AT58715B - Sperrvorrichtung und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen zum Zwecke automatischer Division (Subtraktion). - Google Patents

Sperrvorrichtung und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen zum Zwecke automatischer Division (Subtraktion).

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AT58715B
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Samuel Jacob Herzstark
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Samuel Jacob Herzstark
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Um bei der Ausführung von Divisionen (Subtraktionen) mit Thomas-Rechenmaschinen ein Überschreiten der der bezüglichen Divisorzahl entsprechenden möglichen Umdrehungen der Antriebswelle zu vermeiden, also die Möglichkeit auszuschliessen. dass ein Subtrahend bzw. Divisor öfter als zulässig von dem Minuenden bzw. Dividenden abgezogen wird, ist bekanntlich der letzte der Zehnerschalthebel mit einer Signalglocke derart verbunden, dass dieselbe bei Betätigung des letzten Zehnerschalthebels den Rechnenden durch ein hörbares Signal darauf aufmerksam macht, sobald er die für den   Einzelfall zulässigeGrenze   der Umdrehungen der Antriebs welle überschritten hat. 



   Diese Arbeitsweise hat aber den Nachteil, dass bei derselben sich ein fortwährendes störendes   Läuten   unangenehm bemerkbar macht und ist diese Arbeitsart ausserdem sehr zeitraubend, da der Rechner gewöhnlich durch die Schnelligkeit der   Drehungsmöglichkeit   veranlasst, auch nach dem erfolgten Glockenzeichen noch mehrere Drehungen machen konnte, wodurch er gezwungen war, dieselbe Anzahl von zu viel gemachten Drehungen durch eine gleiche Anzihl von Drehungen bis zum Ertönen eines neuerlichen Glockenzeichens wieder zu ergänzen. Ausserdem wurde dieses Signal sehr häufig durch die allgemeinen Arbeitsgeräusche der Maschine sehr leicht überhört. so dass dann die ganze Rechnung vergeblich gemacht war.

   Gegenstand vorliegender Erfindung ist es nun, die Divisionsmöglichkeit bei Thomas-Rechenmaschinen dadurch möglichst automatisch zu gestalten. dass bei der Division eine intensivere Warnung für den Rechner gegeben ist, als es bisher das blosse Glockenzeichen war. Die Mängel der vorerwähnten Arbeitsmethode sind durch die beiden beispielsweise hier angegebenen Konstruktionen vollständig behoben, wobei die nachstehend geschilderten beiden Ausführungsformen, ihrem Prinzipe nach sowohl jede einzeln für sich an einer   Thomas-Maschine,   oder aber beide gemeinsam an einer und derselben Maschine angewendet werden können. Selbstverständlich ist es hiefür gleichgiltig, ob der Antrieb dieser Maschine von Hand oder motorisch erfolgt.

   Gemäss der Erfindung ist der letzte Zehnerschalthebel nicht   nur mit der bekannten   Signalglocke verbunden, sondern es betätigt dieser Zehnerschalthebel   ausserdem noch   eine Vorrichtung, die schon bei der   ersten Überschreitung der für   die jeweilige Divisions- (Subtraktions-) Rechnung zulässigen Umdrehungszahl des Antriebes. diesen entweder 
 EMI1.2 
   Ausschaltung   eines Antriebsrades den Antrieb des Schaltwerkes vollständig unmöglich macht. 



   Ausserdem ist die bekannte Signalglocke   nunmehr   derart konstruiert. dass dieselbe über Wunsch vollständig ausgeschaltet werden kann. so dass je nach Bedarf die Glocke verwendet oder nicht verwendet werden kann. 



     Sowohl die vorerwähnte Sperrvorrichtuiig, wie   auch die Ausschaltvorrichtung wird von dem 
 EMI1.3 
 Umstellen dieses Umsteuerhebels von Subtraktion (Division) auf Addition (Multiplikation) ein selbsttätiges Abstellen der Sperrvorrichtung bzw. ein Wiedereinschalten des Antriebes erfolgt. 



  In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beider Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. und zwar zeigt :   Fics. 1   den   bezügliche   Teil einer mit der Sperrvorrichtung   versehenen Thomas-Rechen-   
 EMI1.4 
 d. h.   unwirksamer   Stellung der Sperrvorrichtung,
Fig. 3 eine Draufsicht bei eingeschalteter Sperrvorrichtung. 



   Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt hiezu,
Fig. 5 die Sperrvorrichtung in abgestellter Lage fu   die Rechnungsarten   Addition bzw. Multiplikation. 



   Fig.   d     zett die Ausschaltvorrichtung   mit der in Fig. 1   bis-)   gezeigten Sperrvorrichtung kombiniert an einer   Thomas-Rechenmaschine angebracht im senkrechten Schnitt   und
Fig. 7 eine Draufsicht hiezu. 



   Nach bekannter Anordnung trägt der letzte Zehnerschalthebel 1 an einer Verlängerung 
 EMI1.5 
 infolge der Sperrvorrichtung entbehrlich wird, gegebenenfalls ganz abgestellt werden kann. 



   Auf der Antriebswelle 5 der mit Handantrieb versehenen Thomas-Rechenmaschine (Fig. 1 bis 5) ist eine Sperrnase 6 befestigt. In der Nähe der letzteren ist ein um einen Zapfen 8 drehbarer 

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 EMI2.1 
 hebels 10 zur Wirkung gebracht werden. Gegen das obere Ende des   Sperrkörpers   stösst eine Schub stange   11,   welche zweimal rechtwinkelig abgebogen ist   und   mit ihrem anderen Ende an den letzten Zehnerschalthebel stösst (Fig. 1 und 3). 



   Wenn nun dieser letzte Zehnerschalthebel durch seinen   Schaltdaumen     4   zur   Seite gedrückt   wird, so bewegt sich die Schubstange 11 vorwärts und verschwenkt den Sperrkörper 7 in den 
 EMI2.2 
 der Antriebswelle verhindert. 



   Die Antriebswelle wird somit   zum   absoluten Stillstand gebracht und ist daher ein Fehlrechnen. wie dies bei den bisher angewendeten Bemsvorrichtungen immerhin möglich war. vollständig ausgeschlossen. 



     Zur Fixierung des Sperrkörpers 7 in   seinen beiden Stellungen dient eine Feder   12,   die mit einem an ersteren1 seitlich sitzenden Stift   1.     zusammenwirkt.   



   Bei Umstellung des Umsteuerhebels 10 aus der in Fig. 4 ersichtlichen Lage in die für die Rechnungsoperation Addition und   Multiplikation erforderliche Lage stösst   der Fortsatz 9 gegen den   unteren Hebelarm des Sperrkörpers   7 und bringt diesen in Ausschaltstellung   zurück,   so dass die Drehung der Antriebswelle wieder freigegeben wird. Wenn also während des   Rechners   der Fall eingetreten ist, dass die Antriebswelle in der oben beschriebenen Weise blockiert wurde. so ist es nur nötig, den Umsteuerhebel vorübergehend auf Addition (Multiplikation) zu stellen, um die Blockierung aufzuheben und ein   Weiterrechnen   zu   ermöglichen.   



   Damit bei der Ausführung von Additionen und   Multiplikationen   die Sperrvorrichtung unwirksam wird, d. h. nicht in Funktion treten kann. ist eine   Einrichtung   vorgesehen, welche bei der   Betätigung   des   Umsteuerhehels     die Sperrvorrichtung selbsttätig abstellt.   Zu diesem Zwecke 
 EMI2.3 
 gerichtete   Auskröpfung     7J vorgesehen.   Die letztere ist an solcher Stelle   angebracht, dass   bei der   Umsteuerung   des Hebels 10 auf Addition (Multiplikation) der   Vorsprung 74 des Hebels   an derselben entlang gleitet, wodurch die Schubstange 11. die mit ihrem oberen, gegen den Zehnerselhalthebel   stossenden   Schenkel achsial drehbar geführt ist.

   zur Seite gedrückt und aus dem Bereich des Sperr-   körpers   7 verdrängt wird (Fig. 5). Wenn die Schubstange 11 in dieser Lage von dem   Zehnerschalt-   
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 



   Die beschriebene Sperrvorrichtung kann in zweckentsprechender Ausgestaltung auch ber   Maschinen mit motorischem Antrieb angewendet werden.   



   Fig. 6 und 7 zeigen eine   Ausführungsform   des Erfindungsgegenstandes. bei welcher eine Ausschawltvorrichtung bei Überschreitung der für die jeweilige divisions-(Subtraktions-)Rechnung   zulässigen Umdrehungszald   eine   selbsttätige Ausschüttung   des Antriebsrades bewirkt. 



   Hiebei wirkt eine ebenfalls durch den letzten   Zehne1'schalthebel   betätigte   Schubstange 77   
 EMI2.6 
 eines Winkelhebels 17 umgreift, der bei 18 in horizontaler Ebene drehbar gelagert ist und dessen anderer Arm in Gestalt eines mit Zapfen versehenen Bügels 19 in die Ringnut 20 eines auf der antreibenden Welle 21 längsverschiebbar sitzenden Zahnrades 22 eingreift, das normal mit einem auf der Hauptwelle 5 der Maschine festsitzenden Zahnrade 23 in Eingriff steht. 



   Bei der Vorwärtsbewegung der schubstange 11 wird somit der Doppelhebel 7 verschwenkt und durch den   Winkelhebel 77   das Zahnrad 22 seitlich verschoben, bis es ausser Eingriff mit dem Zahnrad 23 und dadurch die Hauptwelle. 5 zum Stillstand kommt. 



   Die Sperrvorrichtung und die Ausschaltvorrichtung können auch gleichzeitig an derselben 
 EMI2.7 
 



   Bei Vorwärtsbewegung der Schubstange 11 wird somit der Sperrkörper 7 in Wirkungslage gebracht und gleichzeitig hiemit durch den Winkelhebel 17 der Eingriff   der Zahnräder   22, 23 unterbrochen. Es wird demnach sowohl der Antrieb ausgeschaltet, als auch gleichzeitig die Maschine blockiert. 



   Die gleichzeitige Anwendung der Sperr-mit der   Ausschaltvorrichtung   bringt auch noch den weiteren neuen Effekt   hervor, dass durch   das Zusammenwirken der   Ausscha1tvorrichtung   

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 EMI3.1 
 schon zu einem Zeitpunkte erfolgt, in welchem die Sperrnase noch eine halbe oder DreiviertelUmdrehung machen kann, bevor sie gegen den Sperrkörper 7 anschlägt. 



    PATE-ANMPRÜCHE :  
1. Sperr- und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem letzten Zehnerschalthebel (1) eine bei ausgeführter Überschreitung der zulässigen Umdrehungszahl der Antriebsorgane beim Subtrahieren (Dividieren) den Antrieb selbsttätig blockierende Sperrvorrichtung (6, 7) verbunden ist, die bei Wechsel der Rechnungsart auf Addition (Multiplikation) selbsttätig abgestellt wird. 



   2. Sperr- und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem letzten Zehnerschalthebel (1) eine bei ausgeführter Überschreitung   der zulässigen Umdrehungszahl   der Antrieborgane beim Subtrahieren (Dividieren) den Antrieb selbsttätig ausschaltende Vorrichtung verbunden ist. die bei Wechsel der Rechnungsart auf Addition den Antrieb selbsttätig wieder einschaltet.

Claims (1)

  1. 3. Sperr-und Ausschaltvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Anordnung der den Antrieb blockierenden Sperrvorrichtung und der denselben ausschaltenden Vorrichtung an einer Thomas-Rechenmaschine.
    4. 8. pen- und Ausschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein beweglich angeordneter Sperrkörper (7) unter Vermittlung von Zwischenorganen (11) bei Betätigung des letzten Zehnerschalthebels (1) in den Bereich einer auf der Antriebswelle (5) festsitzenden Sperrnase (6) gebracht wird und dadurch eine Weiterdrehung der Antriebswelle verhindert. EMI3.2 versehen ist. der bei Umstellung des Hebels auf Addition (Multiplikation) eine Ausschaltung der Sperrung bewirkt.
    6. Sperr-und Ausscbaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine als Zwischeno1'gan dienende Schubstange (11) ausschaltbar eingerichtet ist, derart.. dass sie in Ausschaltstellung bei ihrem Vorgehen dem Sperrkörper ausweicht.
    7. Sperr- und Ausschaltvorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass die Schubstange (11) zweimal abgebogen und mit ihrem gegen den Zehnerschalthebel stossenden EMI3.3 bewirken.
    8. Sperr- und Ausschaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Zehnerschalthebel durch beliebige Zwischenorgane (17) mit einer zwischen Hauptwelle (5) der Maschine und einer antreibenden Welle (21) vorhandenen Kupplung (22, 23) oder dgl. in zwangläufiger Verbindung steht. derart, dass be) Betätigung des erwähnten Zehnerschalthebels der Antrieb selbsttätig ausgeschaltet wird. EMI3.4 bei Einschaltung des Sperrkörpers gleichzeitig oder kurz vorher die Hauptwelle von dem Antriebe losgekuppelt wird.
    10. Sperr- und Ausschaltvorrichtung nach anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet. dass bei Beibehaltung der üblichen Signalglocke (3) uiese ausschaltbar eingerichtet ist.
AT58715D 1912-03-05 1912-03-05 Sperrvorrichtung und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen zum Zwecke automatischer Division (Subtraktion). AT58715B (de)

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