AT59622B - Universaltonometer. - Google Patents

Universaltonometer.

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AT59622B
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Austria
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Inventor
Josip Dr Siroki
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Josip Dr Siroki
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  Unlversaltonometer. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Instrument, welches einerseits zum Messen von Tönen aller Tonsysteme, sowohl der derzeit   gebräuchlichen   als auch der überhaupt möglichen Systeme dient, andererseits jedoch geichzeitig zu didaktischen Zwecken, nämlich zur Veranschauhchung der   Tonsysteme sowie   der Töne und ihres Zusammenhanges im Tonsystem verwendet werden kann. 



   Das Instrument besteht aus einer Saite von bestimmter   Länge.   unter welcher sich eine zylindrische Walze drehen kann. Auf derselben kann in einfacher und   übf ithtlicher Wose.   welche gleichzeitig die Lage jedes Tones im Tonsystem sowie die Periodizität anschaulich darstellt. jeweils mit   mathematischer Genauigkeit   der Ort festgestellt werden, welcher eine Saitenlänge. etwa durch Einsetzen eines Steges, ergibt, die den betreffenden gewünschten Ton der Saite hervor bringt.

   Die Walze kann überdies auch selbst den Steg tragen, so dass unmittelbar bei   jeder Stellung   der Walze die Saite in die dem Ton entsprechenden Abschnitte durch den Steg geteilt ist. 
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   mit.   der Reihe der Tonhöhen   zusammen     durch die Beziehung y = 2x.   



   Von diesem bekannten   Prinzip ausgehend, wird   nun der Erfindung gemäss eine Einrichtung geschaffen, welche die unmittelbare Darstellung bzw. Aufsuchung oder Bestimmung des Tones ohne Zuhilfenahme einer Rechnung gestattet. 



     Die früher genannte (leichung   stellt bekanntlich die Gleichung einer Kurve (und zwar einer Exponentialkurve) dar. Aus dieser Kurve können nun die Werte unmittelbar entnommen werden. 



   Zum Zwecke der leichteren Handlichkeit, jedoch insbesondere für didaktische Zwecke. wird die Ebene dieser Kurve auf den Mantel eines Zylinders aufgerollt, wobei der Umfang desselben so   gewahrt   wird, dass er dem einer Oktave entsprechenden Abszissenabschnitt gleich wird. 



  Da diese Abschnitte für alle Oktaven selbstverständlich gleich sind, so liegen die um eine Oktave   verschiedenen Tonhöhen in   Punkten einer Erzeugenden des Zylinders, d. h. es stellt jeder Gang der durch die Aufwicklung erhaltenen Schraubenlinie eine Oktave dar ; es ist klar, dass dies gleich- 
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Die verschiedenen Töne, welchem   Tonsystem   immer sie angehören mögen, lassen sich nun leicht darstellen bzw. hervorrufen. Soll z.

   B. die zwölfstufige gleichschwebend temperierte 
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 durch Drehen der Walze, wodurch die den einzelnen Tönen entsprechenden Erzeugenden abwechselnd und nach Wunsch unter die Saite gelangen können. 

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 Fig. 2 ein Längsschnitt und Fig. 3 ein Querschnitt durch das Instrument. über der Walze Z befindet sich die längs der Erzeugenden der Walze gespannte Saite S, die durch den Wirbel   w   die nötige Spannung erhält. Das Ganze ist in einem Kasten   K   gelagert und die Walze kann vermittelst einer Kurbel k in Umdrehung versetzt werden. Auf der Walze ist die die Tonreihe darstellende Kurve E verzeichnet. Der jeweilige Schnittpunkt der Projektion der Saite auf die Mantelfläche mit der Exponentialschraubenlinie ergibt die relative Tonhöhe bzw. durch deren reziproken Wert die Saitenlänge.

   In der früher erwähnten Weise kann nun die Erzeugung des gewünschten Tones in vollkommener Reinheit erfolgen. 



   Zur unmittelbaren Teilung der Saite S in dem gewünschten Verhältnis wird dabei ein von   der Walzenoberfläche vorstehender Teil (z. B. ein Draht oder dgl. ), welcher als Steg dient, längs   der Kurve auf der Walze angebracht ; je nach der Stellung der Walze wird demnach die gespannte Saite durch den als Steg dienenden Teil (Draht) in dem der betreffenden Tonhöhe entsprechenden Verhältnis geteilt, so dass, wenn sie in Schwingungen versetzt wird, der Ton unmittelbar abgehört werden kann. 



   Es ist selbstverständlich, dass, wie früher erwähnt, auch die einem nicht temperierten Tonsystem angehörigen Töne in gleicher weise durch Konstruktion der Zylinder Erzeugenden auf der Kurve gefunden werden können. Der Basiskreis wird in diesem Falle nach diesem System, z. B. dem pythagoräischen oder natürlichen Tonsystem in entsprechende (ungleiche) Teile geteilt und die Erzeugenden schneiden dann die Kurve in Punkten, welche den Tönen dieses Systemes entsprechen. 



   Der erwähnte Apparat versinnlicht demnach das allgemein abstrakte   Tonsystem alle   wirklich vorhandenen Tonsysteme in einer äusserst anschaulichen Weise, da sowohl die Periodizität als auch die Grösse der   Saitenlänge   bzw. der relativen Tonhöhen unmittelbar vor Augen geführt werden. 



   Ein weiterer Zweck des Apparates besteht darin, eine absolut richtige Stimmung von   Instrumenten mit konstanter Intonation (Klavier, Harmonium usw. ) vornehmen zu können.   



  Dies ist deshalb wichtig. weil bekanntlich die dem gleichschwebend temperierten Tonsystem angehörigen Töne nicht leicht durch das   Gehör   bestimmt werden können, da dieses immer die Tendenz hat, den   natürlichen Ton   für den temperierten zu setzen. Durch das Instrument hingegen können diese Töne mit mathematischer Genauigkeit fixiert werden. 



   Ferner können mittels des Instrumentes die Griffbretter wirklich genau gestellt werden, ohne   dass man sich dabei   auf das Gehör verlassen muss. Dies geschieht vielmehr durch einfache   Projektion oder Abtragung   der durch die Walze gegebenen Strecken. Der letztere Umstand ist namenthch bei der Fabrikation von Saiteninstrumenten von Wichtigkeit. 



   PATENTANSPRÜCHE : 1   Umversaitonometer. gekennzeichnet   durch eine drehbare zylindrische Walze, welche auf 
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   kurve träg. auf welcher durch entsprechende Erzeugende   die einem oder mehreren bestimmten   konkreten Tonsystcmen entsprechenden   relativen Tonhöhen oder Saitenlängen bezeichnet son   können und durch etne   über diese Walze parallel zu den Erzeugenden derart gespannte Saiten 
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   der Kurve denjenigen Abschnitt   der Saite ergibt, der, in Schwingungen versetzt, den diesem Schnittpunkt entsprechenden Ton erzeugt.

Claims (1)

  1. 2. Umversaltonometer nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang der Walze gleich dem einer Oktave auf der Kurve entsprechenden Abszissenabschnitt der Kurve ist, so dass die cmer Oktave entsprechenden Tonhöhen auf einer Erzeugenden liegen, zum Zwecke, (iii, PeriodlXltiit und die relative Lage der Tonhöhen sowie die Eigenschaften dheses Systemes (Temperierung us\\.) auf der Walze unmittelbar zu veranschaulichen.
    3. Umversaltonometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Kurve ein vorstehender Teil (Draht oder dgl.) derart angebracht ist. dass der gerade unter der Saite liegende Kurvenpunkt dadurch gleichzeitig einen Steg für die Saite bildet, zum Zweck, die dem betreffenden Ton entsprechende Saitenlänge unmittelbar wirklich herzustellen.
AT59622D 1912-02-29 1912-02-29 Universaltonometer. AT59622B (de)

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AT59622B true AT59622B (de) 1913-06-10

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