DE866757C - Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere fuer Flugzeugverstellteile - Google Patents
Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere fuer FlugzeugverstellteileInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F15—FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B15/00—Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
- F15B15/20—Other details, e.g. assembly with regulating devices
- F15B15/26—Locking mechanisms
- F15B15/261—Locking mechanisms using positive interengagement, e.g. balls and grooves, for locking in the end positions
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Description
- Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere für Flugzeugverstellteile Bei hydraulischen Arbeitszylindern, wie sie zum Beispiel im Flugzeugbau an Einziehfahrwerken, zur Betätigung von Klappen usw. verwendet werden, muß der Kolben in den Endstellungen zuverlässig verriegelt werden. Die gebräuchlichen Verriegelungen (Keile oder Riegel) haben meist den Nachteil, auf der Zylinderwand zu schleifen und diese bald zu beschädigen, wenn sie nicht aus Stahl gemacht wird. Eine andere bekannte Bauart. der Verriegelung verwendet kleine Kugeln, die im Kolben gelagert sind und in eine Nut des Deckels eingreifen. Wegen der kleinen Berührungsfläche kann diese Verriegelung jedoch nur kleine Belastungen aufnehmen.
- Zur Behebung dieser Nachteile ist es bei einer Verstellstrebe für Flugzeuge, deren durch ein Druckmittel zweiseitig beaufschlagbarer Arbeitskolben in beiden Endstellungen mechanisch verriegelbar ist, schon vorgeschlagen worden, als Verriegelungsmittel radial federnde Ringe, die in Sperrstellung zum Teil in einer Nut des Kolbens und zum Teil in einer Nut des Zylinders liegen, zu verwenden. Bei dieser Verriegelungseinrichtung sind außer dem Arbeitskolben noch ein Verriegelungskolben vorgesehen, der mit kegeligen od. dgl. Steuerflächen die kolbenartigen Spreizringe in Nuten der Zylinderwand zur Verriegelung eindrückt. Durch die zusätzliche Anordnung des Verriegelungskolbens wird der Aufbau der Verstellstrebe sehr kompliziert und ihre Herstellung verteuert. Die beiden ineinander verschiebbaren Kolben müssen, um -die nötige Dichtheit am den gleitenden Wänden zu urreichen, an diesen sehr genau bearbeitet sein. Trotzdem wird nach nicht sehr langer Betriebsdauer ein ungenaues Arbeiten der Kolben, eintreten. .
- Nach der Erfindung wird nun die mechanische Verriegelung des Arbeitskolbens eines hydraulischen Arbeitszylinders mit einem radial federnden Verriegelungsring, der in Sperrstellung zum Teil in einer Nut des Kolbens und zum Teil in einer Nut des Zylinders liegt, dadurch bewirkt; ,daß der Verriegelungsring in Entriegelungslagedurch eine auf dem Arbeitskolben unter Federwirkung axial verschiebbare Muffe in seiner Nut festgehalten und durch unter der Einwirkung,des Öldruckes stehende, im Arbeitskolben axial verschiebbare Keile aus der Entriegelungslage in die Verriegelungslage gedrückt wird. Durch diese Verriegelungsart wird eine sehr einfache Bauweise und eine große Betriebssicherheit erreicht: Die axial verschiebbare Muffe hält den Verriegelungsring, ohne dicht halten zu müssen, sicher in der Ruhelage in seiner Nut fest, und die in öldichten Führungen des Arbeitskolbens gleitenden Keile können, viel leichter dicht gehalten %ver.den als,die innere und äußere Zylinderfläche des. Verriegelungskolbens der bekannten Einrichtung: Die.,erfindungsgemäße Bauart der Verriegelung ermöglicht es auch, Arbeitszylinder nach dem Baukastensystem aufzubauen, indem Deckel mit und ohne Kolbenstangenbohrung auf Lager gehalten und mit Rohren beliebiger Länge nach Bedarf zu vollständigen Zylindern zusammengebaut werden.
- Als Verriegelungsringe können an einer Stelle zweckmäßig stufenförmig aufgeschrnittene Ringe von annähernd rundem Querschnitt oder zu einem Ring zusammengebogene Schraubenfedern verwendet werden. Sie können auch mehrteilig ausgebildet sein und mittels einer zu einem Ring zusammen,gebogenlen Schraubenfader oder eines schwächeren aufgeschnittenen Ringes zusammengehalten werden. Die Unterteilung eines Verriegelungsringes in mehrere Segmente ist zwar bekannt, bei der bekannten Anordnung werden aber die einzelnen Segmente nicht irgendwie zusammengehalten, sondern: sind zusammenhanglos über den Umfang verteilt.
- Die Abbildungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar Abb: i einen Längsschnitt durch ein Ende des Zylinders. mit -dem Kolben "in Endstellung und Zwi.schens:tellung Abb. 2 und 3 Schnitte durch den Verriegelungsring in zweiverschiedenen Ausführungen.
- In Abb. i ist i der aus einem glatten Rohr bestehende. eigentliche Zylinder mit dem Deckel2, durch den mittels Stopfbüchse 3 die Kolbenstange q. geführt ist.
- Diese trägt den aus zwei symmetrischen Scheiben 5 bestehenden Kolben mit ;dem Dichtring 6. In Nuten an beiden Enden -des Kolbenkörpers liegen die Verriegelungsringe 7 (zweckmäßig mit rundem Querschnitt). Diese sind an -einer Stelle treppenartig aufgeschnitten, wie in Abb. 2 gezeigt. Diese Ringe können- auch aus mehreren Teilen 8 bestehen, die durch eine zü .einem Ring zusammengebogen Schraubenfeder 9 .oder einen schwächeren aufgeschnittenen federnden Ring zusammengehalten werden (Abb. 3), oder auch aus einer zu einem Ring zusammengebogenen Schraubenfeder allein. Verschiehbare Muffen ro, die durch Federn i i axial über die Ringe 7 gedrückt werden, halten diese so lange in den Nuten fest, bis sie an den, Nuten 12 des Deckels :2 liegen und unter der Einwirkung mehrerer Keile 13 entgegen ihrer eigenen Federkraft ausgedehnt und zur Hälfte in die Nuten 12 gedrückt werden. Die Betätigung der Keile 13, die öldicht in die Führungen des Kolbens i r passen, erfolgt durch den auf sie wirkenden Öldruck, sobald die Muffe io den Verriegelungsring 7 freigibt. Nach Aufhören des Öldrucks können die Verriegelungsringe 7 nicht zurückfedern, da sie nun auf dem ,ebenen Teil der Keile 13 aufliegen oder sogar zur weiterenSicherung in eine an dieser Stelle der Keile angebrachte Rast eingreifen; eine andere Möglichkeit, die Keile 13 gegen ungewollte Verschiebung beispielsweise durch Erschütterungen zu sichern, wäre etwa die Anbringungeines federnden, auf sie wirkenden Kippgliedes: Soll der Kolben aus der gezeichneten Endlage in die andere Endlage bewegt werden, so wird die bei 14 angeschlossene Ölleitung -unter Druck-gesetzt.. Wegen der Verriegelung kann sich der Kolben 5 noch nicht bewegen, wohl aber die Keile 13; dadurch wird der Verriegelungsring 7 frei und verschwindet durch seine eigene Federkraft im Kolbenkörper; die Sperrung ist also aufgehoben, und der Kolbens kann sich frei bis in die andere Endstellung bewegen, .wo die auf der linken Seite des Kolbens angeordnete Sperrung in gleicher Weise zur Wirkung kommt. Nuten 15 ermöglichen während des ersten Teiles der Kolbenbewegung .den Zutritt,des Öles zum äußeren Ringraum zwischen Deckel und Kolben.
- In .der Bohrung 16 wird ein Taststift eingesetzt, der zum Beispiel auf elektrischem Wege anzeigt, ob sich der Kolben an seiner Endstellung und. die Verriegelung in der richtigen Lage befindet.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in. hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere für Flugzeugverstellteile,mit einem -radial federnden Verriegefungsring, der in Verriegelungslage zum Teil in einer Nut des Kolbens und zum Teil in einer Nut des Zylinders liegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsring (7) in Entriegelung.slage durch eine auf dem Arbeitskolben unter Federwirkung axial verschiebbare Muffe (i o) in seiner Nut festgehalten und durch unter der Einwirkung des Öldrucks stehende, im Arbeitskolben axial verschiebbare Keile (13) aus der Entriegelungsläge in die Verriegelungslage gedrückt wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Verriegelungsringe an einer Stelle zweckmäßig stufenförmig aufgeschnittene Ringe von annähernd rundem Querschnitt verwendet werden.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch mehrteilige, mittels einer zu einem Ring zusammengebogenen Schraubenfeder oder eines schwächeren aufgeschnittenen Ringes zusammengehaltene Verriegelungsringe. -..
- Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Verriegelungsring eine zu einem Ring zusammengebogene Schraubenfeder verwendet wird.
- 5. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis .4, gekennzeichnet durch einen in die im Zylinder vorgesehene Nut (1a) für den Verriegelungsring hineinragenden Taststift zur Betätigung einer Anzeigevorrichtung.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbaren Beile (13) in ihrer Endlage durch Rasten für den Verriegelungsring (7), durch ein federndes Kippglied od. dgl. gegen unbeabsichtigte Verschiebung gesichert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM3371D DE866757C (de) | 1939-12-12 | 1939-12-12 | Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere fuer Flugzeugverstellteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM3371D DE866757C (de) | 1939-12-12 | 1939-12-12 | Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere fuer Flugzeugverstellteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE866757C true DE866757C (de) | 1953-02-12 |
Family
ID=7292144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM3371D Expired DE866757C (de) | 1939-12-12 | 1939-12-12 | Einrichtung zur mechanischen Verriegelung von Arbeitskolben in hydraulischen Arbeitszylindern, insbesondere fuer Flugzeugverstellteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE866757C (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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-
1939
- 1939-12-12 DE DEM3371D patent/DE866757C/de not_active Expired
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