AT42113B - An Elektrizitätszählern anzubringende Vorrichtung zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme. - Google Patents

An Elektrizitätszählern anzubringende Vorrichtung zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme.

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AT42113B
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Description


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  An Elektrizitätszählern anzubringende Vorrichtung zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme. 



   Die gegenwärtig   überall   in Verwendung stehenden   Messapparate   zum Messen des Verbrauchte von elektrischer Energie sind so unvollkommen, dass   sie eigentlich gar nicht dem Zwecke ent-     sprechen. für weichen   sie erdacht und   gebaut worden sind. Man braucht   einem solehen   Zäh'r   nur einen Magnet zu nähern, wie z.   H.   ein Solenoid, einen Elektromagnet oder selbst einen   permanenten Magnet,   so wird   der Zähler   sofort stehen bleiben oder langsamer gehen, während der Strom weiter durchfliesst und verbraucht wird, ohne dass der auf diese   Weise lahmgelegte     Apparat ihn registrieren konnte.   



   Durch diese offenkundige Unvollkommenheit der   Zähler aller Systeme und für   alle Strom- 
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   In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, bei   welchen     der dem Zähler genäherte Magnet   einen beweglichen Eisenstab aus seiner Ruhelage bringt. Der 
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     Die der Ernndung gemäss angewendete Errichtung zur Erzielung   des ersteren Effekts zeigen die Fig. 1-3 in Vorderansicht und in Schnitten nach X-X und Y-Y, jene zur Erzielung des   letzteren die Fig.-}-6 in Vorder-, Ober-und Seitenansicht.   



   Fig. 7 zeigt eine Sondereinrichtung, welche an Zählern angebracht wird, um das   Zurück-   drehen von   Räderwerken   zu hindern. 



   Die durch Fig. 1-3 dargestellte Vorrichtung besteht aus zwei Teilen, 1 und 2, von welchen 
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   Der Teil 1 wird am Zähler in solcher Stellung angebracht, dass er bei Annäherung eines Magnetes in Tätigkeit tritt. Er besteht aus einer nicht magnetischen Metallstange 3, an deren Enden zwei Blöcke   4   aus Isolierungsmaterial (vulkanisierte Fiber, Hartgummi etc.) befestigt sind und. wenn nötig, auch eine Klemmschraube oder ein Träger 5, welcher dazu dient, den beweglichen Kontakt im Innern des Zählers zu befestigen. 



   In den am unteren Ende angebrachten Isolierungsmaterialblock ist ein Silber-oder Platin- 
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 Ende ist dagegen eine leichte, nicht magnetische Schraubenfeder 7 befestigt, an welche ein Stäbchen oder ein Draht 8 aus weichem Eisen gelötet ist. Derselbe ist an der Stelle, wo er durch Berühren des'Platin-oder Silberdrahtes 6 den Stromkreib   @@@ssen kann, mit Silber- oder   Platinfolie 9 bewickelt. 



   Die Windungen der Schraubenfeder 7 sind an die Innen- (Haus-) Leitung b angeschlossen. zwischen welche und Innen- (Haus-Leitung c die stromverbrauchenden Vorrichtungen (des betreffenden Stromabonnenten) geschaltet sind. Die Inhen-(Haus-)Leitungen b und c sind an die   Aussen- (Strassen-) Leitungen   a und d, die zur   Elektrizitätszentrale   führen, angeschlossen. Der 
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 von welchen nicht magnetische Schraubenfedern 17 nach dem Ständer 12 reichen. An der Stange 10 ist noch ein anderer nicht magnetischer Block 18 befestigt, welcher oben einen Zahn 19 besitzt.

   An einem Ende der   Stange 7C   ist eine Art Knopf 2C angebracht und am anderen Ende ein   Schraubengewinde   zum Anschrauben eines prismatischen Kopfes 21 aus Isoliermasse (Hartgummi. vulkanisierte Fiber etc.) an welchen eine doppelte Feder   22   aus nicht magnetischem Metall (Kupfer oder Alpacca) befestigt ist. Diese Feder ist so   gekrümmt,   dass sie mit zwei Klemmschrauben 23 und 56 aus nicht magnetischem Metalle Kontakt machen kann, wenn die 
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 des Zählers leitend verbunden. 



   Die andere   Drahtklemme 2J ist   an die Solenoide des Zählers angeschlossen, welche mit der Innen-(Haus-)Leitung b verbunden sind. Im Innern des Kästchens, welches den Apparat 2 
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 und   aussen   eine Platte 30, deren Befestigungsschrauben durchbohrt sind, um einen Draht mit Plombe   durchziehen zu können.   



   Wenn der Zähler normal, d. h. durch Magnetfelder unbeirrt, arbeitet, nimmt der Strom 
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   (Haus-)   Leitung, durch die Stromverbrauchsapparate, zum anderen Pol (Leiter) c der Innen- (Haus-) Leitung und endlich durch die an diesen anschliessenden Leiter d der Aussen-(Strassen-) Leitung zurück zur Zentrale. 



   Im Nebenschluss zu diesem eben genannten Hauptstromkreise ist ein zweiter Stromkreis, der in der Leitung, welche Klemme 23 mit Innenleiter b verbindet, seinen Anfang nimmt und laut. 



  Fig. 1 in dem Punkte endigt, wo Innenleiter (Hausleitung) c an   Rückleitung (Strassenleitung) d   angeschlossen ist. 



   Dieser Nebenschlusskreis ist für gewöhnlich stromlos, da die Platin- (Silber-) Belegung. 9 
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 dieser Stelle unterbrochen ist. 



   Sowie jedoch der Zähler in den Bereich eines Magnetfeldes kommt, wird Stab 9 aus seiner Ruhelage   gebracht und legt sich   an Bügel 6 an, welcher Kontakt den Schluss des   Nebenstroih-   kreises zur Folge hat. 



   In diesem Falle zweigt ein Teil des Hauptstromes im vorhin erwähnten Anfangspunkte des Nebenschlusskreises ab,   fliesst   zur Klemmschraube des oberen Isolierblockes 4, von dieser längs Schraubenfeder 7 und Stab 8 zur Belegung   9.   von dort. infolge des stattfindenden Kontaktes, zum Bügel 6, weiters durch Bewicklung   26   des. Elektromagneten, durch Widerstand 24, zum Endpunkte des   Nebenst1'omkreises,   das ist dem Vereinigungspunkte der Leitungen c und d, zurück. 

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   Falls der Nebenschlusskreis geschlossen, also   Gtromdurchflossen   ist, wird Anker 27 des Elektromagneten angezogen. Damit kommt die die Stange 10 arretierende Verzahnung des Ankers des Elektromagneten ausser Eingriff mit Zahn 19. Stange 10 wird frei und unter Einwirkung der beiden Federn 17 zurückgezogen, so dass   Kupferfeder 22 in   die punktiert eingezeichnete Lage, also ausser Kontakt mit den beiden Klemmschrauben 23 kommt. 



   Dadurch wird der Hauptstromkreis unterbrochen, also did in die Innen- (Haus-Leitungen eingeschalteten. Stromverbraucher stromlos, der betrügerische Eingriff in den   Elektrizität-   zählern somit zur Anzeige gebracht. 



   Um den Abonnenten wieder mit Strom zu versehen, muss man die Platte 30 abnehmen. welche durch plombierte Schrauben festgehalten ist, und dann mit einem Stäbchen den Knopf 20 zurückdrehen bis der Anker 27 wieder in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt. 



   Der Teil 1 der Vorrichtung kann auch in ein Kästchen eingeschlossen sein, welches man ausserhalb des Zählers anbringt. 



   Die Ausnützung der elektrothermischen Wirkung des Stromes zum Zwecke der Unterbrechung des Hauptstromkreises bei Beeinflussung des Zählers durch Magnetfelder zeigt, wie erwähnt. die in den Fig. 4-6 gemäss der Erfindung dargestellte Anordnung. Teil 1 dieses Apparates 
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Der in den Fig. 4-6 dargestellte selbsttätige Unterbrecher besitzt eine Unterlagsplatte 31 aus Isoliermaterial (Schiefer, Porzellan, Glas), auf welcher eine Platte. 32 aus nicht magnetischem Metall befestigt ist. Auf dieser ist isoliert ein Elektromagnet 33 angebracht und ein zweiarmiger Hebel 34 aus nicht magnetischem Metall, welcher um die nicht magnetische Achse 3. 5 drehbar ist. 



  An dem dem Elektromagnet zugewendeten Ende des Hebels 34 ist ein kurzer Eisenzylinder 36 und am anderen Ende ein Sperrzahn 37 angebracht, welcher hinter einen anderen Hebel 38 aus 
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Ein   Ende der Bewicklung des Elektromagnetes JJ   ist mittels der Klemme 55 mit der Platte.   32   verbunden, das andere mit der   Pol klemme 4. 3.   Die beiden Platten 44 und 57 aus nicht magnetischem   Metalle trage ! ! Ständer mit Drahtklemmen aus   nicht magnetischem'Metalle. Der Ständer 45 wird von einer Stande J7 aus nicht magnetischem Metalle durchkreuzt, welche an einem Ende eine Schraubenfeder und am anderen Ende eine Drahtklemme 48 trägt. zur Aufnahme eines   schmelzbaren Drahtes 49 bestimmt.   von welchem das andere Ende an die Drahtklemme 46 befestigt ist.

   Im Mittelpunkte der isolierenden Unterlagsplatte ist ein   Stift 50   aus nicht magnetischem Metalle angebracht, welcher eine Platte 51 aus gleichfalls nicht magnetischem Metalle trägt : an diese Platte ist das   Kästchen   52 aus nicht magnetischem Metall mittelst zweier Schrauben 53 mit   durchbohrtem   Kopf befestigt, welche durch einen Draht 54 mit   Plombenverschluss miteinander     verbunden sind.

   Die Scbraubcnfeder   7 des Pendels im Teile 7 der Vorrichtung ist mit der Draht-   klemme   J3 leitend verbunden und der Silberdraht 6 mit der Drahtklemme 44. 
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 Platte 57, den an   diesen angeklemmten Innenleiter (Hausleitung)   b, durch die   Stromverbrauehs-   apparate zum zweiten Innenleiter (Hausleitung) c, endlich durch die an letztere anschliessende   Aussen- (Strassen-) Leitung   zur Zentrale zurück. 



   Im Nebenschlusse zu diesem Kreise ist ein zweiter Kreis, welcher vom Aussenleiter (Strassenleitung) a abzweigt und seinen Endpunkt im Vereinigungspunkte der Innen- (Haus-)Leitung c mit der Aussen-(Strassen-)Leitung d hat. 



   Derselbe ist bei normalem Betriebe stromlos. weil er unterbrochen ist, da nämlich Stab   8   des Pendels von dem Bügel 6 absteht. 
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 Nebenstromkreisgeschlossenwird. 



   In diesem Falle nimmt der Nebenstrom folgenden Weg : Von dem Anfangspunkte des Nebenstromkreises fliesst derselbe zur Klemme des unteren   Isolierblocks 4,   durch   Bügel 6, infolge   
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   bewicklung J3 zur Klemme 5. J, durch   Platte 32 und von dieser zum vorhin erwähnten Endpunkte des Nebenstromkreises zurück. 



   Wenn durch den   Nebenkreis   Strom fliesst, wird der Eisenkern des Elektromagneten magnetisch, infolgedessen Anker   36, welcher sich   an einem Ende des zweiarmigen Hebels   34   be- 
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 lässt hiebei das Ende des L-förmigen um Bolzen 39 drehbaren Hebels 38. Dieser wird dadurch frei und kommt in die punktiert gezeichnete Lage, so dass sich Kohlenblock   40 an   den Schmelzdraht   49   anlegen kann. 



   Dadurch wird jedoch der   Nebenschlusskreis   kurz geschlossen. Es bildet sich nämlich ein neuer Nebenschlusskreis aus, der bedeutend kürzer ist und geringeren Leitungswiderstand bietet als der alte. Derselbe nimmt seinen Anfang in der   Berührungsfläche   des Kohlenblocks 40 mit dem Schmelzstreifen   49.   geht durch Hebel 38, Bolzen 39, Platte 32 und das kurze   Verbindungsstück,   welches von dieser zum Vereinigungspunkt der Leitungen c und   d   führt. Es ist also der Endpunkt des alten auch der Endpunkt des neuen Nebenstromkreises.

   Die Anfangspunkte der beiden Nebenstromkreise liegen aber auseinander, unterscheiden sich in ihrem Potential aber nur wenig voneinander, nämlich nur um das Produkt aus der Masszahl des Hauptstroms und der Masszahl des kleinen Leitungs-Widerstandes jenes Teiles des Hauptstromkreises, der zwischen den Anfangspunkten der beiden Nebenstromkreise liegt. Infolgedessen sind die Spannungen, welche durch die beiden   Nebenkreise Ströme treiben,   nahezu gleich : die beiden Nebenkreise können daher als parallel geschaltet angesehen werden. Die Leitungswiderstände derselben sind aber sehr verschieden nämlich der des neuen Nebenstromkreises vielmal kleiner als der des alten. 



   Dies hat nach dem Ohmschen Gesetz zur Folge, dass der alte   Nebcnschlusskreis   kurz geschlossen. d. h. nahezu stromlos wird,   während   durch den neuen   Nebenstromkreis sich ein so   bedeutender Strom ergiesst, dass Schmelzdraht 49 zum Abschmelzen gebracht wird. 



   Infolgedessen ist der Hauptstromkreis, da, wie zuvor   erwähnt,   Schmelzstreifen 49 einen Teil desselben bildet, unterbrochen, die   Stromverbraucher daher   stromlos. 



   Bei sehr vielen Zählern wird man ausser der Kontaktvorrichtung und dem automatischen   unterbrechen,   wie vorstehend beschrieben, mit Vorteil nach an einem der Räder des Laufwerkes eine Sperrklinke anbringen, wie Fig. 7 zeigt. um zu verhindern. dass durch magnetische Einwirkung 
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   PATENT-ANSPRÜCHE:   
1. Vorrichtung an Elektrizitätszählern zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme, gekennzeichnet durch eine Kontaktvorrichtung, welche unter der Einwirkung eines dem Zähler genäherten magnetischen Feldes einen Nebenstromkreis schliesst, der in verschiedenster Weise nutzbar gemacht werden kann, speziell um einen Unterbrecher oder Anzeiger zu betätigen.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung an Elektrizitätsxählern zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Sperrvorrichtung, welche das Zurückdrehen des Laufwerkes im Zähler durch magnetische Einwirkung verhindert.
AT42113D 1909-02-03 1909-02-03 An Elektrizitätszählern anzubringende Vorrichtung zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme. AT42113B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT47021D AT47021B (de) 1909-02-03 1909-05-28 Stromunterbrecher und Anzeiger in Verbindung mit Elektrizitätszählern, zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme.

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AT42113T 1909-02-03

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AT42113D AT42113B (de) 1909-02-03 1909-02-03 An Elektrizitätszählern anzubringende Vorrichtung zum Verhindern von Betrug und unbefugter Stromentnahme.

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