in Kombination mit den dibasischen Säuren braucht nur 10 ppm betragen und beträgt vorzugsweise 50-500 ppm. Eine Bezugnahme auf katalytlsche Mengen bedeutet demgemäß im vorliegenden Fall das Vorhandensein von zumindest der minimalen Mengen an Phenacetin, SuIfathiazol und Silberionen, die soeben aufgeführt wurden. Vorzugsweise betragen die kombinierten Mengen an Phenacetin, -SuIfathiazol, Silberionen und dibaischen Säuren magesamt 150-1500 ppm, Eine besonders bevorzugte Ktzmitte!lösung .enthält 75-500 ppm an dibasisoher Säure, 75-300 ppm Pheriacetin und 50-500 ppm Silberionen.
Im allgemeinen kann das erfindungsgemäße Ätzmittel durch einfaches Vermischen der erforderlichen Komponenten hergestellt werden. Ätzmittel, welche Phenacetin enthalten, können leicht durch Zugabe von Wasser und Säure zu wäßrigen Wasserstoffperoxydkonzentraten, die 20-70 Gew.-^ Wasserstoffperoxyd, 200-2000 ppm Phenacetin, vorzugsweise 400-1000 ppm, und 200-10 ppm dibasische Säure, vorzugsweise 600-2500 ppm, enthalten, hergestellt werden. Noch bevorzugtere Konzentrate enthalten auch 200-5000 ppm Silberionen, vorzugsweise 500-2500 ppm Silberionen. Die Silberionen werden vorzugsweise durch Zugabe von Silbernitrat in einer Menge von 300-7000 ppm, vorzugsweise etwa
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7501-3500 ppm, geliefert. Die bevorzugten Konzentrate enthalten 30-60 Gew.-% Wasserstoffperoxyd. Oewünsohtenfalls können andere Zusätze» wie Sulfathiazole in die aus den Konzentraten hergestellten Ätzmittel durch einfaches Mischen eingebracht werden. Die erfindungsgemäßen Pe^OXpikonzentrate können leicht und sicher verschickt werden und h&ben den weiteren Vorteil, daß sie für längere Zeitspannen unter wechselnden Temperaturbedingungen, einschließlich Wintertemperaturen, ohne praktischen Verlust an Phenacetin durch Kristallisation gelagert werden können. Wenn Phenacetin allein mit der dlbasisohen Säure in den Ätzmitteln kombiniert wird, ist es wichtig., daß die Lösung weniger als 2 ppm Chlor- und Bromidionen, vorzugsweise weniger als 1 ppm, enthält. Deionisiertes Wasser kann zur Herstellung solcher Ätzmittel verwendet werden, um au gewährleisten, daß weniger als 2 ppm Chlor- und Bromidionen vorliegen. GewünschtenfalIs kann gewöhnliches Leitungswasser verwendet werden, wenn ein zur Entfernung von Chlorid- und Bromidionen befähigtes Material ebenfalls zugesetzt wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsforni wird eine kleine Menge eines wasserlöslichen Silbersalzes, vorzugsweise Silbernitrat, zugegeben, um Chlorid« und Bromidionen zu entfernen und Silberionen zur Katalysierung der Ätzung zu liefern. Das ausgefallene Silberhalogenid in der SSure-Peroxyd-Phenacetin-Ätzlösung stört das Ätzverfahren nicht. Lösungen, welche die dibasische Säure, Phenacetin und Silberionen enthalten, sind bevorzugter und zeigen ungewöhnlich große Ätzgeschwindigkeiten uM hohe Kapazität,
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~ τ ■ -
lie bedeutend größer sind als man sie erhält, wenn die Zusätze allein oder in binären Kombinationen verwendet werden. So hat beispielsweise die Kombination von dibesischer Säure, Phen&cetin and Silberionen überraschenderweise eine bessere Ätzgeschwindigkeit
and eine höhere Kapazität hat als «in System, das
3ie gleiche Gesamtmenge an nur Phenacetin und Silberionen ent lält. Bei Verwendung von Sulfathiazol wurde gefunden, daß dae
Vorhandensein von freien Chlorid- und Bromldionen nicht Kritisch ist. Eine Erklärung dafür ist zwar nicht bekannt, doch
ist ersichtlich, daß das Sulfathiazol nicht nur die XUkapazität |
der Peroxydlösungen erhöht, sondern auch den nachteiligen .
Wirkungen der Chlorid- und Bromldionen entgegenwirkt. Dee Vorliegen von Sulfathiazol in den PeroxydKtmitteln hat daher
den Vorteil, die Verwendung von ge wohnliche» Leitungswasser bei der Herstellung des Xtzmitteis ohne besondere Behandlung, welch·
bei alleiniger Verwendung von Phenacetin erforderlich ist,
zu ermöglichen· Bei der Verwendung von Sulfathiazol entweder in
Kombination oder allein in Xtzmittein, welche aus gewöhnlichen Leitungswasser hergestellt wurden, sind in allgemeinen 150-250 ppm
erforderlich, um den nachteiligen Wirkungen der freien Chlorid- ™ und Bromldionen im Wasser entgegenzuwirken. Die Kapazität von
Sulfathazol bei der Überwindung der nachteiligen Wirkung von Chlorid- und Bromldionen ist anscheinend nicht unbegrenzt. Lösungen, welche höhere Konzentrationen an diesen Ionen enthalten,
beispielsweise Über etwa 20 ppm, erfordern eine zusätzliche
Behandlung, um die nachteilige Wirkung solober Ionen auszuschalt«η»
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beispielsweise eine Deionisierung oder die Zugabe eines löslichen Silbersalzen.
Das Verfahren zur Ätzung, von Metallen unter Verwendung der Ätzmittel umfaßt lediglich das Zusammenbringen des Metalls mit dem Mittel,
Bei der Auflösung der Metalle nach diesem Verfahren kann die Wasserstoffperoxydkonzentration über einen ziemlichen weiten
" Bereich schwanken. Das Ätzen von Kupfer wird zweckmäßig mit
einem Ätzmittel durchgeführt., das eine Wasserstoffperoxydkonzentratlon von 2-12 Gew.-^ hat. Bei Lösungskonzentrationen von weniger als 2 Gew.-?» werden die Ätzgesohwindigkelten unpraktisch niedrig und die Ätzung wird unzufriedenstellend. Bei Konzentrationen über 12 Gew, ~% wurde gefunden, daß Kupfer geätzt .werden kann, doch zersetzen die im Ätzmittel gelösten Ionen des geätzten Kupfers das Peroxyd, so daß die Ätzung bei solch hohen Konzentrationen weniger wirtschaftlich ist. Die besten Ergebnisse werden mit Ätzmitteln erhalten, die eine Peroxydkonzentration von 2-10 Gew.-^ haben. Während der ftfczung wird Wasserstoffperoxyd verbraucht,, wenn mehr und mehr Kupfer behandelt wird. Bei der Durchführung ist es für eine einzige Ätzlösung erforderlich, ausreichend Kupfer zu lösen, bevor sie für ein besonderes innerhalb einer vernünftigen Zeit, beispielsweise 1-2 Stunden, zu ätzendes Werkstück erschöpft wird. Dies erfordert
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im allgemeinen anfängliche V/asserstoffperoxydkons-ent rat ionen τοπ zumindest 4 Gew.»-$, und zweckmäßig hat dIe Ktzlb'sung eine anfängliche Wasserstoffperoxydkonzentration von 3-1I-O Gew.-'^. Wasserstoffperoxydlösungen mit solchen anfänglichen Wasserstoff peroxydkonzent rat ionen sind brauchbar -zur Ätzung eines einzigen großen Kupferwerkstückes oder eines:' Re Lhe von Werkstücken, welche beschränkte Mengen an Kupfer enthalten* .Das Kt 2an.it t el ist dazu befähigt., wirksam bei guter1 Ätzgeschwindigkeit nach sllweiser Erschöpfung und bei.hohen Konzentrationen von ;-c>? ■.-:"■;■ in--Kupfer, die zumindest-7^,5 g Kupfer Je Liter Ätzmittel " ... ■-- =■ -:.!h mehr äquii/aient sri.nd, zu ar
>ί·λ(.Λ-, rile Sli.i.rr^kon^em-ration im Ktaniittel kann beti;Mahtlieh BQb:,'iarm.kiiiv PvI der Kupfe2?Mt?5ung Isb es sweekmäöigj daß die Ätalüsung. eine wasserstoffionenkongentriition von 0,Λ5 - 5>5 g/l se zwischen 0,65 und 4,5 g/lf hat. ünte.riialb einer i'lonenkoniioiitration von 0,^3 g/l ist die Ά tage schwin -di&kelb nied:.-'g und d±& PexoxydEiersätaung hoch, insbesondere nach te. !.1 we is er Et-süliöOfunfr, des Peroxydbader., Die obere Grenze eier Wasserst of fio».onkonsenfc rat ion kann von mehreren Faktor-oü abhängen, irlusehlleßliich der-besonderen verwendeten Säure, ßine W'-aöserstoffionenlcotisantration über 3>5 g/l 1st im aj L^enieinen weniger wirtschaftlich und neigt dazu, die ÄtzgeKohwindigkeit eher zu erniedrigen als su erhöhen. Anorganische Säuren unü selbst die stärkeren organischen
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Säuren, wie'Essigsäure, !rönnen für die Zufuhr der Wasserstoffionenkonzentrat ion in der-KtislÖßung verwendet werden. Zu Beispielen der geeigneteren Säuren gehören Schwefelsaurs, Salpetersäure und Fluqborsäure. Es wurde überraschenderweise gefunden j, daß sich. Salpetersäure zur Ätzung von Kupfor eignet, ohne irgendwelche merkliche Mengen an toxischen Stiokoxyddämpfen freizusetzen, welche normalerweise bei einem solchen Verfahren zu erwarten wären. Die Verwendung von merklichen Mengen an Salzsäure oder Bromwasserstoff säure soll natürlich vermieden werden, da Chlorid- und Bromldionen eingeführt werden, welche eine verzögernde Wirkung auf die fltsung haben und denen man daher entgegenwirken oder- die man entfernm muß. Vorzugsweise wird bei der Säure-Pe roxyrl" Kt sunk von Kupfer Schwefelsäure verwendet. Die Menge an- Schwafelsäure in WasserstofCperoxydätsmitteln kann 2-22 Gsw.-5/o, vorzugsweise 25-20 Gew.-^, betragen. Schwefel« säurekonasnfcrationen über 23 Ge w,-?» sind weniger zweckmäßig, da sie gern eine weniger glelchiö itnigo 'Ätzung hervorrufen. Diese Wirkung wird offenbar durch die Bildung eines Schut-E-iberzuge-s auf beträchtlichen Teiltsn dar exponierten Kupferoberfläche hervorgerufen, <\l<* dadurch gegenüber der Ätzung res ist ent gemacht wird..Es wurde gefunden, dau der Einfluß der Säurekonzentration auf die Kupferäusgeschwindigkelt von Interesse und bemerkenswert ist. Wenn die angesäuerte Wasserstoffperoxydätzlösung nur kleinere Mengen gelöstes Kupfer enthält, ist die Wirkung der Säurekonzentration auf die Ktsgeschwindigkeit
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- .ti -
vernachlässigbai} und jede Wasserstoffionenkonzentration zwischen 0,45 und 5*5 g/l kann mit wenig Veränderung in der Ätzgesohwindigkeit verwendet werden. Wenn jedoch das Peroxydbad mehr erschöpft wird und die Konzentration an gelöstem Kupfer zunimmt, nimmt der Einfluß der Säurekonzentration in ausgeprägter Weise zu. Bei den höheren Konzentrationen an gelöstem Kupfer führen sowohl die unteren als auch die höheren Extremwerte der Säurekonzentrationen zu längeren Ätzzeiten. Es wurde gefunden, daß die optimale Ätzgeschivindigkeit bei einer mittleren Wasserstoff ionenkonzentration von 0,9 - 1,4 g/l (etwa 4-6 Gew.-% Schwefelsäure) erreicht wird. Bei der Ätzung von Kupfer mit Säure-Wasserstoffperoxyd-Ätzmittel gemäß der Erfindimg werden sowohl das Wasserstoffperoxyd als auch die Säure theoretisch in einem Ausmaß von i Mol Wasserst of fperoxyd zu 2 Äquivalenten Säure verbraucht* und die ßä'urekonzentration nimmt langsam mit Zunahme der Konzentration das gelösten Kupfers ab. Da die Säurekohzentration keine wesentliche Wirkung auf die Ätzgeschwindigkeit bei niederen Konzentrationen des gelösten Kupfers hat, sei bemerkt, daß das WasserstoffperoxydStzmittel mit Vorteil eine anfänglich hohe Wasserstoffionenkonzentration aufweisen kann, um eine zufriedenstellende Ätzgesehwindigkeit nach teilweiser Ex-schöpfung des Ätzmittels und einer Zunahme der Konzentration an gelöstem Kupfer zu gewährleisten. Wenn es erwünscht ist, die optimalen Ätzgescliwindigkeiten zu erzielen und geringere Säurekonzentrationen zu verwenden, kann die Ätzlösung
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'- 2.2 -
• mit Vorteil anfänglich eins geringe oder eine mittlere Wasserstoff ionenkon^antrafcion in der Größenordnung von 0,45 - 3*4 g/l (2-15 Gew.-# Schwefelsäure), vorzugsweise 1,1 - 2,6 g/l (5-12 Gew»~$ Schwefelsäure), aufweisen. Wenn
dann das Peroxyd und die Säure unter gleichseitiger Verminderung der VJas serst off ionenfconzent rat lon verbraucht werden, wird weitere Säure zugegeben, um die Wasserstoffionenkonzentration in den optimalen Boreich von 0,t9 - i,h g/l (4-6 Oew*-# Schwefelsäure) zu bringen. Die Zugabe von weiterer Säure kann entweder kontinuierlieh oder intermittierend und entweder sofort nach dem Beginn der Ktzung oder nachdem eine merkliche Erschöpfung der Ktslörsung eingetreten ist, erfolgen. Wenn die anfängliche Wasserstoffionenkonsentration gering ist, beispielsweise in der Größenordnung von 0,45 - 1,1 g/l (2-5 Gew.-% Schwefelsäure) erfolgt die Zugabe von weiterer Säure vorzugsweise fast sofort nach dem Beginn der Ktsung und zweckmäßig mehr oder weniger kontinuierlich bis.' eine Zunahme der Wasserstoff-Ionenkonzentration bis gut in-d€?n- Bexeioh von 0,9 - 1j4 g/l erfolgt ist. Wenn·die anfängliche Wasserstofftonenkonzentration Ei1OBeT ist alß afcwa i.i g/l, erfolg die 'Sagabe von Säure zur Aufrechterhaltung der optimalen Konzentration vorzugsweise von Zeit zu Kelt,-wenn die Ktzlööung in einem Ausmaß erschöpft ist, dass die Wasserstoffionenkonzenti-atlon unter 1,1 g/l liegt·, gewöhnlich, gerade nachdem die Konzentration auf unter 0,9 g/l herabgesetzt ist. '
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BAD ORlG1NAL
Bas Verhältnis von Wasserstoffperoxid zu Säure in der Ätzlösung ist weniger wichtig als die Konzentration der Säure. Da die chemische Reaktion, durch welche Kupfer geätzt wird, ein Mol Peroxyd und zwei Mol Säurew asserstoff verbraucht, ist ein Molverhältnis von Peroxyd zu Wasserstoffionen von 1:2 angezeigt, d.h. ein HgOg/H^-Verhaltnis von 1ϊ2. Molverhältnisse von Peroxyd zu Wasserstoffionen von weniger als 1*2 sind im allgemeinen nicht erforderlich und können dazu neigen, die Ktzge-
sohwindigkeit zu verringern,, insbesondere bsi den höheren
ι He agenakonzent rat ionen. Xn der Praxis übersteigt die Menge an
tatsäoTiiioh- verbrauchtem--Wasserstoffperoxyd selten etwa 75$*
f3O da/i die Einbeziehung von gerado etwas jmehr air? j.,5 Mol
Wasserstoffionen je Mol Peroxyd iii das Ktmibtel ausreicht, um genügend Säure für die vollständige Verwertung der besonderen Ätalööung KU liefern. Da auch etwas Peroxyd wogen der Zersetzung nicht verwertet wird, haben -dl.s iitsmittel., die zubereitet werden, mti genügend Säure für die vollständige Verwertung von Peroxyd
ahne zusätzliche Zugabe von Säure während der Ätzung
au enthalten, .vorzugsweise tiiii auf üngXie lies Molverhältnis von ( Wasserst of fperoxyd zu WasserstoffIonen von nicht weniger als
!,Ο ; .1,6 und zweckmäßig im Bereich von 1,0 t 1,6 bis 1,0 i 1,0. Wenn später 8Mi;re ssugegobsn werden soll und die
Ktzlösung anfänglich eine geringe oder mittlere Säurekonzentration aufweist, kann das MolVerhältnis Peroxyd zu Säurewasserstoff anfänglich natürlich etwas großer sein, vorzugsweise zwischen 1,0 s 0s2 bis 1,0 2 1,0. Wenn Wasserst of fpemxyd verbraucht und mehr Säure
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zugegeben wird, wird das Molverhältnis von Peroxyd zu Säure herabgesetzt und wird eventuell gleich den Molverhältnissen, die vorzugsweise in den Lösungen verwendet werden, die so zubereitet werden, daß λ,ie die gesamte benötigte Säure enthalten. Da die Peroxydverwertung selten 75# Übersteigt, ist es vom praktischen Standpunkt aus zweckmäßig, während der Ätzung keine Säuremenge zuzugeben, welche das Molverhältnis von Peroxyd zu Säurewasserstoff unter 1,0 ι 1,6 herabsetzt.
Die Temperatur der angesäuerten Wasserstoffperoxydlösung ist ein wichtiger Paktor bei der Ätzung von Kupfer. Kupfer wird bei Zimmertemperatur oder darunter nicht geätzt. Die Art des Angriffes des erfindungsgemäßen Itzmlttels auf Kupfer bei solchen Temperaturen besteht mehr in einer Poller-, Oxydations- oder Glänzwirkung. Um Kupfer wirksam zu ätzen, muß das Ätzmittel eine Temperatur von zumindest 409C aufweisen, wenn es mit dem Metall In Berührung kommt. Die Temperatur des Ätzmittels hat einen starken Einfluß auf die Ätzgesohwindigkeiten, und durch Erhöhung der Temperatur auf 50-62Ό ist es möglich, die Kt zgeschwindigkeit auf einen deutlich größeren Grad zu erhöhen, als die bei Verwendung von Amraoniumpersulfatätzmltteln bei den empfohlenen Optimaltemperaturen erhältiche Geschwindigkeit. Bei Temperaturen über 65% erfolgt wenig weitere Zunahme in der Ätzgeschwindigkeit, und es wurde gefunden, daß solch höhere Temperaturen unzweckmäßig sind, da sie zu einer viel größeren Geschwindigkeit der Perox?'--Versetzung
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führen* Wie im B'alle der Säurekonzentration wurde gefunden., daß der Einfluß der Temperatur auf die ittzgesciiwindigke.it arn größten nach teilweiser Erschöpfung des Ätzmittels und einer Zunahme der Konzentration des gelösten Kupfers ist. Gewünschtenfalls kann das Ätzen bei den tieferen Temperaturen, beispielsweise 40-55"Cj begonnen werden und die Temperatur der Lösung dann allmählich bis zu einer höheren Temperatur von 55-620C gesteigert werden, wenn die Lösung weiter erschöpft ist. Die Zunahme der Temperatur der Ätzlösung wird durch die Ätzreaktion selbst ^
unterstützt, die mäßig exotherm ist. Die Zunahme der Temperatur des Ätzmittels kann mit Vorteil zur Einstellung der Ätzgeschwindigkeiten auf einen mehr oder weniger konstanten Wert benutzt werden, wenn eine Anzahl von Stücken in der gleichen Lösung geätzt werden soll , beispielsweise bei der Anwendung von automatischen Systemen, die bei der· Herstellung von gedruckten Schaltungen verv'endet werden. '
Die erfindungsgemäßen Ätzmittel eignen sich ungewöhnlich gut für die Ätzung von Kupfer auf hochwii'k-same und praktische Weise ( und verringern die Ätzkosten bei der Herstellung von gedruckten Schalttafeln beträchtlich im Vergleich zu den Kosten der Ätzung mit Aromonivmpersulfat, Außerdem kann das Verfahren neben der
Ätzung von Kupfer allgemein auf andere übliche chemische AuflöBungsarbeitsgänge, wie beispielsweise das chemische
Fräsen, Körnen bzw. Beizen Tauchglänzen oder Polieren angewandt werden. Bei solchen Anwendungen kann die Temperatur der Säure-
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Peroxydlösung gewünschtenfalls außerhalb des vorzugsweise zur Ätzung von Kupfer verwendeten Bereiches variiert werden. So . können beispielsweise Tauohglärizverfahren wirksam bei Zimmertemperatur oder etwas darüber durchgeführt werden. Die Zugabe von Phenacetin oder Sulfathiazol zu sauren Peroxydlösungen wirkt sich nicht nur günstigrbei Anwesenheit von Kupfer, sondern auch von anderen Metallionen aus. So können saure Peroxydlösungen, die das Phenacetin und Sulfathiazol enthalten, bei der Auflösung von anderen Metallen, wie Elsen, Nickel, Cadmium, Zink, Germanium, Blei, Stahl, Aluminium und Legierungen, die einen größeren Anteil an solchen Metallen, enthalten, verwendet werden. Aluminiummetall wird wirksamer gelöst, wenn die verwendete Säure Salpetersäure oder Fluoborsäure, insbesondere Fluobors&ure, ist. Die sauren PeroxydlöBungen sind jedoch weniger wirksam bei gewissen anderen Metallen, wie Gold, Zinn, Chrom, rostfreiem Stahl und Titan.
Ein besonderes Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es auch auf die Ktzung von kupferbedeckten Schichtstoffen bzw- Laminaten angewendet werden kann, um das leitfMhige Muster von gedrückten Schalttafeln zu erhalten. Eine solche Ätzung ißt bekannt und braucht hier· ' nicht im Einzelnen beschrieben werden. Die Schichtanordnungen, aus welchen die Schaltplatten gebildet werden, bestehen
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gewöhnlich aus einer dünnen Kupferfolie, die auf eine Grundfolie eines elektrisch isolierenden Materials, im typischen Fall ein Polyvinylchlorid, auflaminiert ist. Zu anderen elektrisch isolierenden Materialien, auf welche das Kupfer aufgeschichtet werden kann, gehören keramische Materialien, Glas und die Phenol-, Epoxy-, Melamin-, Silicon- und Fluorkohlenstoffharze. Die Dicke der Kupferfolie bei solchen Schichtstoffen kann beträchtlich schwanken, beispielsweise von 0,0064 bis 0,25 ram, beträgt jedoch gewöhnlich 0,0127 bis 0,13 mm. Es ist zweckmäßig, die Dicke und Menge des Kupfers bei solchen Schichtstoffen als g Gramm Kupfer je QuadratZentimeter auszudrücken. So wird beispielsweise ein Schichtstoff, der eine Kupferfolie von 0,069 mm Dicke aufweist, gewöhnlich als eine 57 Gramm-Kupfertafel bezeichnet. Das gewünschte Leit-fjüiigkeitsmuster wird auf der Tafel mittels einer Maske oder eines beständigen Materials umgrenzt, das natürlich gegen den Angriff durch die in der Ä*tzstuf e verwendeten chemischen Mittel hochgradig beständig sein muß. Mehrere Arten von beständigen Materialien sind bekannt und im Handel erhältlich. Zu den Materialien, die sich für die Verwendung mit den erfindi mgs gemäßen Peroxydätz mitteln als am ™ zweckmäßigsten erwiesen haben, gehören Advance Plating Resist R-918-42, von der Advance Process Supply Company, Meaker Etch No. 200 von der Meaker Company, Sei-Rex Corporation, Candoc ss 1105, Toluidine Red, von der Cudner & 0*Connor Company, Candoc ss 1139, Perma Peacock Blue, von der Cudner & O'Connor
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Company, KP Acid Resist No. 250-15 von der Kresslik Products Company, Economy White A Il6j32 von der Union Ink Company, Printed Circuit Resist Black, von der Union Ink Company und . Kodak Photo Resist von der Eastman Kodak Company. Ein besonderes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß sie sowohl auf die Tauchätzung als auch auf die Spritzätzung angewandt werden kann. Das Bewegen des Bades oder des Werkstückes ist bei den Tauch ätzverfahren zweckmäßig. Bei der Tauchätzung wird ein Bad, das anfänglich 8 Qew.-£ Wasserstoffperoxyd enthält, bevorzugt, um geringere Kosten je Gew.-Einheit an geätztem Kupfer zu erzielen. Bei der Spritzätzung wird eine Lösung bevorzugt, die anfänglich 6 Gew.-^ Wasserstoffperoxyd enthält. Die aus gewöhnlichem Wasser hergestellten PeroxydlÖsungen, denen ein lösliches Silbersalz zugesetzt wurde, um Chlorid- und Bromidionen zu entfernen, können sowohl bei der Tauch- als auch bei der Spritzätzung verwendet werden. Bei Sp ritz ätzverfahren enthält das Ätzmittel vorzugsweise entweder Fhenacetin oder Sulfathiazol, Insbesondere Phenacetln in Kombination mit einem Material, das Silberionen liefert. Die Menge an zur Erzielung optimaler Ergebnis» erforderlichem Silberion ist etwas größer bei der Spritzätzung und liegt vorzugsweise zwischen 75 und 500 ppm, insbesondere 100 und JOO ppm. Die Kontaktzeit des Werkstückes mit dem Ätzmittel hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich insbesondere der Dicke oder der Menge des zu ätzenden Kupfers, der Konzentration oder dem Ausmaß der Erschöpfung des Peroxyds und
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BAD
der Säure Im Bad, der Temperatur und dem Grad und der Arbeitsweise des Bewegens. Eine dünne Kupferfolie kann bei höheren Temperaturen mit einer frisch zubereiteten Lösung bei hoher Peroxydkonzentration in nur 1/4 Minute geätzt werden. Die Ätzung von aufeinanderfolgenden Platten erfordert läagss·© Kontakt ze it en, obwohl eine Anzahl von Kupferlatninaten von üblichem Kupfergewicht mit der PeroxydlÖsung über eine ziemlich konstante Zeitspanne geätzt werden kann, was ebenfalls ein erwünschtes Merkmal ist. Kontaktzeiten ,von etwa 60 Minuten stellen im allgemeinen die obere ä Grenze dar und werden weitgehend durch kommerzielle Anforderungen vorgeschrieben. Kontaktzeiten zwischen 1/2 und 50 Minuten werden vorzugsweise bei der Ätzung einer Serie von Kupferlaminaten von 0,0127 bis 0,lj5 mm Dicke bei der Herstellung von gedruckten Schaltungen angewandt. Die Ätzgesehwindigkeiten können selbstverständlich auch durch Einstellung der Badtemperatur und der Säurekonzentration, wie oben beschrieben, kontrolliert werden. So kann die Temperatur der PeroxydlÖsung langsam erhöht werden, um eine konstantere Ätzzelt bei der Behandlung einer Reihe von Kupferlaminäten zu erzielen. Die Säurekonzentration kann * kontrolliert werden, um hohe Xtzgesehwindigkeiten zu erzielen, indem eine Lösung verwendet wird, die anfänglich eine geringe oder mittlere ßäurekonzentration hat und nach teilweiser Erschöpfung des Ätzmittels mehr Säure zugegeben wird, um die Wasserstoffiorienkonzentration im optimalen Bereich von 0,9 - 1,4 g/l zu halten. Bei der Ktzung von gedruckten Schalt -
909839/1390
platten ist die Unterätzung oder das Ausmaß, in welchem das Ätzmittel horizontal unter das Abdeckmaterial Im Vergleich zur gewünschten Wirkung vertikal gegen die darunterliegende elektrisch Isolierende Basis wirkt« eine wichtige Erwägung. Die Unterätzung wird im allgemeinen als Verhältnis der Dicke der Kupferfolie zu dem Ausmaß dee horizontalen Angriffes unter das Abdeckmaterial definiert. Für zufriedenstellende Ergebnisse ist ein besseres Verhältnis als ItI erwünscht. Die erfindungsgemäß verwendeten Wasserstoffperoxydätzmittel sind in dieser Hinsicht wie gefunden wurde sehr zufriedenstellend und zeigen UnterfeitZungsverhältnisse von etwa 2.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu . beschränken. Teile und Prozentgehalte sind auf das Gewicht bezogen, wenn nichts anderes angegeben 1st.
Die in den Beispielen verwendeten kupferbeschichteten Laminate wurden von der Oeneral Eleotric Company unter dent Handelsnamen "Textolite" (Nr. 11571) geliefert. In den Beispielen 1-12 wurden die Kupferschiohtstoffe zu Plattenproben mit Abmessungen von 5,7 χ 11,4 χ 0,16 cm geschnitten. Jede Probe wie· etwa 4 g Kupfer von 0,069 mm Dicke (0,062 g/cm2), aufgeschichtet auf eine Kunststoffunterlage» auf. In den Beispielen 1-12 wurde die Ätzung durch Eintauchen der Proben in 500 g-Lösungen des Ätzmittels, die in Bechern von 500 ml Größe enthalten waren,
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BAD ORIG1NAL
unter Verwendung eines Wasse^bädes zur Kontrolle der Ätzbadtemperatur durchgeführt. Die Ätzung dieser Proben ist als diejenige Ätzzeit ausgedrückt 3 die erforderlich war, um die Proben in Ätzmitteln mit einer bekannten Anzahl von Gramm Kupfer, gelöst in 1 1 Ätzmittel, zu ätzen. Die zu ätzende Probe wurde an einem ihrer Enden an einem hin- und hergehenden Mechanismus befestigt, der dazu bestimmt war, die Proben über einen Bewegungsabstand von etwa 1,27 cm in einer - Geschwindigkeit von etwa 50-60 Hüben je Minute auf- und abzubewegen. Die 500 ml-Becher wurden mit 500 g Ätzmittel gefüllt, und die Proben wurden in das Ätzbad eingebracht und bewegt. Die Ätzzeit wurde mit einer Stoppuhr gemessen, und die Ätzgeschwindigkeit wurde durch Wägung der Probe vor Eintauchen und nach Entfernen aus dem Bad berechnet. Die Ätzzeit ist als die Zeit in Minuten ausgedrückt, die erforderlich war, um das gesamte freiliegende Kupfer vom Prüfstück zu entfernen.
Be!spiele1-8
Die Ätzgeschwindigkeiten von acht verschiedenen Ätzlösungen wurden unter Anwendung des oben dargelegten Eintauchverfahrens bestimmt. Alle Ätzbäder A-H enthielten 8 Gew.-# Wasserstoffperoxyd und 17,3 Gew.-^ Schwefelsäure, so daß das Molverhältnis von Peroxyd zu Säure etwa 1:0,75 betrug. Die Peroxydätzmittel wurden mit deiondsiertem Wasser hergestellt
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und enthielten insgesamt nur 0,2 ppm freie Chlorid- und Bromidionen. Das Bad A enthielt als Zusatz nur Adipinsäure in einer Menge von 4θΟ ppm, während Bad B nur 400 ppm Phenacetin enthielt. Bad C enthielt eine Kombination von 240 ppm Adipinsäure und 128 ppm Phtnacetin. Das Bad D war das gleiche wie das Bad C mit der Ausnahme, daß etwa 267 ppm Silbemitrat zugesetzt wurden. Das Bad E enthielt nur 400 ppm Siilfathiazol, während Bad F eine Kombination von 24o ppm Adipinsäure und 160 ppm Sulfathiazol enthielt. Bad G enthielt als Zusatz nur Silbernitrat in einer Menge von 267 Ppm. Bad H enthielt eine Kombination von l8o ppm Adipinsäure und 90 ppm Silbernibrab. Die Temperatur der Wasserstoffperoxydätzbäder wurde bei etwa 6o°C gehalten. Die Ergebnisse der Verwendung diener Ätzbäder sind in Tabelle I wiedergegeben.
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T ab e 11 e
υ g ο ν ι ο
Konzentration
CÖDUO Ätzgeschwindigkeit des Bades, Bad C Bad D Bad E Minuten * G Bad H
g Kupfer gelöst Bad A Bad B saures
Peroxydj
240 ppm
Adipin
säure
128 ppm
Phen-
acetin
saures
,Peroxyd,
240 ppm
Adipin
säure,
267 ppm
Silber
nitrat,
128 ppm
Phen-
acetin
saures
,Peroxyd,
400 ppm
Sulfa-
thia-
zol
Bad F Bad saures
Peroxyd,
267 ppm
Silber
nitrat
saures
Peroxyd,
180 ppm
Adipin
säure,
90 ppm
Silber
nitrat
Je 1 Ätzmittel saures Per
oxyd, 400
ppm Adipin
säure
saures
Peroxyd,
400 ppm
Phen-
acetin
saures
Peroxyd,
240 ppm
Adipin
säure,
I60 ppm
Sulfa-
thiazol
anfltngllche 2,6 1,4 2,0 1, 1,4.
Geschwindigkeit 2,7 2,5 5,4 1,6 2,5 1,7 1, 1,7
14,9 g/l 2,9 2,5 4,5 2,5 5,1 2,5 I1 2,7
-39,8 g/l 5,8 5,2 5,^ 5,5 5,0 5,1 2, 4,7
«4,7 g/l 6,5 4,4 7,6 5,1 8,9 4,6 8,1
59,6 g/l 10,9 6,5 11,0 7,0 20,0 6,9 15, 15,5
74,5 g/l 16,0 10,0 14,2 9,0 10,9
82,2 g/l
,0
.Q
,7
.9
,5
,0
Tabelle I zeigt im allgemeinen gute ^geschwindigkeit en für die angesäuerten Wasserstoffperoxydbäder A bis einschließlich H, welche weniger als ingesamt 2 ppm freie Chlorid- und Bromidionen enthalten. Das Wasserstoffperoxydbad A, das Adipinsäure enthält, 1st sowohl bezüglich der Ätzgeschwindigkeit als auch der Kapazität weniger wirksam als Bad B, daa die gleiche Menge Phenacetin enthält.
Bad C, das die Kombination von Adipinsäure und Phenacetin in einer Gesamtmenge von 368 ppm enthält, hat etwa die gleiche hohe Kapazität wie Bad B, das 400 ppm Phenacetin enthält. Bad D zeigt, daß die Zugabe von 267 ppm Silbernitrat zu Bad C zu einer weiteren Verbesserung und insbesondere zu großen Ätzgeschwindigkeiten und einer hohen Kapazität führt. Ein Vergleich der Ätzgeschwindigkeiten und der Kapazitäten der Bäder A, Ξ und F zeigt, daß die Kombination von Adipinsäure und Sulfathiazol in Bad P zu einer Verbesserung gegenüber den Bädern A und E führt, in reichen diese Zusätze getrennt in der gleichen Menge verwendet werden. In entsprechender Welse zeigt ein Vergleich der Bäder A, G und H, daß die Kombination von Adipinsäure und Silbernitrat zu einer Verbesserung in der Kapazität gegenüber derjenigen führt, die getrennt mit diesen Zusätzen erzielt wird.
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BAD ORIGINAL
Beispiele 9-12
Vier weitere Peroxydbäder (Bäder I-L) wurden entsprechend denjenigen der Beispiele 1-8 hergestellt mit der Ausnahme, daß gewöhnliches Leitungswasser anstelle des deionisierten Wassers verwendet wurde. Jedes Bad enthielt etwa 8# wasserstoffperoxyd und 17,3# Schwefelsaure. Das Bad I enthielt keinen Zusatz und etwa 5-10 ppm freie Chlorid- und Bromidionen. Bad J enthielt etwa 400 ppm Adipinsäure und 267 ppm Silbernitrat. Bad K enthielt etwa 400 ppm Phenacetin und enthielt ι weiterhin 267 ppm Silbernitrat. Bad L enthielt 128 ppm Phenacetin, 240 ppm Adipinsäure und 267 ppm Silbernitrat. Jedes Bad wurde während der Xtzung bei einer Temperatur von etwa 60K gehalten. Die Ergebnisse der Verwendung der Bäder I-L sind in Tabelle II wiedergegeben.
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T a b e 11 ö II 7,1 Bad J Bad K 1,0 Bad L
Konzentration fitzgeschwindigkeit, Minuten 7,5 s Peroxyd, Peroxyd,
400 ppm 400 ppm
Adipin- Phenacetin,
säure, 267 PP«n SiI-
267 ppm bernitrat
Silberni
trat
1,5 Peroxyd,
240 ppm Adipin
säure, 128 ppm
Phenacetin,
267 ppm Silber
nitrat
g Kupfer ge Bad I 9,4 1,2 2,5 1,4
löst je 1
Ätzmittel
Peroxyd
kein
Zusatz
15,0 1,4 3,7 1,6
anfängliche
Geschwindigkeit 7,0
- 2,7 6,1 2,4
14,9 g/1 - 5,2 11,0 3,8
29,8 g/1 9,2 17,0 5,6
44,7 g/1 16,0 9,0
59,6 g/1 - 12,0
74,5 εΛ
82,2 g/1
Wie die Ergebnisse der Tabelle II zeigen, ätzte das Bad I, das mit gewöhnlichem Leitungswasser hergestellt war und keinen Zusatz enthielt, mit einer Geschwindigkeit, die anfänglich gering war und sich weiter ziemlioh ausgeprägt verringerte, selbst bei den geringen Konzentrationen an gelöstem Kupfer. Bad I hatte auch eine geringe Kapazität und zeigte einen
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BAD ORiG1NAL
unerwünscht hohen Grad an Peroxydzersetzung bei der Analyse. Die Bäder J und K, welche Adipinsäure bzw. Phenacetin in Kombination mit Silbernitrat enthielten, zeigten eine beträchtliche Verbesserung gegenüber Bad I und liefern sowohl große anfängliche Ätzgeschwindigkeiten als auch hohe Kapazitäten. Das Bad L, das die Kombination von Adipinsäure, Phenacetin und Silbernitrat enthielt, hatte überraschenderweise eine höhere Kapazität als sowohl das Bad J als auch K, was die Verbesserung zeigt, die durch Verwendung * der Kombination von Adipinsäure, Silberionen und Phenacetin bei Tauchverfahren mit angesäuerten Peroxydätzmitteln erhalten werden, die aus gewöhnlichem Leitungswasser hergestellt sind.
Beispiele 13-24
Weitere zweibasische Säuren wurden durch eine Taucharbeitsweise ähnlich der oben dar"*-legten bewertet mit der Ausnahme, daß, nachdem die Xtzzeit 4 Minuten überstreuen hatte (bei einer Konzentration von etwa 44,7 g gelöstem Kupfer je Liter) zwei Platten gleichzeitig geätzt wurden» indem die Plattenproben Rücken an Rücken in das Xtzmittel eingebracht wurden. Jede der geprüften Lösungen (Bäder K mit X) enthielt 8 Qew.-# Wanserstoffperoxyd und 17»5 Qew,-# Schwefelsäure. Jede Lösung wurde aus gewöhnlichem Leitungewasser hergestellt und enthielt 267 PF»» Silbernitrat. Die
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verwendete Menge an zweibasischer Säure betrug 2000 ppm, während die phenacetinenthaltenden Lösungen 100 ppm dieses Zusatzes enthielten. Während der Ätzung wurde jede der Lösungen bei einer Temperatur von 60"C gehalten. Die in der anschließenden Tabelle III zusammengefaßten Ergebnisse geben die Endgeschwindigkeit in Minuten für jede Lösung bei einer Konzentration an gelöstem Kupfer von.etwa 70,8 g/l an.
T abe 11 e III
Bad Zusatz Xt zgeschwindlgkelt
Bad M (nur Silbemitrat) 9,6
Bad N Phenacetin 7*0
Bad 0 Adipinsäure 6,5
Bad P Adipinsäure + Phenacetin 5*0
Bad Q Bernsteinsäure 9*0
Bad R Bernsteinsäure + Phenacetin 5,6
Bad S Azelainsäure 4,8
Bad T Azelainsäure + Phenacetin 4,3
Bad U Sebacinsäure 5,5
Bad V Sebacinsäure + Phenacetin 4,5
Bad W Pimelinsäure 6,4
Bad X Pimelinsäure + Phenacetin 5*2
Die Bäder M-P sind in Tabelle III zu Vergleiohszweckcn aufgenommen. Wie aus den Ergebnissen der Tabelle III ersichtlich ist, liefern Bernsteinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure und Pimelinsäure angesäuerte Peroxydätzmlttel von hoher Kapazität bei Kombination mit Silberionen allein oder bei
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BAD ORlGtNAL
weiterer Kombination mit Phenacetin.
In den folgenden Beispielen wurden kupferbeschichtete Laminate zu Plattenproben mit Abmessungen von 22,8 χ 22,8 χ 0,16 ein geschnitten. Jede dieser Proben wurde dann unter Verwendung einer Spritzätzvorrichtung Modell 600, die von der Chemcut Division der Centre Circuits Company (USA) in den Handel gebracht wird» spritzt geätzt. Der Vorratsbehälter der Sprit zgt zvorricht ung wurde mit etwa 11,4 1 Xtzlösung gefüllt, und die Spritzätzvorrichtung so eingestellt, daß sie etwa 19 l/min auf jede Plattenprobe auftrug. Die Xtzzeit wurde mit einer Stoppuhr gemessen, und die Xtzgeschwindlgkeit wurde durch Wägung der Probe vor und nach der Behandlung berechnet.
Beispiele 25-28
Vier Peroxydlösungen wurden für die Prüfung nach der oben dargelegten Spritzätzarbeitsweise hergestellt. Jede der Lösungen enthielt etwa 6£ Wasserstoffperoxyd und ljJ# Schwefelsäure, so daß das Molverhältnls von Wasserstoffperoxyd zu Schwefelsäure etwa Is0,75 betrug. Die Lösung von Beispiel enthielt leinen Zusatz und wurde mit gewöhnlichem Leitungswasser hergestellt. Sie enthielt insgesamt zumindest 5 ppm freie Chlorid- und Bromldionen. Die Lösung von Beispiel
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enthielt ebenfalls keinen Zusatz, wurde jedoch unter Verwendung von deionißiertem Wasser- hergestellt, so daß sie nur etwa 0,2 ppm Chlorid- und Bromldionen enthielt. Die Lösung von Beispiel 27 würde aus dem gleichen Leitungswasser hergestellt wie es in Beispiel 25 verwendet wurde und enthielt etwa 300 ppm Fhenacetin und 200 ppm Silbernitrat. Die Lösimg von Beispiel 28 wurde aus dem gleichen Leitungswaeser hergestellt und enthielt 96 ppm Fhenacetin, I80 ppm Adipinsäure und 200 ppm Silbernitrat. Alle Lösungen wurden während der Spritzätzung bei einer Temperatur von etwa 6(K gehalten. Die Ergebnisse der Verwendung der Lösungen von Beispiel 25-28 sind in Tabelle IV wiedergegeben.
T a b e 11 e IV Konzentration Xtzgeschwindigkeit, Minuten
g Kupfer gelöst Beispiel 25 Beispiel 26 Beispiel 27Beispiel 28 96 ppm
, Phenacetln,
I80 ppm
Adipinsäure,
200 ppm S$*
bemitrat
je 1 Ätzmittel kein Zusatz,
Leitungs
wasser
kein Zusatz,
deionisier
tes Wasser
300 ppm
Phenacetln
200 ppm
Silberni
trat
1,7
anfängliche
Geschwindigkeit
11 2,3 1,9 1,7
14,9 g/l 12,4 5,0 2,0 1,9
29,8 g/i 18,0 10,3 2,5 2,6
44,7 g/l - 30,0 3,2 4,4
59,6 g/l - - 6,6 6,3
67,1 g/i
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BAD ORIGINAL
Vile die Ergebnisse der Tabelle IV zeigen, ist die Peroxydlösung von Beispiel 25, die keinen Zusatz enthält und mit gewöhnlichem Leitungswasser hergestellt ist, ungeeignet zur Verwendung bei der Spritzätzung mit einer hohen anfänglichen Xtzgeschwindigkeit von 11 Minuten und einer Kapazität von weniger als 44,7 g Kupfer je Liter« Die Lösung von Beispiel 26 zeigt, daß eine Verbesserung sowohl bezügliche der Ätzgeschwindigkeit als auch der Kapazität gegenüber der Lösung von Beispiel 25 bei der Spritzätzung einfach dadurch erhalten wird, daß der Qesamtgehalt an freiem Chlorid- und Bromidionen auf unterhalb 2 p. verringert wird. In Beispiel 25 ergaben sich Schwierigkeiten beim Pumpen der Lösung durch die Spritzätzvorrichtung. Di© Lösung von Beispiel 27 zeigt, daß die Zugabe von Phenacetin und Silbernitrat ein Ätzmittel mit hoher Kapazität und großer Ätzgeschwindigkeit liefert trotz der Verwendung von Leitungswasser im Ätzmittel. Die Ätzlösung von Beispiel zeigt überraschenderweise, daß eine beträchtliche Verbesserung bei der Spritzätzung erzielt wird, wenn eine Kombination von Adipinsäure und Phenacetin in einer Gesamtmenge von weniger als derjenigen des Phenacetins im Ätzmittel von Beispiel 27 verwendet wird.
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BAD

Claims (20)

Patentansprüche
1. Mittel zur Verwendung bei der chemischen Auflösung von Metallen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einer angesäuerten wäßrigen Lösung von Wasserstoffperoxyd und a) einer katalytlschen Menge von Phenacetin und/oder Sulfathiazol
und/oder Silberionen, wobei jedoch bei alleinigem Vorliegen von Phenacetin die Lösung weniger als 2 ppm Chlorid- und Bromidionen enthält und b) zumindest 40 ppm einer gesättigten dibasIschen Säure mit 4-12 Kohlenstoffatomen oder einer solchen Säure, die durch Hydroxy- oder Carboxyeubstituenten »ubstituiert ist, jedoch zumindest ein α-ständiges Kohlenstoffatom hat, das frei von solchen Substituenten ist.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es
. 2-12 Oew,-# Wasseretoffperoxyd und 0,45-5,5 g/l Wasserstoffionen, insbesondere 2-iO Oew.-ji Wasserstoffperoxyd und 0,65-4,5 g/l Wasseretoffionen enthält,
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als dibasische Säure Adipinsäure, Bernsteinsäure, Pimelinsäure oder Azelainsäure enthält.
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4. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente b) in einer Menge von 75-500 ppm vorliegt.
5' Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a)' Phenacetin oder Sulfathiazol ist und in einer Menge von 75-500 ppm vorliegt.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekenn- a zeichnet, daß die Komponente a) aus Silberionen besteht,
welche in einer Menge von 50-500 ppm vorliegen.
7. Mittel nach einem der Ansprüche i-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) 75-500 ppm Phenacetin oder Sulfathiazol und zumindest 40 ppm Silberionen enthält.
8. Mittel nach Anspruch 7* dadurch gekennzeichnet, daß die Komponente a) aus 75-500 ppm Phenacetin oder Sulfathiazol und 50-500 ppm Silberionen besteht. "
9. Mittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung mit Schwefelsäure angesäuert
10. Mittel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
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Lösung 3-20 Gew.-# Schwefelsäure und Wasserstoffperoxyd und Schwefelsäure in einem Molverhältnis von 1,0 : 0,8 bis 1,0 : 0,5 enthält.
11. Konzentrat, das nach Verdünnen mit Wasser und Ansäuern ein Mittel nach Anspruch 1 ergibt, dadurch gekennzeichnet,
daß es eine wäßrige Lösung enthält, die 20-70 % Wasserstoffperoxid 200-2000 ppm Phenaoetin und 200-10 000 ppm dibasische Säure enthält.
12. Konzentrat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es 20-60$ Wasserstoffperoxyd, 400-1000 ppm Phenaoetin und 600-2300 ppm dibasische Säure enthält.
13* Konzentrat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß es weiterhin 200-5000, Insbesondere 750-3500, ppm Silberionen enthält.
14. Konzentrat nach einem der Ansprüche 11-13» dadurch gekennzeichnet, daß die dl basische Säure Adipinsäure, Bernsteinsäure, Pimelinsäure oder Azelainsäure ist.
15. Verfahren zur chemischen Auflösung von Metallen, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall mit einem Xtzmittel nach
BAD ORIG'NAL
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einem der Ansprüche 1-10 in Berührung gebracht wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß man als Metall Kupfer verwendet.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet« daß man das Kupfer mit einem 2-23 % Schwefelsäure enthaltenden Ätzmittel bei einer Temperatur von 40-65<C in Berührung bringt.
18. Verfahren nach Anspruch 17« dadurch gekennzeichnet, daß man das Kupfer mit einem 2-20 % Schwefelsäure enthaltenden Ätzmittel bei einer Temperatur von 50-62^C in Berührung bringt.
19. Verfahren naoh einem der Ansprüche 16-18, dadurch gekennzeichnet, daß man das Kupfer mit einer Ätzlösung in Berührung bringt, die eine anfängliche Konzentration von.
2-15 Gew.-g Schwefelsäure aufweist und nachdem die Konzentration der Säure während der Auflösung des Kupfers abgefallen ist, weitere Schwefelsäure zur Aufrechterhaltung einer Konzentration von 4 bis 6 Oew.-£ zusetzt.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16-19*
dadurch gekennzeichnet, daß es auf die Ätzung von geschichteten
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Platten angewandt wird, die aua einem Material mit elektrischem Widerstand bestehen, das mit einer Folie von 0,0127 - 0,25 n» dickem Kupfer verbunden ist, das auf seiner Oberfläche ein Muster mit einem chemisch beständigen Material abgegrenzt aufweist·
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