<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur telephonischen Verständigung mit fahrenden Eisenbahnzügen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für telephonische Verständigung zwischen einem in Bewegung sich befindenden Zug und einer oder mehreren Stationen oder zwischen zwei in Bewegung sich befindenden Zügen oder anderen Beförderungsmitteln ohne Zuhilfenahme von Gleitkontakten oder dgl.
Zur Herstellung einer Induktionstelephonverbindung mit einem in Fahrt befindlichen Zug ist es erstens erforderlich, dass die Windungen isolierter Drähte in nächster Nähe einer längs des Gleises angeordneten Drahtleitung vorgesehen sind ; zweitens muss die Gleisdrahtleitung so
EMI1.1
während sie gleichzeitig in induktiver Verbindung mit den von Zug getragenen Drahtwindungen bleibt ;
ferner müssen die vom Zug getragenen Drahtwindungen oder Spulen induktionsfrei mit Bezug auf die benachbarten Telegraphenleitungen und Erdströme sein, und endlich müssen die Rückleitungsteile der vom Zug getragenen Drähte so angeordnet sein, dass sie bedeutend weiter von der Gicisdrahtleitung als die induzierenden Teile jener Drähte sind.
EMI1.2
Teil der vom Zuge getragenen Drahtrolle oder des Rahmens eine solche Länge und eine solche Anzahl von Drähten besitzt, das er einen genügend starken Induktionsstrom erzeugen kann, um eine Telephonverbindung mit dem in schneller Fahrt befindlichen Zuge oder dgl. Fahrzeug zu ermöglichen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Anwendung der Erfindung auf eine zweigleisige Bahn, wobei ein einziger Stromkries für beide Gleise dient und die Hinleitung zwischen dem einen und die Rückleitung
EMI1.3
strecke, wobei sowohl die Hin- als auch die Rückleitung zwischen demselben Schienenpaar angeordnet ist. Fig. 6 zeigt in schemaüscher Darstellung eine Art der Anordnung der zwei beweg-
EMI1.4
wobei die in einer lotrechten Ebene liegenden Drähte mit punktierten und die in einer wagerechten Ebene liegenden mit vollen Linien angedeutet sind. Fig. 11 ist ein abgeändertes Schemal.
EMI1.5
<Desc/Clms Page number 2>
durch welche der Strom entsprechend der vorhandenen störenden Leitung geschaltet werden kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 14 wird in einem besonderen Hilfsrahmen ein Strom erzeugt, welcher in dem Hauptrahmen einen Strom induziert, der dem von der störenden Leitung induzierten entgegengesetzt gerichtet ist. Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 15 wird der Strom im beweglichen Rahmen durch einen Transformator im Gleichgewicht gehalten, dessen primärer Strom von der störenden Leitung induziert wird.
Bei der Ausführungsform der Erfindung nach den Fig. l bis 4 wird der Stromkreis 1 unter dem Gestell eines Eisenbahnwagens oder einer Maschine 2 angeordnet, während der andere Stromkreis 3 fest am Eisenbahnunterbau verlegt ist. Handelt es sich um einen Eisenbahnzug,so ist der feste Stromkreis als ein besonderer Leiter ausgebildet, welcher längs des Gleises liegt und den Zug mit einer oder mehreren Eisenbahnstationen verbindet, wobei der eine Teil des
EMI2.1
gestatteten isolierten Rahmen gebildet, welcher aus einer oder mehreren Windungen besteht, deren Anzahl passend gewählt wird. Ein Teil 4 der Drahtrolle wird parallel zur festen Gleisleitung 3 gemacht, so dass in dem festen Stromkreis 3 ein Strom induziert werden kann.
Der Rückleitungsteil 5 der Drähte wird zweckmässig gewunden, was in der Praxis gute Resultate gezeitigt hat.
Der Teil 4 wird so nahe als möglich an der festen Leitung 3 angebracht, indem er unter dem Wagengestell in einer Entfernung von etwa 40 cm über der festen Leitung 3 aufgehängt wird, während der Rückleitungsteil 5 so weit als möglich von der festen Leitung, z. B. auf dem Dach des Wagens 2, befestigt wird (Fig. 4).
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Enden 6 und 7 der Drahtrolle 1 mit der Sprechmuschel oder dem Sender bzw. mit der Batterie 9 verbunden, wenn der Anruf vom fahrenden Zug erfolgt, während, wenn der Anruf vom festen Stromkreis aus erfolgt, die Drähte 6 und 7 nur mit der Hörmuschel oder dem Empfänger 10 verbunden sind (Fig. 3), wobei ein vorgesehener Umschalter sowohl das Sprechen als auch das Hören ermöglicht.
Der feste Stromkreis kann, wie schon oben erwähnt, tus einer einzigen längs des Gleises angeordneten und von diesem gehörig isolierten Hin- und Rückleitung bestehen und kann so ausgebildet, sein, dass er einen Empfänger 11 einschliesst, wenn der Anruf vom fahrenden Zug
EMI2.2
von ihm bzw. von der an ihn angeschlossenen Station erfolgen soll.
Der Stromkries 3 kann beliebig lang sein, vorausgesetzt, dass er induktionsfrei mit Bezug auf die benachbarten Telegraphen- und Telephonleitungen und die Erdströme geführt ist ; oder
EMI2.3
<Desc/Clms Page number 3>
über das Dach des Wagens 2 reicht und in einem Metallgehäuse 18 eingeschlossen ist. Die Rahmen werden in zweckentsprechender Weise dicht nebeneinander in einer lotrechten Ebene so angeordnet, das die induzierenden Teile derselben so nahe als möglich über der ortsfesten Leitung 3 sich befinden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 bis 7 liegt der ganze, ortsfeste Stromkreis zwischen einem einzigen Schienenpaar. Die Anordnung ist derjenigen nach den Fig. 1 bis 4 ähnlich, wobei entweder beide Rahmen mit einem und demselben Draht der festen Leitung (Fig. 6), oder, wie in Fig. 7 gezeigt, der eine Rahmen mit dem einen Draht aux der andere mit dem anderen Draht der ortsfesten ; Leitung 3 in Induktionsverbindung steht.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind beide Rahmen oder Spulen wagerecht angeordnet, wobei beide Drähte in induktiver Verbindung mit der ortsfesten Leitung stehen, selbstverständlich kann auch nur ein einziger Rahmen ähnlich angeordnet sein.
Die beschriebenen, ortsbeweglichen, vom Zug getragenen Rahmen oder Wicklungen sind in der Regel so weit von den Telegraphen-oder Telephonleitungen entfernt und so kurz, dass
EMI3.1
kaum ernstlich zu befürchten ist. Es ist jedoch möglich, dass an Stellen, wo grosse elektrische
Anlagen vorhanden sind, z. B. bedeutende Beleuchtungs-und Kraftanlagen, eine störende Indl1 ktionswirkung eintreten würde. Um diesem zu begegnen, werden nach der Erfindung die Ralunen induktionsfrei ausgebildet, d. h. derart, dass auch der stärkste störende Strom in den
Rahmen keinen Induktionsstrom erzeugen kann.
Zu diesem Zweck wird nach den Fig. 9 und 10 der Rückleitungsdraht 5 des Rahmens, welcher um den Wagen 2 angeordnet ist, über den zweiten
Wagen 20 verlängert, wodurch eine gerade Drahtstrecke geschaffen wird, die doppelt so lang ist als ein Wagen. Vom Ende des zweiten Wagens laufen zwei Hilfsdrähte 27 längs der oberen
Ränder des Wagens 20, die bei 22 in der Mitte des Wagens vereinigt und von dort aus an die zweite Anschlussklemme des Empfängers angeschlossen werden. Ein etwaiger störender Strom wird nun sowohl im langen mittleren Draht. 5 als auch in den beiden diesem parallelen Drähten 21 einen gleichen Strom induzieren ; da jedoch die Hilfsdrähte 27 ais Rückleitung für den mittleren
Draht 5 dienen, so wird offenbar der im Draht 5 induzierte störende Strom aufgehoben werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 11 läuft der mittlere Draht ; j des lotrechten Rahmens über dem Dach des Wagens bis zum entgegengesetzten Ende des letzteren, wo er geteilt wird und längs der oberen Wagenränder bis zum anderen Ende in zwei Hilfsdrähten 21 ausläuft, welch letztere in Diagonalen 23 nach dem Teilungspunkt zurückkehren und an den Telephonempfänger angeschlossen werden. Die Wirkung ist dort diese) hc, wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 9 und 10.
EMI3.2
verbunden, so dass der Hilfsdraht 24 auf diese Weise an den Ruckteitungsdraht 5 angeschlossen ist. Der induzierte Strom wird Demnach ebenso wie im ersteren Falle aufgehoben werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 14 wird die Wirkung eines etwaigen von aussen im bewegliehen Rahmen induzierten störenden Stromes dadurch neutmlisiert oder aufgehoben.
EMI3.3