AT503304B1 - Pistole - Google Patents
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Description
2 AT 503 304 B1
Die Erfindung betrifft eine Pistole, mit einem Griffstück, einen auf ihm in Schussrichtung verschiebbaren Laufschlitten und einem mit dem Laufschlitten verriegelbaren Lauf, wobei zur Verriegelung mit dem Laufschlitten an der Außenkontur des Laufs Vorsprungmittel mit einer nach vorne gewandten ersten Schrägfläche ausgebildet und im Laufschlitten ein federnd schwenkbares Hebelmittel mit einer Klaue angebracht sind, die eine nach hinten gewandte zweite Schrägfläche aufweist, welche mit der ersten Schrägfläche zusammenwirkt, wobei zur Entriegelung ein Anschlag im Griffstück angeordnet ist, welcher mit einer Anschlagfahne des Laufs zusammenwirkt, und wobei der Neigungswinkel der Schrägflächen bezüglich der Bewegungsrichtung des Laufs größer als der Reibungswinkel der Reibung zwischen den beiden Schrägflächen ist.
Eine derartige Pistole ist aus WO 2005/093361 A1 bekannt, und die angeführte Bauweise bewirkt, dass bei Anschlägen des Laufs am Anschlag und Weiterlaufen des Laufschlittens die Schrägflächen aneinander abgleiten können und der Hebel gegen die Kraft einer Feder so verschwenkt wird, dass die Klaue den Vorsprung an der Außenkontur des Laufs und damit den Laufschlitten für die fortgesetzte Rückwärtsbewegung freigibt. Diese fortgesetzte Bewegung hat bei Selbstladepistolen (unter anderem) den Zweck, nach jedem Schuss selbsttätig eine neue Patrone zu laden, unabhängig davon, ob es sich um Einzelschüsse oder Dauerfeuer handelt, und von welcher Art der Zündmechanismus ist. Bei der bekannten Pistole ist durch die halbstarre Verriegelung des Laufs mit dem Laufschlitten ohne vertikale Bewegung des Laufs bereits, neben anderen Vorteilen, eine Verbesserung der Treffsicherheit erreicht. Es bleibt aber noch ein weiterer negativer Einfluss auf die Treffsicherheit: Der im Laufschlitten verschiebbar geführte Lauf hat in der Führung, unter anderem wegen der Wärmedehnung, so viel Spiel, dass er geringfügige vertikale Bewegungen ausführen kann. Das äußert sich vor allem am hinteren Auflager des Laufs in der Nähe der Patronenkammer durch Schwingungen in dem Moment, in dem der Schuss bricht. Diese vertikalen Schwingungen des Laufs beeinträchtigen die Treffsicherheit, solange das Geschoss noch im Lauf ist.
In der DE 537 582 C ist andererseits eine selbsttätige Feuerwaffe mit kurz zurückgehendem Lauf beschrieben, welcher mit dem weiter zurückgehenden Verschluss über einen Haken verbindbar ist. Dieser Haken ist am hinteren Laufende schwenkbar befestigt, und er kann unter Federdruck in eine Vertiefung an der Oberseite des Verschlusses eingreifen, wobei er eine Schrägfläche hat, mit der er beim Zurückgehen der Einheit Verschluss-Lauf an einer Rampe am Gehäuse zur Anlage kommt, so dass er aus der Verriegelungsstellung gehoben wird, wodurch der Verschluss vom Lauf getrennt wird. In der Verriegelungsstellung selbst liegt der Haken mit einer zur Bewegungsrichtung senkrechten Verriegelungsfläche an einer entsprechenden Anschlagfläche der Vertiefung im Verschluss an. Von Nachteil ist hierbei, dass durch die starre, formschlüssige Verriegelung aufgrund der senkrechten Verriegelungsflächen eigene Elemente notwendig sind, um den Haken aus der Verriegelungsstellung zu lösen. Weiters ist bei der bekannten Pistole nachteilig, dass auch hier der Lauf relativ zum Laufschlitten vertikale Bewegungen ausführen kann, die die Treffsicherheit beeinträchtigen können.
In der DE 1 119 726 B ist eine Rückprallsperre für Geradzugverschlüsse an selbsttätigen Feuerwaffen geoffenbart, wobei in einem Verschlussträger ein Steuerstück und ein damit über einen Rasthebel verbindbares Beharrungsgewicht aufgenommen sind. Das Steuerstück ragt mit seinem vorderen Abschnitt in eine zylindrische Ausnehmung in einem Verschlusskopf, der seinerseits mit einem fest mit dem Lauf verbundenen Verriegelungsstück aufgenommen ist. Zur Verriegelung von Verschlusskopf und Lauf- bzw. Verriegelungsstück sind Rollen vorgesehen, die innen an Schrägflächen am vorderen Ende des Steuerstücks anliegen und sich dann, wenn das Steuerstück relativ zum Verschlusskopf zurückgezogen wird, einwärts bewegen können, um so die Verriegelung des Verschlusskopfes mit dem Lauf bzw. dessen Verriegelungsstück aufzuheben. Der schwenkbare, zweiarmige Rasthebel wird vom Beharrungsgewicht, solange dieses an der Rückseite des Steuerstücks anliegt, in seiner Verriegelungsstellung gehalten, in der er mit einer vorderen Nase, die eine Schrägfläche aufweist, an einer entsprechenden Schrägfläche am hinteren Ende des Verschlusskopfs anliegt. Nachteilig ist hier, dass zwei 3 AT 503 304 B1 verschiedene Mechanismen für die Verriegelung bzw. Entriegelung von während des Zurück-bewegens des Laufs und des Verschlusses zu lösenden Teilen vorgesehen sind; weiters ist nachteilig, dass auch hier beim Abfeuern eines Schusses der Lauf relativ zum Laufschlitten vertikal bewegbar ist, wie vorstehend angeführt, so dass diese vertikalen Bewegungen einen nachteiligen Einfluss auf die Treffsicherheit haben.
Schließlich ist aus der US 2 919 630 A eine Handfeuerwaffe mit einer Verzögerungseinrichtung für die Zurückbewegung des Verschlussstücks beschrieben, wobei ein an einem schwenkbaren Bügel angebrachter Keil an einer bombierten Fläche des Verschlussstücks anliegt und bei einer Zurückbewegung des Verschlussstücks hochgleitet. Eine Verriegelung des Verschlussstücks mit dem Lauf ist jedoch nicht vorgesehen.
Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Pistole wie eingangs angeführt dahin gehend zu verbessern, dass die vorstehend erwähnten Schwingungen nicht auftreten und so die Treffsicherheit zu erhöhen. Dabei soll die Bauweise möglichst einfach, billig und platzsparend sein.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer gattungsgemäßen Pistole dadurch erreicht, dass ein einziger Vorsprung an der Oberseite des Laufs und ein einziger Hebel über dem Lauf angeordnet ist, der auf den Lauf eine abwärts gerichtete Kraft ausübt. Diese Kraft drückt den hinteren Teil des Laufs während des gemeinsamen Vorlaufens bis zum Entriegeln auf seine Führung, so dass er von dieser nicht abheben und somit die beschriebene vertikale Bewegung nicht ausführen kann. Die Zeitspanne der gemeinsamen Bewegung ist zwar nur sehr kurz, sie hält aber an, solange das Geschoss noch im Lauf ist.
Die Anordnung des einzigen Hebels über dem Lauf bietet noch den weiteren Vorteil, besonders einfach und platzsparend zu sein. Sie erlaubt eine sehr schmale Bauweise der Pistole. Der Hebel kann im Rahmen der Erfindung auf verschiedene Weise angeordnet, ausgebildet und geführt sein. In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Hebel ein um eine quer liegende Achse schwenkbarer zweiarmiger Hebel, von dem ein Arm die Klaue trägt und der andere Arm von einer Feder nach außen gedrückt wird.
In einer anderen günstigen Ausführungsform ist der Hebel ein einarmiger Federhebel, von dem ein Ende am Laufschlitten eingespannt ist und das andere Ende die Klaue trägt und auf den Lauf die abwärts gerichtete Kraft ausübt. Diese Ausführungsform, bei der der Hebel gleichzeitig seine eigene Feder ist, ist vor allem für kleine Pistolen geeignet.
Der Hebel kann sowohl vor als auch hinter der Klaue an den Laufschlitten angebunden sein. Ersteres empfiehlt sich bei kleinen und besonders leichten Pistolen. Vorzugsweise aber liegt die Schwenkachse des zweiarmigen Hebels hinter der Klaue (und somit hinter den Schrägflächen), wobei der in Schussrichtung gesehen vordere Arm des Hebels die Klaue trägt und sein hinterer Arm von der Feder nach außen gedrückt wird. So kann der Hebel erhebliche Kräfte aufnehmen und es steht genug Bauraum für eine kräftige Blattfeder oder Haarnadelfeder zur Verfügung, vor allem, wenn - wie dies bevorzugt ist - der Vorsprung an der Außenkontur des Laufs an dessen hinterem Ende angeordnet ist und der Hebel in einer Durchbrechung auf der Oberseite des Laufschlittens angeordnet ist. So erhält man eine kompakte Bauweise und kurze Kraftflusswege.
In Weiterbildung der Erfindung ist zusätzlich zu dem das Entriegelungsmittel bildenden Anschlag im Griffstück ein weiterer Anschlag vorgesehen, der ebenfalls mit der Anschlagfahne des Laufs zusammenwirkt, wobei der lichte Abstand in Längsrichtung zwischen dem Anschlag und dem weiteren Anschlag um einen Betrag, der den Rücklaufweg des Laufs bis zum Entriegeln bestimmt, größer als die Länge der Anschlagfahne ist.
Dieser Betrag bestimmt in einfachster Weise den Vorlaufweg des Laufs bis zum Verriegeln, der dank dem Wesen der Erfindung sehr kurz sein kann. Wenn dieser weitere Anschlag zurück- 4 AT 503 304 B1 ziehbar ausgeführt ist, dient er als Zerlegsperre, nach deren Öffnen der Lauf herausgezogen werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten, besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen noch weiter erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Pistole in teilweise geschnittener Seitenansicht in einer ersten Stellung; Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie ll-ll in Fig. 1; Fig. 3 ein Detail der Schnittdarstellung von Fig. 1 in größerem Maßstab; Fig. 4 die Pistole der Fig. 1 in einer zweiten Position; Fig. 5 die Pistole der Fig. 1 in einer dritten Position; Fig. 6 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Pistole; und Fig. 7 einen Schnitt gemäß der Linie Vll-Vll in Fig. 6.
In Fig. 1 ist eine Pistole nur in groben Zügen angedeutet. Sie weist ein Griffstück 1, einen Laufschlitten 2 und einen Lauf 3 auf. Der obere Teil des Griffstückes 1 bildet ein Gehäuse 6 mit einer Führung 4, in der der Laufschlitten 2 in Längsrichtung (= Schussrichtung) verschiebbar ist. Das Gehäuse 6 geht nach unten in einen Abzugsbügel 5 und in eine Handhabe 7 über. Der Lauf 3, nur angedeutet, ist im Laufschlitten 2 beweglich geführt.
In Fig. 2 und 3 sind (in Ergänzung zu Fig. 1) der Laufschlitten 2, der Lauf 3 und deren Verriegelung genauer dargestellt. Am Griffstück 1 befestigte Teile sind nur insoweit zu sehen, als sie mit der Verriegelung in Zusammenhang stehen. Der Laufschlitten 2 ist ein sich über die Länge der ganzen Pistole erstreckender Teil von ungefähr rechteckigem Querschnitt. Er weist eine linke Seitenwand 7, eine rechte Seitenwand 8 und eine Deckwand 9 auf, wobei an den Seitenwänden 7, 8 die Führung 4 angreift. In seinem hinteren Teil enthält der Laufschlitten 2 ein Verschlussstück 10, das beispielsweise einen Schlagbolzen mit den zugehörigen Teilen (nicht dargestellt) enthält, der mit einem ebenfalls nicht näher dargestellten Abzugsmechanismus zusammenwirkt. An seinem vorderen Ende bildet das Verschlussstück 10 einen Stoßboden 11, an dem im verriegelten Zustand der Lauf 3 anliegt. An seinem vorderen Ende hat der Laufschlitten 2 eine den Lauf 3 führende Frontplatte 15, an der sich eine Schließfeder 16 mit einem Ende abstützt. Das andere Ende der Schließfeder 16 liegt an einem im Griffstück 1 befestigten Widerlager (Führung) 17 an.
In der Deckwand 9 des Laufschlittens 2 ist ein Hebel 20 gelagert. Dieser Hebel 20 ist in einer Ausnehmung 26 der Deckwand 9 mit etwa der gleichen Kontur angeordnet. Der Hebel 20 ist ein zweiarmiger Hebel, dessen Schwenkachse 21 horizontal im Laufschlitten 2 angebracht ist. Der vordere Arm 22 des Hebels 20 bildet an seinem vorderen Ende eine nach innen gerichtete Klaue 24. Der hintere Arm 23 des Hebels 20 wird an seinem Ende von einer Blattfeder 25 nach oben (und die Klaue 24 somit nach unten) gedrückt, wobei sich das andere Ende der Blattfeder 25 am Boden 27 des Laufschlittens 2 beziehungsweise des Verschlussstücks 10 abstützt.
Der Lauf 3 hat an seinem dem Stoßboden 11 des Verschlussstücks 10 zugewandten Ende eine Patronenkammer 28 zur Aufnahme einer Patrone 12 und über dieser Patronenkammer 28 eine Nase 29. Diese Nase 29 wirkt mit der Klaue 24 bei der Verriegelung von Laufschlitten 2 und Lauf 3 in noch zu beschreibender Weise zusammen. Ein weiteres für die Verriegelung beziehungsweise Entriegelung erforderliches Organ ist eine Anschlagfahne 32 an der Unterseite und nahe dem hinteren Ende des Laufs 3, welche Anschlagfahne 32 mit einem gehäusefesten Anschlag 33 zusammenwirkt. Der Anschlag 33 ragt von einer im Griffstück 1 angeordneten Brücke 37 hoch, in der weiter vome ein weiterer Anschlag 34 vertikal verschiebbar geführt ist.
Der weitere Anschlag 34 kann mittels eines nicht dargestellten Zerleghebels zurückgezogen werden, um den Lauf 3 abziehen und die Pistole in der Folge zerlegen zu können. Wie ersichtlich ist die Länge der Anschlagfahne 32 um eine Differenz 35 geringer als der Abstand zwischen dem Anschlag 33 und dem weiteren Anschlag 34. Die Differenz 35 ist der Weg, den der Lauf 3 mit dem Laufschlitten 2 nach hinten zurücklegt, bis, bei Erreichen des Anschlages 33, die Verbindung zwischen Laufschlitten 2 und Lauf 3 entriegelt wird. In der Seitenwand 7 des Laufschlittens 2 kann schließlich noch eine nicht dargestellte Auswerfkralle angebracht sein. 5 AT 503 304 B1
Fig. 3 zeigt stark vergrößert das Zusammenwirken der Klaue 24 mit der Nase 29 am Lauf 3. Diese Nase 29 hat in Schussrichtung vorne eine erste Schrägfläche 40 und in Schussrichtung hinten eine erste Anlauffläche 44. Die Klaue 24 hat in Schussrichtung hinten eine zweite Schrägfläche 42 und vorne eine zweite Anlauffläche 46. Die Schrägflächen 40, 42 sind hier parallele ebene Flächen, deren Flächennormale 39 mit der Laufachse 3' einen Winkel 41 einschließt. Sie könnten aber auch ballig ausgebildet sein. Der Winkel 41 muss größer als der Reibungswinkel sein, dessen Tangens der Reibwert μ zwischen den beiden Schrägflächen 40, 42 ist. Dabei ist angenommen, dass die Schwenkachse 21 des Hebels 20 beziehungsweise dessen kinematischer Momentanpol ungefähr gleich weit von der Laufachse 3' entfernt ist wie die Schrägflächen 40, 42.
Die Wirkung der beiden Schrägflächen 40, 42 ist wie folgt: Wenn der entgegen der Schussrichtung 3* durch den Rückstoß zurückgeschleuderte Lauf 3 mit seiner Anschlagfahne 32 am Anschlag 33 plötzlich stillgesetzt wird, hat der bis dahin gemeinsam mit dem Lauf 3 zurückgeschleuderte Laufschlitten 2 aufgrund seiner trägen Masse das Bestreben, seine Bewegung fortzusetzen. Da der Hebel 20 mit dem Laufschlitten 2 verbunden ist, wirkt auf diesen eine Kraft 52, die sich an den Schrägflächen 40, 42 entsprechend dem Winkel 41 in eine Normalkomponente und in eine Tangentialkomponente zerlegt. Wenn die Tangentialkomponente dieser Kraft größer als die Reibungskraft zwischen den beiden Schrägflächen 40, 42 ist, wird die Klaue 24 gegen die Kraft der Feder 25 sehr schnell nach außen geschwenkt, bis sie den Vorsprung 29 freigibt. Nun kann sich der Laufschlitten 2 mit dem Verschlussstück 10 weiter nach hinten bewegen. Wenn der Laufschlitten 2 durch die Kraft der Schließfeder 6 wieder nach vorne gezogen wird, kommen die Anlaufflächen 44, 46 in Kontakt. Dabei wird die Kralle 24 über den Vorsprung 29 hinweggehoben und rastet dank der Feder 6 wieder in der in Fig. 3 gezeigten Stellung vor dem Vorsprung 29 ein. Nun sind Lauf 3 und Laufschlitten 2 wieder miteinander verriegelt. Darüber hinaus hat der Hebel 20 noch eine weitere Wirkung: Im verriegelten Zustand drückt der Hebel 20 den Lauf 3 mit erheblicher Kraft (siehe Pfeil 50 in Fig. 3) auf seine Führung 17 im Griffstück der Pistole und verhindert so vertikale Schwingungen des Laufs 3.
Fig. 1 zeigte die Pistole in der schussbereiten Stellung. Wird ein Schuss ausgelöst, wird der Lauf 3 gemeinsam mit dem Laufschlitten 2 zurück geschleudert, bis die Anschlagfahne 32 den Anschlag 33 erreicht. Das ist die Stellung der Fig. 4. Während dieser Bewegungsphase drückt die Feder 25 über den Hebel 20 die Klaue 24 auf den Lauf 3, so dass dieser auf seine horizontale Führung 17* (siehe Fig. 3) gedrückt wird. Darauf beruht die besondere Wirkung der vorliegenden Konstruktion.
In der Stellung gemäß Fig. 4 hat die Anschlagfahne 32 den Anschlag 33 erreicht. Der Laufschlitten 2 setzt jedoch auf Grund seiner trägen Masse die Bewegung nach hinten fort. Dabei wird die Klaue 24 nach außen gerissen, siehe Fig. 5. Das kann anhand der Fig. 3 erläutert werden: Die Trägheitskraft des Laufschlittens 2 wird an den Schrägflächen 40, 42 in eine Normalkomponente und in eine Tangentialkomponente zerlegt; letztere überwindet die durch die Normalkomponente erzeugte Reibungskraft und drückt die Klaue 24 nach außen. Jetzt ist der Lauf 3 entriegelt, und der Laufschlitten 2 kann seine Bewegung nach hinten gegen die Kraft der Feder 16 fortsetzen.
Die Ausführungsform der Fig. 6 und 7 unterscheidet sich von der beschriebenen Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 5 in zweierlei Hinsicht, wobei die Bezugszeichen entsprechender Teile um 100 erhöht sind. Erstens ist der Hebel 120 im vorderen Teil des Laufschlittens 102 untergebracht, und zweitens ist der Hebel 120 selbst eine sehr starke Blattfeder, von der ein Ende mittels Schrauben oder Nieten 121 am Boden 127 einer Nut im Laufschlitten 102 eingespannt ist, und von der das andere Ende die Klaue 124 bildet. Die Funktion der Verriegelung ist identisch der vorstehend anhand von Fig. 1 bis 5 beschriebenen Wirkungsweise.
Claims (7)
- 6 AT 503 304 B1 Patentansprüche: 1. Pistole, mit einem Griffstück (1), einen auf ihm in Schussrichtung verschiebbaren Laufschlitten (2; 102) und einem mit dem Laufschlitten (2; 102) verriegelbaren Lauf (3; 103), wobei zur Verriegelung mit dem Laufschlitten (2; 102) an der Außenkontur des Laufs (3; 103) Vorsprungmittel (29; 129) mit einer nach vorne gewandten ersten Schrägfläche (40) ausgebildet und im Laufschlitten (2; 102) ein federnd schwenkbares Hebelmittel (20, 120) mit einer Klaue (24) angebracht sind, die eine nach hinten gewandte zweite Schrägfläche (42) aufweist, welche mit der ersten Schrägfläche (40) zusammenwirkt, wobei zur Entriegelung ein Anschlag (33) im Griffstück (1) angeordnet ist, welcher mit einer Anschlagfahne (32) des Laufs (3; 103) zusammenwirkt, und wobei der Neigungswinkel (41) der Schrägflächen (40, 42) bezüglich der Bewegungsrichtung des Laufs (3; 103) größer als der Reibungswinkel der Reibung zwischen den beiden Schrägflächen (40, 42) ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziger Vorsprung (29; 129) an der Oberseite des Laufs (3; 103) und ein einziger Hebel (20; 120) über dem Lauf (3; 103) angeordnet ist, der auf den Lauf (3; 103) eine abwärts gerichtete Kraft (50) ausübt.
- 2. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (20) ein um eine quer liegende Achse (21) schwenkbarer zweiarmiger Hebel ist, von dem ein Arm (22) die Klaue (24) trägt und der andere Arm (23) von einer Feder (25) nach außen gedrückt wird.
- 3. Pistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (21) des zweiarmigen Hebels (20) hinter der Klaue (24) bzw. den Schrägflächen (40, 42) liegt, so dass der in Schussrichtung (3*) gesehene vordere Arm (22) des Hebels (20) die Klaue (24) trägt und sein hinterer Arm (23) von der Feder (25) nach außen gedrückt wird.
- 4. Pistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (120) ein einarmiger Federhebel ist, von dem ein Ende (121) am Laufschlitten (102) eingespannt ist und das andere Ende (122) die Klaue (124) trägt und auf den Lauf (103) die abwärts gerichtete Kraft (50) ausübt.
- 5. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (29) an der Außenkontur des Laufs (3) an dessen hinterem Ende angeordnet ist und der Hebel (20) in einer Ausnehmung (26) auf der Oberseite des Laufschlittens (2) angeordnet ist.
- 6. Pistole nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu dem das Entriegelungsmittel bildenden Anschlag (33) im Griffstück (1) ein weiterer Anschlag (34) vorgesehen ist, der ebenfalls mit der Anschlagfahne (32) des Laufs (3) zusammenwirkt, wobei der lichte Abstand (35) in Längsrichtung zwischen dem Anschlag (33) und dem weiteren Anschlag (34) um einen Betrag, der den Rücklaufweg des Laufs (3) bis zum Entriegeln bestimmt, größer als die Länge der Anschlagfahne (32) ist.
- 7. Pistole nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Anschlag (34) zurückziehbar ist. Hiezu 6 Blatt Zeichnungen
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