AT44294B - Verfahren zur Darstellung der Nebenprodukte aus Gasen unter gleichzeitiger Reinigung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung der Nebenprodukte aus Gasen unter gleichzeitiger Reinigung.

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Description


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   In der Zeichnung ist eine Anlage im schematischen Aufriss dargestellt, mit Hülfe deren das vorliegende Verfahren als   Ausführungsbeispiel   durchgeführt werden kann. 



   Die das schwefelwasserstoffhaltige Gas enthaltende Leitung 15 führt zu den Hähnen 19 
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 sauerstoffübertragenden Substanz, beispielsweise geglühtem Raseneisenerz, gefüllt und mit Heizmiinteln 13 und 14 versehen, in die durch hier nicht gezeichnete Leitungen irgend ein   Heiz-   mittel (Dampf) eingeführt werden kann. Der Raum 21 ist mittels des Hahnes 23 und der Masseraum 22 mittels des Hahnes 24 an die Leitung 25 angeschlossen, während Raum 21 durch Hahn 26 und Raum   22 durch Hahn   27 an die Leitung 28 angeschlossen ist.

   Die Leitung 25 führt nun in den Wäscher 29, während die Leitung 26 in den Wäscher 30 führt ; diese Wäscher sind mit Koks, Reisig o. dgl. ausgefüllte   Türme.   Aus dem Wäscher 29 führt die Leitung 31 ab und aus dem Wäscher 30 die Leitung 32. über den Wäschern sind die Sammelbehälter 33 und 34 angeordnet, aus denen der   Zufluss der Flüssigkeit   in die Wäscher mittels der Hähne 35 und 36 geregelt werden kann. Die abfliessende Flüssigkeit aus dem Wäscher 29 gelangt durch Rohr 37 in den Behälter 38 und aus Wäscher 30 durch Rohr 39 in den Behälter 40.   Eine Pumpe 47   hebt die Flüssigkeit durch Leitung 42 in den Sammelbehälter 33, während eine Pumpe 43 die   Flüssigkeit   aus dem Behälter 40 mittels Leitung 44 in den   Sammelbehälter   34 befördert.

   Eine Luftleitung 45 ist durch   Hähne   46 und 47 mit dem Masseräumen 21 und 22 verbunden. 



   Die Anlage arbeitet nun wie folgt : Die bei der Kühlung der Rohgase, die zwecks Befreiung 
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 Destillierkolonne 16 geleitet, wo das Ammoniak durch Erwärmen abgetrieben wird. Zwecks Zersetzung   des,, fixen",   d. h. des schon im Rohgase an Säuren gebundenen Ammoniaks kann in der Destillierkolonne in bekannter Weise Kalk oder eine andere basische Substanz zugesetzt werden. Der durch   Leitung 75 ankommende Gasstrom   wird also zunächst mit dem ausgefallenen   Ammoniak wieder   beladen.

   Es sei hier bemerkt, dass bei Einordnung des neuen Verfahrens in alte Anlagen, wo vorher das gesamte   Ammoniak   durch Waschung der Gase entfernt wild, der   Gaswasserbehälter 77   auch das gesamte Ammoniak enthält, so dass das durch Leitung   15   zuströmende Rohgas nur noch den Schwefelwasserstoff mit sich   fühlt.   



   Bei geschlossenem Hahn   19 und geöffnetem Hahn 20 wird   nun das so vorbereitete   Gus   in den Masseraum 22, der die sauerstoffübertragende Substanz enthält,   geführt   und zunächst 
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 Masse in den Raum 22 diese mit erwärmt und ein Niederschlagen des natürlichen Wassergehaltes der Gase. womit eine unerwünschte Isolierung der wirksamen Massenoberfläche verbunden wäre, ausschliesst. Beim   Durchströmen   der Gase durch die Masse wird nun der Schwefelwasserstoff des Gases in Form von   Schwefel-resp. Eisenschwefelverbindungen zurückgehalten,   während 
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  Die Temperatur, die in den   Masseraum   22 durch die Wärmezufuhr aus den Gasen aufrecht erhalten werden muss. ist   abhängig   von dem Feuchtigkeitsgehalt der Gase und liegt zweckmässig 
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   nicht angezeigt erscheint, weil bei   dieser Temperatur der Schwefel schmilzt und leicht von dem Gase fortgerissen wird. Für die sauerstoffübertragende Substanz selbst lässt sieh eine bestimmte Temperatur nicht angeben, da diese dort mit dem augenblicklichen Reaktionsherd wechselt :   gemiiss   der   stark exothermischen Reaktion   findet an dieser Stelle dann auch immer eine örtlich stärkere Wärmeentwicklung statt. 



   Währenddessen geht ein Luftstrom durch Leitung 45 bei geschlossenem Hahn 47 in den Masseraum 21, regeneriert hier die sauerstoffübertragende Substanz und oxydiert gleichzeitig 
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   berieselt wird. Pa in diesem ammoniakhaltiges Gas entlang strömt, so findet mit der Waschung gleichzeitig die Vereinigung von Ammoniak mit der schwefligen Säure zu einem Satte statt.   

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 verwendet wird und bei der chemischen Umsetzung, wie bereits erwähnt, kein Wasser frei wird, so ist bis auf den Verdunstungsverlust Gleichgewicht vorhanden. Da dieser durch Wasserzufuhr wettgemacht werden muss, so ist hier noch gegenüber dem bekannten Verfahren der Unterschied vorhanden, dass nicht nur kein Wasser künstlich abgeführt, sondern noch solches zugesetzt werden muss. 



   Der Vorteil dieser Anordnung, bei der das Gas wie die Luft nach Verlassen des Masseraumes abwechselnd mit der gleichen   Waschnüssigkeit in Berührung gebracht   werden, besteht darin, dass diese letztere die Reaktion zwischen dem Ammoniak und der gebildeten Säure vermittelt, ohne dass die Träger dieser Stoffe, Gas und Luft, selbst miteinander in Berührung gelangen, und dass die Salzbildung aus den Räumen 21 und 22 hinaus in dafür geeignet durchzubildende Vorrichtungen gelegt wird. Die diese Einwirkung vermittelnde Waschflüssigkeit wird also allmählich bis zur Sättigung mit Sulfiten und Sulfaten angereichert, ohne dass sie in den einzelnen Verfahrensstufen einmal zu viel freie Säure, das andere Mal zu viel freies Ammoniak enthielte.

   Die Geringfügigkeit des Überschusses freier Säure ist ebenfalls wertvoll, als dadurch weder die Rohrleitungen und die Gefässe angegriffen werden, die Verwendung besonders säurebeständiger Stoffe (Blei) also entfällt, noch das Gas selbst für seine spätere Verwendung leidet. Beim Durchleiten von Gasen durch ein Schwefelsäurebad findet leicht ein mechanisches Mitreissen freier Säure mit unerwünschten Nebenwirkungen statt. Der geringe   Überschuss   des einen Körpers macht aber wiederum in jeder Verfahrensstufe die Waschflüssigkeit geeigneter zur Aufnahme des anderen, da sie so immer eine grössere Begierde als reines Wasser für Ammoniak bezw. schweflige Säure erhält. Das schliesslich ausfallende Salz sammelt sich in der Vertiefung des Behälters 38 und kann hier ständig oder von Zeit zu Zeit ausgeschöpft werden. 



   Ist die sauerstofübertragende Substanz in dem Masseraum 22 erschöpft, so wird durch Umschaltung sämtlicher Hähne nunmehr das Gas durch den Masseraum 21 in den Wäscher 29 und die Luft durch Masseraum 22 in den Wäscher 30 geleitet, so dass der Betrieb ein völlig stetiger bleibt. Ist der Gehalt der Gase an Schwefelwasserstoff zu hoch, so kann man einen Teil der im   Masseraum   mit Säure beladenen Luft vor dem Wäscher abzweigen und ins Freie oder zu einer gesonderten Verwendung fortleiten ; für diesen Teil arbeitet der Masseiaum dann einfach als Reiniger. Im entgegengesetzten Falle könnte man die fehlende Säure durch steten Zusatz fremder Säure zu der Waschfüssigkeit ersetzen. Es sei aber hier bemerkt, dass bei fast allen Koklensorten der Schwefelgehalt zur Bindung allen Ammoniaks vollständig genügt. 
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 mit den Gasen bezw. der Luft an.

   Statt Vorrichtungen, bei denen der Gasstrom seitens der fein verteilten Flüssigkeit durchspült wird, kann man auch, besonders statt des Wäschers 29, Sättigungskästen verwenden, wie diese bei den alten Verfahren in Anwendung sind und wo das fein verteilte Gas eine geschlossene Badflüssigkeit durchdringt. 



   Statt das ausgefallene   Gaswasser : nit Dampf   in der   Destillierkolonne   16 abzutreiben, kann man auch das Gas oder die Regenerierungsluft dazu verwenden. An der beschriebenen Anlage ändert sich ausser der   sinngemässen   Umschaltung der Hähne nichts als dass jetzt das Gas oder die Luft durch die   Destillierkolonne 16   geleitet wird.

   Beim   Dmchleiten   der nun selbst einen   Ammoniaktrager   bildenden Luft dutch den   Masseraum   geht dann neben der Wiederauffrischung auf Grund des Vorhandenseins der Säure gleichzeitig die Bildung von   Thioaml1loniumsa. lzen   vor   sich, die mit   der   überschüssigen   freien Säure an die   Wagchnüssigkeit   abgegeben werden. 
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 ebenso gut als direktes wie als indirektes durchführen. 



   Da es im allgemeinen nicht erforderlich sein wird, die gesamte   Gaa-oder Luftmenge durch   die   Destilliptkolonne 76   zu leiten, so kann man den Hauptstrom abzweigen und direkt in die Leitung 18 bezw.   4.)   gehen lassen, während nur ein Zweigstrom von Gas oder Luft durch die   Destillierkolonne 16 fliesst.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Gewinnung der Nebenprodukte aus Gasen unter gleichzeitige ! Reinigung dieser durch Überleiten über eine sauerstoffübertragende Masse (Raseneisenerz), dadurch ge- EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 weise regeneriert wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgefallene oder bewusst ausgeschiedene und in üblicher Weise abgetriebene Ammoniak durch einen Luft'bezw. Gasstrom aufgenommen und mit dem den Schwefelwasserstoff enthaltenden Gas wieder zusammen- EMI4.2 in den Masseraum so hoch erwärmt werden, dass sie. diesem die zur Erhaltung des Beharrungs- zustandes notwendige Wärme zuführen und eine Kondensation des Wassergehaltes der Gase auf der Masse verhüten.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, mit absatzweiser Regenerierung der sauerstofübertragenden Masse, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas wie die zur Regenerierung dienende Luft nach Verlassen des Masseraumes im Wechsel mit einer Waschflüssigkeit in Berührung gebracht werden, die die Umsetzung des an sie abgegebenen, noch ungebundenen Ammoniaks mit der ihr gleichfalls übertragenen, noch freien Säure vermittelt, ohne dass deren Träger (Gas und Luft) selbst miteinander in Berührung gelangen.
    5. Verfahren nach Anspruch 4 mit zwei abwechselnd mit Gas und Luft beschickten Masseräumen, dadurch gekennzeichnet, dass hinter jedem Masseraum eine gesonderte Waschvorrichtung angeordnet ist, die mit ersterem im Wechsel betrieben wird, während die Waschflüssigkeit durch die gesonderten Wasch Vorrichtungen einen steten Kreislauf macht.
    6. Verfahren nach Anspruch 2 und Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Gase ausgefallene odeur wurst ausgeschiedene Ammoniak von dem zur Regenerierung dienenden Luftstrom aufgenommen und durch den Masseraum geführt wird, während der Schwefelwasserstoff von dem Gase selbst in den Masseraum getragen wird.
AT44294D 1908-10-09 1908-10-09 Verfahren zur Darstellung der Nebenprodukte aus Gasen unter gleichzeitiger Reinigung. AT44294B (de)

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