AT46520B - Phonogrammzylinder und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Phonogrammzylinder und Verfahren zur Herstellung desselben.

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AT46520B
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Continental Royal Phone And Ph
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Description


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  Phonogrammzylinder und Verfahren zur Herstellung desselben. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schalldiagrammzylinder für Phonographen und ähnliche Sprechmaschinen und insbesondere auf solche Zylinder, welche aus im Handel als Zelluloid, Xylonit oder dgl. bekannten Materialien hergestellt sind. 



   Man hat solche Zylinder schon auf die Weise hergestellt, dass man Blätter aus Zelluloid mantelförmig zusammenbog und die längs einer Zylinderkante zusammenstossenden Blattkanten durch Anwendung von Lösungsmitteln, Wärme und Druck verschweisste. 



   Die vorliegende Erfindung betritt nun solche   Schallzylinder,   welche aus einem mit schrauben-   förmige !' Schweissnaht versehenen bandförmigen   Streifen bestehen. Man erhält auf diese Weise eine besser abgesteifte Schallwalze. welche überdies den wesentlichen Vorteil bietet, dass sie den 
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 lichen parallel zur Achse geführten Schweissnähten der Fall ist. 



     Zweckmässig   besteht der Schallzylinder in bekannter Weise aus zwei Zelluloidschichten. von welchen die innere, welche dem Hauptteil des Zylinders bildet, aus einer groben und verhältnismässig billigen Sorte bestehen kann, während die   äussere     Schicht nus einer hochwertigen Material-   sorte besteht.   Die äussere Schicht wird   von einem Streifen des genannten feinen Materiales gebildet.   weicher schraubenförmig   auf die Fläche des Unterlagszylinders gewunden ist, wobei die einander stossenden Kanten des äusseren Materialstreifens miteinander vereinigt oder   verschweisst   sind.

   wie es beispielsweise durch Anwendung von Kitt oder durch Erweichen der Ränder des Streifens mit Azeton oder einem anderen geeigneten   Lösungsmittel   vor der Aufwindung des Streifens auf den   t nterlagszyllnder geschehen   kann. Die Unterlagsschicht besteht bisweilen aus einer Platte aus billigem Zelluloid oder ähnlichem Material, welche in der bekannten Weise mantel artig in Zylinderform gebogen ist. und deren Ränder miteinander vereinigt sind. In anderen Fällen besteht die   rutcrlagsschicht   aus einem Streifen aus Zelluloid oder ähnlichem Material, welcher ebenfalls so wie die   Deckschicht schraubenförmig gewunden   ist und dessen Kanten miteinander vereinigt sind. wie es oben für die äussere Schicht angegeben war.

   In diesem Fall ist zweckmässig die äussere Schicht in entgegengesetzter Richtung wie die innere Schicht gewunden, so dass die Windungen der beiden Schichten sich kreuzen. 



   Die beiden den Phonogrammzylinder bildenden Schichten sind   gewiihnlich   miteinander vereinigt, was in bekannter Weise durch Verkleben oder   Verschweissen,   z. B. durch Anwendung eines Kittmittels oder durch Erweichen der Oberfläche der inneren   Zylinderschicht,   bevor die äussere Schicht um sie herumgewunden wird, geschehen kann. 



   Bei der Ausführung der Erfindung verfährt man vorzugsweise so, dass eine Materialplatte,   welche   die innere Zylinderschicht bilden soll, um eine wesentlich zylindrische Form gewickelt wird. Dieser Materialplatte wird in der Regel und vorzugsweise die Form eines Streifens gegeben, welcher schraubenförmig um die Form gewunden wird. Man kann jedoch auch an Stelle eines Streifens eine eigentliche Materialplatte benutzen, welche einfach um die zylindrische Form herumgelegt wird, anstatt schraubenförmig auf sie aufgewickelt zu werden. Man kann die Ränder der Unterlagsschicht zuspitzen und in den verjüngten Teilen übereinanderlegen oder auch ohne Zuspitzung die Schichtränder stumpf aneinander stossen lassen. Bisweilen werden die Ränder durch ein geeignetes Klebemittel miteinander verbunden.

   In der Regel und vorzugsweise wird 

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 dass der Deokstreifen beim Aufwinden auf die Unterlagsschicht mit der letzteren fest verbunden wird. Beim Aufwinden des Deckstreifens auf die Unterlagsschicht wird dafür Sorge getragen, dass die aneinander stossenden Kanten des Deckstreifens sehr innig miteinander verbunden werden, zu welchem Zweck die Ränder des Deckstreifens mit Azeton oder einem anderen geeigneten Lösungsmittels erweicht oder mit einem Kittmaterial bestrichen werden. 



   Der auf diese Weise erzeugte Rohzylinder wird darauf in eine polierte Form eingesetzt und in derselben, wie üblich, ausgedehnt unter gleichzeitiger Einwirkung von innerem Druck und Hitze. Hiebei wird das   Lösungsmittel,   wenn ein solches angewandt war, ausgetrieben und gegebenenfalls das Kittmaterial getrocknet und erhärtet. Die vereinte Wirkung von Hitze und Druck besteht darin, dass das erweichte Material der äusseren Zylinderschicht in innige Berührung mit der polierten Fläche der Form gelangt. Der Zylinder erlangt dadurch, sobald er wieder trocken und hart ist, die Hochglanzpolitur der Form. Die Anwendung von Hitze und Druck erzeugt aber nicht nur Hochglanz auf der äusseren Zylinderfläche, sondern vervollkommnet auch die Nähte zwischen aneinander stossenden Kanten des Materiales und die Vereinigung zwischen den Zylinderschichten. 



  Bei dem auf diese Weise erzeugten Zylinder sind die Nähte in der Druckschicht praktisch völlig beseitigt, so dass sie zumal wegen ihres schrägen Verlaufes auf der Fläche keine Veranlassung zum Entstehen störender Töne geben, wenn der Wiegergabestift eines Phonographen über eine Naht hinweggeht. Die schräge Richtung der Nähte, welche sich aus dem schraubenförmigen Aufwinden des Materialdeckstreifens ergibt, ist von erheblichem Einfluss auf die praktische Beseitigung störender Nebentöne beim Hinweggange des Wiedergabestiftes über eine Naht, da der Stift beim
Passieren der Nähte nicht gezwungen ist, etwaige Unebenheiten der Naht plötzlich zu überwinden, wie es bei in der Längsrichtung des Zylinders verlaufenden Nähten der Fall ist, wodurch ein knackendes   Geräusch   entsteht. 



   Phonogrammzylinder, welche die Erfindungsmerkmale aufweisen, sind auf der beigefügten Zeichnung veranschaulicht. 



   Fig. 1 zeigt einen fertigen Zylinder auf dem Dorn eines Phonographen in Seitenansicht, während Fig. 2 einen Querschnitt durch Fig. 1 darstellt. 



   Fig. 3 1st eine Seitenansicht des Unterlagszylinders und Fig. 4 eine Endansicht desselben. 



   Fig. 5 zeigt den Phonogrammzylinder nach Aufbringung der Deckschicht auf den Unterlagszylinder in Seitenansicht und Fig. 6 eine Endansicht des in Fig. 5 dargestellten Zylinders. 



   Fig. 7 zeigt eine abgeänderte Form des Phonogrammzylinders in Seitenansicht, wobei ein Teil der Deckschicht fortgebrochen dargestellt ist, um die Zusammensetzung des Unterlagszylinders aus schraubenförmig verlaufenden Streifen zu zeigen. 



   Fig. 8 veranschaulicht eine besondere Nahtform zur Vereinigung der Materialränder. 



   Auf der Zeichnung bedeutet das Bezugszeichen 1 eine Unterlagsplatte, welche in bekannter Weise durch Herumlegen um eine zylindrische Form in einen Zylinder verwandelt ist ; die Kanten 2, 3 der Platte 1 sind dabei miteinander vereinigt. 4 bezeichnet den Deckstreifen, welcher schraubenförmig um den Unterlagszylinder gewickelt ist, wie besonders aus Fig. 5 ersichtlich ist. wo die Schraubenlinie 6 die Naht zwischen aufeinanderfolgenden Windungen des Streifens bezeichnet. In Fig. 7 bedeutet 5 einen Unterlagszylinder, welcher durch schraubenförmiges Aufwickeln eines Streifens von geeignetem Material anstatt durch einfaches Herumlegen einer Platte um eine Zylinderform (wie in Fig. 3) gebildet ist. Die   aneinanderstossenden   Kanten der verschiedene Windungen des Streifens sind dabei miteinander vereinigt, wie oben angegeben.

   Bei dem in Fig. 7 dargestellten Zylinder ist die Deckschicht dadurch gebildet, dass der Streifen in entgegengesetzter Richtung aufgewunden ist, wie der zur Bildung des Unterlagszylinders benutzte Streifen, so dass sich die Nähte in den beiden Zylinderschichten kreuzen. 



   Die auf die angegebene Weise hergestellten Phonogrammzylinder besitzen eine solche
Biegsamkeit und Elastizität, dass sie aus der zylindrischen Form in eine stark ovale Form über-   geführt werden   können und trotzdem die zylindrische wieder annehmen, sobald der zur
Deformierung benutzte Druck aufhört. Die Zylinder sind auch so elastisch, dass sie beim Auf- setzen auf den Dorn eines Phonographen schwach aufgeweitet werden können, so dass sie sich dicht an den Dorn anlegen. Um das Aufweiten zu bewirken, kännen aufweitbare Dornhülsen mannigfache Art benutzt werden. 

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 des Phonogrammzylinders zu beschreiben, da diese mit der Erfindung nichts zu tun hat und auf beliebige bekannte Weise bewirkt werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Phonogrammzylinder.   aus einer Platte geeigneten Materiales mit verschweissten Rändern, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweissnaht schraubenförmig verläuft.

Claims (1)

  1. 2. Phonogrammzylinder nach Anspruch 1, bei welchem der Schallzylinder auf einem gleichfalls verschweissten Unterlagszylinder aufsitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweissnaht des Unterlagszylinders gleichfalls Schraubenform, aber von entgegengesetzter Steigrichtung wie der Schall zylinder, besitzt.
    3. Verfahren zur Herstellung von Phonogrammzylindern nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein Streifen aus Zelluloid oder einem sonstigen zur Aufnahme von Schallkurven geeigneten Material schraubenförmig auf einen Unterlagszylinder, vorzugsweise aus ähnlichem Material aufgewickelt wird, und dass die aneinanderstossenden Kanten des Streifens miteinander und die Unterseite des Streifens mit der sie tragenden Fläche des Unterlagszylinders in an sich bekannter Weise vereinigt werden.
    4. Verfahren zur Herstellung von Phonogrammzylindern nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterlagszylinder dadurch hergestellt wird, dass entweder eine aus Zelluloid oder einem ähnlichen Stoffe hergestellte Platte in zylindrische Form gebogen und deren Ränder in bekannter Weise vereinigt werden, oder dass ein Materialstreifen schraubenförmig auf unden wird und seine aneinanderstossenden Ränder in bekannter Weise vereinigt werden.
AT46520D 1909-11-01 1909-11-01 Phonogrammzylinder und Verfahren zur Herstellung desselben. AT46520B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2907572A (en) * 1955-10-20 1959-10-06 Lacy L Dawkins High freuqnecy tape recorder

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2907572A (en) * 1955-10-20 1959-10-06 Lacy L Dawkins High freuqnecy tape recorder

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