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Die Erfindung betrifft ein geschlossenes Luftkreislaufsystem für eine Vorrichtung zum Sortieren von Holzschnitzeln, bestehend aus Schnitzeln in unterschiedlichen Grössen und/oder Feinspänen, in einer Holzschnitzelverarbeitungskammer in getrennten Fraktionen mittels eines Gasstroms, der von einer oder mehreren Düsenkammern über einen Düsenschlitz in die Holzschnitzelverarbei- tungskammer hinein zugeführt wird und der den zu verarbeitenden, auf einer geneigten Unterlage gleitenden Holzschnitzeln einen Impuls verleiht.
Der oben beschriebene Typ einer Vorrichtung wird notwendigerweise mit einer Luftzirkulation versorgt, und zwar einerseits aufgrund von Aspekten bezüglich Energieeinsparung und anderseits wegen eines Staubproblems. Allerdings setzt der Betrieb der Vorrichtung selbst den Anlagen zur Implementierung der Zirkulation strenge Grenzen, um für die Vorrichtung keine Schwierigkeiten im Betrieb zu verursachen.
Eine Anordnung zur Einteilung von Holzhackschnitzeln nach der Dicke der Hackspäne in ver- schiedenen Fraktionen sowie zum Entfernen der unter den Hackschnitzeln möglicherweise befind- lichen Fremdkörper ist aus der DE 299 01 453 U1 bekannt, wobei eine Zufuhreinrichtung zum Aufbringen der Hackschnitzel auf eine geneigte Anlagefläche mit einem Spalt, der sich quer über die geneigte Anlagefläche erstreckt, vorgesehen ist. Durch diesen Spalt wird über einen Gasstrom eine Impulswirkung erzeugt. Ein geschlossenes Luftkreislaufsystem ist jedenfalls nicht gegeben, da Luft abgelassen wird.
Die US 2 051 570 A und die US 3 720 307 A zeigen weitere Sortiereinrichtungen, bei denen ebenfalls kein geschlossenes Luftkreislaufsystem gegeben ist, da Luft abgelassen wird.
Es ist ein Ziel der Erfindung, ein geschlossenes Luftkreislaufsystem für den oben beschriebe- nen Typ von Vorrichtung zu schaffen, wobei das Luftkreislaufsystem einen fehlerlosen Betrieb der Vorrichtung für seinen Teil sicherstellt.
Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel erreicht, indem und ist ein Luftkreislaufsystem der Erfin- dung dadurch gekennzeichnet, dass Luft von der Holzschnitzelverarbeitungskammer mittels eines Entstaubungszyklons in die eine oder mehreren Düsenkammern zirkuliert wird.
Die Holzschnitzelverarbeitungskammer ist so ausgeführt, dass sie unter einem negativen Druck gegenüber dem atmosphärischen Druck gehalten wird, so dass die in der Verarbeitungs- kammer unvermeidlicherweise vorhandenen Anzapfstellen - z.B. Auslassöffnungen für Förderbän- der - keinen Staub in die Umgebung abgeben. Die Anordnung ist folglich vorzugsweise so gestal- tet, dass der negative Druck der Holzschnitzelverarbeitungskammer so angepasst wird, dass er auf einem bestimmten Pegel gehalten wird, indem die Menge der Luft, die von der Verarbeitungskam- mer in den Entstaubungszyklon zu absorbieren ist, geregelt wird.
Zur Erhaltung ausgeglichener Druckverhältnisse wird die zu zirkulierende Luft durch eine zur Atmosphäre hin offene Leitung oder Kammer zirkuliert. Die zur Atmosphäre hin offene Leitung oder Kammer ist vorzugsweise in einem Rohr enthalten, das sich von dem Entstaubungszyklon zu der Düsenkammer erstreckt. Das sich vom Entstaubungszyklon zu der zur Atmosphäre hin offenen Leitung oder Kammer erstreckende Rohr ist mit einem Ventilator zur Regulierung des Drucks in der Verarbeitungskammer ausgerüstet.
Das sich von der zur Atmosphäre hin offenen Leitung oder Kammer erstreckende Rohr ist ebenfalls mit einem Ventilator ausgerüstet. Folglich wird der Druck in der Düsenkammer vorzugs- weise mittels dieses Ventilators geregelt.
Kraft dieser zur Atmosphäre hin offenen Leitung oder Kammer werden vorübergehende Druck- fluktuationen mit dem Ergebnis ausgeglichen, dass einerseits keine signifikanten Abgaben in die Atmosphäre stattfinden und andererseits die Vorrichtung bei ihrem Betrieb innerhalb der eingestell- ten Grenzwerte operiert.
Die Erfindung wird im folgenden genauer beschrieben unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen :
Figur 1 ist eine schematische vertikale Querschnittansicht einer Vorrichtung zum Sortieren von Holschnitzeln in einer geschlossenen Verarbeitungskammer durch die Anwendung einer Impuls- wirkung.
Figur 2 ist eine schematische Querschnittansicht eines geschlossenen Luftkreislaufsystems, angewendet auf die Vorrichtung der Figur 1.
Figur 1 ist die schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Sortieren von Holzschnitzeln 1 in getrennten Fraktionen. Feinspäne 13, die möglicherweise in den Holzschnitzeln 1 enthalten sind,
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werden aussortiert, um eine eigene Fraktion zu bilden, und einzelne Holzschnitzel 11,12 werden nach ihrer Dicke bestimmt nach übermässig dicken Holzschnitzeln 11(abweisen) und angenomme- nen Holzschnitzeln 12 (annehmen).
Die Vorrichtung umfasst eine Zufuhrvorrichtung 6, mit der die Holzschnitzel 1 auf eine geneigte Unterlage 2 für eine im wesentlichen einfache Schicht gebracht werden. Die einzelnen Holzschnit- zel 11.12 legen sich auf natürliche Weise auf die Unterlage 2, so dass sie auf der grössten Oberflä- che derselben zu liegen kommen, also im Falle der Holzschnitzel auf ihrer länglichen/seitlichen Oberfläche.
Die Unterlage 2 ist eine massive, ebene und dauerhafte flache Oberfläche, die eine steil ge- neigte Gleitunterlage zum Sortieren der Holzschnitzel 1 bildet.
Die aus der Zufuhrvorrichtung 6 kommenden Holzschnitzel 1 gleiten zunächst die geneigte Un- terlage 2 hinunter und dann über einen über die Unterlage angeordneten Schlitz 3, wobei der Schlitz so ausgeführt ist, dass er eine Impulswirkung 4 ausübt, die von der Unterlage 2 weg gerich- tet ist und auf ein oder mehrere Holzschnitzel 11, 12 oder Feinspäne 13 angewendet wird, die sich gerade am Schlitz ausgerichtet befinden. Die Impulswirkung ist so beschaffen, dass sie mittels eines Gasstroms 4, vorzugsweise eines Luftstroms produziert wird. Die Impulswirkung 4 kann eine Richtung haben, die im rechten Winkel zu der Unterlage 2 steht, oder auch in einem schiefen Winkel in Relation zu der Unterlage 2.
Der Luftstrom wird von einem Ventilator 7 generiert. Zur Gewährleistung der Gleichmässigkeit der Impulswirkung 4 ist zwischen dem Ventilator 7 und dem Schlitz 3 eine Düsenkammer 8 ange- ordnet.
Die Holzschnitzel 11,12 unterschiedlicher Dicke und die allfälligen Feinspäne 13 können ent- lang verschiedener Bewegungsbahnen getrennt werden, die von der Impulswirkung 4 für die zu sortierenden Partikel definiert werden.
Die Feinspäne 13, die kleiner sind als die Breite des Schlitzes 3, erfahren eine Maximalabwei- chung der Geschwindigkeit und sind deshalb geeignet, von einer Leit- bzw. Führungsplatte 14 in einer eigenen Fraktion in einen Schacht 15 abgelenkt zu werden.
Die einzelnen Holzschnitzel 11,12, die wesentlich grösser sind als die Breite des Schlitzes 3 und deshalb schwerer als die Feinspäne 13, erfahren einen Geschwindigkeitsabweichung, die wesentlich geringer ist als die von den Feinspänen 13 erfahrene, wenn sie sich am Schlitz 3 aus- gerichtet befinden. Ein druck-generierter Impuls sendet die einzelnen Holzschnitzel 11,12 fliegend in unterschiedliche, nach der Dicke definierte Bewegungsbahnen, und der Holzschnitzelstrom wird mittels einer Trennwand 5 in unterschiedliche Fraktionen unterteilt. Die Holzschnitzel 12 mit mini- maler Durchschnittsdicke fliegen über die Trennwand 5 und werden weiter geleitet zu einer Aus- wurfschnecke 10. Die Holzschnitzel mit maximaler Durchschnittsdicke fliegen eine kürzere Distanz und fallen in eine Zufuhrvorrichtung 6', die sich zwischen der Trennwand 5 und dem Schlitz 3 befindet.
In dem illustrierten Beispiel werden die in der Zufuhrvorrichtung 6' aufgenommenen Holz- schnitzel 11 mit maximaler Durchschnittsdicke in einer tieferen zweiten Vorrichtung neu verarbeitet, wobei eine Fraktion derselben (die im Durchschnitt leichteste Fraktion) über eine Trennwand 5' und weiter zu der Auswurfschnecke 10 geführt wird und ein anderer Anteil (die im Durchschnitt schwerste Fraktion) in einen Schacht fällt, der zwischen der Trennwand 5' und dem Schlitz 3 angeordnet und mit einer Auswurfschnecke 9 ausgerüstet ist.
Die Verarbeitung der Holzschnitzel 1 ist alles in allem so gestaltet, dass sie in einer staubdich- ten Verarbeitungskammer 17 stattfindet. Die Abgabe von Luft aus der Kammer 17 erfolgt durch eine Öffnung, die mit dem Bezugszeichen 34 versehen ist.
Figur 2 ist eine schematische Darstellung eines geschlossenen Luftkreislaufsystems für eine Vorrichtung wie in Figur 1 dargestellt.
In der Lösung der Figur 2 wird Luft von der Holzschnitzelverarbeitungskammer 17 mittels eines Entstaubungszyklons 18 in die Düsenkammern 8, 8' zirkuliert.
Die Holzschnitzelverarbeitungskammer 17 wird auf einem Unterdruck in bezug auf den Umge- bungsluftdruck gehalten. So geben allfällige Anzapfpunkte in der Verarbeitungskammer 17 keinen Staub an die Umgebung ab. Der Unterdruck der Holzschnitzelverarbeitungskammer 17 wird so angepasst, dass er auf einem bestimmten Niveau bleibt, indem die Luftmenge reguliert wird, die von der Verarbeitungskammer 17 in den Entstaubungszyklon 18 absorbiert werden soll.
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Um die Absorption staubgemischter Luft gleichmässig über die gesamte Breite der Verarbei- tungskammer 17 zu ermöglichen, ist die Einlassöffnung 34 so ausgeführt, dass sie sich über die gesamte Breite der Kammer 17 erstreckt.
Die zu zirkulierende Luft wird durch eine Kammer 19 geleitet, die über das Rohr 20 in Verbin- dung mit dem Entstaubungszyklon 18 und über die Rohre 21,21' mit den Düsenkammern 8, 8' steht.
Das Rohr 20 ist mit einem Ventilator 22 ausgestattet, womit der Druck in der Verarbeitungs- kammer 17 geregelt werden kann. Der Ventilator 22 wird zur Absorption der staubtragenden Luft von der Verarbeitungskammer 17 benützt. Die Luft passiert den Entstaubungszyklon 18, wobei sich der Staub abscheidet und aus dem Zyklon ausgeschieden wird (ein Pfeil 38).
Ein Ventilator 7 im Rohr 21 wird zur Druckregelung in der Düsenkammer 8 benützt, und somit des Drucks des aus dem Schlitz 3 kommenden Gasstroms 4. In Entsprechung dazu regelt der Ventilator 7' im Rohr 21' den Druck in der Düsenkammer 8'.
Kraft der zur Atmosphäre hin offenen Leitung oder Kammer 19 werden vorübergehende Druck- fluktuationen ausgeglichen, mit dem Ergebnis, dass keine signifikanten Abgaben an die Atmosphä- re stattfinden und anderseits die Ventilatoren 22 ; 7' sich nicht gegenseitig negativ beeinflussen.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Geschlossenes Luftkreislaufsystem für eine Vorrichtung, die zum Sortieren von Holz- schnitzeln (1), enthaltend Holzschnitzel (11,12) in unterschiedlichen Grössen und/oder
Feinspäne (13), in einer Holzschnitzelverarbeitungskammer (17) in getrennten Fraktionen mittels eines Luftstroms (4) verwendet wird, welcher Luftstrom aus einer oder mehreren
Düsenkammern (8,8') über einen Düsenschlitz (3) in die Holzschnitzelverarbeitungskam- mer (17) abgegeben wird und der eine Impulswirkung auf die zu verarbeitenden Holz- schnitzel (1) ausübt, welche entlang einer geneigten Unterlage (2) gleiten, wobei die Luft von der Holzschnitzelverarbeitungskammer (17) über einen Entstaubungszyklon (18) in die eine oder mehreren Düsenkammern (8,8') zirkuliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb des Entstaubungszyklons (18) so angelegt ist,
dass er mittels eines Ventilators (22) geregelt wird, und der Betrieb der Düsenkammer (8,8') so ausgelegt ist, dass sie mit- tels eines Ventilators (7, 7') geregelt wird und dass zwischen dem Ventilator (22), der den
Betrieb des Entstaubungszyklons (18) regelt, und dem Ventilator (7,7'), der den Betrieb der Düsenkammer (8,8') regelt, eine Leitung oder Kammer (19) angeordnet ist, die in ein
Rohr (20,21, 21') eingebracht ist, das sich vom Entstaubungszyklon (18) zu der Düsen- kammer (8, 8') erstreckt, wobei das Rohr, das sich vom Entstaubungszyklon zu der Dü- senkammer erstreckt, in Verbindung mit der Atmosphäre ist.