AT56757B - Verfahren zur Gewinnung plastischer Massen aus Zellulosexanthogenat. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung plastischer Massen aus Zellulosexanthogenat.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Gewinnung plastischer Massen aus Zellulosexanthogenat. Es ist bereits ein Verfahren bekannt, wonach Zellulosexanthogenatmasse zwecks Gewinnung geformter Körper in geschlossenen Formen koaguliert wird ; dies Verfahren bietet jedoch mancherlei Schwierigkeiten und Unzuträglichkeiten. Die geschlossene Form hat den Zweck, zu verhindern, dass die Masse bei der zur Koagulierung erforderlichen Erwärmung einerseits durch die Entwicklung von Gasen, andererseits durch die Ausdehnung eingeschlossener Luft, sofern diese nicht vorher aus der Masse vollständig entfernt wurde, schwammartig aufschwillt. Bei der Koagulierung schrumpfen die Massen stark und sondern alkalische Flüssigkeit ab. Die Flüssigkeit wird bei dem herrschenden Innendruck, hervorgerufen durch Dämpfe von Schwefelkohlenstoff usw., leicht aus den Formen herausgetrieben, da für die Fabrikation im grossen ausreichend dicht geschlossene Gefässe nicht angewandt werden können. Infolgedessen bekommt die Masse allmählich mehr Platz in dem Rohr, der Gegendruck der Form hört auf und es bilden sich leicht Poren und Blasen. Will man aber die Koagulierung in geschlossenen Formen genau in sinue des oben erwähnten Verfahrens ausführen, so ist dies Verfahren in der Praxis nicht durchführbar. Zunächst ist die Masse immer etwas porös, und eine einigermassen vollständige Füllung der Formen würde nur dadurch möglich sein, dass sie unter starkem Druck geschieht, dass die Formen unter Aufrechterhaltung dieses Druckes geschlossen werden und diesen Druck beibehalten. Das würde aber die Benutzung teurer Verschlussmittel an jeder Form bedingen. Hat man aber einmal eine solche Form, die dem Sinne des oben erwähnten Verfahrens genau entspricht, gefüllt, so ergeben sich andere Cbelständf, und zwar dadurch. dass die Masse bei der Erwärmung die Form ii erfüllt und nicht in der Lage ist, sich einen Ausweg zu schaffen. Es muss also ein, wenn auch geringer Teil der Form, sei es auch nur in der Gestalt von in der Masse verteilter Luft, zum Ausgleich der Ausdehnung übrig bleiben, da sonst die Formen zerstört worden. Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Übel- stünde in folgender Weise : Man befreit die Zellulosexanthogenatmasse zunächst möglichst weitgehend von Luft und Schwefelkohlenstoff und sorgt auch dafür, dass keine Luft bei der Einführung in die Formen hineingearbeitet wird. Die Formen selbst soHen nur soweit geschlossen werden, dass sie das Auslaufen der Zellulosexanthogenatmassen verhindern. Es genügen z. B. für Platten flache Schalen, für Stäbe einseitig offene Zylinder usw. Diese gefüllten Formen bringt man in einen heizbaren Druckkessel, koaguliert darin durch Erwärmen bei derartigen Druckverhältnissen, dass der jeweils angewandte Druck sowohl die Dampfspannung der entwickelten Gase bei der zugehörigen Temperatur überschreitet, als auch die Ausdehnung etwa eingeschlossener Luft verhindert. Auf diese Weise kann die natürliche Ausdehnung der koagulierenden Masse ohne Schaden für das Produkt erfolgen ; ebenso hat das Schrumpfen der Masse keinen schädlichen Einfluss. B 8 i s p i e) : 75 Rohzellulosexanthogenat, hergestellt nach dem bei der Kunstseide- fabrikation üblichen Verfahren, werden mit 1 kg Russ für Erzeugung schwarzer oder mit 5 kg Lithopone für Erzeugung weisser Ware, ferner mit 25 kg Wasser versetzt und in <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Maschinen bei der Formung nicht Luft in die Masse hineingearbeitet wird. Sind die Formen, z. B. Rohre, gefüllt, so wird der Inhalt durch Erhitzen auf 40 bis 600 während einer Zeit von 12 bis 48 Stunden zwecks Koagulierung erwärmt. Dies geschieht durch Einbringen in einen geheizten Druckkessel, der unter einem Überdruck von 2 bis 3 Atm. steht. Nach beendigter Koagulation lässt sich die nunmehr kautschukartig festgewordene Masse leicht aus den Formen entfernen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Zellulosexanthogenat in offenen Formen, dadurch gekennzeichnet, dass die Koagulierung in einem heizbaren Druckgefässe geschieht, und zwar unter Aufrechterhaltung eines Druckes, der der Ausdehnung etwa eingeschlossener Gase das Gleichgewicht hält und der höher ist, als die jeweilige Dampfspannung der sich bildenden Gase.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE56757X | 1911-02-13 |
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| AT56757D AT56757B (de) | 1911-02-13 | 1912-01-17 | Verfahren zur Gewinnung plastischer Massen aus Zellulosexanthogenat. |
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1912
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