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Kolbenstangenverbindung für Kraftmaschine oder dgl.
Die Erfindung betrifft eine Verbindung von Kolben und Kolbenstangen ohne Kreuzkopf, wie solche insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen häufig Anwendung finden.
Bei diesen Maschinen wird die Kolbenstange unmittelbar an den Kolben angelenkt und . übt daher einen Druck auf die Zylinderwandung aus. Um die hiedurch bedingten Reibungs- verluste zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, Kugellager am Kolben oder an mit diesen sich bewegenden Teilen anzuordnen.
Der Erfindung gemäss sind auf dem die Kolbenstange mit dem Kolben verbindenden
Gelenkzapfen eine oder mehrere Rollen angeordnet, deren Durchmesser annähernd dem der Zylinderbohrung gleich ist, und welche dazu bestimmt sind, den von der Kolbenstange ausgeübten Seitendruck aufzunehmen. Die Rollen sind vorteilhaft an den mittleren Teil des Zapfens angeordnet und werden von den gegabelten Kolbenstangenköpfen umgriffen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen desErfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 und 2 veranschaulichen zwei zueinander senkrechte Schnitte einer Ausführungs- form des Erfindungsgegenstandes, während die Fig. 3 und 4 eine zweite Ausführungsform im Längsschnitt bzw. in schaubildlicher Darstellung wiedergeben.
Der Hohlkolben B des Maschinenzylinders A (in der Zeichnung ist beispielsweise ein Zylinder für Verbrennungskraftmaschinen dargestellt), besitzt nach innen ragende An- sätze B\ in denen ein Zapfen B lagert, auf dessen mittlerem Teile eine auf der Büchse B3 laufende Rolle C angeordnet ist. Der Kopf D'der Kolbenstange D umgreift mit seinen gabelförmigen Enden den Zapfen B2 zu beiden Seiten der Rolle C.
Die Rolle C besitzt nahezu den gleichen Durchmesser wie die Zylinderbohrung, so dass sie in den Zylinder passt, und bildet einen Teil einer Kugel.
Wenn sich die Kolbenstange in der in Fig. 1 gezeigten Lage befindet, übt sie einen Druck auf den rechts liegenden Teil der Zylinderwandung ans. Dieser Druck wird nun nicht durch den
Zapfen und den Kolben übertragen, sondern unmittelbar von der Rolle C aufgenommen, die, auf dllr Innenfläche dos Zylinders sich abwälzend, der Bewegung einen viel geringeren
Widerstand entgegensetzt, als dies der Kolben bei seiner gleitenden Bewegung tun würde.
Bei der in Fig. 3 und 4 veranschaulichten Ausführungsform ist die Rolle C durch zwei annähernd halbkugelförmige, zu beiden Seiten desKolbenstangenkopfes angeordnete Rollen E, EI ersetzt. Die Rollen berühren einander nicht, sondern lassen zwischen ihren Rändern einen Raum frei, durch den die Kolbenstange G und ein gegabelter, den Kolben H tragender Arm IJl, B2 reichen. Die Wirkungsweise dieser Ausführung ist die gleiche wie die der erstbescbriebenen.
Die dargestellten Ausführungsformen der Kolbenstangenverbindung besitzen um den
Gelenkzapfen drehbare Rollen, deren Durchmesser dem der Zylinderbohrung annähernd gleich ist. Es ist jedoch auch möglich, mehrere kleine Rollen zu verwenden, die um den Gelenkzapfen verteilt sind und deren Drehzapfen beispielsweise in radialen Fortsätzen des Gelenkzapfens lagern.
Die Verwendung der Kolbenstangenverbindung ermöglicht es, die Kolbenstange kürzer als gewöhnlich zu halten, ohne dass hiedurch unzulässig grosse Seitendrücke auftreten würden. Während bei den bisher üblichen Verbrennungskraftmaschinen die Kolbenstangen- länge mindestens dem Zweiundeinhalbfachen des Kolbenhubes gleich sein musste, kann im vorliegenden Falle die Länge der Kolbenstange bis auf den einundeinhalbfachep
Hub verringert werden, was eine viel gedrängtere Bauart der Maschine ermöglicht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kolbenstangonverbindung für Kraftmaschinen oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass auf dem du'Kolbenstange imt dem Kolben verbindenden Gelenkzapfen (B ss eine odt'r mehrere Rollen (0) angeordnet sind, um die von der Kolbenstange ausgeübten Seitendrücke aufzunehmen und auf die Zylinderlauffiäche zu übertragen.
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