AT60092B - Verfahren zur Herstellung von Photographien in natürlichen Farben. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Photographien in natürlichen Farben.

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AT60092B
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Es ist bekannt, dass man durch Baden von belichteten   Halogensilberschichten in geeigneten   Lösungen unmittelbar   einfarbige   Bilder erhalten kann, indem das belichtete Halogensilber den in den Lösungen vorhandenen Stoff zu einem unlöslichen Farbstoff oxydiert. der sich auf dem reduzierten Silber niederschlägt. In der Folge soll diese Art der Entwicklung als "farbige Entwicklung"und die dieselbe verursachenden Stoffe als "Farbbildner" bezeichnet werden. 



   Das vorliegende Verfahren benutzt diese stärkere   Oxydationsfähigkeit   von   belichtetem   Halogensilber gengenüber unbelichtetem zur Erzeugung von farbenphotographien. Dies ist auf verschiedene Arten möglich, und zwar können ebenso gut additive als auch subtraktive Farbenbilder hergestellt werden. 
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   Farbstoff erzeugenden Listing,   z. B. Indoxyl. kopiert unter einem zweiten    Raster : so.   dass wiederum ein Drittel der Fläche belichtet wird und badet in einer einen roten Farbstoff erzeugenden Löuhng, 
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 einen grÜnen   Farbstoff ergebendten Lösung, z.   B.   Chionndoxyl. grün   färbt.

   Bei der zweiten und dritten   Belichtung M.'hützt das   unter den Farbkörpern liegende Silber, das   unter diesem   hegende unveränderte   Halogenilber   vor   weiterer Belichtung und Entwicklung. Dieser Schutz   
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   späteren Belichtungen solches Licht anwendet, das durch   den bereits erzeugten Farbstoff absorbiert wird. Das so hergestellte dreifarbige Bild (Raster) kann nach Entfernung des unter den Farb- körpern liegenden Silbers, z. B. nut Farmerschen A bschwächer, und nach Entfernung des nicht verändertenHalogensilbersmittelseinesFixiermittelsalsDreifarbenrastrdienen. 



   II. Für subtraktive Bilder werden, wie üblich, drei Teilnegative verwendet, deren jedes 
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 kopiert und diese in der oben angegebenen Weise in den entsprechenden Farbbildnern entwickelt und alsdann   überemandergelegt.   
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 und an den Stellen, wo rotes oder grünes Licht gewirkt hat, entstehen die entsprechenden Komplementärfarben. Wo weisses Licht auftrifft, wird bei richtiger Farbenauswahl annähernd Schwarz entstehen, während dort, wo gar kein Licht auftrifft, also unter den gedeckten Stellen des Negativs, gar keine Farbbildung erfolgt, ao dass nach dem   Ausmeren   Weiss resultiert. Durch Kopieren eines Komplementärfarbennegatives auf eine solche Schicht erhält man also die richtigen Farben und richtige   Schwarz-Weiss-Werte.   



   Man kann obige drei Emulsionen statt sie in drei Schichten übereinander zu vergiessen, vor dem Vergiessen in geeigneter Weise, z. B. durch Gerben, so behandeln, dass sie gemischt werden können, ohne dass die drei Komplexe   (Halogenailber   und Farbbildner) sich zu einer homogenen Schicht verbinden ; diese Behandlung ist für ein theoretisch entwickeltes Verfahren der Farbenphotographie schon vorgeschlagen worden (Photographische Rundschau 1911, Seite 2). 



   Das beim Kopieren unveränderte Halogensilber und das bei der Bildung der Farbstoffe gleichzeitig entstehende Silber wird durch Fixiermittel und Abschwächer entfernt. 



   Bei Ausübung des Verfahrens mit drei Schichten kann man zwecks Herabminderung der Blauempfindlichkeit bei den grün- und rotempfindlichen Halogensilberacichten als Zwischenlage einen mit einem Bindemittel vermischten gelben Farbstoff als Farbfilter benutzen. 



   Es ist ausserdem zweckmässig, die drei Schichten nicht unmittelbar aufeinander zu vergiessen, sondern farblose Zwischenlagen anzuwenden, um die Difhtsion der farbgebenden Stoffe zu verhindern. 



   Beispiel. 



   Von einem komplementärfarbigen Rasternegativ wird auf eine abziehbare, panchromatische   Halogensilberschicht-unter Vorschaltung   eines Blaufilters-eine Exposition gemacht. Das belichtete Bild wird mit Pyrogallol entwickelt, fixiert und das Silber mit Farmerschem Abschwächer entfernt. Dieses gelbe Teilbild wird nun durch Abziehen auf eine geeignete Unterlage übertragen. 



   Dann wird unter einem   Grün1ìJt. er   auf eine gleiche Schicht eine Exposition gemacht und in folgendem Entwickler ein purpurrotes Bild entwickelt :   0*5 9 Thioindoxylkarbonsaure, 5 cM Azeton,   5 g Pottasche und 100   cm3 Wa586r.   



   Nach dem Fixieren und Entfernen des Silbers wird dieses rote Bild auf das gelbe über-   tragen. Schliesslich   wird unter einem Rotfilter eine Exposition auf   eme   panchromatische   Sclucht   gemacht und in folgendem Entwickler entwickelt :   0'5 9 lndoxylkarbons ure,   5 cm3 Azeton, 2   9   Pottasche, 100   CM*   Wasser. 



   Dieses Bild wird auf die beiden ersten nach Entfernen des Silbers und   Halogensdbera   übertragen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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Claims (1)

  1. maliges Entwickeln mit den Farbbildnern nebeneinander erzeugt werden.
    3. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für das subtraktive Verfahren erforderlichen Teilbilder auf die im Anspruch 1 angegebene Art hergestellt werden.
    4 Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass selektivfarbenempfindliche Halogensilberemulstonen, welche mit den entsprechenden Farbbildnern ver setzt sind, in drei Schichten übereinander aufgetragen werden.
    5, Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die drei EMI2.2
    7. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die drei Schichten nicht unmittelbar aufeinander vergiesst, sondern farblose Zwischenlagen verwendet, um die Diffusion der Farbbildner zu verhindern.
AT60092D 1911-10-16 1911-10-16 Verfahren zur Herstellung von Photographien in natürlichen Farben. AT60092B (de)

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