AT53178B - Elektromagnetischer, durch Quecksilberverdrängung wirksamer Schalter. - Google Patents

Elektromagnetischer, durch Quecksilberverdrängung wirksamer Schalter.

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AT53178B
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  Elektromagnetischer, durch   Quecksilberverdrängung   wirksamer Schalter. 



    Der grösste Teil derjenigen Schalter, die mit Quecksilberschaltorgan versehen sind, wirken durch die elektromagnetisch oder elektrothermisch hervorgerufene Bewegung einer Schaltröhre bzw. Kippröhre. Wenig in Gebrauch sind solche Apparate, bei denen die StromUnterbrechung dadurch zustande kommt, dass ein magnetisch bewegter Verdränger die Quecksilberstandhöhe in einem Gefässe ändert. 



  Die Beliebtheit der Kippröhrenapparate hat ihren Grund in folgendem : Die Zahl der sekundlichen Unterbrechungen ist gering, wodurch bei jedem Schaltvorgang ein wirkliches Erlöschen der Glühlampen eintritt ; weiterhin ist bei der Längenausdehnung der Kippröhre eine lange Schaltstrecke geboten, die besonders bei höheren Spannungen die Betriebssicherheit vergrössert. Andererseits wird jedoch die Empfindlichkeit dieser Apparate durch geringe Lagenänderungen stark beeinflusst. Auch ist der Eigenverbrauch an Energie infolge grosser bewegter Massen verhältnismässig hoch. 



  Die Mängel der bekannten Verdrängerapparate bestehen in der zu grossen Anzahl der sekundlichen Unterbrechungen, in der oft geringen Entfernung der zu trennenden Kontakte und ebenfalls in der grossen Abhängigkeit der Empfindlichkeit von der Lage des Apparates. 



  Vorteile der Verdrängerapparate sind die Möglichkeit einer sehr einfachen Einrichtung und der ausserordentlich geringe Eigenbedarf an elektrischer Energie. 



  Der Gegenstand der Erfindung vereinigt nun die Vorzüge der Kippröhrenapparate mit denen der Verdrängerapparate, wobei die Mängel der beiden Systeme zum Verschwinden gebracht werden. Zu diesem Zwecke ist eine horizontal liegende Schaltröhre u, die ihrer Form und Einrichtung nach genau der bekannten Kippröhre entspricht, mit einem senkrecht stehenden grösseren Gefäss g verschmolzen. In dem Gefässe g befindet sich ausser dem nötigen Quecksilber der eiserne Verdränger v, durch dessen Wirkung das vorhandene Quecksilber eine solche Standhöhe erreicht, dass die in der Schaltröhre befindlichen Kontakte c', c'' mit Quecksilber überflutet werden.

   Wird nun der Verdränger v hei Stromdurchgang durch die über das Gefäss g gesteckte Spule s hochgezogen, so sinkt der Quecksilberbestand in diesem Gefäss, und die Füllung der Schaltröhre u entleert sich nach g, wobei die Verbindung zwischen c'und c'8 aufgehoben wird. Der Verdränger sinkt nun wieder herab und treibt von neuem Quecksilber in die Schaltröhre, welches die Verbindung wieder herstellt.   



   Durch diese Anordnung ist der von dem Quecksilber   zurückzulegende   Weg bedeutend   länger.   als dies sonst mit   Verdrängerapparaten   erreichbar ist, wodurch die Zeitdauer der 
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 erreicht also durch die Anordnung mit festliegender Schaltröhre die beiden Hauptvorzüge der bewegten Schaltröhre,   nämlich   geringe Unterbrechungszahl und langgestreckte Schalthahn, wobei noch der Elektromagnet   kleiner ausfällt.   



   Der schon erwähnte Mangel der bekannten   Fippröhren-und   Verdrängerapparate, die Möglichkeit einer den Stromlieferanten schädigenden Beeinflussung der Empfindlichkeit durch Verschiebung des Apparates auf der ihn tragenden Wand, verschwindet hei dem kombinierten Verdränger- und Schaltgefäss gemäss der Erfindung durch die Anordnung desselben zur Grundplatte. 



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist das Verdrängergefäss mit der Schaltröhre u so verbunden, dass die Achse der   8chaltröhre   u nahezu senkrecht auf der Platte p steht. Wird nun der Apparat auf der ihn tragenden Wand verschoben oder verdreht, so ändert 
 EMI1.2 
 der Kontakte c' und c'' verschiebt sich an dem Umfange des die Schaltröhre durchziehenden   Quecksilberhalbzylinders.   Da aber die Kontakte cl und c'' von Quecksilbernäpfchen umgeben sind, so bleibt diese Verschiebung wirkungslos. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Elektromagnetischer, durch Quecksilberverdrängung wirksamer Schalter, dadurch gekennzeichnet, dass das senkrecht angeordnete Verdrängergefäss (g) als Schaltraum eine wagerecht liegende langgestreckte Röhre ('M) besitzt, welche an ihrer Längswand die zu verbindenden Kontakte (c', eil) enthält. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT53178D 1911-05-11 1911-05-11 Elektromagnetischer, durch Quecksilberverdrängung wirksamer Schalter. AT53178B (de)

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