DE279686C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
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-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 279686 KLASSE 20 k. GRUPPE
MANLEY EDWIN STURGES in NEW YORK.
Elektrische Bahnanlage mit Wanderfeldmotorantrieb.
Die Erfindung betrifft elektrische Bahnen mit Wanderfeldmotorantrieb, bei denen also
der feste Teil des Antriebsmotors der Strecke entlang angeordnet ist, und der bewegliche Teil
an dem auf der Bahnstrecke laufenden Fahrzeug.
Die Erfindung besteht
vermittels derer die Fahrzeuge
in Einrichtungen, auf verschiedenen Stellen der Strecke mit verschiede-,
ίο ner Geschwindigkeit vorwärts bewegt oder
an jedem gewünschten Punkt der Bahnlinie beschleunigt oder verzögert werden können,
besonders an den Enden oder Haltestellen oder in deren Nähe. Dabei sind diese
Einrichtungen wirtschaftlich, wirksam und zuverlässig im Betriebe und von verhältnismäßig
einfacher Zusammensetzung. Sie sind derart beschaffen, daß man die Endstellen nach Wunsch erreichen kann, ohne daß irgendwelche
besonderen Vorrichtungen gehandhabt zu werden brauchen. Zu diesem Zwecke werden gemäß der Erfindung die Motorteile an
verschiedenen Stellen der Strecke mit Strömen verschiedener Frequenz gespeist. Derartige
Anordnungen sind für Fahrzeugmotoren gewöhnlicher Bauart bekannt, die Erfindung besteht
daher in der Anwendung des bekannten Prinzips auf Bahnen mit Wanderfeldmotorantrieb.
Auf den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι zeigt in teilweise schematischer Zeichnung
ein Stück einer elektrischen Bahnstrecke mit einem gleichfalls schematisch veranschaulichten
Wagen.
Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt durch die Anordnung in Fig. 1.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen einen senkrechten Schnitt bzw. eine Seitenansicht einer
weiteren Ausführungsform.
Fig. 5 zeigt ein Schaltbild der Einrichtung für eine elektrische Bahnanlage gemäß der
Erfindung.
Auf den Schwellen ι (Fig. 2) sind die Laufschienen
2 befestigt. Auf ihnen sitzen außerdem zwei Reihen von Winkelstücken 3, deren jedes am oberen Ende parallel mit den Laufschienen
2 eine Führungsschiene 4 trägt. Zugleich tragen die Winkelstücke 3 noch in zwei Reihen gegenüberliegend Teile des Motors,
die aus geblätterten, zur Aufnahme einer genau passenden Wicklung 6 mit Nuten versehenen
Kernen 5 bestehen. Auf diese Weise befindet sich der ganzen Bahnstrecke entlang zu beiden Seiten j e eine Reihe von festen Motorteilen,
die einander mit ihren wirksamen Flächen gegenüberstehen.
Die auf der Strecke laufenden Wagen können von beliebiger Bauart sein. Auf der Zeichnung
ist ein offener Tragrahmen 7 (Fig. 1) veranschaulicht, der in irgendeiner geeigneten
Weise auf einem der Wagendrehgestelle befestigt, ist. Der Rahmen besitzt eine Anzahl
nach unten vorspringender Ausleger 8 (Fig. 2), die je zu zweien eine Stange oder Schiene 9
aufnehmen, die quer unter dem Rahmen liegt. Die nebeneinanderliegenden Enden von je
zwei Querstangen 9 tragen einen Rahmen 10 (Fig. 1), der in wagerecht verlaufenden
Schlitzen ioa die in den Stangen sitzenden, im
wesentlichen senkrecht stehenden Bolzen ga aufnimmt. Auf jeder Stange 9 zwischen dem
Rahmen 10 und dem Ausleger 8 daneben ist
. je eine Feder 11 angebracht, die zusammen
derart wirken, daß sich jede Querschiene 9 mit den Rahmen 10 zu dem Tragrahmen 7 und
daher dem Drehgestell des Wagens frei einstellen kann.
Jeder Rahmen 10 reicht, wie gesagt, von einer Querstange 9 zur anderen, kann aber
auch mehr als zwei davon miteinander verbinden. An jedem Rahmen sind zwei oder mehr
Führungsrollen 12 angebracht, die so liegen,
daß sie auf den Führungsschienen 4 laufen können. Außerdem trägt jeder Rahmen 10
ein Stück der beweglichen Motorteile, das jedes aus einem langen geblätterten Eisenkern
13 mit einer Mehrphasenwicklung 14 besteht. Die Anordnung ist nun so getroffen, daß
durch die an den Schienen 4 laufenden Führungsrollen 12 die Außenfläche jedes Stückes
13 mit seiner Wicklung in ganz bestimmtem Abstande von dem davor befindlichen Kern 5
mit seiner Wicklung 6 gehalten wird, der den festen Teil des Motors in der Bahnanlage darstellt.
Bei der vorliegenden Ausführungsform sind die am Drehgestellrahmen 7 angebrachten Motorteile
dreiteilig, so daß der damit versehene Wagen sehr gut auch Kurven von verhältnismäßig
kleinem Halbmesser nehmen kann, ohne daß das genaue Arbeiten der Vorrichtung beeinträchtigt
wird. Wenn die Wagen über die Bahnstrecke laufen, gestatten die Federn 11
eine Bewegung der verschiedenen Querstangen 9 gegenüber dem Drehgestellrahmen, der
sie trägt, und die Führungsrollen 12 erhalten dauernd den richtigen Luftspalt zwischen den
festen und den beweglichen Motorteilen gleichmäßig aufrecht.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist nur eine Reihe von festen
Motorteilen vorgesehen, die mitten zwischen den Laufschienen 2 liegen und mit der entsprechenden
Wicklung 15 versehen sind. Der Drehgestellrahmen 7 trägt in seinen Auslegern
8 die Ouerstangen ga, auf denen zwischen seitlich nachgiebigen Federn 11 die
Tragstücke 16 in ge.wissen Grenzen verschiebbar gelagert sind. An den Tragstücken
16 sind dann die beweglichen Motorteile befestigt, die wiederum aus geblätterten, mit den
Wicklungen 14 versehenen Eisenkernen 13 bestehen.
Nach der vorliegenden Anordnung sind leiterartige kurzgeschlossene Leitungen (vgl.
auch Fig. 5) der Bahnstrecke entlang gelegt, und zwar für gewöhnlich auf langen geblätterten
Eisenkernen. Die Wagen besitzen dann gleichfalls geblätterte Kerne, die mit durch
geeignete Schleifkontakte an Speiseleitungen angeschlossenen Mehrphasenwicklungen versehen
sind. Bei ähnlichen Anlagen hat es sich stets als eine schwierige Aufgabe erwiesen,
die Wagen mit den beweglichen Motorteilen nach Belieben anzuhalten oder allmählich wieder
in Gang zu setzen, und bisher ist es noch nicht gelungen, nach Wunsch gegebenenfalls
an verschiedenen Stellen der Strecke die Fahrgeschwindigkeit selbsttätig zu ändern.
Um alle diese Forderungen zu erfüllen, werden gemäß der Erfindung die folgenden An-Ordnungen
benutzt.
Der Strecke entlang sind ein oder mehrere lange geblätterte Kerne 5 (Fig. 5) mit Wicklungen
angebracht, die wie die Wicklung des links gezeichneten Teilstückes zweckmäßig kurzgeschlossene Leiter besitzen und in dem
dargestellten Falle eine lange leiterartige Form 17 aus Kupfer oder Aluminium haben, durch
deren Querschlitze, die Ansätze des geblätterten Kernes hindurchgreifen. Jeder bewegliche
Teil 18 am Wagen (Fig. 5, links unten) ist gleichfalls mit einem oder mehreren geblätterten
Kernen versehen, deren jeder eine Wicklung 14 trägt. Die beiden Wicklungen 14 sind
nach der Zeichnung durch Leiter 19, 20 und 21 mit Schleif- oder Rollenkontakten 22, 23 und
24 verbunden; dieselben sind auf dem Wagen so angeordnet, daß sie an den Linienleitungen
25,26 und 27 liegen, die von einem Dreiphasenstromerzeuger
28 gespeist werden.
Bei einer bestimmten gewählten Art und Größe der Wicklungen 17 und 14 erreichen bekanntlich
die Wagen auf der Strecke im Betriebe eine gewisse Geschwindigkeit, die von der Frequenz des vom Stromerzeuger 28 ge- too
lieferten Stromes abhängt. Will man nun die Fahrgeschwindigkeit gegenüber derjenigen
ändern, die beim Vorbeilaufen an dem Leiter 17 auftritt, so versieht man gemäß der Erfindung
den Streckenabschnitt daneben mit einer Wicklung 29, die über einen Frequenzwandler
30 mit einem Mehrphasenstromerzeuger 31 in Verbindung steht, so daß sie Strom von anderer
Frequenz erhält, als ihn der Stromerzeu-i ger 28 liefert. Durch Änderung der-Frequenz
des Stromes in der Wicklung 29 kann man also nach Belieben die Fahrgeschwindigkeit
erhöhen oder verringern, wenn der Wagen über den Teil der Strecke läuft, der derartige
Wicklungen besitzt.
In gleicher Weise kann, falls es wünschenswert erscheint, ein weiter anschließendes Stück
der Strecke mit einem anderen Satz Wicklungen 32 versehen werden, die über einen Frequenzwandler
33 an einen Mehrphasen-Strom-
Claims (4)
- erzeuger 34 angeschlossen sind und auf diese Weise mit Strom gespeist werden können, der eine von der Frequenz des von den Stromerzeugern 28 und 31 gelieferten Stromes verschiedene Frequenz hat. Auf jeden Fall kann der Unterschied in der Frequenz so gewählt werden, daß die Wagen sich verlangsamen oder beschleunigen lassen. So kann ein Wagen, der mit außerordentlich großer Geschwindigkeit über einen Teil der Strecke gelaufen ist, der beispielsweise kurzgeschlossene Leiter besitzt, in der Nähe einer End- oder Haltestelle derart zum langsamen Fahren gebracht werden, daß er leicht und sicher zum Halten kommt.Natürlich können auch die Wagen mit irgendeiner Art von Frequenzwandler ausgestattet sein, so daß sich die Frequenz des an ihre AVicklungen 14 abgegebenen Stromes beliebig ändern läßt. Auf jeden Fall wird in wirksamster Weise die Fahrgeschwindigkeit der Wagen dadurch verändert, daß man die Frequenz des Stromes wechseln läßt, mit dem deren Wicklungen oder die Leiter der festen Motorteile der Strecke entlang gespeist werden. Es können auch beide Einrichtungen zugleich vorgesehen sein, um die Geschwindigkeit in der angegebenen Art und Weise zu ändern; so können z.B. die Speiseleitungen in eine Anzahl von Abschnitten geschaltet sein, die mit Strom von untereinander verschiedener Frequenz versehen sind. , Auf der Zeichnung ist beispielsweise in Fig. 5 dargestellt, wie die Leitungsabschnitte 35, 36 und 37 getrennt von den Leitungen 25, 26 und 27 liegen und von einem besonderen Stromerzeu-■ ger 34 über einen Frequenzwandler 33 mit Strom anderer Frequenz versorgt werden.Patent-An Spruch ιέ:ι. Elektrische Bahnanlage mit Wanderfeldmotorantrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die Motorteile an verschiedenen Stellen der Strecke mit Strömen verschiedener Frequenz gespeist werden, um die Geschwindigkeit des Fahrzeuges in beliebigen Grenzen zu regeln.
- 2. Elektrische Bahnanlage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die der Strecke entlang angeordneten festen Wicklungen kurzgeschlossen sind und die Zuführungsleitung für den beweglichen Motorteil in einzelne Abschnitte unterteilt ist, die Strom von verschiedener Frequenz abgeben.
- 3. Elektrische Bahnanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die der Strecke entlang angeordneten festen Wicklungen zum Teil kurzgeschlossen sind und zum Teil — unter Zwischenschaltung von Frequenzwandlern oder durch besondere Stromerzeuger — mit Strom von einer Frequenz gespeist werden, die von der dem beweglichen Motorteil zugeführten verschieden ist.
- 4. Elektrische Bahnanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die der Strecke entlang liegenden festen Motorteile infolge der Anordnung von kurzgeschlossenen und Strom führenden Wicklungen Strom verschiedener Frequenzen aufweisen als auch die in Abschnitte unterteilte Zuführungsleitung für das bewegliche Motorglied an einzelnen Stellen der Strecke Strom verschiedener Frequenz liefert.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2508169A (en) * | 1944-05-26 | 1950-05-16 | Westinghouse Electric Corp | Alternating current motor control system |
| DE2238357A1 (de) * | 1971-08-05 | 1973-02-22 | Cellophane Sa | Verfahren und vorrichtung zum verstrecken von kunststoffolien |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| FR2091875B1 (de) * | 1970-03-17 | 1973-10-19 | Jeumont Schneider | |
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1913
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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