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Die neue Anordnung ist für solche Fälle bestimmt, wo es sich um möglichst gasdichte Einführung von beliebig starken Elektroden handelt und die Undurchlässigkeit gegenüber Gasen auch dann noch gewahrt bleiben soll, wenn im Innern des betreffenden Gefässes, Apparates usw. beträchtliche Temperaturschwankungen auftreten. Eine für diese Fälle technisch vollkommene Elektrodeneinführung muss gasdicht, hitzebeständig, leicht auswechselbar und geeignet für beliebig starke Ströme sein.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellten Anordnungen entsprechen diesen Bedingungen.
Fig. 1 ist für Gefässe aus Metall bestimmt. Um die Elektrode C gegen das Metaligefäss 1 zu isolieren, ist ein Porzellan-, Glas-oder irgend ein anderer hitzebeständiger Körper 9 von geeigneter Form vorgesehen. Dieser am zweckmässigsten aus Porzellan hergestellte Isolator, 9 ist sowohl mit dem Gefäss 1 wie mit der Elektrode 6 gasdicht verbunden. Um einen möglichst vollkommen gasdichten Abschluss zu erzielen, werden die bekannten Quecksilberdichtungen angewandt, die sich für den vorliegenden Zweck als zuverlässig erwiesen haben. Das Gefäss 1 besitzt ein röhrenförmiges, dünnwandiges Ansatzstück 2 mit Flansch, dem gegenüber ein entsprechender Flansch des Isolators. 9 steht.
Zwischen beiden befindet sich ein Dichtungsrir'g 12 aus einem beliebigen Stoff, z. H. Asbest oder ähnlichem Material. Für viele Fälle genügt auch ein Dichtungsring aus Leder. Nahe dem äusseren Umfang der Flanschen ist noch ein Dichtungsring 11 aus Gummi oder Leder angebracht, so dass zwischen den beiden Flanschen und Dichtungsringen ein ringförmiger Hohlraum entsteht, der mit Quecksilber vollständig ausgefüllt wird.
Eine ähnliche Quecksilberd'chtung ist auch am anderen Ende des Isolators 9 angebracht, zwecks gasdichter Verbindung der Elektrode 6 mit dem Isolator, 1/. Die Kappe 4 ist einerseits mit der Elektrode 6 verlötet, andererseits mittels Schrauben 10 an den zugehörigen Flansch gepresst, wobei die Dichtungsringe 11 und 12 in Verbindung mit Queck- silber eine ähnliche Rolle spielen, wie zuvor beschrieben.
Wie bereits bemerkt, können bei gewissen Apparaten, z. U. in Quecksilberdampf- apparaten, im Innern des Gefässes 1 beträchtliche Hitzegrade entstehen, auch kann die
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schwankungen möglichst wenig auszusetzen, ist sowohl das Ansatzrohr 2 wie die Kappe 4 möglichst dünnwandig ausgeführt, derart. dass sie die ihnen durch Leitung mitgeteilte Wärme rasch an die Umgebung abgeben.
Die Verbindung des Rohres 2 und der Kappe 4 mit dem zugehörig-n Flansch kann durch Verlötung geschehen, desgleichen
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die Elektrode 6 bis zur Gefassmündung und verhindern somit eine Übertragung der Strahlungswärme vom Gefässinnern bzw. von der eventuell stark erhitzten Elektrode auf die Dichtungsstellen.
Im Falle der Verwendung eines Gefässes, das selbst aus einem Isolator, z. B Glas oder Porzellan besteht, kann eine der in Fig. 1 gezeichneten Dichtungen wegfallen.
Für solche Gas- oder Porzellangefässe ist auch die in Fig. 2 dargestellte Form einer
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jedoch durch Hintereinanderschaltung mehrerer Dichtungsstellen dem Durchsickern des Quecksilbers 9 einen grösseren Widerstand bietet.
Das Porzellan- oder Glasgefäss 1 trägt in dem röhrenförmigen Ansatzstück die Elektrode 2 mittels des aus einem beliebigen Material, am besten aus Porzellan, hergestellten Körpers 8. Mit der Elektrode 2 ist das dünnwandige Rohr 3 verlötet. Zwischen Rohr 3 und Gefäss 1 sind abwechselnd Gummi- 4 bzw. Metallringe 5, eventuell auch Ringe aus irgend einem anderen Material eingeführt, derart, dass beim Aufschrauben der Mutter 11 diese vermittelst des Zylinders 10 die einzelnen Dichtungsgummiringe gegen das fixierte Auflagestück 6 presst und sie des weiteren zwingt, sowohl. an der Porzellan-oder Glaswand als auch an dem dünnwandigen Rohr 3 einen luftdichten Abschluss zu erzeugen.
Letzterer wird durch Vorlagerung einer Quecksilberschicht 9 von den Gummidichtungen
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Auch bei dieser Anordnung wird durch das Metallrohr 3, das infolge seiner geringen Wandstärke die ihm mitgeteilte Wärme rasch verliert, erreicht, dass die Dichtungsstellen durch direkte Wärmeleitung möglichst wenig erhitzt werden. Die Einwirkung der Wärmestrahlen, herrührend von dem unter Umständen erhitzten Stromleiter 2, kann dadurch auf ein Mindestmass reduziert werden, dass das Rohr 3 au beiden Enden mit dem Stromleiter 2 luftdicht verlötet und der entstandene Hohlraum möglichst hoch evakuiert wird. Auch durch künstliche Kühlung des Hohlraumes mit Luft, Wasser oder Öl usw. lässt sich derselbe Zweck erreichen. Bei dieser Anordnung kann auch, sofern sie bei einem Quecksilberdampfgleichrichter verwendet wird, eine ständig vorgesehene Vakuumpumpe das Dich tungsql1ccksil ber von Zeit zu Zeit ersetzen.
Die vorstehend beschriebenen Etektrodeneinfubrungen bedeuten insofern eine wertvolle Neuerung, als sie gestatten, für Quecksilberdampfgleichrichter beliebiger Leistung an und für sich wenig vollkommene Abdichtungen (z. B. Gummiringe) zu verwenden, die jedoch in ihrer Vereinigung mit den bekannten Quecksilberdichtungen, namentlich wenn letztere von Zeit zu Zeit oder selbsttätig ergänzt werden, derart vollkommene Dichtungen ergeben, dass sämtliche eingangs erwähnten Bedingungen für ein stets gleichbleibendes Vakuum prftil1t werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur gasdichten Einführung von Elektroden in Vakuumgefässe, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks luftdichten Abschlusses Dichtungen aus festem Material, z. B. Leder, Asbest oder Gummi in Vereinigung mit Quecksilherdichtungen zur Verwendung gelangen.