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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vorhanglift mit einer oberhalb des Fensters waagrecht anzubringenden Wickelwelle, auf der ein Antriebsrad drehfest angeordnet ist.
Ein derartiger Vorhanglift ist beispielsweise aus der AT-B-274 280 bekannt. Als Antriebsrad wird ein Kegelrad verwendet, in das ein Ritzel eingreift. Um ein selbständiges Absenken der Vorhangschiene zu verhindern, ist eine Bremse vorgesehen. Wenn zur Betätigung des Vorhanglifts eine Kurbel auf die Nabe des Ritzels gesteckt wird, wird die Bremse gelöst, sodass der Vorhanglift nicht unnötig schwergängig wird. Die Vorhangschiene ist am unteren Rand einer Stoffbahn, die auf der Wickelwelle aufgewickelt werden kann, befestigt.
Nachteilig bei diesem bekannten Vorhanglift ist, dass die Vorhangschiene relativ rasch nach unten fällt, wenn die Kurbel nicht fest mit beiden Händen gehalten wird, wobei die Kurbel in rasche Rotation gerät, was nicht ungefährlich ist.
Ganz allgemein gibt es bei den derzeit bekannten Vorhangliften, die die gesamte Vorhangschiene absenken, folgende Nachteile : Wegen des fallweise hohen Gewichts von Schiene mit Vorhang ist die Schienenlänge mit 4 m begrenzt und jeder Schienenlauf muss einzeln hochgezogen werden. Das bedingt für jeden einzelnen Schienenlauf mehrere Zugschnüre, welche an der Wand befestigt werden müssen und mit einer Schnurnachspannvorrichtung versehen sind. Am Montagebrett, welches an der Decke befestigt ist, sind wegen der richtigen Positionierung jedes einzelnen Schienenlaufs am oberen Endpunkt mehrere Zentrierführungsblöcke erforderlich.
Es wurde daher auch schon vorgeschlagen, die Vorhangschiene zweiteilig auszuführen, wobei der längere Schienenteil fix an der Decke angeschraubt ist und ein kurzer Schienenteil, ca.
80 cm, hochgezogen und abgesenkt wird. Dabei ergeben sich aber ebenfalls Nachteile : Es sind mehrere Einzelteile und Mechanismen notwendig, wie z. B. Einrastvorrichtung, Ausklinkmechanismus, Zentriernasen, Halteschlitten, Umlenkrollen, Zentrierführungsblöcke, mehrere Schnüre usw. Da die Vorhangschiene zweigeteilt ist, ergibt sich an den Stirnseiten der Schienenläufe ein Schienenstoss, der im Laufe der Zeit nicht immer genau fluchtet, sodass die Gefahr des Vorhanggleiter-
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steckens gegeben ist. Das Fassungsvermögen des kurzen absenkbaren Schienenteilstückes ist begrenzt, daher ist bei langen Karniesen ein mehrmaliges Absenken und Hochziehen des Schienenteilstückes, bis sämtliche Vorhangbahnen aufgehängt sind, erforderlich.
Egal, ob die Vorhangschiene ein-oder zweiteilig ausgebildet ist, immer ergibt sich das Problem, dass-sollten die Zugschnüre speziell beim Hochziehen von Schiene mit Vorhang nicht fest in der Hand gehalten werden - Schiene samt Vorhang rasant in Richtung Boden fallen. Ausserdem ist das VorhangEin- und Aushängen sowie die Bedienung der Zugschnüre nur am Schienenende möglich, welches oft schwer zugänglich ist. Die meisten Lifte eigenen sich nur bis zu einer maximalen Raumhöhe von 3, 50 m. Vorhanglifte konnten bisher nur mit maximal zweiläufigen Vorhangschienen ausgestattet werden.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Vorhanglift zu schaffen, der auch bei schweren Vorhängen mit geringem Kraftaufwand einfach zu bedienen ist und bei dem die Vorhangschiene bei Loslassen der Betätigungsvorrichtung immer in ihrer momentanen Stellung bleibt. Es sollen Vorhangschienen bis zu 6 m Länge und auch dreiläufige Schienen in einem einzigen Vorgang abgesenkt bzw. hochgezogen werden können.
Diese Aufgaben werden durch einen Vorhanglift der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Antriebsrad ein Schneckenrad ist, in das eine Schnecke eingreift, dass die Schnecke durch eine Endlosschnur, eine Endloskugelschnur oder durch einen Zahnriemen antreibbar ist und dass auf der Wickelwelle Zugschnüre auf-und abwickelbar sind, an denen eine Vorhangschiene befestigbar ist.
Ein Schneckengetriebe hat ein ausreichend hohes Untersetzungsverhältnis, dass auch schwerste Vorhänge mit geringem Kraftaufwand hochgezogen werden können. Die Betätigung erfolgt durch Ziehen an einer Endlosschnur, einer Endloskugelschnur oder einem Zahnriemen ; dies ist erheblich einfacher, als eine Vorhangschiene hochzukurbeln, wie dies gemäss der oben erwähnten AT-B-274 280 notwendig ist. Da Schneckengetriebe selbsthemmend sind, besteht keine Gefahr, dass eine
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Vorhangschiene ungewollt in Richtung Boden fällt ; es sind keinerlei Bremsen für diesen Zweck notwendig.
Bei Verwendung einer Endlosschnur besteht die Gefahr, dass sie durchrutscht. Um dies zu vermeiden, ist es zweckmässig, dass auf der Achse der Schnecke ein Schnurrad, in dem die Endlosschnur geführt ist, drehfest angeordnet ist und dass zwei Rollen über dem Schnurrad angeordnet und gegen das Schnurrad vorgespannt sind, sodass sie die Endlosschnur gegen das Schnurrad drücken. Bei Verwendung einer Endloskugelschnur oder eines Zahnriemens erfolgt die Kraftübertragung formschlüssig, sodass in diesen Fällen keine Gefahr des Durchrutschens besteht.
Schliesslich ist es günstig, wenn das Schneckenrad samt Schnecke und Endlosschnur, Endloskugelschnur oder Zahnriemen an verschiedenen Stellen der Wickelwelle montierbar ist. Auf diese Weise hat der Benützer die Möglichkeit, an jeder gewünschten Stelle den Vorhanglift zu bedienen.
Anhand der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines erfindungsgemässen Vorhangliftes, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 und Fig. 3 das Detail III von Fig. 1, nämlich eine Bohrung in einer Wickelwelle.
Ein Montagebrett 1 in der gleichen Länge wie die Vorhangschiene 10 ist an der Decke befestigt. Auf diesem Montagebrett 1 sind vier Lochwinkel 2 angeschraubt, die mit einer Bohrung versehen sind, wobei durch diese Bohrung eine Wickelwelle 3 in gleicher Länge wie das Montagebrett 1 gelagert ist. Auf der Wickelwelle 3 ist im mittleren Bereich ein Schneckenrad 4 angebracht, welches mittels einer Schnecke 5 angetrieben wird. Auf der Schneckenachse befindet sich ein Schnurrad 6, in dem eine Endlosschnur 7 oder eine Endloskugelschnur oder ein Zahnriemen geführt wird. Sollte über das Schnurrad 6 eine Endlosschnur 7 geführt werden, so befinden sich ober dem Schnurrad 6 zwei gefederte Rollen 11, welche auf die Endlosschnur 7 drücken, sodass diese, wenn sie gezogen wird, beim Schnurrad 6 nicht durchrutscht, sondern dieses mitdreht. Die Wickelwelle 3 besitzt vier Bohrungen 8.
Bei diesen vier Bohrungen wird je eine Zugschnur 9 befestigt, wo-
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