AT60584B - Verfahren zur Reinigen von flüssigen Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Reinigen von flüssigen Kohlenwasserstoffen.

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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  Verfahren zum Reinigen von   tOIl'gen Kohlenwasserstoffen.   



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Reinigen von flüssigen
Kohlenwasserstoffen, nämlich von Petroleum-Kohlenwasserstoffen, Kohlenwasserstoffen der   Benzolreihe   und von Terpenen. Das Verfahren besteht darin, dass man die zu reinigenden Stoffe mit aktiver Kohle, d. h. mit Kohle, welche Gase auf ihrer Oberfläche zu kondensieren vermag, vermischt und das Gemisch alsdann mit sauerstoffhaltigen Gasen in innige Berührung bringt. 



   Die Wirkung des Verfahrens beruht auf der Fähigkeit der aktiven Kohle, den in die Flüssigkeit eingeführten Sauerstoff auf ihrer Oberfläche zu kondensieren, wodurch eine kräftige Oxydation der Verunreinigungen und unter Umständen innerhalb enger Grenzen, insbesondere bei den Terpenen, eine weitere Oxydation der Kohlenwasserstoffe selbst ein- geleitet wird. Hiedurch worden die Verunreinigungen, insbesondere Kolloidstoffe und
Schwefel verbindungen, in eine kompakte Form   übergeführt,   welche entweder unmittelbar ein Ausfallen aus der Lösung zur Folge hat, oder welche die aktive Kohle befähigt, sie zu adsorbieren. Die Verunreinigungen werden daher in sehr vollkommener Weise ohne schwierig durchzuführende   chemische Verfahren durch einfaches Absetzenlassen und Filtration   beseitigt.

   Die Durchführung des Verfahrens bei Zimmertemperatur trägt ebenfalls dazu bei, das Verfahren sehr einfach zu machen und hat zugleich zur Folge, dass ein tieferer Ein- griff in die Konstitution der zu reinigenden Kohlenwasserstoffe selbst vermieden wird, wie er zu befürchten wäre, wenn höhere Temperaturen angewendet würden. 



   Als aktive Kohle wird bei der Durchführung des Verfahrens mit besonderem Vorteil eine künstliche Kohle benutzt, die durch   Trockendestillation   eines feinpulverigen Gemisches von natürlich vorkommenden Brennstoffen und von zu gleicher Zeit Kalk und Ton ent- haltenden Mineralstoffen, wie z. B. Feinasche, gewonnen wird. 



   Eine geeignete aktive Kohle kann man beispielsweise erhalten, wenn man Asche von
Bitterfelder Braunkohle mit fein gemahlener Braunkohle in natürlichem Zustande im Ver- hältnis von 6 Gewichtsteilen Asche auf 5 Gewichtsteilen Kohle innig mischt und das
Gemisch in einer Retorte unter   Luftabschluss rasch   auf 600 bis 8000 C erhitzt, so dass der Prozess der Trockendestillation des   Kohlegemisches   etwa in einer Stunde   beendigt iat.   



   Die Durchführung des Verfahrens gestaltet sich, beispielsweise bei der Reinigung von
Rohpetroleum, wie folgt :
Man versetzt das zu reinigende Öl mit der obenerwähnten, künstlich hergestellten, aktiven Kohle, indem man auf je 2 l Rohöl 70 g Kohle nimmt und 12 Minuten lang fein verteilte Luft in die Masse einbläst. Am Ende dieser Periode wird zweckmässig eine weitere
Portion   aktiver Kohie, und zwar   wiederum auf je 2 1 Öl etwa 70   9   zugegeben und weitere
28 Minuten lang Luft eingeblasen. Nach dem Abstellen des Gebläses setzt sich die Kohle, getränkt mit den   abgeschiedenen Verunreinigungen   als teerartige, übelriechende Masse sehr schnell zu Boden.   Das darüberstehende Ö)   ist farblos, vollkommen wasserfrei und nach einfacher Filtration sofort gebrauchsfähig.

   Es zeigt nach der Filtrieren eine   vollständig     wasserhelle   Farbe und hat nur noch einen schwachen, etwas aromatischen Geruch. Das gereinigte Öl gibt bei der Anwendung für   Leuchtzwecke   viele Stunden hindurch die gleiche Lichtstärke, ohne einen   übten Geruch zu   erzeugen und verbrennt mit vollkommen geruchloser Flamme. Beim   Auslöschen   der Flamme zeigt sich nur eine ganz schwache   Geruchentwicldung und   der   Lampenxylinder bleibt auch nach vielstündiger Brenndauer   vollkommen klar. Dieses ist oin Beweis dafür,   dass     Schwef''Iverbindungen   mit dem Petroleum nicht zur Verbrennung gelangt sind, weil diese sonst einen   Beschlag von schwefelsaulfm  
Ammon erzeugt hätten.

   Der   Lampendocht   wird nur am äusseren Ende leicht angekohlt, wns ein Beweis dafür ist, dass auch keine stickstoffhaltigen Verunreinigungen in den Poren des
Dochtes verkohlt sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Reinigen von flüssigen Kohlenwasserstoffen durch Behandlung mit   sanerstoffhaltigen   Gasen in Gegenwart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator fein verteilte aktive Kohle benutzt. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Patentanspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass man als fein ver- teilte aktive Kohle eine künstlich hergestellte Kohle benutzt, die einerseits trocken destilliert, natürlich vorkommende Brennstoffe, andererseits kalk- und tonhaltige Mineralstoffe enthält. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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