DE3729358C2 - Spanndorn - Google Patents
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- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spanndorn, insbesondere einen
spreizbaren Spanndorn zum Einspannen von Wickelhülsen, der an
seinem inneren freien Ende einer in einem Maschinengestell
drehbar gelagerten Welle vorgesehen ist.
Spanndorne dieser Art sind beispielsweise aus der CH-PS 4 33 397,
der DE-AS 11 95 572 und dem DE-GM 70 39 901 bekannt.
Beim Wickeln von Materialbahnen auf Wickelhülsen unter
Verwendung der bekannten Spanndorne besteht die Gefahr, daß
die Wickelhülse aufgrund der Bahnspannung im mittleren
Bereich zusammengedrückt wird, so daß von einer zylindrischen
Form abweichende Rollen erhalten werden, oder ein Wickeln
überhaupt unmöglich wird. Diese Gefahr besteht insbesondere
dann, wennn schmale Bahnen auf lange Wickelhülsen aufgewickelt
werden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Spanndorn der
eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei dem die Gefahr
vermieden ist, daß die Wickelhülse aufgrund der Spannung der
aufzuwickelnden Bahn in ihrem mittleren Bereich
zusammengedrückt wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Spanndorn der gattungsgemäßen Art
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1
gelöst. Durch die Bohrung des erfindungsgemäßen Spanndorns
läßt sich der Hohlraum der Wickelhülse zwischen den diese
endseitig halternden Dornen durch eingeblasene Druckluft unter
Überdruck setzen, so daß die Wandung der üblicherweise aus
Pappe bestehenden Wickelhülse auch dann ausreichend
stabilisiert ist, wenn diese nur eine geringere Dicke
aufweist.
Ist der Spanndorn, wie es nach einer bevorzugten
Ausführungsform vorgesehen ist, zum Festklemmen des einen Endes
der Wickelhülse mit einer ballig verformbaren Gummibuchse
versehen, bildete diese eine Dichtung für die in der Wickelhülse eingeschlossene
Druckluft, so daß auf besondere weitere Dichtungen verzichtet
werden kann. Derart ballig verformbare Gummibuchsen sind an
sich aus der DE-AS 11 95 572 und dem DE-GM 70 39 901 bekannt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand
der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 die linke Seite einer Wickeleinrichtung mit spreizbarem
Spanndorn in entriegelter Stellung im Längsschnitt,
Fig. 2 den in Fig. 2 dargestellten Spanndorn in seiner
verriegelten Stellung und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die gegenüberliegende Seite
der Wickeleinrichtung mit dem Gegendorn.
Ein nicht näher dargestellter Maschinenrahmen weist ein linkes
Seitengestell 1 und ein rechtes Seitengestell 1′ auf. Mit dem
linken Seitengestell 1 ist eine Lagerschale 2 fest verbunden. In
dieser Lagerschale sind zwei Kugellager 3 gehaltert, welche einen
Rahmen 4 eines Antriebszahnrades 5 tragen. Das Antriebszahnrad 5
weist eine innere Bohrung auf, durch die eine Welle 6 hindurch
geführt ist. Diese Welle ist gegenüber dem Antriebszahnrad 5 in
Achsrichtung verschiebbar und mittels einer Paßfeder 7 gegen
Verdrehung gesichert. Eine in der Welle 6 eingebrachte eine
Luftleitung bildende Bohrung 8 ist in ihrem, bezogen auf die
Fig. 1, linksseitigen Ende erweitert. In diese Erweiterung 9
ragt das Ende einer Rohrleitung 10 hinein, die einen Absatz 11
aufweist. Auf diesen Absatz 11 ist eine Drehdichtung 12
aufgesetzt, die einen dichtenden Abschluß der Luftbohrung 8 bzw.
der Erweiterung 9 bewirkt. Das Rohr 10 selbst trägt ein
topfförmiges Abschlußstück 13, welches über ein Kugellager 14
mit einem Ansatz 15 der Welle 6 verbunden ist.
Bezogen auf Fig. 1 ist das rechtsseitige Ende der Welle 6 im
Durchmesser abgesetzt. Auf dieses abgesetzte Wellenstück 16 ist
ein Formstück 17 aufgesetzt und über einen Sicherungsstift 18 mit
der Welle 6 fest verbunden. Dieses Formstück bildet gemeinsam
mit der Welle 6 eine Zylinderkammer 19. In dieser Zylinderkammer
mündet die Luftbohrung 8. Neben dem Formstück 17 ist ein Kolben
20 auf das Wellenstück 16 aufgesetzt und gegenüber dem Wellen
stück 16 und dem Formstück 17 axial verschiebbar. Zwischen dem
Kolben 20 und dem Formstück 17 einerseits und dem Kolben 20 und dem
abgesetzten Wellenstück andererseits sind Dichtungen 21
vorgesehen. Vom rechtsseitigen Stirnende der Welle 6 aus ist in
diese eine weiter Luftbohrung 22 eingebracht, die ebenfalls in
die Zylinderkammer 19 mündet (siehe Fig. 2). Nur über diese
Zylinderkammer 19 stehen die beiden Luftbohrungen 8 und 22 bei
entsprechender in Fig. 2 dargestellter Lage des Kolbens 20
miteinander in Verbindung. Mit dem rechtsseitigen Stirnende der
Welle 6 bzw. des abgesetzten Wellenstückes 16 ist über einen
Sicherungsstift 23 ein Anschlag- und Haltering 24 fest verbunden. An diesem
Anschlag- und Haltering 24 stützt sich eine Rückstellfeder 25 ab, die den
Kolben 20 bei nicht betätigtem Spanndorn 26 in der in Fig. 1
dargestellten Grundstellung hält. Die Rückstellfeder 25 ist von
einer Hülse 27 umgeben, deren äußerer Durchmesser geringfügig
kleiner ist als der äußere Durchmesser einer eingedrehten Bohrung
28, so daß der Kolben 20 über die Hülse 27 bewegt werden kann
(siehe Fig. 2). Die Hülse 27 wiederum ist von einer weiteren
Hülse 29 umgeben, die aus Gummi oder ähnlichem Werkstoff
besteht. Diese Gummihülse 29 befindet sich in Fig. 1 in
gestreckter Lage und stützt sich einerseits am Kolben 20 und
andererseits an dem Haltering 24 ab. In der in Fig. 1
dargestellten Lage ist auf die Gummihülse 29 eine
Wickelhülse 30 lose aufgeschoben. Zum Festlegen dieser Hülse 30
wird über die Rohrleitung 10 Druckluft in die Luftbohrung 8
gebracht. Diese Druckluft bewirkt, daß sich der Kolben 20 aus
der in Fig. 1 dargestellten Lage bewegt. Durch diese Bewegung
des Kolbens 20 wird die Gummihülse 29 zusammengepreßt und wölbt
sich nach außen hin auf (Fig. 2). Somit wird die Wickelhülse 30
mit dem Spanndorn 26 über die Gummihülse 29 fest verriegelt. Da
in der in Fig. 2 dargestellten Lage des Kolbens 20 die Luft
bohrung 8 und 22 über die Zylinderkammer 19 miteinander verbunden
sind, tritt Luft aus dem stirnseitigen Ende der Welle 6 in das
innere der Wickelhülse 30 ein und bewirkt, daß letztere während
des Wickelvorganges nicht von dem aufzuwickelnden Material
zusammengedrückt werden kann.
Aus der Fig. 3 ist zu erkennen, daß die rechte Seite der
Wickelhülse 30 auf einen Konus 31 aufgeschoben ist und an einem
Dichtring 32 anliegt, der ebenso wie der Konus 31 fest mit einer
Kopfplatte 33 verbunden ist. Die Kopfplatte 33 trägt einen
Wellenzapfen 34, der von Kugellagern 35 und 36 getragen wird.
Letztere sind in ein dickwandiges Rohr 37 von beiden Stirnseiten
her eingepreßt worden. Das Rohr 37 ist mit einer Lagerschale 38
axial verschiebbar verbunden und über eine Paßfeder 39 gegen
Verdrehung gesichert. Zwecks axialer Verschiebung des Rohres 37
und damit der Kopfplatte 33 ist mit dem rechtsseitigen Ende des
Rohres 37 eine Platte 40 verschraubt, an welcher eine Kolben
stange 41 befestigt ist. Ein zugehöriger Zylinder 42 ist an einem
Deckel 43 angeflanscht. Die Verbindung dieses Deckels 43 zum
rechten Seitengestell 1′ wird über Stehbolzen 44 hergestellt.
Zwecks Durchtritt der Kolbenstange 41 durch den Deckel 43 ist in
diesem eine Bohrung 45 vorgesehen, die im Durchmesser größer ist
als der Durchmesser der Kolbestange 41.
Um die Wickelhülse 30 von den Spanndornen 26 und 46 entfernen zu
können, braucht lediglich die Kolbenstange 41 eingefahren zu
werden, wodurch sich der Konus 31 und die Kopfplatte 33 so weit
nach rechts bewegen, daß die Wickelhülse bei entspanntem Spanndorn (26) problemlos heraus
genommen werden kann.
Claims (4)
1. Spanndorn, insbesondere spreizbarer Spanndorn zum Einspannen
von Wickelhülsen, der an dem in die Wickelhülse eingeführten freien
Ende einer in einem Maschinengestell drehbar gelagerten
Welle vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (6) mit einer axialen Bohrung (8, 22) die
an deren inneren Stirnseite mündet, versehen und diese
durch eine Drehdurchführung (9, 11, 12) mit einer Luftleitung
(10) verbunden ist und daß der Spanndorn (26) und der
drehbar im Maschinengestell (1, 1′) gelagerte Gegenkonus
(31) mit Dichtungen (29, 32) für die Enden der Wickelhülsen
(30) versehen sind.
2. Spanndorn nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung aus einem hülsenförmigen oder schlauchabschnittförmigen
Teil (29) aus Gummi oder einem anderen
elastomeren Material besteht, das durch einen auf der Welle
axial verschieblich geführten Spannring (20) gegen
die ringförmige Flanke eines an dem inneren Wellenende vorgesehenen
Anschlagringes (24) spannbar ist.
3. Spanndorn nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Spannring aus einem auf der Welle (6) verschieblich
geführten ringförmigen Kolben (20) besteht, dessen
Zylinder (17) ebenfalls auf der Welle (6) befestigt ist.
4. Spanndorn nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die luftleitende Bohrung im Bereich einer ringförmigen Zylinderkammer
(19) unterbrochen und die unterbrochenen Teile (8, 22) der
Bohrung mit jeweils einer radialen Bohrung der Welle (6) verbunden
sind, von denen die erste in den hinteren Bereich der
Zylinderkammer (19) und die zweite in den vorderen Bereich
der Zylinderkammer (19) derart angeordnet ist, daß diese
zweite Bohrung durch den Kolben (20) erst dann geöffnet
wird, wenn der Kolben (20) in seine vorgeschobene,
das hülsenförmige Teil (29) auswölbende Stellung gefahren
worden ist.
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Family Applications (1)
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