AT55237B - Verfahren zur Darstellung von Alkali- oder Erdalkalisulfiden. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkali- oder Erdalkalisulfiden.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 ausmacht. 



    Das Sul'at oder Bisulfat wird, mit der entsprechenden Menge Kohle gemischt, nachgetragen. 



  Das Salz schmilzt, läuft über die glühenden Kohle-oder Koksstucke und wird bei zirka loo (V   reduziert nach der Gleichung :
Na2SO4+4C=Na2S+4CO. 



   Das entweichende   Kohlenoxyd strömt dem Iterabsinkenden Sulfat   oder Bisulfat entgegen und reduziert dieses seinerseits bei 8000 C nach folgender Gleichung : 
 EMI2.2 
 und beschleunigt so den Prozess. Ein Teil des Kohlenoxyds entweicht und kann auf andere Weise nutzbar gemacht werden, indem man z. B. die   Gebläseluft vorwärmt.   



   Die Schmelze läuft entweder dauernd ab, oder wird zeitweilig Abgestochen. Sie enthält ausser   mechanisch     eingeschloesenem   Kohlestaub die aus der Kohle oder dem Koks gelöste Asche. Gegenüber allen bisherigen Verfahren hat das vorliegende den Vorteil, dass es einen bedeutend geringeren Kohlenverbrauch erfordert, viel weniger Bedienung benötigt und keinen grossen Materialverbrauch am Ofen bedingt, so dass grosse Reparaturen in   @   tgfall kommen und der Gestehungspreis wesentlich herabgesetzt wird. Der Prozess wird derart geleitet, dass die abfliessende 
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 Abkühlens der Schmelze C auf Sulfat unter Bildung von   CO   einwirkt und das entstandene ('0 die erstarrende Schmelze auflockert. 



   Die gewonnene Schmelze, die zirka   85%ig ist,   kann als solche   grobstückig verwendet   werden ; man kann sie aber auch in einer Kugelmühle unter Abschluss von Luft und Feuchtigkeit vermahlen,   um   ein gleichmässiges Pulver zu erhalten. 



   Sollen jedoch kristallisierte Schwefelverbindungen hergestellt werden, so lässt man zweck-   mässig   die Schmelze aus dem Ofen direkt in Wasser oder dünne   buindlösung   laufen. die heissgesättigte   Lösung wird schnell filtriert,   und in einem Kaltrührer die Kristalle daraus abgeschieden. 



  Die Mutterlauge sowie die Waschwässer können wieder zum Lösen neuer Schmelzen verwendet werden. Zweckmässig führt man diese Operationen unter Luftabschluss aus ; man vermeidet hiedurch die mit grossen Verlusten verknüpfte Umwandlung von Schwefelalkali oder Erdalkali in die Karbonate, Thiosulfate und derartige   Oxydationsprodukte.   



   Die Verwendung einer wassermantelschachtofens hat den Vorteil, dass dadurch die   Wände   des eisernen Ofens, ohne dass sie eines besonderen Futters bedürfen, durch einfache Wasserkiihlung vor dem zerstörenden Einfluss des sich bildenden   Sulfids geschützt werden kannen.   



     Obgleich die Vorteile eines Schachtofens für metallurgische und   andere chemisch-technische   Zwecke dem   Fachmann   längst bekannt waren, hat doch bis   jetzt Niemand daran gedacht, ihn in der eben beschriebenen Weise zu benutzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.4 
 verbläst, jedoch mit der Massgabe, dass man durch passend eingerichtete einstellbare Luftdüsen die Luftzufuhr derart reguliert, dass ein zu Oxydationen Veranlassung gebender   Überschuss   von Luft ständig vermieden wird.

Claims (1)

  1. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Zwecke des Schutzes der Ofenwände einen Wassermantelofen verwendet.
    '3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man der Mischung einen geringen Überschuss an Kohle beifügt, der bewirkt, dass in der abgelaufenen Schmelze noch zurückgebliebene letzte Spuren nicht reduzierten Sulfats nachträglich reduziert werden und durch die hiedurch entstehenden Gase die Schmelze wesentlich gelockert wird.
    4. Herstellung von Alkali- oder Erdalkalisulfidlauge, gekennzeichnet durch das kontinuierliche Verblasen von Alkali- oder Erdalkalisulfaten oder- bisulfaten in einem Schachtofen mit Koks oder Kohle und udrch direktes Einlaufenlassen der erhaltenen Schmelze aus dem Ofen in Wasser oder schwachesulfidlösung.
AT55237D 1910-11-30 1910-11-30 Verfahren zur Darstellung von Alkali- oder Erdalkalisulfiden. AT55237B (de)

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