<Desc/Clms Page number 1>
Flaschenverschluss und Mittel zur Herstellung desselben.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Flaschenverschluss, insbesondere für Milchflaschen, sowie die zur Herstellung desselben dienenden Mittel und bezweckt. das Verschliessen der Flaschen in der Weise herbeizuführen, dass jede unbefugte Verletzung des Verschlusses sofort sichtbar wird und dennoch der Verschluss in leichter und einfacher sowie billiger Weise bewirkt werden kann.
Es sind bereits durch Patentschriften Flaschenverschlüsse bekannt geworden, bei welchen der Unterrand der Kapsel in Nuten am Flaschenhals vollständig eingepresst wird. Dieses Einpressen erfolgt jedoch in der Weise, dass mittels bekannter Apparate die Kapsel der Gestalt der Nut entsprechend angepresst wird. Demnach musste die Nut entsprechend flach und hoch gemacht und überdies Sicherheitswulste unterhalb der Nuten angeordnet werden, damit man nicht so leicht zum Unterrande der Kapsel gelangen könnte. Trotz dieser Wulste, die die Fabrikation der Flaschen verteuern, wird der Zweck nicht erreicht, da das unbemerkte tonnen und wieder
EMI1.1
Bei vorliegender Erfindung erfolgt der Verschluss nur durch eine Kappe, deren Unterrand in eine entsprechend tiefe und schmale Nut der Flasche derart vollständig eingedrückt wird. dass der Unterrand der Kappe zu einer U-förmigen Einfaltung abgebogen wird, und zwar durch die gegenseitige Verschwenkung von Drucklamellen. Da es durch das neue Werkzeug möglich ist. den Unterrand der Kapsel fest in eine tiefe und dabei schmale Nut einzupressen, kann man ausser Metallkapseln auch Papier-, insbesondere Pergamentpapierkappen, eventuell mit verstärktem Rand.
ohne irgend eine Zwischenlage wie bei anderen Kapselverschlüssen verwenden. wodurch ein für die Praxis genügend wasserdichter, sicherer, hygienischer und dabei billiger erschluss gesohaffen ist.
Dieser Flaschenverschluss sowie die zur Herstellung desselben dienenden Mittel und eine licou erforderliche Einrichtung sind in einigen beispielsweisen Ausführungsformen in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt die bekannte, mit einer Nut versehene Flasche, die Fig. 2--4 veran- schaulichen einige Ausführungsformen der Kappe, während Fig. 5 eine Flasche mit lose aufgesetzter Kappe und Fig. 6 eine Kappe bereits mit der Flasche verbunden darstellen. Die Fig. 7 und 8 zeigen in Oberansicht bezw.
Unteransicht die beiden Ringe der zur Herstellung des Verschlusses geeigneten Vorrichtung mit einem Pressbalken, während Fig. 9 einen Querschnitt durch die beiden Ringe veranschaulicht. Fig. 1 U zeigt die Oberansicht des unteren Ringes mit den darin betindhchen Pressbacken.
Die Flasche (Fig. 1) besItzt an ihrem Halse a eine schmale, tiefe, rechteckige Nut b, deren Breite nur um wenig grösser ist als de@ doppelte Seitenteil der Kappe samt der Verstärkung.
Diese Nut dient zur Aufnahme des Seitenteiles der Kappe, der in die Nut eingefaltet wird.
Die Kappe c ist : us einer Kapsel gebildet, die aus beliebigem Materiale, wie Papier, Pergament und dergleichen hergestellt ist und deren Seiten gegebenenfalls eine Verstärkung besitzen. Fig. 2 zeigt im Querschnitte eine einfache Kappe ohne Verstärkung, wie solche beispielsweise auch aus Metall, Aluminium in entsprechender Stärke hergestellt werden kann. wobei das Ende der Kappe ganz in die ringförmige Nut eingefaltet wird. Es kann auch die Kappe c an den Seitenteilen mit einem Versteifungsring d aus Metall, Pappe oder einem anderen festen Material versehen werden.
Eine solche Kappe, die durch Pressen hergestellt wird, besitzt dabei am Rande eine kleine L'mbörtelung e (Fig. 3) und wird der Versteifungsring aus einem dünnwandigen Rohr abgeschnitten und sodann aufgesteckt, wobei durch die Abmessungen Sorge getragen ist. dass die beiden Teile gut passen. Die Umbörtelung dient dabei als Träger für den Versteifungsring und verhindert dessen Abgleiten. Auch kann der Rand der Kappe z. B. nach innen abgebogen sein, wobei dieser
EMI1.2
Kappen aus dünnem Karton eignet. Es ist jedoch selbstverständlich. dass die Art der Versteifung nicht an ein bestimmtes Material gebunden ist.
EMI1.3
Seitenteil in die Nut eingebracht wird.
Um dies zu ermöglichen, muss der Seitenteil die Nut mindestenssoweit überdecken, dass genügend Material der Länge nach vorhanden ist, um den Rand zusammengefaltet in der Nut unterzubringen (Fig. 6). Durch die Pressung und die dabei auftretende Faltenbildung wird die Möglichekit genommen, die Kappe in widerrechtlicher Weise zu entfernen. da jeder Angriff auf die Kappe auch deren teilweise Zerstörung zur Folge hat, wodurch ein derartiger Versuch sofort sichtbar wird.
<Desc/Clms Page number 2>
Wie also ersichtlich, wird dadurch ein einfacher, rasch und billig herzustellender Verschluss geschaffen, welcher einen unberechtigten Eingriff sofort ersehen lässt, der bei entsprechender Wahl des Kappenmateriales speziell bei Verwendung zum Verschliessen von Milchflaschen als vollständig hinreichend anzusprechen ist.
Zur Befestigung derKappe auf der Flasche bezw. zur Einführung und Faltung des Seitenteiles in die Nut dient ein Werkzeug, das im wesentlichen aus im Kreise angeordneten, gegen den Mittelpunkt beweglichen Druckorganen aus widerstandsfähigem Material besteht, durch welche bei deren Bewegung das Kappenmaterial, eventuell mit seiner Verstärkung, in die Nut eingefaltet wird. In den Fig. 7-10 ist ein solche, beispielsweises Werkzeug dargestellt. Dasselbe besteht aus zwei über den Flaschenhals zu steckenden Ringen g und h, die gegeneinander verdrehbar sind. In dem Ringe y sind. eine Reihe von verschwingbaren Lamellen i angeordnet, die mit vorstehenden Zapfen k in radiale Nuten l des zweiten Ringes h eingreifen. Durch diese Lamellen
EMI2.1
des Durchmessers erfährt.
Die Bewegung der Lamellen zur Veränderung des von ihnen gebildeten
Durchmessers erfolgt in gleicher Weise wie bei den bekannten Irisblenden und sind die beiden
Ringe mit Handgriffen n versehen, um durch die Verringerung der von den Lamellen gebildeten (') ffnung auf das Kappenmaterial einen hinreichenden Druck auszuüben und dasselbe in die Nut hinein zu pressen. Dadurch, dass der Durchmesser der Öffnung innerhalb weitgehender Grenzen verändert werden kann, ist die Möglichkeit geboten, dasselbe Werkzeug für verschieden grosse
Flaschen anzuwenden. Dadurch, dass der Druck von den Lamellen auf den Kappenrand von allen
Seiten gleichzeitig und gleichmässig erfolgt, wird eine gute Wirkung herbeigeführt.
Zweckmässig besitzt der obere Ring einen nach innen ragenden Flansch n (Fig. 9), mit dem beim Gebrauch sich das Werkzeug auf den Flaschenkopf auflegt, so dass die Pressbacken dabei gerade in die Höhe der Ringnut in der Flasche gelangen.
Statt die Ringe mit Handgriffen für den Handbetrieb auszustatten, können dieselben auch in einer Maschine gegeneinander verdrehbar sein. wobei das Offnen und Schliessen der Offnung zur Herstellung des Verschlusses durch Fussbetrieb oder durch motorische Kraft bewirkt werden kann. Eine derartige Anordnung eignet sich insbesonders für den Grossbetrieb.
Auch kann ein Druckrädchen zu diesem Zwecke Verwendung finden, das nach Art der
Rohrschneider wirkt und den Kappenrand in die Nut hineinpresst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flaschenverschtuss. bei welchem die Seitenteile einer die Flaschenöffnung überdeckenden
Kapsel in eine Nut am Flaschenhals eingepresst werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Kapsel in der Nut zu einer U-förmigen Einfaltung abgebogen und vollständig in die Nut hineingepresst ist, so dass bei einem Versuch den Rand der Kapsel aus der Nut zu entfernen, ein Zerreissen der Kapsel erfolgt.
2. Flaschenverschluss, bei welchem die Seitenteile einer die Flaschenöffnung überdeckenden
Kapsel in eine Nut am Flaschenhals eingepresst werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel an ihrem Seitenteil mit einer ringartigen Versteifung versehen ist, die durch eine Auflage oder durch Umbiegen des Kapselrandes gebildet werden kann.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.