AT49934B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Essigsäure, Ameisensäure etc. als Nebenprodukte bei der Zuckerfabrikation aus Sägespänen u. dergl. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Essigsäure, Ameisensäure etc. als Nebenprodukte bei der Zuckerfabrikation aus Sägespänen u. dergl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Essigsäure, Ameisensäure etc. als Nebenprodukte bei der Zuckerfabrikation aus Sägespänen u. dergl. EMI1.1 einer anderen Säure naclt bekannten Verfahren hehandelt werden, so erhält man, sobald die Zuckerbildung vollendet ist, ein braunes Produkt, weder klebrig noch zäh, ähnlich in seiner physikalischen Zusammensetzung dem Material, aus dem es entstanden ist, mit einem Gehalt von reduzierendem Zucker, der teilweisn gärungsfähig ist sowie einem Gehalte an Fettsäuren, wie Essigsäure, Ameisensäure, die im Dampfstrom übergehen. Um den Alkohol, den dieses Produkt liefern kann, zu erlangen, kann man es mit Wasser mischen. Man erhält auf diese Weise eine Maische. Den gärungsfähigen Zucker verwandelt man mit Hilfe von Hefe in Alkohol. Die oben erwähnten Fettsäuren haben antiseptische Eigenschaften, die geeignet sind, den gewünschten Vorlauf der Gärung aufzuhalten und dadurch die Ausbeute an Alkohol zu verringern. Ebenso können bei der Zuckerbildung flüchtige Körper entstehen, wie z. B. Formaldehyd, was auch für die Hefe EMI1.2 für die Hefe sind, abgeschieden werden, ehe die Maische in Gärung übergeht. In der Zeichnung ist beispielsweise ein Apparat zur Ausführung des Verfahrens schematisch dargestellt.. 4 ist eine Destillationskammer, die durch ein Rohr P mit einem EMI1.3 EMI1.4 die Kammer durch das Rohr J eingebracht und das A bschlussorgan j geschlossen, worauf das Material durch das Rührwerk D vor die Düse des Injektors E gelangt, die einen EMI1.5 durch das Rohr A wieder in die Kammer J. Der Dampf expandiert dort, wodurch in Verbindung mit der Stosswirkung gegen die Einsätze C Zurückfallen des Materiales in den Unterteil der Kammer herbeigeführt wird. Der mit flüchtiger Säure beladene Dampf wird durch das Rohr P mit Hilfe des Ejektors F angesaugt, der ein gewisses Vakuum in der Kammer A und in dem Snturateur ill erzeugt, welch letzterer vorzugsweise dicke Kalk- milch oder aher irgend eine alkalische Lauge enthält. Der säurehaltige Dampf vereinigt sich mit der Kalkmilch oder mit der alkalischen Lösung zu holzessigsauren Salzen. die man auffangt EMI1.6 um den grössten Teil der flüchtigen Säureu zu extrahieren. so kann der Apparat in kontinuierlichem Betriebe arbeiten. Anstatt di@@elbe Masse im gleichen Apparat mehrmals <Desc/Clms Page number 2> hintereinander den Kreislauf durchmachen zu lassen, kann man auch eine Anzahl von Apparaten hintereinander aufstellen, die so miteinander arbeiten, dass die Masse, aus dem ersten Apparat kommend, durch den zweiten, dann durch den dritten etc. hindurchgeht. Man kann an Stelle von Frischdampf auch wiedererhitzton Abdampf, überhitzten Dampf oder solchen, der schon Essigsäure oder Ameisensäure oder ausser diesen noch andere Säuren mit sich führt, durch den Apparat schicken. Es wird also nach dem Durchgang durch den letzten Apparat Dampf erhalten, der sehr reich an Säuren ist, worin ausser in dem kontinuierlichen Betriebe ein grosser Vorteil der Erfindung liegt. Der beschriebene Apparat kann ohne jede Änderung auch für die Behandlung der Sägespäne oder des Ilolzseliliffes ohne eine Verarbeitung auf Zucker durchzumacheu, angewendet werden. PATENT. ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung von Essigsäure, Ameisensäure etc. als Nebenprodukte bei der 7. uckerfabrikatioll aus Sägespänen u. dergl., dadurch gekennzeichnet, dass die mit Säuren vorbehandelten Sägespäne usw. vor ihrer zum Zwecke der Alkoholgewinnung erfolgenden Vergärung mit Wasserdampf von hoher oder niedriger Spannung, in gesättigtem, überhitztem oder wieder erhitztem Zustande behandelt werden, wobei sie mit. dem Dampf gemischt einen Kreislauf durchmachen, an dessen Ende durch Expansion des Dampfes die Sägespäne von diesem wieder getrennt werden, worauf aus dem Dampf die während des Kreislaufes aufgenommenen Hefegifte, wie Essig-, Ameisensäure, Formaldehyd etc. in be- kannter Weise ausgeschieden werden.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass in einer D estillationskammcr (A) ein Dampfstrahlinjektor (EJ dpral't angeordnet ist, dass er die Sägespäne durch eine Leitung in den Leerraum der Destillationskammer fuhrt, in dem durch mechanische Mittel eine Trennung des Dampfes von den Sägespänen erfolgt und aus dem der Dampf durch eine Leitung nach einem Saturateur (M) geführt wird.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Dampfstrahlinjektor (E) ein Rührwerk oder dgl. angeordnet ist, zum Zwecke, die Sägespäne vor die Düse des Injektors zu bringen.4. Vorrichtung nach Anspruch 2 zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zweck eines kontinuierlichen Betriebes mehrere Destillations- kammern hintereinander angeordnet sind, die nacheinander voll den Sägespänen und dein Dampfdurchlaufenwerden. EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
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| AT49934T | 1909-06-04 |
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