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Einrichtung zur Telephonie mittelst elektrischer Wellen.
Es ist bekannt, dass sich unter Zuhilfenahme ungedämpfter elektrischer Schwingungen eine Strahlentelephonie verwirklichen lässt, indem man auf der Gebestation die Intensität der Schwingungen durch die menschliche Sprache rhytmischen Änderungen unterwirft. Zu dem Zwecke ist unter anderem vorgeschlagen worden, die elektrischen Parameter der Schnell-Frequenz-Kreise, also deren Widerstand, Selbstinduktion und Kapazität so einzurichten, dass sie den beim Sprechen entstehenden Luftschwankungen zu folgen vermögen.
Die einfachste und naheliegendste Ausführungsform dieses Vorschlages besteht in dem Einschalten eines Mikrophones in die Antenne oder einen mit ihr gekoppelten Schwingungskreis. Hiebei ergibt sich indessen, wenn man Mikrophone von beliebigem Widerstande wählt, der Übelstand, dass der Wirkungsgrad, mit dem die Luftschwingungen
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in die elektrische zu einem Maximum wird.
Werden die Schwingungen in dem Luftleiter selbst erzeugt oder durch lose Kopplung von einem geschlossenen Schwingungskreis auf ihn übertragen und wird das Mikrophon unmittelbar in ihn eingeschaltet, so ergibt die Theorie, dass der Mikrophonwiderstand numerisch gleich den übrigen Widerständen des Luftleiters sein soll, bezw. dass die durch das Mikrophon verursachte Dämpfung die :. elbe sein soll wie die übrige Dämpfung.
Um dies zu erkennen, legen wir der folgenden Betrachtung den Fall zugrunde, dass die Antenne in loser Kopplung von einem geschlossenen Schwingungskreise erregt werde.
Es bezeichne e die in der Antenne induzierte EMK, J die Stromstärke, 10m den Mikrophonwiderstand und w den wirksamen Wechselstromwiderstand der Antenne. Dann
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(w 10m) wobei vorausgesetzt wird, dass A tam gegen w + to. vernachlässigt werden kann.
Die Grösse A ten} wird nun im allgemeinen, wenn man sich, wie es beim Sprechen der Fall ist, auf kleine Änderungen des Widerstandes beschrp. nkt, sowohl der Stärke der Schallwelle als auch dem Widerstande des Mikrophons selbst proportional sein. Wird die Intensität des Schalles konstant gehalten, so wird z. FLm Mikrophon, das den doppelten Widerstand besitzt wie ein anderes, das hinsichtlich seines Wirkungsgrades dem ersteren
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M == Mm.
Ist der Widerstand des Mikrophons zu hoch, so gibt die Parallel-Schaltung eines passend zu wählenden Kondensators oder auch einer Selbstinduktion von bestimmter Grösse ein Aushilfsmittel ; ist der Widerstand zu klein, so kann man einen Kondensator in Reihenschaltung mit einer Selbstinduktion parallel zu ihm legen. Dieselben Regeln gelten, wenn das Mikrophon statt in die Antenne in einen lose mit ihr gekoppelten, geschlossenen Schwingungskreis eingeschaltet wird.
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wegen der gegenseitigen Einwirkung der Kreise aufeinander naturgemäss auch andere Beziehungen für das Verhältnis des Mikrophonwiderstandes und der übrigen Widerstände der Schwingungskreise.
Stets aber ist es, wenn gleich das Maximum kein sehr scharfes ist, zweckmässig, die Forderung zu erfüllen, dass der Energieverbrauch im Mikrophon gleich oder nahezu gleich dem übrigen Energieumsatz in dem Systeme ist, in welches es eingeschaltet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Telephonie mittels elektrischer Wellen, bei welcher die Intensität der Senderschwingungen durch Widerstandsschwankungen in einem Mikrophon verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand des Mikrophonkreises gleich oder nahe gleich dem Widerstand des übrigen Schwingungssystemes gemacht ist, zum Zwecke, durch Gleichhattung der durch das Mikrophon hervorgebrachten Dämpfung mit der des übrigen Schwingungskreises die grösstmöglichste Menge akustischer Energie in elektrische umzusetzen.