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Um bei der Ausführung von Divisionen (Subtraktionen) mit Thomas-Rechenmaschinen ein Überschreiten der der bezüglichen Divisorzahl entsprechenden möglichen Umdrehungen der Antriebswelle zu vermeiden, also die Möglichkeit auszuschliessen. dass ein Subtrahend bzw. Divisor öfter als zulässig von dem Minuenden bzw. Dividenden abgezogen wird, ist bekanntlich der letzte der Zehnerschalthebel mit einer Signalglocke derart verbunden, dass dieselbe bei Betätigung des letzten Zehnerschalthebels den Rechnenden durch ein hörbares Signal darauf aufmerksam macht, sobald er die für den Einzelfall zulässigeGrenze der Umdrehungen der Antriebs welle überschritten hat.
Diese Arbeitsweise hat aber den Nachteil, dass bei derselben sich ein fortwährendes störendes Läuten unangenehm bemerkbar macht und ist diese Arbeitsart ausserdem sehr zeitraubend, da der Rechner gewöhnlich durch die Schnelligkeit der Drehungsmöglichkeit veranlasst, auch nach dem erfolgten Glockenzeichen noch mehrere Drehungen machen konnte, wodurch er gezwungen war, dieselbe Anzahl von zu viel gemachten Drehungen durch eine gleiche Anzihl von Drehungen bis zum Ertönen eines neuerlichen Glockenzeichens wieder zu ergänzen. Ausserdem wurde dieses Signal sehr häufig durch die allgemeinen Arbeitsgeräusche der Maschine sehr leicht überhört. so dass dann die ganze Rechnung vergeblich gemacht war.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist es nun, die Divisionsmöglichkeit bei Thomas-Rechenmaschinen dadurch möglichst automatisch zu gestalten. dass bei der Division eine intensivere Warnung für den Rechner gegeben ist, als es bisher das blosse Glockenzeichen war. Die Mängel der vorerwähnten Arbeitsmethode sind durch die beiden beispielsweise hier angegebenen Konstruktionen vollständig behoben, wobei die nachstehend geschilderten beiden Ausführungsformen, ihrem Prinzipe nach sowohl jede einzeln für sich an einer Thomas-Maschine, oder aber beide gemeinsam an einer und derselben Maschine angewendet werden können. Selbstverständlich ist es hiefür gleichgiltig, ob der Antrieb dieser Maschine von Hand oder motorisch erfolgt.
Gemäss der Erfindung ist der letzte Zehnerschalthebel nicht nur mit der bekannten Signalglocke verbunden, sondern es betätigt dieser Zehnerschalthebel ausserdem noch eine Vorrichtung, die schon bei der ersten Überschreitung der für die jeweilige Divisions- (Subtraktions-) Rechnung zulässigen Umdrehungszahl des Antriebes. diesen entweder
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Ausschaltung eines Antriebsrades den Antrieb des Schaltwerkes vollständig unmöglich macht.
Ausserdem ist die bekannte Signalglocke nunmehr derart konstruiert. dass dieselbe über Wunsch vollständig ausgeschaltet werden kann. so dass je nach Bedarf die Glocke verwendet oder nicht verwendet werden kann.
Sowohl die vorerwähnte Sperrvorrichtuiig, wie auch die Ausschaltvorrichtung wird von dem
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Umstellen dieses Umsteuerhebels von Subtraktion (Division) auf Addition (Multiplikation) ein selbsttätiges Abstellen der Sperrvorrichtung bzw. ein Wiedereinschalten des Antriebes erfolgt.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beider Ausführungsformen beispielsweise dargestellt. und zwar zeigt : Fics. 1 den bezügliche Teil einer mit der Sperrvorrichtung versehenen Thomas-Rechen-
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d. h. unwirksamer Stellung der Sperrvorrichtung,
Fig. 3 eine Draufsicht bei eingeschalteter Sperrvorrichtung.
Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt hiezu,
Fig. 5 die Sperrvorrichtung in abgestellter Lage fu die Rechnungsarten Addition bzw. Multiplikation.
Fig. d zett die Ausschaltvorrichtung mit der in Fig. 1 bis-) gezeigten Sperrvorrichtung kombiniert an einer Thomas-Rechenmaschine angebracht im senkrechten Schnitt und
Fig. 7 eine Draufsicht hiezu.
Nach bekannter Anordnung trägt der letzte Zehnerschalthebel 1 an einer Verlängerung
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infolge der Sperrvorrichtung entbehrlich wird, gegebenenfalls ganz abgestellt werden kann.
Auf der Antriebswelle 5 der mit Handantrieb versehenen Thomas-Rechenmaschine (Fig. 1 bis 5) ist eine Sperrnase 6 befestigt. In der Nähe der letzteren ist ein um einen Zapfen 8 drehbarer
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hebels 10 zur Wirkung gebracht werden. Gegen das obere Ende des Sperrkörpers stösst eine Schub stange 11, welche zweimal rechtwinkelig abgebogen ist und mit ihrem anderen Ende an den letzten Zehnerschalthebel stösst (Fig. 1 und 3).
Wenn nun dieser letzte Zehnerschalthebel durch seinen Schaltdaumen 4 zur Seite gedrückt wird, so bewegt sich die Schubstange 11 vorwärts und verschwenkt den Sperrkörper 7 in den
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der Antriebswelle verhindert.
Die Antriebswelle wird somit zum absoluten Stillstand gebracht und ist daher ein Fehlrechnen. wie dies bei den bisher angewendeten Bemsvorrichtungen immerhin möglich war. vollständig ausgeschlossen.
Zur Fixierung des Sperrkörpers 7 in seinen beiden Stellungen dient eine Feder 12, die mit einem an ersteren1 seitlich sitzenden Stift 1. zusammenwirkt.
Bei Umstellung des Umsteuerhebels 10 aus der in Fig. 4 ersichtlichen Lage in die für die Rechnungsoperation Addition und Multiplikation erforderliche Lage stösst der Fortsatz 9 gegen den unteren Hebelarm des Sperrkörpers 7 und bringt diesen in Ausschaltstellung zurück, so dass die Drehung der Antriebswelle wieder freigegeben wird. Wenn also während des Rechners der Fall eingetreten ist, dass die Antriebswelle in der oben beschriebenen Weise blockiert wurde. so ist es nur nötig, den Umsteuerhebel vorübergehend auf Addition (Multiplikation) zu stellen, um die Blockierung aufzuheben und ein Weiterrechnen zu ermöglichen.
Damit bei der Ausführung von Additionen und Multiplikationen die Sperrvorrichtung unwirksam wird, d. h. nicht in Funktion treten kann. ist eine Einrichtung vorgesehen, welche bei der Betätigung des Umsteuerhehels die Sperrvorrichtung selbsttätig abstellt. Zu diesem Zwecke
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gerichtete Auskröpfung 7J vorgesehen. Die letztere ist an solcher Stelle angebracht, dass bei der Umsteuerung des Hebels 10 auf Addition (Multiplikation) der Vorsprung 74 des Hebels an derselben entlang gleitet, wodurch die Schubstange 11. die mit ihrem oberen, gegen den Zehnerselhalthebel stossenden Schenkel achsial drehbar geführt ist.
zur Seite gedrückt und aus dem Bereich des Sperr- körpers 7 verdrängt wird (Fig. 5). Wenn die Schubstange 11 in dieser Lage von dem Zehnerschalt-
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Die beschriebene Sperrvorrichtung kann in zweckentsprechender Ausgestaltung auch ber Maschinen mit motorischem Antrieb angewendet werden.
Fig. 6 und 7 zeigen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. bei welcher eine Ausschawltvorrichtung bei Überschreitung der für die jeweilige divisions-(Subtraktions-)Rechnung zulässigen Umdrehungszald eine selbsttätige Ausschüttung des Antriebsrades bewirkt.
Hiebei wirkt eine ebenfalls durch den letzten Zehne1'schalthebel betätigte Schubstange 77
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eines Winkelhebels 17 umgreift, der bei 18 in horizontaler Ebene drehbar gelagert ist und dessen anderer Arm in Gestalt eines mit Zapfen versehenen Bügels 19 in die Ringnut 20 eines auf der antreibenden Welle 21 längsverschiebbar sitzenden Zahnrades 22 eingreift, das normal mit einem auf der Hauptwelle 5 der Maschine festsitzenden Zahnrade 23 in Eingriff steht.
Bei der Vorwärtsbewegung der schubstange 11 wird somit der Doppelhebel 7 verschwenkt und durch den Winkelhebel 77 das Zahnrad 22 seitlich verschoben, bis es ausser Eingriff mit dem Zahnrad 23 und dadurch die Hauptwelle. 5 zum Stillstand kommt.
Die Sperrvorrichtung und die Ausschaltvorrichtung können auch gleichzeitig an derselben
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Bei Vorwärtsbewegung der Schubstange 11 wird somit der Sperrkörper 7 in Wirkungslage gebracht und gleichzeitig hiemit durch den Winkelhebel 17 der Eingriff der Zahnräder 22, 23 unterbrochen. Es wird demnach sowohl der Antrieb ausgeschaltet, als auch gleichzeitig die Maschine blockiert.
Die gleichzeitige Anwendung der Sperr-mit der Ausschaltvorrichtung bringt auch noch den weiteren neuen Effekt hervor, dass durch das Zusammenwirken der Ausscha1tvorrichtung
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schon zu einem Zeitpunkte erfolgt, in welchem die Sperrnase noch eine halbe oder DreiviertelUmdrehung machen kann, bevor sie gegen den Sperrkörper 7 anschlägt.
PATE-ANMPRÜCHE :
1. Sperr- und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem letzten Zehnerschalthebel (1) eine bei ausgeführter Überschreitung der zulässigen Umdrehungszahl der Antriebsorgane beim Subtrahieren (Dividieren) den Antrieb selbsttätig blockierende Sperrvorrichtung (6, 7) verbunden ist, die bei Wechsel der Rechnungsart auf Addition (Multiplikation) selbsttätig abgestellt wird.
2. Sperr- und Ausschaltvorrichtung für den Antrieb von Thomas-Rechenmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem letzten Zehnerschalthebel (1) eine bei ausgeführter Überschreitung der zulässigen Umdrehungszahl der Antrieborgane beim Subtrahieren (Dividieren) den Antrieb selbsttätig ausschaltende Vorrichtung verbunden ist. die bei Wechsel der Rechnungsart auf Addition den Antrieb selbsttätig wieder einschaltet.