AT507417B1 - Zweirumpfboot - Google Patents
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Abstract
Ein Zweirumpfboot umfasst zwei Bootskörper (5, 5') aus jeweils im Kiel- Bug- und Heckbereich elastisch verbundenen, ebenen Platten (1, 2; 1', 2') aus Kunststoff, die an der Bordkante V-förmig gespreizt und in der Spreizstellung durch Spieren (7, 8, 9) fixiert sind. Mit den Innenflächen der Platten (1, 2; 1', 2') sind Luftsäcke (4, 4') verbunden, die sich beim Spreizen der Platten (1, 2; 1', 2') infolge von Luftansaugöffnungen selbsttätig mit Luft füllen. Die Spieren (7, 8, 9,) fixieren die Endlage der Platten (1, 2; 1', 2') bei voll gesaugten Luftsäcken (4, 4') und werden gegen die Platten (1, 2; 1’, 2'), die die Bordwände darstellen, bajonettartig verriegelt. Das Zweirumpfboot ist leicht zerlegbar, es nimmt sehr wenig Stauraum ein und die Luftsäcke sind als selbstfüllende Auftriebskörper ohne Luftpumpe und ohne Aufwand sofort einsatzfähig.
Description
österreichisches Patentamt AT 507 417 B1 2010-05-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft ein Zweirumpfboot aus zwei schlanken, lang gestreckten Bootskörpern, die durch Spieren als Abstandshalter in einer parallelen Lage zueinander gehalten sind und die jeweils zwei im wesentlichen ebenen Platten aus elastischem Kunststoff mit einem Zuschnitt entsprechend einer Seitenansicht des Bootskörpers umfassen, wobei die Platten im Kielbereich und vorzugsweise im Bugbereich und Heckbereich gelenkig bzw. elastisch miteinander verbunden und entlang der gegebenenfalls verstärkten Bordkanten durch die Spieren V-förmig auseinander spreizbar sind und jeweils mindestens einen Luftsack aufnehmen.
[0002] Solche Zwei rümpf boote bzw. Katamarane sind sowohl als Segelboote, Motorboote wie auch als Tretboote bekannt und zeichnen sich auf Grund der Gesamtbreite durch gute Stabilität auf dem Wasser aus. Daher wird das Prinzip der Zweirumpfboote auch bei der Großschifffahrt für Passagierschiffe oder Fähren genützt. Im Sport- oder Freizeitbereich ergeben sich darüber hinaus Vorteile infolge der guten Transportfähigkeit, wenn man die beiden Bootskörper nach Entfernen der abstandshaltenden Spieren auf einen Bootsanhänger direkt aneinander stellt. Es sind auch Schlauchbootkonstruktionen mit zwei aufblasbaren Schwimmkörpern verbreitet die durch Holz- oder Aluminiumleisten oder Rohre als Spieren im Abstand gehalten werden und entweder einen Segelmast oder eine Einrichtung mit Pedalantrieb für ein Schaufelrad oder einen Heckpropeller tragen.
[0003] Aus der DE 36 13 699 A1 ist ein Leichtbau-Bootskörper bekannt, der aus zwei dünnen Platten besteht, die im Bug-, Heck- und Kielbereich miteinander verschraubt sind und wobei ein Luftsack dort eingespannt ist. Mit Hilfe von Pressluft expandiert der Luftsack und drückt die Platten zur Seite, sodass sie infolge ihrer dreiseitigen Schraubverbindung nach oben auseinanderklaffen und eine Schiffchenform einnehmen. Zwei solcher Bootskörper können mit Abstandshaltern zu einem Katamaran zusammengefügt werden. Ein Überschluss an Pressluft kann auch zum Bootsantrieb verwendet werden. Es erscheint vorteilhaft, den Bootskörper ähnlich einem Schlauchboot durch Pressluft aus einer Transportstellung in die Gebrauchsstellung aufzufalten, jedoch muss ein entsprechender Kompressor oder zumindest eine leistungsfähige Pumpe stets mitgeführt werden.
[0004] Die DE 43 12 787 A1 betrifft aufblasbare Luftschläuche für einen Katamaran oder ein Floß, die durch Blechverkleidungen armiert sind. Drei streifenförmige Blechplatten sind durch zwei Scharnierbänder gelenkig miteinander verbunden und bilden im Querschnitt ein gleichseitiges Dreieck, das den Luftschlauch, also im Querschnitt den Inkreis des gleichseitigen Dreiecks, schützend umgibt.
[0005] Auch die DE 198 10 896 A1 betrifft solche Schwimmkörper, die als Kufen für unterschiedliche Wasserfahrzeuge herangezogen werden können. Eines dieser Wasserfahrzeuge besitzt zwei voneinander distanzierte Kufen im Heckbereich und eine solche Kufe im Bugbereich. Innerhalb dieses gleichschenkeligen Dreieckes ist ein Sitz auf einer Verbindungskonstruktion angeordnet. Jede Kufe wird aus länglichen elastischen Wandelementen gebildet, die im Kielbereich vom Bug bis zum Heck starr verbunden sind. Dazwischen ist ein aufblasbarer Schlauch vorgesehen. Oben ist eine Stoffabdeckung an den Bordkanten angebracht. Wenn der Schlauch aufgeblasen wird, dann spreizt dieser die Wandelemente V-förmig auseinander, bis die Stoffabdeckung gespannt ist. Es ergibt sich im Querschnitt annähernd ein vom Schlauch vollständig ausgefülltes Dreieck mit einem ballig gewölbten Deck, an dem der Schlauch anliegt. Die Kufe bildet einen allseitig geschlossenen Hohlkörper in schlanker messerscharfer Kiel- und Bugform, die ein schnelles Gleiten ermöglicht. Auch in diesem Fall muss eine Luftpumpe mitgeführt werden.
[0006] Ein ähnlicher Schwimmkörper ist aus der DE 29 33 941 A1 bekannt, jedoch werden die elastischen Bootswände händisch aufgespreizt und in der Spreizstellung durch Abstandshalter fixiert. Nach oben ist eine fix mit den Seitenwänden verbundene Persenning vorgesehen, die über verschließbare Öffnungen das Anbringen der Abstandshalter ermöglicht. Ein aufblasbarer Schlauch oder dergleichen ist nicht vorgesehen. In diesem Sinn offenbart die DE 2 218 284 A1 1/7 österreichisches Patentamt AT 507 417B1 2010-05-15 ganz allgemein wasserdicht verbundene, verformbare Platten, die ein Boot durch Aufklappen und Abspreizen bilden. Ziel ist die leichte Transportfähigkeit und die raumsparende Lagerung.
[0007] Die Erfindung geht von einem Zweirumpfboot der eingangs beschriebenen Art aus und löst die Aufgabe der leichten Transportfähigkeit, der raumsparenden Lagerung und des Aufbaues ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Kompressor oder Pumpen.
[0008] Dies wird dadurch erreicht, dass der Luftsack mit den Innenflächen der Platten verbunden ist, dass der vorzugsweise gekammerte Luftsack zu jeder Kammer über eine Luftseinsaugöffnung verfügt, durch die der Luftsack beim Spreizen der Platten bis zur Endlagefixierung der Platten durch die Spieren selbsttätig aufblasend bzw. selbstfüllend ist und dass die Lufteinsaugöffnung durch einen Pfropfen oder der gleichen verschließbar ist. Der Luftsack füllt sich somit selbsttätig beim händischen Spreizen der Platten ähnlich einem Blaseblag, wenn die Handgriffe desselben auseinander bewegt werden. Für den Transport liegen die zwei Platten, die jeweils einen der Bootskörper bilden, flach aneinander. Sie können im Kielbereich durch ein weichelastisches Band als Scharnierband verbunden sein, das sich auch über den Bug- und Heckbereich erstreckt. Es kann aufgeklebt oder aufgeschweißt sein. Nach dem Spreizen ergibt sich die Form eines schmalen Paddelbootes oder Kanus. Es wäre auch möglich, die Platten aus schwimmfähigen Kunststoff oder Verbundmaterial herzustellen, jedoch kann durch die Erfindung ein mehrfacher Effekt erreicht werden, nämlich das Füllen des Luftsackes ohne Pumpe, die erhöhte Sicherheit durch den Luftsack als Auftriebskörper und eine Gewichtseinsparung gegenüber einer reinen Plattenkonstruktion. Beim Zusammenfalten werden die Pfropfen oder Stöpsel entfernt oder ein eventuell vorgesehenes Kugelventil geöffnet oder eine parallele Ausblasöffnung freigegeben und sodann wieder verschlossen. Wenn mechanische Scharniere zwischen den Platten verwendet werden, dann tritt im Kielbereich Wasser ein. In diesem Fall wird das Zweirumpfboot ähnlich einem Schlauchboot über Wasser und voll fahrfähig gehalten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass man auch jeden Bootskörper einzeln wie ein Paddelboot nutzen könnte, wenn die Spieren entsprechend gekürzt, halbiert oder mittig mit einer oder mehreren lösbaren Verbindungen ausgestattet sind.
[0009] Wie erwähnt, dienen die Spieren bei dem Katamaran auch dem Fixieren der Spreizlage der Platte, sobald der oder die Luftsäcke vollständig gefüllt sind. Dazu sind als Formschlussverbindungen zur Endlagefixierung bei voll gesaugten Luftsäcken zwischen den gespreizten Platten und den Spieren in den Platten nächst der Bordkante Öffnungen zum Durchstecken der Spieren und an den Spieren Anschlagflächen bzw. Splinte zur Verriegelung der Spieren mit den gespreizten Platten vorgesehen. Eine konkrete Form ist dadurch gekennzeichnet, dass die Spieren zumindest in den Endbereichen über eine Länge, die der Breite eines Bootskörpers entspricht, einen von der Kreisform abweichenden, vorzugsweise ovalen Querschnitt aufweisen, dass die Öffnungen in den im Zweirumpfboot innen liegenden Platten bzw. in den einander zugewandten Bordwänden einen korrespondierenden Querschnitt aufweisen und dass in jeder Spiere im Abstand einer Breite eines Bootskörpers vom Spierende eine Ringnut mit einem Kernquerschnitt ausgebildet ist, der einen Inkreis zu der insbesonders ovalen Öffnung in den Platten bildet und die Spiere in der Öffnung nach Verdrehen z.B. um 90° bajonettartig arretierbar ist. Die Spieren stützen sich mit ihren Enden an den beim Zweirumpfboot ganz außen liegenden Platten bzw. Bordwänden ab. Konstruktiv kann dies dadurch erreicht werden, dass die Spieren an ihren beiden Enden einen gegenüber dem Spierenquerschnitt verkleinerten kreiszylindrischen Zapfen aufweisen und dass die Öffnungen an den Außenseiten der als Bordwände ausgebildeten Platten etwa kreisförmigen bzw. elliptischen Querschnitt haben. Damit ist gewährleistet, dass die Spieren formschlüssig in die äußeren Platten eingreifen und ferner, dass die Spieren um ihre eigene Achse in eine Verriegelungslage mit den Platten - insbesondere mit den innen liegenden Platten - verdrehbar sind. Die kreiszylindrischen Zapfen haben dann die Funktion von Drehlagerzapfen. Besonders zweckmäßig und einfach in der Herstellung ist es, wenn die Spieren als Rundstangen aus Metall mit Kreisquerschnitt ausgebildet sind, wenn nächst jedem Ende einer Spiere sowie auch im Abstand der Breite eines aufgespreizten Bootskörpers vom Ende der Spiere Exzenter aufgesteckt und mit die Spiere fest verbunden sind und vorzugsweise, wenn die Exzenterachsen der beiden Exzenter nächst dem einen Spierenende 2/7 österreichisches Patentamt AT 507 417B1 2010-05-15 zu jenen nächst dem anderen Spierenende paarweise um einen Winkel von beispielsweise 120° zueinander versetzt sind, wobei die Exzenter einen Querschnitt aufweisen, der mit der Form der einander zugewandten Öffnungen der beiden Bootskörper fluchtet. Die Spiere wird in einen Bootskörper eingesteckt und um z.B. 120° verdreht, wobei in dieser Stellung die Exzenter die Einschubposition in den zweiten Bootskörper einnehmen. Es kann problemlos nach Spreizung der Platten der zweite Bootskörper nach einer weiteren Drehung der Spiere um 120° fixiert werden. Das kann von einer Person durchgeführt werden.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
[0011] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt nach der Linie l-l in Fig. 4 durch einen Bootskörper in der Transportstellung, Fig. 2 einen Querschnitt durch ein Zweirumpfboot nach der Linie ll-ll in Fig. 3, Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Zweirümpfboot, Fig. 4 zwei deckungsgleich liegende Platten eines Bootskörpers in der Transportstellung, Fig. 5 als Detail eine Verbindung einer Spiere mit einer Platte, Fig. 6 eine Spiere mit Formschlussverbindungen zu den Platten, die die Bordwände bilden, Fig. 7 eine Alternative zu Fig. 5, Fig. 8 einen schematischen Querschnitt durch ein Zweirumpfboot ähnlich der Fig. 2, jedoch mit einer anderen Formschlussverbindung zwischen den Spieren und den Platten bzw. Bordwänden, Fig. 9 eine Spiere in Seitenansicht und Fig. 10 die Spiere in Stirnansicht. Gemäß Fig. 1 und 4 sind zwei annähernd ebene Platten 1, 2 in der Form eines Bootskörpers aus Kunststoff (z.B. Polyethylen in einer Stärke von 3mm) etwa parallel zueinander angeordnet und im Kielbereich sowie im Bug- und Fleckbereich elastisch verbunden. Die Verbindung kann durch ein aufgeschweißtes elastisches Kunststoffprofil 3 bzw. ein Kunststoffscharnier erfolgen. Zwischen den Platten 1, 2 ist ein lang gestreckter, vorzugsweise gekammerter Luftsack 4 vorgesehen, der mit den Innenseiten der Platten 1, 2 verschweißt oder verklebt ist. Dadurch ergibt sich eine Art Blasebalg, sobald die Platten 1, 2 entsprechend der Pfeile in Fig. 1 gespreizt werden. Luft wird in die Kammern des Luftsackes 4 eingesaugt. Fig. 2 und 3 zeigen zwei Bootskörper 5, 5', die jeweils aus gespreizten Platten 1, 2 bzw. T, 2' gebildet werden.
[0012] Die Luftsäcke 4 und 4' sind entfaltet und die eingesaugte Luft wird durch verschließbare Öffnungen oder Ventile 6, 6' (z.B. Kugelventile) am Entweichen gehindert. Zusätzlich können Auslassventile vorgesehen sein bzw. es können die Kugelventile geöffnet werden.
[0013] Die V-förmig gespreizten Platten 1,2 bzw. T, 2' werden in der Spreizstellung nach Fig. 2 und 3 durch Spieren 7, 8 und 9 fixiert. Unter dem nautischen Begriff der Spieren werden Stangen aus FHolz, Kunststoff oder Metall verstanden, die im konkreten Fall Formschlussverbindungen mit den Platten 1, 2 und T, 2' hersteilen, sodass sich zwei stabile Bootskörper 5, 5' bilden. Zusätzlich erfüllen die Spieren 7, 8, 9 noch die Aufgabe als Abstandshalter der Bootskörper 5, 5' und sind wesentliche Bestandteile des Zweirumpfbootes. Wie Fig. 6 zeigt, haben die Spieren 7 (wie auch 8 und 9) einen ovalen Querschnitt, der am freien Ende in einen kreiszylindrischen Zapfen 10 übergeht. Im Abstand der Bootsbreite ist eine Ringnut 11 vorgesehen, deren Kern 12 ebenfalls kreiszylindrisch ist. In den Platten 1 und 2 (also in den im Zweirumpfboot innen liegenden Bordwänden) sind nächst der Bordkante mit dem Spierenquerschnitt korrespondierende Öffnungen 13, 13' vorgesehen. In den Platten 2 bzw. T (also den äußeren Bordwänden) befinden sich kreisförmige Öffnungen 14, 14' in Übereinstimmung mit den Querschnitten der Zapfen 10. Fig. 5 zeigt einen Bereich der Bordwand 1 nächst der (hier verstärkten) Bordkante mit einer Öffnung 13. Die Spiere (z.B. 7) wird durchgesteckt und der Zapfen 10 in die Öffnung 14 eingesetzt. Dadurch bildet sich ein Drehlager. Zugleich werden diese Maßnahmen beim korrespondierend Bootskörper 5' durchgeführt. Wie Fig. 5 zeigt wird die Spiere (z.B. 7) sodann um 90° verdreht. Damit wird die Bordwand mit der Spiere 7 (analog Spieren 8, 9) verriegelt. Es entsteht somit ein stabiles Zweirumpfboot, wie es in Fig. 3 dargestellt ist.
[0014] Die Fig. 3 zeigt ferner einen Mittelträger 15, der die Spieren 7, 8 und 9 in der Verriegelungslage festhält, weil er die ovale Spierenform umgreift. Dieser Mittelträger 15 kann einen Mastfuß 16 aufnehmen, wenn das Zweirumpfboot besegelt werden soll - oder auch ein Klemmbrett 17 für einen Außenbordmotor tragen. Fig. 3 zeigt ferner noch einen Sitz 18 auf einer Brü- 3/7
Claims (6)
- österreichisches Patentamt AT 507 417 B1 2010-05-15 ckenkonstruktion zwischen den Spieren 8 und 9, wobei die Brückenkonstruktion zu Pedalen für einen Tretbootantrieb führen kann. Ferner ist ein Netz 20 als Boden zwischen den Spieren 8 und 9 angedeutet. [0015] Fig. 7 zeigt im Detail eine Bordwand, wobei in der Platte 1 eine ovale (elliptische) Öffnung 21 vorgesehen ist. Eine entsprechende Öffnung 21' weist die Platte 2' auf. Die Öffnungen 22 und 22' sind annähernd kreisförmig. Wie Fig. 7 bzw. 9 und 10 zeigen, trägt die als Rohr mit Kreisquerschnitt ausgebildete Spiere 23 vier Exzenter 24, 25 und 26, 27, die paarweise um 120° zueinander gedreht auf der Spiere 23 fixiert sind (verschraubt, verklebt, verschweißt). Fig. 7 zeigt die Drehlage der Spiere 23 in der Endstellung, in der beide Bootskörper 5 und 5' im Abstand zueinander und in der Spreizlage fixiert sind. Dabei sind die Exzenter 24, 25; 26, 27 bzw. deren Achsen gegenüber der vertikalen Hauptachse der Öffnung 21 bzw. der Einsteckposition jeweils um 120° verdreht. Diese Stellung ergibt sich, wenn die Spiere 23 in der Position nach Fig. 9 und 10 in die Öffnung 21 eingeschoben wird, bis der Exzenter 24 an der Öffnung 22 ansteht. In der Spreizstellung der Platten 1 und 2 wird die Spiere 23 vorerst um 120° gedreht, sodass die Exzenter 26 und 27 (siehe Fig. 10) in die vertikale Stellung ihrer Exzenterachsen gelangen und die Platten T und 2' mit der fluchtenden Öffnung 21' aufgeschoben werden können. Der Exzenter 27 steht wieder an der etwa kreisförmigen Öffnung 22' an. Nach Spreizen der Platten T und 2' wird die Spiere um weitere 120° weitergedreht. Dies führt zur bajonettartigen Verriegelung der gespreizten Platten T und 2'. Die Exzenter 24 und 25 machen diese Drehung mit. Der Exzenter 25 etwa nimmt dann die in Fig. 7 dargestellte Position ein, fluchtet also mit der Öffnung 21 nicht und bewirkt weiterhin die Verriegelung der Spreizstellung der Platten 1 und 2. [0016] Fig. 8 zeigt die Endstellung mit den Exzentern 24, 25; 26, 27 im Querschnitt als Detail herangezogen. [0017] Die Exzenter 24, 25 und 26, 27 können mit Schrägflächen als Anlageflächen an die Innenseite der Platten 1, 2 und T, 2' ausgebildet sein (Fig. 8). Da die Platten elastisch federn, schnappen diese in die gezeichnete Endstellung nach zweimaliger Drehung um 120° gewissermaßen ein und die Stellung ist arretiert. Patentansprüche 1. Zweirumpfboot aus zwei schlanken, lang gestreckten Bootskörpern (5, 5'), die durch Spieren (7, 8, 9) als Abstandshalter in einer parallelen Lage zueinander gehalten sind und die jeweils zwei im wesentlichen ebenen Platten (1, 2; T, 2') aus elastischem Kunststoff mit einem Zuschnitt entsprechend einer Seitenansicht des Bootskörpers (5, 5') umfassen, wobei die Platten (1, 2; Γ, 2') im Kielbereich und vorzugsweise im Bugbereich und Heckbereich gelenkig bzw. elastisch miteinander verbunden und entlang der gegebenenfalls verstärkten Bordkanten durch die Spieren V-förmig auseinander spreizbar sind und jeweils mindestens einen Luftsack aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftsack (4, 4') mit den Innenflächen der Platten (1, 2; 1', 2') verbunden ist, dass der vorzugsweise gekammerte Luftsack (4, 4') zu jeder Kammer über eine Lufteinsaugöffnung verfügt, durch die der Luftsack (4, 4') beim Spreizen der Platten (1, 2; T, 2') bis zur Endlagefixierung der Platten (1, 2; T, 2') durch die Spieren (7, 8, 9; 23) selbsttätig aufblasend bzw. selbstfüllend ist und dass die Lufteinsaugöffnung durch einen Pfropfen oder der gleichen verschließbar ist.
- 2. Zweirumpfboot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Formschlussverbindungen zur Endlagefixierung bei voll gesaugten Luftsäcken (4, 4') zwischen den gespreizten Platten (1, 2; Γ, 2') und den Spieren (7, 8, 9; 23) in den Platten (1, 2; T, 2') nächst der Bordkante Öffnungen (13, 13') zum Durchstecken der Spieren (7, 8, 9,) und an den Spieren (7, 8, 9; 23) Anschlagflächen bzw. Splinte zur Verriegelung der Spieren (7, 8, 9; 23) mit den gespreizten Platten (1, 2; T, 2') vorgesehen sind.
- 3. Zweirumpfboot nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spieren (7, 8, 9,) zumindest in den Endbereichen über eine Länge, die der Breite eines Bootskörpers entspricht, einen von der Kreisform abweichenden, vorzugsweise ovalen Querschnitt aufwei- 4/7 österreichisches Patentamt AT 507 417 B1 2010-05-15 sen, dass die Öffnungen (13, 13') in den im Zweirumpfboot innen liegenden Platten (1, 2') bzw. in den einander zugewandten Bordwänden einen korrespondierenden Querschnitt aufweisen und dass in jeder Spiere (7, 8, 9,) im Abstand einer Breite eines Bootskörpers vom Spierenende eine Ringnut (11) mit einem Kernquerschnitt (12) ausgebildet ist, der einen Inkreis zu der insbesondere ovalen Öffnung (13, 13') in den Platten (1, 2') bildet und die Spiere (7, 8, 9.) in der Öffnung (13, 13') nach Verdrehen z.B. um 90° bajonettartig arretierbar ist.
- 4. Zweirumpfboot nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spieren (7, 8, 9,) an ihren beiden Enden einen gegenüber dem Spierenquerschnitt verkleinerten kreiszylindrischen Zapfen (10) aufweisen und dass die Öffnungen (14, 14') an den Außenseiten der als Bordwände ausgebildeten Platten (1', 2) etwa kreisförmigen bzw. elliptischen Querschnitt haben.
- 5. Zweirumpfboot nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spieren (23) als Rundstangen aus Metal mit Kreisquerschnitt ausgebildet sind, dass nächst jedem Ende einer Spiere (23) sowie auch im Abstand der Breite eines aufgespreizten Bootskörpers (5, 5') vom Ende der Spiere (23) Exzenter (24, 25; 26, 27) aufgesteckt und mit der Spiere (23) fest verbunden sind und vorzugsweise, dass die Exzenterachsen der beiden Exzenter (24, 25) nächst dem einen Spierenende zu den Exzenterachsen der Exzenter (26, 27) nächst dem anderen Spierenende paarweise um einen Winkel von beispielsweise 120° zueinander verdreht sind, wobei die Exzenter (24, 25;26, 27) einen Querschnitt aufweisen, der mit der Form der einander zugewandten Öffnungen (21, 21') der beiden Bootskörper (5, 5') fluchtet.
- 6. Zweirumpfboot nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die außen liegenden Öffnungen (22, 22') in den äußeren Bordwänden bzw. Platten (1', 2) der beiden Bootskörper (5, 5') den Querschnitt der Spieren (23) aufweisen. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 5/7
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112009628A (zh) * | 2020-08-31 | 2020-12-01 | 山东交通学院 | 一种用于海洋地形测绘的无人测量船 |
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2009
- 2009-06-17 AT AT0093309A patent/AT507417B1/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN112009628A (zh) * | 2020-08-31 | 2020-12-01 | 山东交通学院 | 一种用于海洋地形测绘的无人测量船 |
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