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Klosett mit auswechselbarer Sitzfläche.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Klosett mit auswechselbarer Sitzfläche, bei welchem die jeweils verwendete Sitzfläche vor einer neuerlichen Benutzung dee Klosettes dufoh eine andere Sitzfläche, die längere Zeit ausser Gebrauch war, ersetzt werden kann, so dass die mit der unmittelbar nacheinander erfolgenden Benutzung der Sitzfläche verbundenen Gefahren . und Unannehmlichkeiten beseitigt oder zum mindestens wesentlich vermindert werden.
Es sind bereits Klosetts mit auswechselbarer Sitzfläche bekannt, bei denen entweder die einzelnen Sitzflächen um die Klosettschüssel drehbar sind, oder in der Sitzebene eine um eine vertikale Achse drehbare Platte vorhanden ist. Diese bekannten Anordnungen haben jedoch den Nachteil, dass sie nur bei Neuanlagen verwendbar sind, und überdies einer ganz beträchtlichen Raumbeanspruchung bedürfen. Zweck vorliegender Erfindung ist, ein Klosett mit auswechselbarer
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bei die Einrichtung zur Auswechslung der Sitzfläche an jedem bestehenden Klosett angebracht werden kann, ohne dass an der sonstigen Klosettanordnung die geringste Veränderung vorzunehmen wäre.
Zur Erreichung dieses Zweckes ist das Sitzbrett des Klosetts in aufklappbaren Lagern um eine horizontale Achse drehbar und ruht statt direkt auf der Klosettschüssel, auf entsprechenden, für die Wendung als Führung dienenden Trägern, die selbst wieder aufklappbar sind, so dass die ganze Sitzeinrichtung hochgeklappt werden kann, um die Klosettschüssel direkt zugänglich zu erhalten. Die Drehung der Sitzfläche kann dabei von Hand aus direkt oder mittels eines Handoder Fusshebels indirekt herbeigeführt werden.
Das Klosett mit auswechselbarer Sitzfläche gemäss vorliegender Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht. Es zeigen die Fig. 1 und 2 in Ober-bzw. Seitenansicht das Sitzbrett mit den beiden Sitzflächen, Fig. 3 und 4 schaubildlich bzw. in Seitenansicht den Träger des Sitzbrettes. In den Fig. 5 und 6 ist in Ober-bzw. Seitenansicht der aufklappbare Träger des Sitzbrettes veranschaulicht. Die Fig. 7 und 8 zeigen in Ober-und Seitenansicht die Zusammenstellung der Teile des drehbaren Sitzbrettes in Gebrauchsstellung. Fig. 9 veranschaulicht die Drehung des Sitzbrettes, während in den Fig. 10 und 11 das Klosett mit aufgeklapptem Sitzbrett in Seiten- bzw. Oberansicht veranschaulicht ist. In den Fig. 12 und 13 ist das Klosett in
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der Sitzflachen vermittelst eines Fusstrittes oder eines Handhebels erfolgt.
Das Klosett mit auswechselbarer Sitzfläche gemäss vorliegender Erfindung besteht aus dem Satzteile (Ftg. 1 und 2), der aus einem Rahmen A gebildet ist, an dem auf der oberen und unteren Fläche je ein mit dem entsprechenden Ausschmtte versehenes Sitzbrett a befestigt ist. An der
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la. Auge 4 tragt, mit dem der Trager auf eine Achse r (Fig. 5 und 7) aufgesteckt wird, so dass er um diese Achse verschwungen werden kann.
An den Seiten sind Haken z (Fig. 4 und 8) ungebracht, die m niedergedrehter Stellung (Fig. 8) den Zapfen b in der Gabel y halten.
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das (Gabelstück selbst um die Achse r geschwungen (Fig. 9), Die Haken z verhindern, dass der Sitz aus der Gabel y austritt. ist die Verschwenkung i um 180 erfolgt, so ruht der Sitz, von dem jedoch jetzt die andere Sitzfläche sich oben befindet, mit beiden Rollen stabil auf den Schienen d.
Soll die Klosettschüssel selbst zugänglich gemacht werden, die ganze Einrichtung mithin aus dem Bereiche derselben gebracht werden, so wird die Platte 8 an dem vorderen Ende gehoben und hochgeklappt, wobei der auf den Leisten d derselben aufruhende Sitz mit hochgeht. Diese Teile können sodann durch einen Haken h (Fig. 10 und 11) in dieser Stellung erhalten werden.
Soll die Drehung des Klosettsitzes selbsttätig bewirkt werden, ohne dass der Sitz oder ein Teil desselben nut der Hand erfasst werden braucht, so wird auf der Achse r ein Kettenrad u (Fig. 12) befestigt, das durch eine Kette oder dgl. M mit einem Kettenrad nul auf dem einen Zapfen b des Sitzes verbunden ist. Zur Betätigung des Kettenrades u ist auf der anderen Seite
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der Achse r ein Zahnrad Zi aufgekeilt sowie ferner frei drehbar ein Hebel 9 angeordnet, der einen Fusstritt k besitzt. Am rückwärtigen Ende des Hebels 9 ist ein Zahnrad z2 gelagert, das in das Zahnrad z1 eingreift und das durch eine nicht dargestellte bekannte Einrichtung nur nach einer Richtung sich drehen kann.
Wird der Fusstritt niederbewegt, so versetzt das Zahnrad , das hiebei gegen Drehung gesichert ist, das Zahnrad z1 in Drehung, und da letzteres sowie das Kettenrad u auf der Achse r aufgekeilt sind, wird auch das Kettenrad. in der Drehung teilnehmen, die es auf das Kettenrad u1 überträgt, so dass dieses und mit ihm der Zapfen b mit dem Sitz verdreht wird.
Die Übersetzung ist derart bestimmt, dass bei einem Niederdrücken des Fusstrittes der Sitz um 18 () O verdreht wird. Beim Hochgang des Hebels 9, der durch geeignete Mittel gesichert sein kann, geht das Zahnrad D2 lever auf seiner Achse, so dass es sich auf dem Zahnrade h abrollt und der Sitz in der umgedrehten Stellung verbleibt.
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des Sitzes angewendet werden, wobei auf der einen Seite ebenfalls die Übersetzung von der Achse r auf den Zapfen b angeordnet ist. Zur Verdrehung der Achse r ist auf der anderen Seite ein Zahnrad Z3 aufgekeilt, in das ein darunterliegendes Zahnrad z4 eingreift, das auf der Achse 10 aufgekeilt ist. Auf der Achse sitzt ferner fest ein Schaltrad j sowie ein Hebel 11, der eine Schaltklinke t trägt.
Unterhalb der Zahnräder ist um 12 drehbar ein Hebel 9 mit Fusstritt k angeordnet, der durch einen Lenker 1 mit dem losen Hebel 11 in Verbindung steht. Wird der Fusstritt niederbewegt, so zieht der Lenker 1 den Hebel- nieder, wobei die Schaltklinke t das Schaltrad j und die Achse sowie mit ihr das Zahnrad Z4 in der Richtung des Pfeiles m bewegt. Hiedurch wird das Zahnrad z3 in der Richtung des Pfeiles p bewegt, wodurch die Achse r ihre Drehung zur Umkehrung des Sitzes vermittelst der Kettenräder u. U1 sowie Kette M'erhält.
Der Hebel 11 kann auch mit einem Arm w1 zur Betätigung versehen sein, in welchem Falle der Fusstrittantrieb entfallen kann. Doch können, wie dargestellt, auch beide Betätigungs-
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Sitzes eignet sich insbesondere für freistehende Klosetts. PATENT. ANSPRÜCHE :
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gelagert sind, wahrend der Sitz nut den Rollen auf Schienen einer unterhalb des Sitzes befindlichen durchbrochenen Platte aufrubt. die ebenfalls um die Drehungsachse des Sitzträgers schwingbar angeordnet. sein kann. um durch Hochklappen des Rahmens samt Platte die Klosettschüssel zugäugiich zu machen.
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und die darunter hetindhche Platte angelenkt sind. durch eine Kettenradübersetzung mit dem einen Zapfen des Sitzes in Verbindung steht. wober auf dem einen Ende der Achse zu deren Drehung zwecks Umkehrung des Sitzes eine Antriebsvornchtung vorgesehen ist.