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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen einer Schneestan- ge an einer Strassenleiteinrichtung mit einem an der Strassenleiteinrichtung befe- stigbaren, die Schneestange in einer Halterung aufnehmenden Träger.
Um Schneestangen in einfacher Weise versetzen zu können, ist es bekannt (DE 29 911 644 U1, DE 197 43 531 A1), auf Strassenleitpfosten einen kappenartigen Träger aufzusetzen, der eine Halterung für die Schneestange in Form einer Steckaufnahme bildet, so dass die Schneestange lediglich in die sich konisch nach unten verjüngende Steckaufnahme eingesetzt werden muss, wenn der Träger auf einem Strassenleitpfosten aufgesetzt ist.
Diese bekannten Halter für Schneestangen setzen nicht nur entsprechende Strassenleitpflöcke zur Aufnahme der Träger voraus, was solche Halter für die Anordnung von Schneestangen im Bereich von Strassenleitplanken ungeeignet macht, sondern bedingen auch ein Abnehmen der Schneestangen nach ihrem Wintereinsatz, weil sie im Bereich der Leitpfosten nicht für ihren nächsten Wintereinsatz in einer Weise aufbewahrt werden können, in der die Schneestangen dem Blickfeld der Verkehrsteilnehmer entzogen werden und sich ausserhalb eines Gefährdungsbereiches für die Verkehrsteilnehmer befinden.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfache Befestigung für Schneestangen insbesondere im Bereich von Strassenleitplanken so auszugestalten, dass die Schneestangen zwischen ihren Wintereinsätzen ohne Beeinträchtigung der Verkehrsteilnehmer am Aufstellungsort verbleiben können.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die in die Halterung einge- setzte Schneestange auf dem Träger um eine quer zur Schneestange verlaufende
Achse zwischen einer hochgeschwenkten Arbeitsstellung und einer abge- schwenkten Ruhestellung schwenkverstellbar gelagert ist.
Da zufolge dieser Massnahme die in die Halterung eingesetzte Schneestange zwischen einer hochgeschwenkten Arbeitsstellung und einer abgeschwenkten
Ruhestellung schwenkverstellbar gelagert ist, brauchen die nicht benötigten
Schneestangen lediglich in ihre Ruhestellung abgeschwenkt zu werden, in der sie im Bereich von Strassenleitplanken auf der der Strasse abgekehrten Plankenseite in
Längsrichtung der Leitplanken verlaufen und damit nicht nur der Sicht durch die
Verkehrsteilnehmer entzogen, sondern auch ausserhalb eines Gefährdungsberei- ches für die Verkehrsteilnehmer hinter den Leitplanken gelagert werden. Bei Bedarf können die Schneestangen aus der Ruhestellung wieder in die Arbeitsstellung hochgeschwenkt werden.
Um ein unbeabsichtigtes Abschwenken der Schneestangen zu vermeiden, können die Schneestangen zumindest in der hochgeschwenkten Arbeitsstellung gegenüber dem Träger verriegelbar sein.
Die konstruktive Ausgestaltung des Trägers und der Halterung für eine schwenkbare Lagerung der Schneestange kann unterschiedlich ausfallen, weil es ja vor allem um die Verschwenkbarkeit der Schneestangen zwischen einer hochgeschwenkten Arbeitsstellung und einer abgeschwenkten Ruhestellung geht. Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich allerdings, wenn die Schneestange eine radial abstehende Schwenkachse und mit Abstand in Stangenlängsrichtung davon einen radialen Sicherungszapfen trägt, wobei der Träger aus einer Anschlagplatte besteht, die im Abstand der Schwenkachse vom Sicherungszapfen einerseits ein in der Arbeitsstellung der Schneestange in Stangenlängsrichtung verlaufendes Langloch zur Aufnahme der Schwenkachse und anderseits einen mit dem Langloch fluchtenden Randschlitz für den Eingriff des Sicherungszapfens aufweist.
Die in das Langloch der Anschlagplatte eingreifende Schwenkachse ermöglicht die Schwenkverlagerung der Schneestange. Die durch das Langloch mögliche Verschiebung der Schneestange in Längsrichtung der in der Arbeitsstellung befindlichen Schneestange bietet eine vorteilhafte Vorausset-
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zung für eine einfache Verriegelung der Arbeitsstellung der Schneestange, weil zu diesem Zweck lediglich ein mit dem Langloch fluchtender Randschlitz in der An- schlagplatte vorgesehen werden muss, in den der Sicherungszapfen der
Schneestange eingreift.
Zum Hochschwenken der Schneestange ist somit eine
Lage der Schwenkachse im oberen Endbereich des Langloches erforderlich, um nach dem Erreichen der hochgeschwenkten Arbeitsstellung die Schneestange abzusenken, wobei der Sicherungszapfen in den Randschlitz eingreift, so dass nach einem Anschlag der Schwenkachse oder des Sicherungszapfens am unteren
Ende des Langloches bzw. des Randschlitzes die Schneestange verdrehungssi- cher gehalten wird. Zur Entriegelung braucht die Schneestange lediglich angeho- ben zu werden, bis der Sicherungszapfen aus dem Randschlitz der Anschlagplatte austritt und damit die Abschwenkbewegung der Schneestange freigibt.
Weist die Anschlagplatte einen die Ruhestellung der Schneestange bestimmenden Anschlag für den Sicherungszapfen auf, so kann durch den Sicherungszapfen die abgeschwenkte Ruhestellung der Schneestange vorgegeben werden. In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass der am Anschlag abgestützte Sicherungszapfen eine Drehachse für die Schneestange bildet, so dass aufgrund der Belastung durch das Eigengewicht die Schwenkachse der Schneestange innerhalb der Langlochführung gegen jenes Langlochende gedrückt wird, das die Schwenkachse zum Hochschwenken der Schneestange aufnimmt. Dies bedeutet, dass die Schwenkachse der Schneestange bereits in der Ruhestellung die innerhalb des Langlochs für das Hochschwenken erforderliche Lage einnimmt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Befestigen einer Schneestange an einer Leitplanke einer Strassenleiteinrichtung in einem schematischen
Längsschnitt und Fig. 2 diese Vorrichtung in einer Seitenansicht in einem grösseren Massstab.
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Die dargestellte Vorrichtung zum Befestigen einer Schneestange 1 beispielsweise an einer Leitplanke 2 einer Strassenleiteinrichtung 3 besteht im wesentlichen aus einem an der Leitplanke 2 oder an einem Steher 4 zur Abstützung der Leitplanke 2 befe- stigbaren Träger 5 und einer die Schneestange 1 aufnehmenden Halterung 6, über die die Schneestange 1 auf dem Träger 5 um eine quer zur Schneestange 1 verlau- fende Achse 7 zwischen einer hochgeschwenkten Arbeitsstellung und einer abge- schwenkten Ruhestellung schwenkverstellbar gelagert ist.
Der Träger 5 ist gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Anschlagplatte 8 ausgebildet, die Durchtrittslöcher 9 für Befestigungsschrauben 10 aufweist, um die
Anschlagplatte 8 gemäss der Fig. 1 an einer Leitplanke 2 festschrauben zu können. In der Anschlagplatte 8 ist ein Langloch 11 vorgesehen, dessen Längsachse in Rich- tung der in der Arbeitsstellung befindlichen Schneestange 1 verläuft. Fluchtend mit dem Langloch 11 ist mit axialem Abstand davon ein Randschlitz 12 in der Anschlag- platte 8 ausgebildet. Die Halterung 6 für die Schneestange 1 wird durch eine radial von der Schneestange 1 abstehende, das Langloch 11 durchsetzende Schwenkach- se 13 und durch einen Sicherungszapfen 14 gebildet, der in einem an den Abstand des Langloches 11 vom Randschlitz 12 angepassten Abstand von der Schwenkachse
13 angeordnet ist.
Sowohl die Schwenkachse 13 als auch der Sicherungszapfen 14 sind mit verbreiterten Köpfen 15 bzw. 16 versehen, die die Ränder des Langloches
11 bzw. des Randschlitzes 12 übergreifen. In der in den Fig. 1 und 2 mit vollen Linien eingezeichneten hochgeschwenkten Arbeitsstellung der Schneestange 1 stützt sich die Schneestange 1 über die Schwenkachse 13 bzw. den Sicherungszapfen 14 am unteren Ende des Langloches 11 bzw. des Einführschlitzes 12 ab, so dass die Schneestange 1 in ihrer Arbeitsstellung gegen ein Abschwenken gesichert ist.
Um die Schneestange 1 in die in der Fig. 2 strichpunktiert angedeutete Ruhestellung abschwenken zu können, muss demnach die Schneestange 1 entlang des Langloches 11 bzw. des Randschlitzes 12 angehoben werden, bis der Sicherungszapfen 14 aus dem Randschlitz 12 austritt und die Schwenkbewegung der Schneestange 1 freigibt, die dann um die Schwenkachse 13 im oberen Endbereich des Langloches 11 abgeschwenkt werden kann, wobei die Anschlagplatte 8 für den Sicherungszapfen 14 eine Führungsbahn 17 entlang eines Umfangsabschnittes bildet, die die Schwenkbewegung der Schneestange 1 erleichtert und den Sicherungszapfen 14
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gegen einen Anschlag 18 in Form einer Rastausnehmung leitet, in der der Sicherungszapfen 14 ein Drehlager findet, so dass die Schneestange 1 aufgrund der Gewichtsbelastung eine Ruhestellung einnimmt,
die durch eine Abstützung der Schwenkachse 13 am oberen Ende des Langloches 11 und des Sicherungszapfens 14 am Anschlag 18 bestimmt wird. Durch die Lagezuordnung des Langloches 11 zum Anschlag 18 kann die jeweilige Ruhestellung der Schneestange 1 vorgegeben werden, um die Schneestange 1 hinter die Leitplanke 2 abschwenken zu können, die somit die abgeschwenkte Schneestange 1 abdeckt und der Sicht der Verkehrsteilnehmer entzieht.