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Vorrichtung zur Bestimmung. der Ziehung und Schrumpfung von Papierbahnen.
Bei der Papierfabrikation wird sehr oft eine bestimmte Reisslänge und Dehnung der Ware verlangt, welche Werte nach der Ziehung und Schrumpfung bestimmt werden können, die die nasse Papierbahn auf ihrem Wege bis zur Trockenpartie erfährt. Zu diesem Zwecke muss bei der Erzeugung des Papieres die Ziehung und Schrumpfung der Papierbahn gemessen werden, damit durch entsprechende Regulierung der Maschine ein Produkt von gewünschter Beschaffenheit erzielt werde. Bisher besteht jedoch kein Kontrollapparat, der eine Messung der Ziehung und Schrumpfung der Papierbahn gleich bei der Erzeugung derselben ermöglicht.
Gegenstand der
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auf der Papiermaschine herzustellenden Papierbahn festgestellt werden kann. Use Vorrichtung besteht aus einer Walze, die hervorragende, gleichmässig verteilte Stifte besitzt und die vor den Gautschwalzen auf die nasse Papierbahn angedrückt wird. Durch Bewegung der letzteren wird die Walze gedreht, wobei die Stifte derselben auf der Papierbahn Marken eindrücken, die in ganz bestimmten Entfernungen voneinander liegen.
Beim Trocknen wird bekanntlich das Papier in der Längsrichtung stark gezogen, in der Querrichtung schrumpft es aber zusammen. so dass
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nach diesen Werten kann dann die Reisslänge und Dehnung der betreffenden Papiersorte bestimmt werden bzw. durch entsprechende Einstellung insbesondere der Trockenpartie ein Papier von gewünschter Reisslänge erzielt werden.
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Art der federnden Anordnung der Stifte auf der Walze ; die Fig. 5 und 6 zeigen eine Anordnung zum gleichzeitigen Einstellen der Stifte.
Die Vorrichtung besteht aus einer hohlen Walze 1, die in einem Bügel bzw. Rahmen 2 frei gelagert ist. DieWalze trägt in ihrer Mantelwand zwei, drei oder mehrere Paare radialer Stifte. 3, 4, die am Umfang der Walze gleichmässig verteilt sind. Der Rahmen 2 mit der Walze 1 ist auf einem
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der Papiermaschine zwischen den Saugwnnnen und den Gautschwalzen angeordneten Leiste 6 befestigt ist.
Die Walze 1 wird auf die auf dem Metalltuch 7 getragene Papierbahn 8 aufgesetzt und kann sodann durch Anziehen der Schraube 9 festgestellt werden. Bei der Bewegung der Papierbahn wird die Walze 7 durch Friktion gedreht, wobei die Stifte 3, in das Papier zwei parallele Reihen von Löchern oder Vertiefungen eindrücken, in welchen Reihen die einzelnen Löcher oder Ver- tiefungen in ganz bestimmten Abständen hintereinander folgen. Beim nachfolgenden Trocknen auf der Trockenpartie wird die Papierbahn stark gezogen und infolgedessen und infolge der gleich-
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Die Stifte 3-4 auf der Walze J'müssen je nach der Beschaffenheit der erzeugten Papiersorte auf verschiedene Art angeordnet werden. Die Stifte 3-4 werden in die Mantelwand 1 von innen eingeschraubt ; durch die aus der Manteltläche der Walze ragenden Enden der Schrauben 3-4 wird das Papier eingedrückt oder durchlöchert. Für verschiedene Papierstärken können die Stifte in radialer Richtung eingestellt werden.
Bei hellen Papiersorten ist das Durchlöchern des Papieres nicht nötig und es können an Stelle der Eisenstifte radial federnde Tintenschreibstifte 10 (Fig. 4) verwendet werden, so dass die Papierbahn mit farbigen Punkten bezeichnet wird.
Damit die Stifte 3, 4 in der Walze alle gleichzeitig und auch während der Arbeit eingestellt werden können, wird die Anordnung laut Fig. 5 und 6 getroffen. Der eine Zapfen der Walze 1 ist als eine Schraubenmutter 11 für die Schraube 12 ausgebildet, welch letztere innerhalb der Walze einen Armstern 13 trägt, deren Anzahl der Arme der Zahl der an der Walze angebrachten Stiftenpaare entspricht. Die Markierungsstifte 3,4 eines jeden Paares sind durch zur Achse geneigte Leisten 14 verbunden, die in den Armen 13 gehalten und geführt werden. Die Länge der Stifte 3, 4 ist dabei derart bemessen, dass die Enden derselben gleich hoch über die Mantelfläche der Walze hervorragen.
Durch Drehen der Schraube wird der Stern 13 in der Achsenrichtung verschoben und dadurch werden die Leisten 14 samt allen Stiften. 31 J gleichmässig gehoben oder gesenkt.
Bei schnell laufenden Papiermaschinen ist es vorteilhaft, den Durchmesser der Markierungswalze grösser zu wählen, damit die Tourenzahl derselben nicht zu gross wird.
Durch die beschriebene Vorrichtung ist es ermöglicht, nicht nur die Reisslänge und die Dehnung der erzeugten Papiersorte zu bestimmen, sondern, da die Bestimmung dieser Werte schon während des Betriebes geschieht, auch durch geeignete Regulierung der einzelnen Erzeugungsstufen die Beschaffenheit des erzeugten Papieres bis zur Erreichung der gewünschten Papiersorte zu ändern.
Diese Vorrichtung kann vorteilhafter Weise auch zur Bestimmung der Dimensionen bei Wasserzeichen benützt werden. Soll z. B. auf der getrockneten Papierbahn ein Wasserzeichen in Form eines Kreises erscheinen, so muss der Egouteur ein elliptisches Relief besitzen. Die Hauptachsen der Ellipse müssen nach der Ziehung und Schrumpfung, die man mit der beschriebenen Vorrichtung bei jeder Papiersorte bestimmen kann, berechnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Bestimmung der Ziehung und Schrumpfung von Papierbahnen, gekennzeichnet durch eine auf die nasse Papierbahn aufzusetzende, drehbare Walze (1), auf der gleich- mässig verteilte Markierungsstifte (. 3, -1) angeordnet sind. die die Papierbahn mit in bestimmten Abständen nebeneinander und hintereinander liegenden Zeichen versehen, so dass nach der Differenz dieser Abstände bei nassem und getrocknetem Papier die Grösse der Ziehung und Schrumpfung der Papierb. lbn ermittelt bzw. durch Änderung dieser Differenz die gewünschte Papiersorte hergestellt werden kann.