DE81028C - - Google Patents
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- DE81028C DE81028C DENDAT81028D DE81028DA DE81028C DE 81028 C DE81028 C DE 81028C DE NDAT81028 D DENDAT81028 D DE NDAT81028D DE 81028D A DE81028D A DE 81028DA DE 81028 C DE81028 C DE 81028C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60M—POWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
- B60M1/00—Power supply lines for contact with collector on vehicle
- B60M1/02—Details
- B60M1/10—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
- B60M1/106—Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by track-mounted magnets
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTV^
Elektrisch betriebenen Geleiswagen soll Strom durch ein unter Erde verlegtes Kabel durch Vermittelung
derjenigen Theilleiter, über welchen der Wagen sich gerade befindet, zugeführt werden.
Mit dem Entwurf vorliegender Einrichtung war die Bedingung verknüpft, dafs sie sich zur
Abgabe von Starkströmen, ohne nennenswerthe Erwärmung ihrer Theile, eignen sollte.
In Nachfolgendem werden nun zunächst zwei Ausführungsformen einer Anordnung,
welche in Fig. 1 bis 8 in ihren Schaltungsweisen dargestellt ist, beschrieben und schliefslich
die constructive Ausführung einer auf die Anordnung bezugnehmenden Stromschlufsvorrichtung
u. s. w. (Fig. 9 bis 13) besprochen.
Jede Drahtspule, welche einen Stromschlufs
zwischen dem Stromzuleitungskabel K und Theilleiter 1, 2 u. s. w. jeweilig- vermittelt,
besitzt gemischte Wickelung, nämlich für den Hauptstrom die Wickelung mit den Drahtenden
L1 und L und für den Nebenschlufs die Wickelung mit den Drahtenden / und P.
Das Ende L der Hauptstromwickelung ist mit dem Anfang / der Nebenschlufswickelung
durch einen Theilleiter verbunden.
Erstere wird von einem Strom, wie er ungetheilt zum Betrieb des Wagenmotors M
nöthig ist, durchflossen, die Nebenschlufswickelung dagegen von einem Strom, dessen
Spannung diejenige zwischen Theilleiter und der als Rückleitung dienenden Laufschiene >S ist.
Bei dieser Anordnung ist die Verbindung der Spulen mit den Theilleitern und die gegenseitige
Entfernung der stromaufnehmenden Bürsten am Motorwagen so gewählt, dafs alle Spulenbewickelungen einer Betriebslinie selbstthätig
eine Verbindung zwischen dem Hauptkabel K und den über ihnen befindlichen
Motorwagen M jeweilig vermitteln, sobald die erste am Beginn der Linie aufgestellte Spulenbewickelung
auf mechanischem Wege stromdurchflossen gemacht wurde.
Am Wagen sind drei Bürsten befestigt, von welchen zwei leitend mit einander verbunden
sind und zur Stromabgabe an den Wagenmotor M dienen, während die dritte Bürste
dazu dient, eine vorübergehende leitende Verbindung zwischen einem bestimmten Theilleiter
und der Laufschiene S herzustellen.
Erstgenannte zwei Bürsten werden in Nachfolgendem als Stromabnehmerbürsten, die andere
Art als Erdschlufsbürste bezeichnet.
In Fig. ι besteht ein Stromkreis von Hauptkabel K durch zwei Kohlenelektroden, Leitung
L\ Hauptstromwickelung der Drahtspule, Leitung L zu Theilleiter 1; von hier aus einestheils
durch Apparate A zur Laufschiene 5, anderentheils über Ausschaltstelle x, Motor M,
zur Laufschiene S.
Der Stromverbrauch der Apparate A und die Zahl der Amperewindungen der Hauptstromwickelung
der Spule sind so gewählt, dafs auch bei in χ stattfindender Oeffnung des
Arbeitsstromkreises der Durchgang eines zum Stromschlufs genügend grofsen Stromes in der
Hauptstromwickelung gesichert bleibt, bis zum Verlassen des Theilleiters 1 seitens der auf ihm
schleifenden Stromabnehmerbürste.
Wird der Wagenmotor M bei χ ausgeschaltet, so werden Signalapparate, Beleuchtungskörper
oder andere Strom verbrauchende
Apparate, die bei A, also parallel zum Motor M liegen, stromdurchflossen bleiben.
In Fig. 2, in welcher eine Stellung des etwas weiter nach rechts bewegten Wagens
dargestellt ist, findet die Stromabgabe vermittelst der beiden Hauptstromwickelungen der
zu Theilleiter ι und 2 gehörigen Spulen statt; dagegen empfängt die zwischen Theilleiter 2
und 3 geschaltete Nebenschlufswickelung der Spule bei Stelle 2 einen Strom durch Vermittelung
der auf Theilleiter 2 schleifenden Stromabnehmerbürste und der auf Theilleiter 3
schleifenden Erdschlufsbürste.
In Fig. 3 ist der Wagen wieder weiter nach rechts gerückt; in den Stromabnahmeverhältnissen
hat sich indessen gegenüber Fig. 2 nichts geändert.
In Fig. 4 findet die Stromabgabe vermittelst der Hauptwickelung statt, welche zur Spule
bei Theilleiter 2 gehört.
Die Nebenschlufswickelung dieser Spule ist zur Zeit noch strom durchflossen, da die auf
Theilleiter 3 schleifende Erdschlufsbürste eine leitende Verbindung mit Laufschiene S noch
unterhält.
Die doppelte Bewickelung der einzelnen Spulen ist so ausgeführt, dafs sich beide Bewickelungen,
wenn sie stromdurchflossen sind, in ihrem Bestreben, die beiden Kohlenelektroden
zur Berührung zu bringen, unterstützen.
Es ist ersichtlich, dafs auch dann eine stetige Stromabgabe an Motor M gesichert bleibt,
wenn jeder Theilleiter an einer Stelle, etwa bei a, d. i. zwischen der Anschlufsstelle des
Nebenschlufsdrahtes Z1 der benachbarten Spule und dem Anfang L der Hauptstromwickelung
der eigenen Spule, unterbrochen wird.
Wird eine solche metallische Unterbrechung der Theilleiter an den Stellen α vorgenommen,
die Schaltung, sowie die Zahl der Stromschlufs vermittelnden Drahtspulen und die Zahl der
Strom aufnehmenden Bürsten unverändert gelassen, so erhält man die in Fig. 5 bis 8 dargestellte
Anordnung.
In Fig. 5 empfängt die Stromabnehmerbürste auf Theilleiter 1 Strom von Hauptkabel K,
da der ungetheilte Betriebsstrom die Hauptstromwickelung mit ihren Drahtenden V- und L
durchfliefst.
Beide Bewickelungen der Spule bei Theilleiter 2 sind stromlos.
In Fig. 6 hat sich gegenüber Fig. 5 nichts geändert. Aber in Fig. 7 empfängt einerseits die
Stromabnehmerbürste auf Theilleiter 1 als auch die mit ihr leitend verbundene auf 2 Strom
vom Hauptkabel K, da jede der beiden Hauptwickelungen — für kurze Zeit — von einer
Hälfte des Betriebsstromes durchflossen wird.
Die Stromabgabe vermittelst der Hauptwickelung bei Spule 2 wurde eingeleitet durch
eine durch die Erdschlufsbürste hergestellte leitende Verbindung" zwischen dem stromführenden
Theilleiter 2, dem Drahtende / der Nebenschlufswickelung, dieser selbst, deren Drahtende Z1 und der Laufschiene 5.
Spule bei Theilleiter 3 ist in beiden Bewickelungen stromlos.
In Fig. 8 endlich empfangen beide auf Theilleiter 2 schleifende Stromabnehmerbürsten ^ den
Betriebsstrom, indem der ungetheilte Betriebsstrom die Hauptwickelung mit ihren Enden V
und L bei Spule 1 durchfliefst.
Theilleiter 3 und deren Drahtspule in beiden Wickelungen sind stromlos.
Am Deckel d eines Stromschlufskastens (Fig. 9) ist zunächst eine isolirende Platte 0 und an
dieser ein zur Aufnahme von Drahtwickelungen bestimmter Gufskörper s befestigt. Die Spule
enthält, entsprechend den Ausführungsformen (Fig. ι bis 8) zwei Bewickelungen, nämlich die
dem Weicheisenkern α zunächst liegende dickdrähtige Hauptstromwickelung und die auf letzlerer
befindliche dünndrahtige Spannungsoder Nebenschlufswickelung.
Der Querschnitt der ganzen Bewickelung verbreitet sich nach unten konisch oder trapezförmig,
damit die stromumflossene Spule, deren waagrechte Mittellinie mit derjenigen des
Weicheisenkernes α zusammenfällt, letzteren kräftig nach unten zieht und eine innige Berührung
der oberen Kohlenelektrode k mit der unteren festgelagerten Kohlenelektrode k1
veranlafst.
Im Hohlräum des Gufskörpers s hängt an einer metallischen Feder oder Drahtspirale ρ
der Weicheisenkern a, an dessen Hals h ein Kohlenprisma k im Metallrahmen r gefafst ist.
Der Aufhängepunkt der Spirale ρ ist mit Gufskörper s leitend verbunden.
Der Spulenkörper s ist an seiner gegen Platte 0 zugekehrten Auflagefläche und an
seinen gegen Weicheisenkern α zugekehrten Innenwandungen mit isolirendem Material bekleidet,
um den Eintritt eines unbeabsichtigten Nebenstromes, welcher nicht im Sinne der in
Fig. ι bis 8 durch Richtungspfeile kenntlich gemachten Stromläufe ist, zu verhindern.
Gegenüber dem Kohlenprisma k und dem Rahmen r ist in gleicher Weise Kohlenprisma kv
vermittelst eines Metallrahmens r1 gefafst; letzterer ruht auf einer' Isolirplatte H und steht
mit dem Hauptkabel in leitender Verbindung. Hauptkabel K kann durch eine Oeffnung
eingeführt werden (Fig. Ίο). An den Wänden des Kastens befinden sich Vorsprüge n; vermittelst
eines darunter befindlichen Keiles wird Platte H und die an ihr befestigte positive
Elektrode in fester Lage gehalten.
Fig. 10 a zeigt die Seitenansicht des Kastens.
Von den beiden Spulen kann die eine für die
Hauptwickelung, die andere für , die Nebenschlufswickelung oder jede für gemischte
Wickelung bestimmt werden. Es können nach Erfordernifs mehrere solcher Spulen in einem
Kasten untergebracht werden. Ihre gleichartigen Wickelungen" können ferner nach Bedarf parallel
oder hinter einander geschaltet werden, doch so, dafs die einzelnen Verbindungen
zwischen Hauptkabel, negativer Kohlenelektrode, Spulenbewickelung und Theilleiter den in
Fig. ι bis 8 schematisch dargestellten Stromläufen entsprechen.
Fig. 11 zeigt die Ansicht eines in den Fahrdamm
eingelassenen Stromschlufskastens G, über welchem ein von der Strafse aus abzuhebender
Deckel auf einem viereckigen Gufsrahmen ruht. Im Mauerwerk links und rechts sind Oeffnungen
zur Einführung von Drähten vorgesehen.
Fig. 12 zeigt Ansicht und Grundrifs des
Theilleiters t in einem mit Asphalt m ausgegossenen Trog g, seitlich eine Oeffhung K
zum Einführen des Arbeitsleiters.
Fig. 13 zeigt eine mit mehreren Stromschlufskä'sten
und Theilleitern ausgestattete Fahrbahnstrecke.
Nach Erfordernifs können die Kästen G1 aufserhalb des Geleises, etwa an die Stellen G
neben Hauptkabel K und Laufschiene S, gesetzt werden.
Claims (2)
1. Eine .Stromzuführungsvorrichtung für elektrische
Bahnen mit Theilleiterbetrieb, bei denen mit Haupt- und Nebenschlufswickelung
versehene Relais jedesmal von der zuletzt vorhergehenden, Strom abgebenden Theilstrecke aus durch Zweigstrom eingeschaltet
werden, gekennzeichnet durch die Anwendung eines zweiarmigen Stromabnehmers für den Hauptstrom und .eines
den Erdschlufs vermittelnden Stromabnehmers für den Nebenstrom, welche die aus gleich langen isolirten Strecken zusammengesetzte
Theilleiterreihe hinter einander in solchem gegenseitigen Abstande
beschleifen, dafs sich Haupt- und Nebenstromabnehmer niemals zu gleicher Zeit auf
demselben Theilleiter befinden.
2. Die unter i. gekennzeichnete Theilleiteranordnung
in solcher Abänderung, dafs zwischen der Anschlufsstelle der Hauptstromwickelung
an den zugehörigen Theilleiter und der Anschlufsstelle der Nebenstromwickelung des vorhergehenden Relais
an denselben Theilleiter eine nochmalige Theilung der einzelnen Theilstrecken vorgenommen
ist, unter Kürzung der einzelnen Theilleiterlängen, aber unter Beibehaltung
der gegenseitigen Achsenabstände der Theilleiter bezw. Stromabnehmer.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE81028C true DE81028C (de) |
Family
ID=353538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT81028D Active DE81028C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE81028C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296664B (de) * | 1958-11-24 | 1969-06-04 | Emi Ltd | Steuersystem fuer mit Eigenantrieb entlang eines Leitkabels bewegliche Fahrzeuge |
-
0
- DE DENDAT81028D patent/DE81028C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296664B (de) * | 1958-11-24 | 1969-06-04 | Emi Ltd | Steuersystem fuer mit Eigenantrieb entlang eines Leitkabels bewegliche Fahrzeuge |
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