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Die Aufgabe, das Geschoss auf einem ganz bestimmten Punkte der Flugbahn zu sprengen. wurde schon in bekannten Erfindungen auf die verschiedenste Art gelöst, vorwiegend dadurch. dass entweder ein Windrad, an der Drehung des Geschosses nicht teilnehmend, oder in Relativ bewegung, ein Zahnradgetriebe betätigt, bis der Zündbolzen freigegeben wird, oder durch ein Uhrwerk, das denselben Zweck verfolgt.
Diese beiden hauptsächlichsten Arten zur genauen Feststellung der Sprengzeit leiden durch den Umstand, dass bei dem durch den Flugwind betätigten Windrade die Luft niemals unter denselben Verhältnissen durch die Flügel streicht, vielmehr sich von Schuss zu Schuss ändert durch Gegenwind, Windstösse, Seitenwind und Wind in der Schussrichtung, ja sogar von der Dichte der Luft und dem Barometerstand beeinflusst wird ; bei dem mit einem Federantrieb betätigten Uhrwerke leidet die Gleichmässigkeit durch die allmählig schwächer werdende Spannkraft der Feder, die, um eine Unruhe oder Windflügelbremse in entsprechend rasche Schwingungen zu versetzen, nicht hoch übersetzt sein darf.
Durch die vorliegende Erfindung werden die erwähnten Ubelstände beseitigt : ihr Wesen liegt darin, dass die die Zeitscheiben bewegende Uhrfeder, die in bekannter Weise gegen Überdrehen gesichert ist, durch einen Motor, beispielsweise ein vom Flugwind betätigtes Flügelrad. stets in gespanntem Zustande erhalten wird, so dass die Zeitscheiben der gleichmässigen Antriebskraft entsprechend, stets mit gleichbleibender Geschwindigkeit ablaufen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt dargestellt.
Das durch den Luftzug in rasche Umdrehung versetzte Winflügelrad Jr zieht unter Vermittlung des Getriebes a, al, a2 die Uhrfeder im Gehäuse b unausgesetzt auf. Die Feder ist in
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ihr fest verbundene Zeitscheibe e in Umdrehung versetzt. Infolge entsprechender Bemessung des Windflügels F wird eine derartige Bremsung der Antriebsfeder bewirkt, dass sich die Zeitscheibe e in der Sekunde einmal um ihre Achse dreht.
Der Erfindung gemäss wird die Uhrfeder stets auf gleicher Spannung erhalten und ist es zu diesem Zwecke notwendig, die Feder derart zu bemessen, dass ihre Arbeitsleistung beim Ablauf stets geringer ist. als die Arbeitsleistung des Windflügels W. Es wird sich sodann das Uhrfeder-
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1#2-1#mal in der Sekunde. Bei dieser Annahme bleiben auch die durch Wind verursachten Änderungen der Arbeitsleistung des Windflügels W wirkungslos.
Infolge der Verwendung einer stets in vollständig gespanntem Zustande erhaltenen Feder ergibt sich weiters der Vorteil, dass für die Flügelradbremse F eine sehr hohe, zur gleichförmigen Drehung der Zeitscheibe e notwendige
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wählen zu müssen. über die Achse c ist eine Hülse g geschoben, die am unteren zende die Zeirscheibe c1 und oben ein Zahnrad h trägt, das mit starker Reibung auf der Hülse g sitzt. Der Antrieb des Zahnrades h
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Die beiden Zeit8cheiben e, e1, die vorteilhaft den gleichen Durchmesser haben, sind in bekannter Weise mit Einschnitten versehen, in die ein Stift j eines drehbaren Hebels k einspringen kann, sobald sich die beiden Einschnitte decken. DieAchsel dieses Hebels ist mit einer Nase m versehen, gegen die sich eine den Zündstift n tragende rechteckige Federplatte o stützt, nach ihrer, durch Einspringen des.
Stiftes j in die Einschnitte der Zeitscheiben verursachten Drehung hingegen die Feder freigibt ; der Zeitpunkt für das Einschnappen des Stiftes j ist durch entsprechende Einstellung der Scheiben e, e1 in bekannter Weise vorher bestimmbar und zwar erfolgt die Einstellung der Scheibe e durch Verdrehung des das Uhrwerk tragenden Teiles Q, der mit dem die Feder 0 enthalt. enden Teil R drehbar verbunden ist, während die Einstellung der Scheibe ei von
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das Zahnrad h, wie oben erwähnt, nur durch : Reibung die Hülse mitnehmen kann, so dass die Drehbarkeit der Scheibe el durch das Getriebe h nicht behindert wird. Die drehbare Verbindung der Teile Q und R erfolgt durch Schrauben , welche neuartigerweise schräg gestellt sind, um beide Teile Q und R gegen einander pressen zu können.
Das unbeabsichtigte Abschnellen der Feder o von der Nase m der Achse 1 wird in bekannter Weise durch federnde Klötze u verhindert, die erst nach Abgabe des Schusses infolge der Drehung dea Geschosses nach aussen geschleudert werden und hiebei die Feder o freigeben. Es ist ferner eine gebräuchliche Sicherung vorgesehen, die das Anliegen des Stiftes j am Umfang der Zeitscheiben e, e1 erst nach Abgabe des Schusses zulässt. Zu diesem Zwecke ist an der Achse l ein Stift v befestigt, der sich gegen den Umfang eines Zylinders 1 stützt und dem Hebel k entgegen der Wirkung einer Feder in einer Stellung erhält, in der der Stift j vom Umfang der Zeitscheiben absteht.
Um das unbeabsichtigte Ablaufen des Uhrwerkes zu verhindern, wird einerseits der Wind-
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Sicherung x2 festgehalten. Die Sicherung z2 erhält auch die Kegelräder t, tl entgegen der Wirkung der Feder y in Eingriff, indem sich ein Ansatz der Welle t2 gegen den Zylinder 1 der Sicherung stützt. Sämtliche Sicherungen werden nach Abgabe des Schusses ausgelöst und dadurch die gesperrten Teile freigegeben. Es gelangen sodann die Kegelräder t t, 1 ausser Eingriff. indem die Feder y, unterstützt von der Fliehkraft, die Achse t2 nach aussen verschiebt. Demnach ist die Drehbarkeit der Zeitscheibe e1 von dem Getriebe t, t1 unbehindert, sobald die Sperrungen durch den Initialstoss gelöst werden.
Wie schon oben erwähnt, erfolgt, die Einstellung der Zeitscheibe e durch Verdrehung des Aufsatzes Q. Nach Abgabe des Schusses muss aber dessen Drehbarkeit aufgehoben werden ; zu diesem Zwecke ist in eine Ausnehmung A des Aufsatzes Q ein gerillter Stahlring S'lose eingesetzt, dessen Drehbarkeit durch Schrauben z gehindert wird, die dessen Schlitze z durchsetzen. Durch die Wirkung des Initialstosses wird der Ring S gegen den aus bildsamen Material bestehenden Material bestehenden Kranz T des Teiles R gepresst und dadurch die relative Verdrehung der Teile Q und R gehindert.
Die Wirkung des Initialstosses auf das Federgehäuse kann leicht durch eine federnde Kappe bl ausgeglichen werden, die auf der Achse c zwischen dem Boden des Federgehäuses und dem an- schliessenden Lagerteil angeordnet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mechanischer Zeitzünder für Sprenggeschosse, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Zeitscheiben (e, e1) bewegende Uhrfeder, die in bekannter Weise gegen Überdrehen gesichert ist, durch einen Motor, beispielsweise ein vom Flugwind betätigtes Flügelrad (W), stets in gespanntem Zustande erhalten wird, so dass sich die Zeitscheiben stets mit gleichförmiger Geschwindigkeit drehen.