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Die Erfindung betrifft einen Werbeträger gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Es ist bereits bekannt, Werbungen, Ankündigungen oder sonstige Aufschriften bzw. Darstellungen auf einem Tuch anzuordnen, das, beispielsweise über Seile, an Gebäuden, Masten od. dgl., befestigt ist. Häufig stehen jedoch derartige Objekte für die Befestigung des Werbeträgers nicht zur Verfügung. Ein Werbeträger der eingangs Art ist beispielsweise aus der US 5 070 809 A bekannt.
Ein derartiger Fahnenmast ist jedoch nicht elastisch aufgebaut und kann damit nicht zur Spannung des Fahnentuches beitragen.
Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, einen Werbeträger zu schaffen, der einfach ausgebildet, stabil und standfest ist und leicht transportierbar ist und der auch dann, wenn keine Objekte für die Befestigung zur Verfügung stehen, aufgestellt werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung die Merkmale des Kennzeichens des Anspruches 1 vor. Eine solche Stange kann mit ihrer Verankerung an jedem beliebigen Ort aufgestellt werden und es ist dann lediglich notwendig, das mit der Werbung versehene Tuch durch geeignete Befestigungsmittel mit der Stange zu verbinden. Für den Transport kann das Tuch zusammengefaltet bzw. zusammengerollt und die Stange gesondert transportiert werden. Die elastische Stange strafft das Tuch auch bei stärkerem Wand und der Werbeträger kann aufgrund des Federgelenke Windböen nachgeben.
Die Stange aus biegbarem Material kann ähnlich einer Angelrute aufgebaut sein. Eine derartige Stange weist ein geringes Gewicht auf und es besteht daher auch keine Verletzungsgefahr, sollte die Stange umfallen. Die Stange kann infolge ihrer elastisch biegbaren Ausbildung das Fahnentuch spannen, sodass die auf diesem vorgesehene Werbung stets sichtbar ist. Die biegbare Stange wird in die Befestigungsmittel eingeschoben und in gebogener Stellung gehalten. Dadurch wird der Tuchrand und damit die Fahne gespannt gehalten.
Wird der erfindungsgemässe Werbeträger im Freien aufgestellt, so muss dafür Sorge getragen werden, dass die Stange bei Auftreten stärkerer Windböen nicht beschädigt wird ; dazu ist die Stange, vorzugsweise im Bereich ihrer Verankerung, mit dem Federgelenk versehen. Dieses Federgelenk ist so ausgebildet, dass es ein Abbiegen der Stange zulässt, in der Folge jedoch ein Wiederaufrichten der Stange infolge der Federwirkung sicherstellt. Vorzugsweise besteht das Federgelenk aus einer Schraubenfeder, deren eines Ende mit der Stange und deren anderes Ende mit der Verankerung verbunden ist. Die Verbindung kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass die Enden der Schraubenfeder auf die Stange und auf die zylindrisch ausgebildete Verankerung aufgesteckt und durch Schweissen mit diesen Teilen verbunden werden.
Die Befestigungsmittel können von einer entlang eines Tuchrandes im Tuch vorgesehenen, die Stange aufnehmenden Tasche gebildet sein, in welcher die Stange bei der Montage eingefädelt wird. Bei einer anderen Ausführungsform können am Tuch Ringe vorgesehen sein, weiche von der Stange durchsetzt sind.
Vor allem dann, wenn die Befestigungsmittel von einer die Stange aufnehmenden Tasche gebildet sind, ist es zweckmässig, dafür Sorge zu tragen, dass das freie Ende der Stange nicht das Tuch durchbohrt. Es ist daher von Vorteil, wenn erfindungsgemäss die Stange an ihrem freien Ende mit einem abgerundeten Abschluss, beispielsweise in Form einer Kugel versehen ist, die auf das Stangenende aufgesteckt werden kann.
Um den Transport des erfindungsgemässen Werbeträgers zu erleichtern, kann die Stange aus mehreren, beispielsweise durch Steckverbindungen miteinander verbundenen und/oder teleskopartig ineinander schiebbaren Teilen bestehen.
Um zu verhindern, dass sich beispielsweise durch Windeinwirkung das Fahnentuch entlang der Stange in Richtung zum freien Ende derselben verschiebt, kann dieses Tuch an seiner dem freien Ende der Stange gegenüberliegenden Seite an der Stange fixierbar sein.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Stange mit der Verankerung drehbar verbunden sein. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Werbeträger im Freien aufgestellt wird, da dann eine Bewegung desselben um die Drehachse bei wechselnder Windrichtung erfolgt, wodurch die Werbewirkung verbessert wird. Hiezu kann die Stange zumindest an ihrem mit der Verankerung verbundenen Ende als Rohr ausgebildet sein und über Wälzlager an einem innerhalb des Rohres angeordneten zylindrischen Stützteil der Verankerung drehbar gelagert sein.
Um ein unerwünschtes Verschieben des Rohres entlang des zylindrischen Stützteiles in Achsrichtung zu verhindern, kann eine das stirnseitige Ende des Rohres abstützende schalenförmige
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Aufnahme vorgesehen sein, deren Seitenwände mit der Rohraussenseite, vorzugsweise über ein Gewinde verbunden sind.
Um die Montage zu erleichtern, ist es weiters von Vorteil, wenn zwischen den Wälzlagern und der Rohrinnenwand eine, vorzugsweise aus Kunststoff bestehende, Hülse vorgesehen ist.
Die Verankerung der Stange kann dadurch erfolgen, dass die Stange mit dem Federgelenk in einer Aufnahmehülse eines an sich bekannten Ständers für einen Sonnenschirm od. dgl., verankert ist. Eine solche Verankerung ist beispielsweise dann zweckmässig, wenn der erfindungsgemässe Werbeträger im Inneren eines Gebäudes verwendet wird. Soll der erfindungsgemässe Werbeträger im Freien aufgestellt werden, so kann die Stange mit dem Federgelenk in einer Aufnahmehülse eines in den Erdboden einrammbaren Erdspiesses verankert sein.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Werbeträgers. Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie INI in Fig. 1 dar und Fig. 3 zeigt im Schnitt ähnlich jenem in Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform. Die Fig. 4 und 5 stellen weitere Ausführungen der Verankerung des Werbeträgers dar.
Der erfindungsgemässe Werbeträger besteht aus einer Stange 1 und einem als Fahne ausgebildeten Tuch 2. Die Stange 1 besteht beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Abschnitten, nämlich einem sich von einer Verankerung 3 der Stange aufwärts erstreckenden geraden Abschnitt 4 und einem sich daran anschliessenden, sich bis zum freien Ende der Stange erstreckenden gebogenen Abschnitt 5. Das Ende dieses gebogenen Abschnittes 5 weist einen abgerundeten Abschluss in Form einer Kugel 6 auf, die an das Ende des gebogenen Abschnittes 5 aufgesteckt ist.
Wie insbesondere auch aus Fig. 2 hervorgeht, weist der gebogene Abschnitt 5 ein konusförmiges Ende 7 auf, weiches in das obere Ende des geraden Abschnittes 4 eingesteckt ist, sodass eine Verbindung der beiden Abschnitte durch Reibungsschluss erfolgt. Es ist aber auch möglich, die Abschnitte mit verschiedenen Durchmessern auszubilden und teleskopartig ineinander zu schieben. Insbesondere dann, wenn die Stange 1 aus einem elastisch biegbaren Material, beispielsweise aus Fiberglas, besteht, ist es möglich, bei einer Verformung des gebogenen Abschnittes 5 diesen in den geraden Abschnitt 4 einzuschieben, wobei nach dem Ausziehen des gebogenen Abschnittes 5 dieser wieder seine gekrümmte Gestalt einnimmt.
Weiters ist es selbstverständlich möglich, die Stange 1 aus mehr als zwei Teilen herzustellen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist die Stange 1 von einer Tasche 8 aufgenommen, weiche entlang des Tuchrandes aus dem Material des Tuches 2 gebildet ist. Es können aber auch, wie in Fig. 3 dargestellt ist, am Rand des Tuches 2 Ringe 9 angeordnet sein, durch welche die Stange hindurchgefädelt wird.
Das der Halterung 3 benachbarte Ende der Tasche 8 ist mittels einer Fixiereinrichtung 10, beispielsweise durch einen Klettverschluss, an der Stange 1 fixierbar, sodass ein Verschieben des Tuches 2 entlang der Stange verhindert wird. Weiters ist unterhalb des Tuches 2 ein in der Zeichnung schematisch dargestelltes Federgelenk 11 vorgesehen, weiches dort ein Umbiegen der Stange beispielsweise bei Auftreten von Windböen ermöglicht und ein Abknicken der Stange verhindert, jedoch so ausgebildet ist, dass sich die Stange in der Folge wieder aufrichtet.
Die Verankerung des unteren Stangenendes kann bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in einer Aufnahmehülse 12 eines handelsüblichen Ständers 13, wie er beispielsweise für Sonnenschirme verwendet wird, erfolgen. Ein solcher, aus Kunststoff hergestellter Ständer wiegt lediglich etwa 200g und weist einen Behälter auf, der mit Wasser gefüllt werden kann, um dem Ständer die notwendige Stabilität zu verleihen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist das untere Ende der Stange 1 in der Aufnahmehülse 12'eines Erdspiesses 14 verankert, der in den Erdboden eingerammt wird. Das Tuch 2 weist ein Gewicht von etwa 200 bis 250g/m2 auf und kann mit beliebigen Aufschriften bzw. Darstellungen 15 versehen sein. Die Länge der Stange beträgt vorzugsweise zwischen 400 und 600 cm, das Gewicht etwa 350 bis 400 g.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist der aus dem Erdboden herausragende Abschnitt eines Erdspiesses 14 vom Ende einer Schraubenfeder 15 umgeben, die mit dem Erdspiess 14 durch Schweissen verbunden ist. Das anderen Ende der Schraubenfeder 15 ist in gleicher
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Weise mit einem zylindrischen Stützteil 16 verbunden. Die Schraubenfeder 15 bildet das in Fig. 1 schematisch dargestellte Federgelenk 11, welches ein Abknicken der Stange bei Auftreten von Windböen verhindert.
Der Stützteil 16 ist im Inneren des als Rohr 17 ausgebildeten Endes der Stange 1 angeordnet, wobei das Rohr 17 am Stützteil 16 der Verankerung 3 über Wälzlager 18 drehbar gelagert ist, sodass sich die Stange 1 bei wechselnder Windrichtung um die Achse des Stützteiles 16 verdrehen kann. Die Wälzlager 18 sind einerseits am Stützteil16, anderseits an einer, vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Hülse 19 aufgepresst. Am unteren Ende der Hülse 19 befindet sich eine schalenförmige Aufnahme 20, deren an der Aussenseite des Rohres 17 anliegende Wand 21 mit dem Rohrende über ein Gewinde verbunden ist. Bei der Montage des als Rohr 17 ausgebildeten Endes der Stange wird dieses Rohr 17 über die Hülse 19 geschoben und mit ihrem Gewinde auf das Gewinde der schalenförmigen Aufnahme 20 aufgeschraubt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Werbeträger, der ein mit einer Werbung versehenes Tuch (2) aufweist, das an einer Stan- ge (1) befestigt ist, die mit ihrem geraden, unteren Endabschnitt mit einer Verankerung (3) verbunden ist, wobei das als Fahne ausgebildete Tuch (2) an der Stange (1) durch im Be- reich eines Tuchrandes angeordnete Befestigungsmittel festgelegt ist, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Stange (1) aus einem biegbaren, vorzugsweise elastisch biegbaren,
Material, beispielsweise aus Fiberglas, besteht und im Bereich ihrer Verankerung (3) mit einem Federgelenk (11) versehen ist, und dass an den geraden Abschnitt (4) der Stange (1) ein sich bis zum freien Ende der Stange (1) erstreckender stetig gekrümmter Abschnitt (5) anschliesst, der entsprechend der Lage der im Bereich des Tuchrandes angeordneten
Befestigungsmittel,
vorzugsweise von einer entlang des Tuchrandes im Tuch (1) vorgese- henen, die Stange aufnehmenden Tasche (8), gebogen verläuft.
2. Werbeträger nach Ansprüche 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsmittel von am Tuch befestigten, von der Stange durchsetzten Ringen (9) gebildet sind.