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die Bremse dauernd ausgerückt hält, während nach Stromloswerden des Solenoides das Gewicht 77 die Einrückung der Bremse bewirkt, trotz des steten Stromverbrauches dieser Einrichtung aus nachstehenden Gründen vorteilhafter :
Das Solenoid bedarf zu seiner Erregung stets eine gewisse Zeit, die natürlich um so grösser ist, je schwerer das die Bremse ausgelöst haltende Gewicht bzw. der Federzug ist. Dies kann bei der erwähnten umgekehrten Anordnung unter Umständen leicht dazu führen, dass die
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da das Gewicht 77, sobald das Solenoid 78 seinen Strom verliert, momentan zur Wirkung kommt uhd die Backen auf die Bremsscheibe auflegt, wobei der einrückenden Kraft keinerlei Widerstand entgegenwirkt.
Ausserdem hat man es m der Hand, das Solenoid so zu erregen, dass die Bremsbacken von der Bremsscheibe gerade nur gelüftet sind, so dass deren geringste Verschiebung bereits die Berührung der Bremsfläehen zur Folge hat ; von diesem Zeitpunkt aber steigert sich die Bremswirkung selbsttätig dadurch, dass die Bremsscheibe die Keile durch Reibung mitnimmt.
Für das Lösen der Bremse ist aber die zur Erregung des Solenoides erforderliche Zeitdauer belanglos, da ja auch der Antrieb nur langsam eingeschaltet wird.
Durch den Umstand, dass das Bremssolenoid dauernd von Strom durchflossen wird und überhaupt die Bremsung der Lade statt durch Umschalten durch Unterbrechen des Stromes
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fadenwächtern B bzw. D sowie einer Schaltwalze, welche einen Nebenstromkreis für das Bremssolenoid 78 dann schliesst, wenn die Lade in vollkommen angehobener Stellung sich befindet und der Webstuhl aus irgend welchem Grunde abgestellt wird ;
ferner sind in dem Schaltungsplan Schalter 85 und 86 ersichtlich, von welchen ersterer dazu dient, die Lade dauernd festzustellen, so dass sämtliche Teile des Stuhles bewegt werden können, ohne dass die Lade mit- betätigt wird, letzterer dagegen dazu, das Bremssolenoid dauernd eingeschaltet, die Bremse also dauernd gelöst zu halten, so dass die Lade vom Hauptschalter unabhängig am Geweberand liegen bleibt.
Die Schaltwalze W, welche auf der Ladenbetätigungswelle 5 sitzt, trägt einen Kontakt 87
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und zwar dann, wenn die Lade sich in ihrer höchsten Lage, also am Ende der Anhubbewegung, aber noch vor Beginn der Fallbewegung befindet. Wird in diesem Zeitpunkte der Stuhl aus irgend welchem Grunde plötzlich abgestellt, so bleibt das Solenoid 75 erregt, die Bremse also ausgelöst und die Lade ungebremst in ihrer Höchstlage stehen, so dass sie bei Wiederaustellen des Stuhles sogleichaufdasGewebeaufschlagenkann.
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Unterbrechung des Hauptstromkreises bleibt in diesem Zeitpunkte für das Solenoid 78 wirkungslos, die Lade somit mechanisch in ihrer Höchstlage stehen.
Es kann nun erforderlich werden, z. B. um einzelne Schüsse zu entfernen, das Fach mehrmals zu öffnen oder zu verkreuzen. ohne die Lade aufschlagen zu lassen ; in diesem Falle wird der Schalter ' ? J umgestellt. so dass kein Strom durch das Solenoid messenkann ; infolgedessen bleibt das Gewicht 77 dauernd in Wirksamkeit und die Lade in ihrer Höchstlage festgehalten.
Soll umgekehrt die Lade dauernd freigegeben sein, so dass sie am Geweberand liegen bleibt (z. B. beim Abschneiden des Gewebes), so wird der Schalter 86, welcher in eine die Leitungen Zl und h1 verbindende Leitung eingeschaltet ist, eingerückt und dadurch das Solenoid dauernd kurzgeschlossen.
Der Schützenwächter B ist gegenüber der im Stammpatente beschriebenen Ausführungs- form insoferne abgeändert, als er durch Anwendung eines Abreisskontaktes empfindlicher gemacht wurde. Dieser federbelastete Kontakt wird durch eine Stange 88a eingerückt gehalten, die mit
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zu unterbrechen.
Derselbe Gedanke liegt auch dem Kettenfadenwächter zugrunde und bezweckt ebenfalls die Erzielung grösserer Empfindlichkeit der Einrichtung.
Der Arbeisskontakt 58 ist. in diesem Falle mit einem Finger 90 ausgestattet, der durch den als Klinke ausgebildeten Kern 9 des in einen Nebenstrom 92 eingeschalteten Solenoides 54 festgehalten wird. Wird durch Bruch eines Kettenfadens mit Hilfe einer der Leisten 53 der Neben-
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stromkreis 92 geschlossen und somit das Solenoid erregt, so genügt schon ein geringes Hineinziehen des Solenoidkernes 91 in die Spule, um den Abreisskontakt 58 seiner Federwirkung freizugeben und den Strom zu unterbrechen.
Fig. 3 zeigt die Darstellung einer Ladenbremsung bei stehender freifallender Lade (welche aber auch bei hängender Lade Anwendung finden könnte) mit Hilfe des dem Schützenwächter B zugehörigen Gleitstückes (Zahnstange) 34.
An der Lade 11 ist in diesem Falle hinter der Schützenwächterklinke 32 eine Welle 93 ge- lagert,. auf welcher die Klinken 94 und 95 sitzen ; die eine Klinke 94 gleitet über einer Bahn 96 hinweg, welche um einen Bolzen oder Zapfen 97 auf-und abschwingen kann, während die andere Klinke 95 sich in derselben Bahn wie die Klinke 32 über der Zahnstange. 34 hinwegbewegt.
Die Leitbahn 96 ist mit dem Kern eines Solenoides 98 verbunden. Beim Anstellen des Stuhles
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nicht in einen der Zähne des Gleitstückes 34 einfallen kann.
Beim Abstellen wird das Solenoid stromlos, die Bahn 96 senkt sich infolge ihrer Gewichts- oder Federbelastung 99, und, da die Klinken 94 und 95 infolge ihres einseitigen Gewichtes (eventuell verstärkt durch den Zug einer schwachen Feder) nach abwärts sinken, fällt die Klinke 9. 5 in ditO Zahnstange 34 ein und die Lade kann somit nicht auf den Gewebt'rand auffallen.
Statt die Zahnstange 34 des Schützenwächters zum Feststellen der Lade zu benützen, kann hiefür auch ein besonderes gezahntes Gleitstück vorgesehen sein.
Die beschriebene Konstruktion des Webstuhles gestattet den Umbau aller bestehenden
Stühle - auch von Handstühlen-in mechanische Stühle ohne erhebliche Kosten.
Der Webstuhl lässt sich selbstredend auch mit rein mechanischer Ausrückung (mittels
Reibungs-oder sonstiger Kupplung) des Hauptschalters ausführen und wird dann letzterer mit einer Unterbrechervorriehtung für den Stromkreis des Bremssolenoides verbunden, derart, dass bei Ausrücken des Antriebes auch der Stromkreis des Bremssolenoides unterbrochen wird und letzteres die Bremsbacken nun der Wirkung des sie einrückenden Gewichtes (Feder) freigibt.
Auch diese Ausführungsform ist sehr gut für den Umbau bestehender Stühle geeignet, besonders dort, wo Starkstrom für den Antrieb des Stuhles nicht zur Verfügung steht, während der schwache Strom (etwa 8 Volt) für die Solenoidbedienung leicht mittels Batterie erzeugt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCH: 1. Ausführungsform des mechanischen Webstuhles nach Patent Nr. 34769 mit mechanischer
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