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An Elektrizitätszählern anzubringende Vorrichtung zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme.
Die gegenwärtig überall in Verwendung stehenden Messapparate zum Messen des Verbrauchte von elektrischer Energie sind so unvollkommen, dass sie eigentlich gar nicht dem Zwecke ent- sprechen. für weichen sie erdacht und gebaut worden sind. Man braucht einem solehen Zäh'r nur einen Magnet zu nähern, wie z. H. ein Solenoid, einen Elektromagnet oder selbst einen permanenten Magnet, so wird der Zähler sofort stehen bleiben oder langsamer gehen, während der Strom weiter durchfliesst und verbraucht wird, ohne dass der auf diese Weise lahmgelegte Apparat ihn registrieren konnte.
Durch diese offenkundige Unvollkommenheit der Zähler aller Systeme und für alle Strom-
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In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, bei welchen der dem Zähler genäherte Magnet einen beweglichen Eisenstab aus seiner Ruhelage bringt. Der
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Die der Ernndung gemäss angewendete Errichtung zur Erzielung des ersteren Effekts zeigen die Fig. 1-3 in Vorderansicht und in Schnitten nach X-X und Y-Y, jene zur Erzielung des letzteren die Fig.-}-6 in Vorder-, Ober-und Seitenansicht.
Fig. 7 zeigt eine Sondereinrichtung, welche an Zählern angebracht wird, um das Zurück- drehen von Räderwerken zu hindern.
Die durch Fig. 1-3 dargestellte Vorrichtung besteht aus zwei Teilen, 1 und 2, von welchen
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Der Teil 1 wird am Zähler in solcher Stellung angebracht, dass er bei Annäherung eines Magnetes in Tätigkeit tritt. Er besteht aus einer nicht magnetischen Metallstange 3, an deren Enden zwei Blöcke 4 aus Isolierungsmaterial (vulkanisierte Fiber, Hartgummi etc.) befestigt sind und. wenn nötig, auch eine Klemmschraube oder ein Träger 5, welcher dazu dient, den beweglichen Kontakt im Innern des Zählers zu befestigen.
In den am unteren Ende angebrachten Isolierungsmaterialblock ist ein Silber-oder Platin-
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Ende ist dagegen eine leichte, nicht magnetische Schraubenfeder 7 befestigt, an welche ein Stäbchen oder ein Draht 8 aus weichem Eisen gelötet ist. Derselbe ist an der Stelle, wo er durch Berühren des'Platin-oder Silberdrahtes 6 den Stromkreib @@@ssen kann, mit Silber- oder Platinfolie 9 bewickelt.
Die Windungen der Schraubenfeder 7 sind an die Innen- (Haus-) Leitung b angeschlossen. zwischen welche und Innen- (Haus-Leitung c die stromverbrauchenden Vorrichtungen (des betreffenden Stromabonnenten) geschaltet sind. Die Inhen-(Haus-)Leitungen b und c sind an die Aussen- (Strassen-) Leitungen a und d, die zur Elektrizitätszentrale führen, angeschlossen. Der
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von welchen nicht magnetische Schraubenfedern 17 nach dem Ständer 12 reichen. An der Stange 10 ist noch ein anderer nicht magnetischer Block 18 befestigt, welcher oben einen Zahn 19 besitzt.
An einem Ende der Stange 7C ist eine Art Knopf 2C angebracht und am anderen Ende ein Schraubengewinde zum Anschrauben eines prismatischen Kopfes 21 aus Isoliermasse (Hartgummi. vulkanisierte Fiber etc.) an welchen eine doppelte Feder 22 aus nicht magnetischem Metall (Kupfer oder Alpacca) befestigt ist. Diese Feder ist so gekrümmt, dass sie mit zwei Klemmschrauben 23 und 56 aus nicht magnetischem Metalle Kontakt machen kann, wenn die
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des Zählers leitend verbunden.
Die andere Drahtklemme 2J ist an die Solenoide des Zählers angeschlossen, welche mit der Innen-(Haus-)Leitung b verbunden sind. Im Innern des Kästchens, welches den Apparat 2
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und aussen eine Platte 30, deren Befestigungsschrauben durchbohrt sind, um einen Draht mit Plombe durchziehen zu können.
Wenn der Zähler normal, d. h. durch Magnetfelder unbeirrt, arbeitet, nimmt der Strom
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(Haus-) Leitung, durch die Stromverbrauchsapparate, zum anderen Pol (Leiter) c der Innen- (Haus-) Leitung und endlich durch die an diesen anschliessenden Leiter d der Aussen-(Strassen-) Leitung zurück zur Zentrale.
Im Nebenschluss zu diesem eben genannten Hauptstromkreise ist ein zweiter Stromkreis, der in der Leitung, welche Klemme 23 mit Innenleiter b verbindet, seinen Anfang nimmt und laut.
Fig. 1 in dem Punkte endigt, wo Innenleiter (Hausleitung) c an Rückleitung (Strassenleitung) d angeschlossen ist.
Dieser Nebenschlusskreis ist für gewöhnlich stromlos, da die Platin- (Silber-) Belegung. 9
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dieser Stelle unterbrochen ist.
Sowie jedoch der Zähler in den Bereich eines Magnetfeldes kommt, wird Stab 9 aus seiner Ruhelage gebracht und legt sich an Bügel 6 an, welcher Kontakt den Schluss des Nebenstroih- kreises zur Folge hat.
In diesem Falle zweigt ein Teil des Hauptstromes im vorhin erwähnten Anfangspunkte des Nebenschlusskreises ab, fliesst zur Klemmschraube des oberen Isolierblockes 4, von dieser längs Schraubenfeder 7 und Stab 8 zur Belegung 9. von dort. infolge des stattfindenden Kontaktes, zum Bügel 6, weiters durch Bewicklung 26 des. Elektromagneten, durch Widerstand 24, zum Endpunkte des Nebenst1'omkreises, das ist dem Vereinigungspunkte der Leitungen c und d, zurück.
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Falls der Nebenschlusskreis geschlossen, also Gtromdurchflossen ist, wird Anker 27 des Elektromagneten angezogen. Damit kommt die die Stange 10 arretierende Verzahnung des Ankers des Elektromagneten ausser Eingriff mit Zahn 19. Stange 10 wird frei und unter Einwirkung der beiden Federn 17 zurückgezogen, so dass Kupferfeder 22 in die punktiert eingezeichnete Lage, also ausser Kontakt mit den beiden Klemmschrauben 23 kommt.
Dadurch wird der Hauptstromkreis unterbrochen, also did in die Innen- (Haus-Leitungen eingeschalteten. Stromverbraucher stromlos, der betrügerische Eingriff in den Elektrizität- zählern somit zur Anzeige gebracht.
Um den Abonnenten wieder mit Strom zu versehen, muss man die Platte 30 abnehmen. welche durch plombierte Schrauben festgehalten ist, und dann mit einem Stäbchen den Knopf 20 zurückdrehen bis der Anker 27 wieder in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt.
Der Teil 1 der Vorrichtung kann auch in ein Kästchen eingeschlossen sein, welches man ausserhalb des Zählers anbringt.
Die Ausnützung der elektrothermischen Wirkung des Stromes zum Zwecke der Unterbrechung des Hauptstromkreises bei Beeinflussung des Zählers durch Magnetfelder zeigt, wie erwähnt. die in den Fig. 4-6 gemäss der Erfindung dargestellte Anordnung. Teil 1 dieses Apparates
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Der in den Fig. 4-6 dargestellte selbsttätige Unterbrecher besitzt eine Unterlagsplatte 31 aus Isoliermaterial (Schiefer, Porzellan, Glas), auf welcher eine Platte. 32 aus nicht magnetischem Metall befestigt ist. Auf dieser ist isoliert ein Elektromagnet 33 angebracht und ein zweiarmiger Hebel 34 aus nicht magnetischem Metall, welcher um die nicht magnetische Achse 3. 5 drehbar ist.
An dem dem Elektromagnet zugewendeten Ende des Hebels 34 ist ein kurzer Eisenzylinder 36 und am anderen Ende ein Sperrzahn 37 angebracht, welcher hinter einen anderen Hebel 38 aus
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Ein Ende der Bewicklung des Elektromagnetes JJ ist mittels der Klemme 55 mit der Platte. 32 verbunden, das andere mit der Pol klemme 4. 3. Die beiden Platten 44 und 57 aus nicht magnetischem Metalle trage ! ! Ständer mit Drahtklemmen aus nicht magnetischem'Metalle. Der Ständer 45 wird von einer Stande J7 aus nicht magnetischem Metalle durchkreuzt, welche an einem Ende eine Schraubenfeder und am anderen Ende eine Drahtklemme 48 trägt. zur Aufnahme eines schmelzbaren Drahtes 49 bestimmt. von welchem das andere Ende an die Drahtklemme 46 befestigt ist.
Im Mittelpunkte der isolierenden Unterlagsplatte ist ein Stift 50 aus nicht magnetischem Metalle angebracht, welcher eine Platte 51 aus gleichfalls nicht magnetischem Metalle trägt : an diese Platte ist das Kästchen 52 aus nicht magnetischem Metall mittelst zweier Schrauben 53 mit durchbohrtem Kopf befestigt, welche durch einen Draht 54 mit Plombenverschluss miteinander verbunden sind.
Die Scbraubcnfeder 7 des Pendels im Teile 7 der Vorrichtung ist mit der Draht- klemme J3 leitend verbunden und der Silberdraht 6 mit der Drahtklemme 44.
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Platte 57, den an diesen angeklemmten Innenleiter (Hausleitung) b, durch die Stromverbrauehs- apparate zum zweiten Innenleiter (Hausleitung) c, endlich durch die an letztere anschliessende Aussen- (Strassen-) Leitung zur Zentrale zurück.
Im Nebenschlusse zu diesem Kreise ist ein zweiter Kreis, welcher vom Aussenleiter (Strassenleitung) a abzweigt und seinen Endpunkt im Vereinigungspunkte der Innen- (Haus-)Leitung c mit der Aussen-(Strassen-)Leitung d hat.
Derselbe ist bei normalem Betriebe stromlos. weil er unterbrochen ist, da nämlich Stab 8 des Pendels von dem Bügel 6 absteht.
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Nebenstromkreisgeschlossenwird.
In diesem Falle nimmt der Nebenstrom folgenden Weg : Von dem Anfangspunkte des Nebenstromkreises fliesst derselbe zur Klemme des unteren Isolierblocks 4, durch Bügel 6, infolge
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bewicklung J3 zur Klemme 5. J, durch Platte 32 und von dieser zum vorhin erwähnten Endpunkte des Nebenstromkreises zurück.
Wenn durch den Nebenkreis Strom fliesst, wird der Eisenkern des Elektromagneten magnetisch, infolgedessen Anker 36, welcher sich an einem Ende des zweiarmigen Hebels 34 be-
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lässt hiebei das Ende des L-förmigen um Bolzen 39 drehbaren Hebels 38. Dieser wird dadurch frei und kommt in die punktiert gezeichnete Lage, so dass sich Kohlenblock 40 an den Schmelzdraht 49 anlegen kann.
Dadurch wird jedoch der Nebenschlusskreis kurz geschlossen. Es bildet sich nämlich ein neuer Nebenschlusskreis aus, der bedeutend kürzer ist und geringeren Leitungswiderstand bietet als der alte. Derselbe nimmt seinen Anfang in der Berührungsfläche des Kohlenblocks 40 mit dem Schmelzstreifen 49. geht durch Hebel 38, Bolzen 39, Platte 32 und das kurze Verbindungsstück, welches von dieser zum Vereinigungspunkt der Leitungen c und d führt. Es ist also der Endpunkt des alten auch der Endpunkt des neuen Nebenstromkreises.
Die Anfangspunkte der beiden Nebenstromkreise liegen aber auseinander, unterscheiden sich in ihrem Potential aber nur wenig voneinander, nämlich nur um das Produkt aus der Masszahl des Hauptstroms und der Masszahl des kleinen Leitungs-Widerstandes jenes Teiles des Hauptstromkreises, der zwischen den Anfangspunkten der beiden Nebenstromkreise liegt. Infolgedessen sind die Spannungen, welche durch die beiden Nebenkreise Ströme treiben, nahezu gleich : die beiden Nebenkreise können daher als parallel geschaltet angesehen werden. Die Leitungswiderstände derselben sind aber sehr verschieden nämlich der des neuen Nebenstromkreises vielmal kleiner als der des alten.
Dies hat nach dem Ohmschen Gesetz zur Folge, dass der alte Nebcnschlusskreis kurz geschlossen. d. h. nahezu stromlos wird, während durch den neuen Nebenstromkreis sich ein so bedeutender Strom ergiesst, dass Schmelzdraht 49 zum Abschmelzen gebracht wird.
Infolgedessen ist der Hauptstromkreis, da, wie zuvor erwähnt, Schmelzstreifen 49 einen Teil desselben bildet, unterbrochen, die Stromverbraucher daher stromlos.
Bei sehr vielen Zählern wird man ausser der Kontaktvorrichtung und dem automatischen unterbrechen, wie vorstehend beschrieben, mit Vorteil nach an einem der Räder des Laufwerkes eine Sperrklinke anbringen, wie Fig. 7 zeigt. um zu verhindern. dass durch magnetische Einwirkung
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PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung an Elektrizitätszählern zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme, gekennzeichnet durch eine Kontaktvorrichtung, welche unter der Einwirkung eines dem Zähler genäherten magnetischen Feldes einen Nebenstromkreis schliesst, der in verschiedenster Weise nutzbar gemacht werden kann, speziell um einen Unterbrecher oder Anzeiger zu betätigen.