AT54469B - Verfahren zur Herstellung von Metallglühfäden für elektrische Lampen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallglühfäden für elektrische Lampen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Metallglühfäden   für elektrische Lampen. 



   Die Glühfäden, welche unter Zuhilfenahme organischer Substanzen gespritzt werden, wie z. B.   Kohlenfäden   oder auch ein Teil der neuerdings auf den Markt gebrachten
Wolframfäden, enthalten selbst nach dem Karbonisieren, d. h. nachdem sie im Ofen geglüht worden sind, noch beträchtliche Mengen von Kohlenwasserstoffen, welche beim Brennen der Lampen entweichen und dann zu Störungen Veranlassung geben. Um die Kohlen- wasserstoffe aus den   Kohlenfäden   zu beseitigen, ist vorgeschlagen worden, dass die Glüh- fäden im elektrischen Ofen geglüht werden, jedoch ist dieses nur im allergrössten Massstabe möglich und daher auch   verhältnismässig   teuer auszuführen. 



   Ferner ist vorgeschlagen worden, die Metallfäden in Stickstoff oder Ammoniakgas zu glühen. Dieses Verfahren wirkt aber nur bei den Metallfäden, während die Kohlen- fäden bei diesem Vorgange zerstört werden würden. Ferner hat das Ammoniakgas oder
Stickstoffgas den Nachteil, ein verhältnismässig guter Leiter der Elektrizität zu sein. 



   Es müssen also die Fäden der Metallfadenlampen immer einzeln geglüht werden, während bei nachfolgend beschriebenen Verfahren es möglich ist, die sämtlichen Fäden einer Lampe auf einmal zu glühen. 



   Man kann die Fäden nach ihrer Karbonisierung in den zusammengesetzten Gasen der Halogene, insbesondere Arsentrichlorid, Schwefelmonochlorid,   JodmonochJorid, Pho8nor-   trichlorid, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff usw. oder in den entsprechenden Bromiden oder   Jodiden glühen. Benutzt   man beim Maligniani-Verfahren Schenkschen Phosphor, so kommen die glühenden Kohlefäden mit einer Phosphortribromid enthaltenden Atmosphäre in Berührung. Hiedurch soll ein günstiger Effekt erzielt werden. 



   Das neue Verfahren gründet sich darauf, dass sich auch die Behandlung von Metall- faden in Phosphortrichlorid oder-tribromid als vorteilhaft erweist. Diese zersetzen im warmen Zustande begierig Kohlenwasserstoffe, so dass die in den Fäden befindlichen
Kohlenwasserstoffe beim Glühen schnell zerstört werden. 



   Es ist zwar bereits ein Verfahren bekannt, bei dem durch Erhitzen mit Wolfram-   Oxychtoriden   und geringen Mengen Wasserstoff der Kohlenstoff entfernt wird. Der
Sauerstoff, welcher in dieser Verbindung enthalten ist, verbindet sich mit dem Kohlenstoff ; der Wasserstoff dient hiebei dazu, die Oxychloride in den nötigen Mengen zu zersetzen bzw. zu reduzieren. 



    Gemäss der Erfindung soll dagegen das Phospllortrichlorid oder-tribromid dazu dienen, die Kohlenwasserstoffe an sich zu reissen. Es ist nun vorteilhaft, diesen Chloriden   oder Bromiden Stickstoff oder Wasserstoff zuzusetzen, damit sich   Zyanverbindungen   oder Kohlenwasserstoffe bilden, wenn in den Metallfäden noch Kohlenstoff zurückgeblieben Ist Alsdann tritt dieselbe Zersetzung ein, wie eben beschrieben, indem   die Zyanverbindungen   oder die Kohlenwasserstoffe durch die Tribromide oder-chloride zersetzt werden. WolframOxycbloride usw. kommen hier nicht in Betracht, sondern nur die Chloride oder Bromide, welche mit Phosphor usw. verbunden sind. 



   Es ist beim neuen Verfahren wichtig, dass so viel Gas in die Glasglocke gelassen wird, dass auf keinem Fall während des Prozesses ein gasleerer Raum entstehen kann. 

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   Mankann das Verfahren auch mit dem   Pumpenprozess   verbinden, indem man die Lampen zuerst gut evakuiert, alsdann in dieselben das Gas im   Überschuss     hineinlässt,   
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 gelassen werden, da sonst ein undurchsichtiger Niederschlag auf der Glaswand entstehen würde. Dieser Niederschlag scheint aus Halogenverbindungen der unedlen Metalle zu bestehen und lässt sich nicht durch Erwärmen, sondern lediglich durch Wasser aus den Lampen wieder entfernen. Infolge der sehr schlechten elektrischen Leitfähigkeit dieser Gase ist es möglich, auch 220 Volt-Lampen in den Gasen hellweiss zu glühen, ohne dass ein   Überschlagen   des Stromes von einem Pol zum andern auftreten würde. 



   Selbstverständlich sind die Chloride stets von kräftigerer Wirkung, als die anderen Halogengase, und es sind daher die Chloride vorzuziehen. Freie Halogengase lassen sich für diesen Prozess nicht anwenden, da sie einmal bessere Leiter der Elektrizität sind, andererseits in kurzer Zeit die Metallteile der Pumpen zerstören, während die zusammengesetzten, obeugenannten Halogengase in kaltem Zustande eine Zerstörung der Metallteile der Pumpen nicht bewirken ; auch bleibt das Öl lange Zeit verwendbar. 



   Die   Beifügung.. inerter Gase,   wie Stickstoff, ist auch deshalb zweckmässig, weil in ihrer Gegenwart mit geringerem Vakuum gearbeitet wird und demzufolge die Gefahr des   Lufteintritts   durch die Dichtungen sinkt. 



     A) s Ausführungsbeispiel soll   der Vorgang bei der Herstellung der   Metallglühfäden   nach dem neuen Verfahren geschildert werden. 



   Die Rohfadenmasse wird zunächst in gewöhnlicher, bekannter Weise unter Verwendung organischer Bindemittel hergestellt. Darauf werden die Fäden gespritzt und in einem Ofen bei Abwesenheit von Sauerstoff geglüht. Wenn die Fäden aus dem   Ofow   genommen sind, werden sie in die Formierungsapparate   eingehängt ;   diese werden alsdann entleert eventuell mit Wasserstoff oder Stickstoff ausgespült ; hierauf wird Phosphortribromid oder -trichlorid eingelassen. (Vorteilhaft würde darauf Stickstoff oder Wasserstoff eingeführt werden.) Die Fäden werden alsdann in gewöhnlicher Weise durch Hindurch- leiten des elektrischen Stromes zum Glühen gebracht ; sie ziehen sich hiebei zur Hälfte   ihrer ursprünglichen Länge   zusammen und werden gleichzeitig vorrständig kohlenstoffrei. 



   Werden die Fäden zuerst in einer   Wasserstoff-oder Stickstoffatmosphäre   gesintert, so müssen die Fäden stets noch einmal in Phosphortribromid oder-trichlorid, ebenfalls vorteilhaft bei Anwesenheit von Wasserstoff oder Stickstoff geglüht werden ; jedoch ist die gleichzeitige Sinterung und Entkohlung der Metallfäden vorteilhafter, da auf diese Art und Weise sich der Kohlenstoff leichter entfernen lässt, andererseits auch weniger Bruch entsteht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Metallglühfäden für elektrische Lampen, dadurch gekennzeichnet, dass die   Metallglabfäden   nach ihrer Karbonisierung in Phosphortrichlorid   oder-trihromid geglüht   werden, um die Kohlenwasserstoffe aus den   Metallgl1ihfäden   zu entfernen und gleichzeitig das Sintern zu bewirken.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, unter Beifügung inerter Gase zu den Halogengasen
AT54469D 1909-04-02 1909-04-02 Verfahren zur Herstellung von Metallglühfäden für elektrische Lampen. AT54469B (de)

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