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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abdecken einer zwischen einer Wand und einem Fussboden oder einer Decke entstehenden Innenkante eines Raumes mit einer an ihrer Im wesentlichen ebenen Rückseite längsgenuteten Abdeckleiste und wenigstens einem Befestigungsbeschlag zur Wandbefestigung der Abdeckleiste, wobei der Befestigungsbeschlag aus einer an der Wand befestigbaren Halteplatte besteht, die einen vorwärts abgewinkelten Fussteil und zumindest einen oberhalb des Fussteils vorwärts abstehenden, mit einem endseitigen Klemmteil in eine Längsnut der Abdeckleiste klemmend einsteckbaren Halteschenkel bildet, wobei die ordnungsgemäss auf den Befestigungsbeschlag aufgesteckte Abdeckleiste eine gegenüber der Halteplatte des Befestigungsbeschlages um einen abwärts zum Fussteil hin sich öffnenden spitzen Winkel geneigt verlaufende Rückseite aufweist.
Aus der AT 397 698 B ist eine derartige Vorrichtung bekannt, nach der die Abdeckleiste Dehnungs-und Schrumpfungsbewegungen des Bodens mitmacht, ohne dass dadurch Fugen zwischen Abdeckleiste und Wand bzw. Abdeckleiste und Boden entstehen. Da der Fussteil unter der Fussbodenoberfläche angeordnet ist, bleibt der verlegte Fussboden bei einer Bewegung stets in Kontakt mit der Abdeckleiste. Nachteilig dabei ist allerdings, dass die Abdeckleiste alle Bodenbewegungen mitmacht bzw. ausgleicht, weshalb sie federnd aufgehängt werden muss. Ausserdem ist es kaum möglich, Kabel im Zwischenraum zwischen Wand und Abdeckleiste zu verlegen, da diese bei einem Dehnen des Bodens zwischen Boden und Wand geklemmt werden und der Boden am Ausdehnen gehindert wird.
Weitere Vorrichtungen sind beispielsweise aus der AT 000 966 U, der AT 00264 U oder der AT 003 011 U bekannt und erlauben ein klipsartiges Befestigen von Abdeckleiste, wie Sockelleisten oder andere Abschlussleisten, mittels der Befestigungsbeschläge, so dass sich eine unsichtbare Befestigungsmöglichkeit ergibt und Leisten auch ohne gesonderte Verschraubungen oder Nagelungen montiert und bedarfsweise demontiert werden können.
Dazu lassen sich Befestigungsbeschlage sowohl in Form von Einzelbeschlägen als auch in Form von Profilschienen einsetzen, welche Beschläge sich über ihren Fussteil am Fussboden bzw. an der Decke abstützen und über ihre Halteplatte an der Wand befestigt werden, worauf die Abdeckleiste mit ihren in Zahl und Querschnitt an die Halteschenkel angepassten Längsnuten verrastend auf diese Halteschenkel aufsetzbar und ohne weitere Befestigungsmittel im Bereich der abzudeckenden Innenkante fixiert sind. Die bekannten Abdeckleiste weisen in dieser montierten Position annähernd eine zur Halteplatte parallele Rückseite auf, so dass zwischen der Leiste und der Halteplatte kaum ein Zwischenraum verbleibt und die Leisten zur Ausbildung von Kabelkanälen od. dgl. an der Rückseite entsprechend profiliert sein müssen.
Darüber hinaus besitzen die Abdeckleiste in Abhängigkeit von der jeweiligen Aussenkontur einen recht grossflächigen Querschnitt, der zu einem beträchtlichen Materialbedarf für die Leisten führt und die Herstellung der Abdeckvorrichtung aufwendig macht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich durch ihren verhältnismässig geringen Herstellungsaufwand auszeichnet und die Voraussetzung für eine beträchtliche Materialeinsparung bei der Leistenproduktion bietet und zugleich zum unsichtbaren Verlegen von Kabeln nutzbar ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Halteplatte zwei mit Abstand übereinander angeordnete Halteschenkel bildet, deren Klemmteile etwa eine Parallele zur Rückseite der aufgesteckten Abdeckleiste bestimmen und dass der Fussteil in an sich bekannter Weise oberhalb der Fussbodenoberflache bzw. unterhalb der Deckenoberfläche angeordnet ist. Durch die erfindungsgemässen Massnahmen wird nicht nur ein exakter, sauberer Klemmsitz für die Abdeckleiste erreicht, sondern lassen sich die Längsnuten in der Abdeckseite rationell mit gleicher Nutentiefe herstellen.
Wegen der Schräglage der montierten Abdeckleiste kommt es zwangsweise zwischen Befestigungsbeschlag und Abdeckleiste zu einem im Querschnitt etwa dreieckförmigen, sich zum Fussteil hin erweiternden Hohlraum, der bestens als Kabelkanal zum unsichtbaren Verlegen von verschiedensten Kabeln und Leitungen nutzbar ist, wobei die Rückseite der Abdeckleiste keinerlei den Kabelkanal erweiternde Aushöhlung, Ausrundung od. dgl. aufzuweisen braucht. Ausserdem lässt sich der Leistenquerschnitt durch einen geeigneten Rückseitenverlauf flächenmassig minimieren und bei der Leistenherstellung wertvolles Leistenmatenal einsparen. Die Aussenkontur der Abdeckleisten bleibt dabei nach wie vor frei wählbar, wobei zweckmässigerweise die Längsnuten aus Festigkeitsgründen in die sich ergebenden dickeren Querschnittsbereiche verlegt werden.
Auf rationelle Weise und unter bestmöglicher Materialnutzung entsteht so eine saubere Abdeckvorrich-
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tung, die sich nach der Montage im äusseren Erscheinungsbild nicht von vergleichbaren herkömmlichen Abdeckvorrichtungen unterscheidet.
Um für einen ordnungsgemässen Sitz der Abdeckleiste unter Einhaltung der schragverlaufenden Rückseite zu sorgen, müssen die Befestigungsschenkel des Befestigungsbeschlages und die zugehörigen Längsnuten der Abdeckleiste passend aufeinander abgestimmt sein. So verlaufen zweckmässigerweise bei einem Befestigungsbeschlag, dessen Halteplatte im wesentlichen zum Fussteil parallel ausgenchtete Halteschenkel bildet, die Längsnuten der Abdeckleiste mit ihrer Längsmittelebene zum fussteiiseitigen Leistenrand hin gegenüber einer Normalen auf die Rückseite der Abdeckleiste um einen spitzen Winkel geneigt, so dass sich beim Aufstecken der Halteleiste auf den Befestigungsbeschlag zwangsweise die nchtige Lage der Abdeckleiste und damit die erforderliche Neigung der Rückseite gegenüber der Halteplatte einstellt.
Ist hingegen eine Abdeckleiste vorgesehen, die Längsnuten mit zur Rückseite normal ausgerichteter Längsmittelebene aufweist, bildet erfindungsgemäss die Halteplatte des Befestigungsbeschlages gegenüber dem Fussteil um einen spitzen Winkel aufwarts schräggestellte Halteschenkel, wodurch wiederum das Aufstecken der Abdeckleiste zwangsweise zur erforderlichen Positionierung der Abdeckleiste mit gegenüber der Halteplatte schräggeneigter Leistenrückseite führt.
Um das Einhalten eines ordnungsgemässen Leistensitzes auf den Befestigungsbeschlägen sicherzustellen, Ist wenigstens einer der Halteschenkel mit einer stehenden, die Einstecktiefe begrenzenden Stützrippe versehen, so dass sich ein Anschlag für die Halteleisten ergibt und zusätzlich der Halteschenkel entsprechend versteift wird.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn dem untersten Halteschenkel eine sich bis zum Fussteil abwärts erstreckende Stützrippe zugehört und so der eigentliche Stützteil des Beschlages unbeschadet auch höhere Belastungen aufnehmen kann. Ausserdem entsteht für die Abdeckleiste vor allem bodenseits ein die Aufstecktiefe begrenzender Anschlag, so dass ein ausreichender Kabeikanaiquerschnitt gewährleistet ist und die Abdeckleiste auch sicher den vorragenden Fussteil übergreift.
Weist die Halteplatte im oberen, dem Fussteil gegenüberliegenden Randbereich eine Abflachung mit einer der Rückseitenneigung der aufgesteckten Abdeckleiste entsprechenden Neigung auf, ergibt sich auf einfache Weise im oberen Halteplattenbereich em die Endlage der Abdeckleiste bestimmender Anschlag, der eine zusätzliche flächige Abstützung der Abdeckleiste direkt an der Halteplatte mit sich bringt.
Die Befestigungsbeschläge können in üblicher Weise mittels Dübel und Schrauben an einer Wand befestigt werden, wozu in der Halteplatte eine entsprechende Befestigungsöffnung, vorzugsweise ein Langloch, vorgesehen ist. Besonders günstig ist es aber, wenn der Befestigungsbeschlag wenigstens einen an der Halteplatte rückseitig angesetzten Befestigungsbolzen, insbeson- dere in Form eines Schlagdübels, aufweist, so dass zur Wandbefestigung des Befestigungsbeschlages nur ein geeignetes Loch gebohrt zu werden braucht und dann der Befestigungsbeschlag mit seinem Befestigungsbolzen einfach durch Einschlagen in dieses Bohrloch montiert werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch veranschaulicht, und zwar zeigen Flg. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemässen Vorrichtung jeweils m teilgeschnittener Seitenansicht,
Fig 3 und 4 einen Befestigungsbeschlag der Vorrichtung nach Fig. 1 in Seitenansicht und
Vorderansicht sowie die
Fig.
5,6, und 7 ein abgeändertes Ausführungsbeispiel des Befestigungsbeschlages in Seiten- ansicht, Draufsicht und Rückansicht
Eine Vorrichtung 1 zum Abdecken einer zwischen einer Wand W und einem Fussboden F entstehenden Innenkante K umfasst eine Abdeckleiste 2 und wenigstens einen in Form von Einzelbe- schlägen oder in Profilschienenform vorgesehenen Befestigungsbeschlag 3, wobei die als Profil aus Holzwerkstoff oder Kunststoff hergestellte Abdeckleiste 2 eine das aussere Erscheinungsbild prägende Aussenkontur 4 und eine im wesentlichen ebene, mit Längsnuten 5 versehene Rückseite 6 bildet.
Der Befestigungsbeschlag 3 besteht aus einer an der Wand W befestigbaren Halteplatte 7 mit einem vorwärts abgewinkelten Fussteil 8 und zwei voneinander beabstandeten, oberhalb des Fussteiles 8 vorwärts abstehenden Halteschenkeln 9,10, auf welche endseitig Klemmteile aufweisende Halteschenkel 9,10 die Abdeckleiste 2 mit ihren rückseitigen Längsnuten 5 klemmend
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aufsteckbar ist. Bei ordnungsgemäss auf den Befestigungsbeschlag 3 aufgesteckter Abdeckleiste 2 ist die Rückseite 6 der Abdeckleiste 2 gegenüber der Halteplatte 7 des Befestigungsbeschlages 3 um einen abwärts zum Fussteil 8 hin sich offenden spitzen Winkel a schräggeneigt, so dass zwischen Befestigungsbeschlag 3 bzw. Wand W und der Abdeckleiste 2 ein als Kabelkanal bestens geeigneter Hohlraum 12 verbleibt.
Ausserdem erlaubt der geneigte Verlauf der Rückseite 6 eine Minimierung der Querschnittsfläche der Abdeckleiste 2, ohne die freie Wahl der Aussenkontur 4 zu beeinträchtigen oder die Festigkeit der Abdeckleiste 2 selbst zu gefährden.
Um den ordnungsgemässen Sitz der Abdeckleiste 2 am Befestigungsbeschlag 3 zu gewährleisten sind gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 einerseits die Längsnuten 5 der Abdeckleiste 2 mit ihrer Längsmitteiebene E normal (rechter Winkel ss) zur Rückseite 6 ausgerichtet und die Halteschenkel 9,10 der Halteplatte 7 gegenüber dem Fussteil 8 um einen spitzen Winkel a aufwärts schräggestellt, so dass beim Aufstecken der Abdeckleiste 2 auf die Halteschenkel 9,10 zwangsweise die spitzwinkelige Schrägstellung der Rückseite 6 zustande kommt.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird die gleiche zwangsweise Positionierung der Abdeckleiste 2 dadurch erreicht, dass die Halteplatte 7 des Befestigungsbeschlages 3 im wesentlichen zum Fussteil 8 parallel ausgerichtete Halteschenkel 9,10 bildet und die Längsnuten 5 der Abdeckleiste 2 mit ihrer Längsmittelebene E gegenüber einer Normalen N auf die Rückseite 6 der Abdeckleiste 2 um einen spitzen Winkel a zum fussteilseitigen Leistenrand 13 hin geneigt verlaufen Auch dadurch entsteht zwischen Wand W bzw. Befestigungsbeschlag 3 und Abdeckleiste 2 ein im wesentlichen im Querschnitt dreieckförmiger, sich nach unten zum Fussteil 8 hin öffnender Hohlraum 12, der als Kabelkanal nutzbar ist.
Gemäss den Ausführungsbeispielen nach Fig 1 und 2 bestimmen die Klemmtelle 11 der beiden Halteschenkel 9,10 des Befestigungsbeschlages 3 etwa eine Parallele P zur Rückseite 6 der aufgesteckten Abdeckleiste 2, so dass mit gleich tiefen Längsnuten 5 die gewünschte Aufsteckposition der Abdeckleiste 2 erreicht wird. Um diese Position zusätzlich festzulegen, ist der untere Halteschenkel 9 mit einer stehenden Stützrippe 14 versehen, die sich bis zum Fussteil 8 hin erstreckt und nicht nur eine Versteifung des Fussteils und des Halteschenkels ergibt, sondern auch als Anschlag zur Begrenzung der Einstecktiefe des Klemmteiles 11 in die Längsnut 5 dient.
Ein weiterer Anschlag fur die Abdeckleiste 2 entsteht durch eine Abflachung 15 im oberen Randbereich der Halteplatte 7, welche Abflachung 15 die gleiche Neigung a besitzt wie die Rückseite 6 der Abdeckleiste gegenüber der Halteplatte 7.
Wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 angedeutet, ist zur Wandbefestigung des Befestigungsbeschlages 3 in der Halteplatte 7 des Beschlages ein längliches, etwas überdimensioniertes Befestigungsloch 16 vorgesehen, durch das der Befestigungsbeschlag mittels nicht weiter dargestellter Dübel und Schrauben oder mittels eines Schlagdobels befestigt werden kann.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5,6 und 7 weist der Befestigungsbeschlag 3 hingegen einen an der Halteplatte 7 rückseitig angesetzten Schlagdübel 17 auf, mit dem sich der Befestigungsbeschlag 3 ohne zusätzliche Befestigungsmittel in ein entsprechendes Bohrloch der Wand einschla- gen und damit montieren lässt. Dieser Schlagdubel 17 besteht aus einem Dübelzapfen 18, der zur Verrastung im Bohrloch mit am Umfang verteilten, radial abstehenden Rastzungen 19 ausgestattet ist.
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