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Die Erfindung betrifft ein Nachrichtenübertragungssystem mit zumindest einem Teilnehmerendgerät, weiches über eine aus einer ersten und einer zweiten Ader gebildeten Teilnehmerleitung mit einer, vorzugsweise integrierten, Teilnehmer-Schnittstellenschaltung (SLIC), welche einen Schlel- fendetektor-Schaltkreis und einen Teilnehmerspeiseschaltkreis umfasst, verbunden ist, wobei Im Bereich des bzw. auf dem Tellnehmerendgerät (s) eine Teilnehmersignalisierungs-Anzeige vorgesehen ist, die über einen Slgnalisierungssteuerkreis steuerbar ist.
Nachrichtenübertragungssysteme mit Teilnehmersignalisierungs-Anzeigen sind seit einiger Zelt in Verwendung Insbesondere in den USA sind solche Teilnehmersignalisierungs-Anzeigen üblich, mit deren Hilfe den Teilnehmern ein bestimmter Zustand mittelbar Ist So wird der Zustand "Message waiting" (Nachricht abrufbereit) mittels eigens dafür am Teilnehmerendgerat angebrachten Glimmlampen bzw. LED angezeigt, für welche Funktion z. B. in Hotels ein besonderer Bedarf besteht, um den Hotel-Gästen das Vorhandensein einer hinterlegten Nachricht mitzuteilen, die In ihrer Abwesenheit in der Rezeption hinterlegt worden ist.
Bei dieser hinterlegten Nachricht kann es sich beispielsweise um eine schriftliche Notiz aber auch um eine elektronische Nachricht (voice message) handeln Üblicherweise betragen die Speisespannungen auf der Teilnehmerleitung 24V, 48V oder 60V Um ein Ansprechen der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige bel diesen Spannungen sicher zu unterbinden, wird die Zündspannung der Glimmlampe im Bereich von 90 bzw. 120V gewahlt oder es werden den LED-Anzeigen entsprechende Spannungskomparatoren vorgeschaltet, deren Schwellenwert auf diese hoheren Spannungswerte eingestellt ist.
Diese höheren Spannungen setzen aber auch aufwendige diskrete SLIC (Subscriber Line Interface Clrcuits) voraus, die im Gegensatz zu den integrierten SLIC, weiche mit einer maximalen Versorgungsspannung bis zu 90V betrieben werden können, über eine entsprechend hohere Spannungsfestigkeit verfügen, damit sie durch die relativ hohe Betriebsspannung der Slgnalisierungs-Anzelgelampen nicht zerstört werden. Der dafür erforderliche Platz und Schaltungsaufwand erhöht die Kosten für die Teilnehmersignalisierung.
In der US 5 612 995 A ist eine Vorrichtung zur Aktivierung einer TeilnehmersignallslerungsAnzeige (message walting), Insbesondere einer 90V-Neon-Anzeigelampe für ein bereits bestehendes Teilnehmerendgerat, in einem digitalen Telephonsystem beschrieben.
Um Kompatibilitätsprobleme bei der Ansteuerung der Neon-Anzeigelampe über eine digitale Vermittlung zu vermelden, ist eine Signal-Wandlereinhelt vorgesehen, welche ein digitales Signal zur Anzeige einer wartenden Nachricht in ein geeignetes Spannungssignal für die Anzeigelampe wandelt
Ein an einen Teilnehmer gerichtetes Gesprach wird zunachst an das Teilnehmerendgerät weitergeleitet Nach einer bestimmten Anzahl unbeantworteter Rufe wird das Gespräch an eine Voice-Mail-Einheit umgeleitet, welche das Gespräch automatisiert entgegennimmt und von der aus eine digitale Information über eine wartende Nachricht eines Anrufers erzeugt und über die Teilnehmerleitung an das Teilnehmerendgerät signalisiert wird.
Da in vielen bereits bestehenden Teilnehmerendgeräten zur Anzeige einer abzurufenden Nachricht eine Neon-Lampe vorgesehen ist, wird das von der Voice-Mail-EInheit kommende Signal zuerst von der Signal-Wandlereinhelt so umgewandelt, dass eine 90V-Lampe damit angesteuert werden kann Sobald ein derartiges Signal von der Wandieronheit detektiert wird, wird die zur Vermittlung führende Teilnehmerleitung über ein Relais vom Teilnehmerendgerät getrennt und mit einem Widerstand abgeschlossen, wahrend die zum Teilnehmerendgerat führenden Leitungen mit 90V beaufschlagt werden.
Der Vorteil dieser Anordnung liegt in dem durch diese erreichbaren hohen Sicherheitsstandard, die Ansteuerung der Anzeigelampe erfordert aber eine eigene, sehr aufwendige Signal-Wandlereinheit mit einem Mikroprozessor, die zwischen dem Teilnehmerendgerät und der Vermittlung geschaltet ist. Das Problem der begrenzten Spannungsfestigkeit von gebräuchlichen Teilnehmerschnittstellenschal- tungen und der Ansteuerung von Anzeigelampen mit einer hoheren Betriebsspannung als 90V wird in dieser Druckschrift nicht erwähnt.
Weiters ist in der JP 6-164772 A ein Treiberschaltkreis für eine Teilnehmersignalislerungs- Anzeige gezeigt, bei der die Teilnehmerendgerate über eine Speisespannungsquelle von einer Vermittlungsstelle aus versorgt sind und bei Vorhegen einer anzuzeigenden Nachricht die zum betreffenden Teilnehmerendgerät führenden Adern der Teilnehmerleitung über zwei Relaiskontakte einerseits an die Speisespannungsquelle und andererseits an eine Zusatzspannungsquelle geschaltet werden, die zusammen eine ausreichend hohe Spannung für den Betrieb einer beim Teilnehmer angeordneten Teihehmersignahsierungs-Anzetge erzeugen. Die Gleichspannung der
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Zusatzspannungsquelle wird dabei durch Gleichrichtung der Wechselspannung der in der Vermittlungsstelle vorhandenen Rufspannungsquelle erhalten.
Aufgrund der zumindest zwei erforderlichen Relais-Kontakte zur Beaufschlagung der Signalisierungsanzeige mit einer Spannung ergibt sich ein relativ hoher technischer Aufwand und eine hohe Fehleranfälligkeit dieser Schaltungsanordnung.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schaltungsanordnung für eine Teilnehmersignalisierung der eingangs genannten Art anzugeben, die mit kostengünstigen Schaltkreisen, vorzugsweise integrierten SLIC-Schaltkreisen betrieben werden kann.
Weitere Aufgabe ist es, eine Schaltungsanordnung anzugeben, mit der auch Signalisierungsanzeigen mit einer relativ hohen Betriebsspannung angesteuert werden können.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zwischen der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung und der ersten Ader der Teilnehmerleitung ein steuerbarer Schalter geschaltet ist, der In einer ersten Stellung die erste Ader der Teilnehmerleitung und einen Eingang der TeilnehmerSchnittstellenschaltung miteinander verbindet und In einer zweiten Stellung die erste Teilnehmerleitungsader mit einem Pol einer Zusatz-Spannungsquelle verbindet, wobei der andere Pol der Zusatzspannungsquelle mit einem Speisespannungseingang der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung verbunden ist, und dass der steuerbare Schalter über den Signalisierungssteuerkreis steuerbar ist.
Auf diese Weise kann der Schleifendetektor-Schaltkreis der Teilnehmerschnittstellen-Schaltung wie bisher für die Überwachung des in der Teilnehmerleitung fliessenden Schleifenstromes verwendet werden, wobei im umgeschalteten Zustand des steuerbaren Schalters eine Teilnehmersig- nalisierungs-Anzeige betrieben und bei Detektion eines Schleifenstromes in der einen Teilnehmerleitungsader die Deaktivierung der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige bewirkt werden kann. Damit ist ein gesonderter Teilnehmerspeisungs-Schaltkreis für die Teilnehmersignalisierungs-Anzeige nicht mehr erforderlich, wodurch Platzbedarf und Kostenaufwand gegenüber herkömmlichen Lösungen verringert werden können. Weiters fällt auch der Aufwand eines separaten Überspannungsschutzes für den eingesparten Schaltkreis weg.
Eine Variante der Erfindung kann darin bestehen, dass die Zusatzspannungsquelle aus einer ersten Spannungsquelle und einer mit dieser seriell verbundenen zweiten Spannungsquelle gebildet ist, wobei einer der Pole der ersten Spannungsquelle negative Polarität und einer der Pole der zweiten Spannungsquelle positive Polarität gegenüber dem Erdpotential aufweist, und dass der negative Pol der ersten Spannungsquelle mit dem Speisespannungseingang der TeilnehmerSchnittstellenschaltung und der positive Pol der zweiten Spannungsquelle in der zweiten Stellung des steuerbaren Schalters mit der ersten Ader der Teilnehmerleitung verbunden ist, wobei die
Höhe der Klemmenspannung der ersten Spannungsquelle die maximal zulässige Betriebsspan- nung der Teilnehmerschnittstellenschaltung nicht übersteigt.
Dadurch kann einerseits die volle maximale Spannung mit Hilfe der ersten Spannungsquelle an die Teilnehmerschnittstellenschaltung angelegt werden und die für das Erreichen der Glimmlam- pen-Zündspannung erforderliche Differenz durch die positive zweite Spannungsquelle aufgebracht werden, wobei sich positive und negative Spannung zu der erforderlichen Zündspannung addieren
Gemäss einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung kann die Klemmenspannung der ersten Spannungsquelle -85V und die Klemmenspannung der zweiten Spannungsquelle +40V betragen. Damit kann einerseits über die erste Spannungsquelle allein eine Glimmiampe mit einer üblichen Zündspannung von ca. 90V und durch Hinzuschalten der zweiten Spannungsquelle mittels steuerbarem Schalter eine Glimmlampe mit einer Zündspannung von ca. 120V betrieben werden.
Zur Sicherung der Eingange der integrierten Teilnehmer-Schnittstellenschaltung gegen Über- spannungen kann dieser-in an sich bekannter Weise - ein Uberspannungs-Schaltkrels vorge- schaltet sein, der im Überspannungsfall eine Zerstörung der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung verhindert.
Ein sicheres und mit geringem Verbrauch durchzuführendes Umschalten kann gemäss Weiter- bildung der Erfindung dadurch erreicht werden, dass der steuerbare Schalter durch den Schalt- kontakt eines bistabilen Relais gebildet ist.
Weiters kann vorgesehen sein, dass die erste Ader durch die erdbezogene Ader gebildet ist, weil in vielen Fällen für die andere, spannungsführende Ader der Teilnehmerleitung zwei Spei- sungseingänge vorgesehen sind, sodass das Bereitstellen einer höheren Spannung für den Betrieb
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der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige unter teilweiser Nutzung dieser Speisungseingänge auf sehr einfache Weise durchgeführt werden kann.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der in der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung (SLIC) vorgesehene Schaltkreis mit Schleifendetektor-Funktion zumindest einen Eingang zur Detektion des in der ersten oder der zweiten Ader der Teilnehmerleitung fliessenden Schleifenstromes aufweist. Damit kann ein Schleifenstrom auch dann festgestellt werden, wenn dieser über nur einen Eingang der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung fliesst Ein solcher Betriebsfall liegt dann vor, wenn der steuerbare Schalter in seine zweite Stellung geschaltet Ist und damit der Stromfluss über die Zusatzspannungsquelle umgeleitet wird.
Die Detektion eines Schleifenstromes Ist deshalb durch die besondere Gestaltung der Teilnehmer-Schnittstellenschal- tung möglich, obwohl dieser nur in einen Eingang der Tellnehmer-Schnittstellenschaltung fliesst
Für die möglichst verlustleistungsarme Erzeugung der zum Betrieb der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige erforderlichen Betriebsspannung kann die erste durch einen Gleichspannungswandler gebildet sein.
Weiters kann gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung der Gleichspannungswandler in seiner Ausgangsspannung steuerbar sein, wobei eine, vorzugsweise rampenförmige, Übergangsfunktion zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert der Ausgangsspannung einstellbar ist. Mit Hilfe der Übergangsfunktion kann vermieden werden, dass infolge eines schnellen Spannungssprunges ein im Teilnehmerendgerät befindliches Lautwerk kurzzeitig anspricht. Ein möglichst kontinuierlicher Übergang zwischen dem ein- und dem ausgeschalteten Zustand verhindert somit ein Aktivwerden des Läutwerkes
Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung einer TeilnehmersignallslerungsAnzeige unter Verwendung eines erfindungsgemässen Übertragungssystems.
Aufgabe Ist es, eine Abschaltung der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige mit Hilfe der für die Telephoniezwecke vorgesehenen Teilnehmerschnittstellenschaltung zu ermöglichen, um die Kosten und den Platzbedarf für einen weiteren Teilnehmerspeiseschaltkreis inklusive der Detektoren einzusparen.
Erfindungsgemäss ist nun vorgesehen, dass zur Aktivierung der TeilnehmersignalisierungsAnzeige ein Pol der Zusatzspannungsquelie mit der ersten Ader der Teilnehmerleitung verbunden wird, und dass die Teilnehmerschnittstellen-Schaltung den in der zweiten Ader der Teilnehmerleitung fliessenden Schleifenstrom überwacht und die Teilnehmersignalisierungs-Anzeige bel Überschreiten eines vorbestimmbaren Schwellenwertes deaktiviert wird.
Damit kann die Teilnehmer-Schnittstellenschaltung einerseits ihre Funktionen hinsichtlich der Speisung, Rufsignalisierung und Schleifenstromüberwachung für das Teilnehmerendgerät ausüben und andererseits auch die Signale für die Beendigung der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige liefern, sobald ein Schleifenstrom detektiert wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Aktivierung und die Deaktivierung der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige mit einer Übergangsfunktion vorgenommen wird. Die Übergangsfunktion hat ein relativ langsames Anwachsen der für die Signalisierung erforderlichen Betriebsspannung zur Folge.
Für digitale Steuerungen kann es weiters von Vorteil sein, wenn in Weiterbildung der Erfindung die Übergangsfunktion aus einer rampenartigen Erhöhung bzw. Verringerung der Spannung gebildet wird. Damit kann jeder Spannungsstufe ein digitaler Wert zugeordnet werden, wodurch eine mit einfachen Mitteln programmierbare Steuerung vorgenommen werden kann, und wobei die Übergangsfunktion vorzugsweise aus acht einzelnen Spannungsstufen gebildet sein kann.
Gemäss einer weiteren Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass für die Rufsignalislerung der steuerbare Schalter In die erste Stellung und bel Vorliegen einer Teilnehmersignalisierungs-Anzeige während der Rufpausen in die zweite Stellung umgeschaltet wird.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei- spiels eingehend erläutert. Es zeigt dabei
Fig 1 ein tellweises Blockschaltbild einer Ausfuhrungsform des erfindungsgemassen Nachrichtenübertragungssystems
Fig. 1 zeigt Teile eines Nachrichtenübertragungssystems, Insbesondere eines Telephonystems, mit einer aus einer ersten und zweiten Ader a, b gebildeten Teilnehmerleitung, die zu einem nicht dargestellten Teilnehmerendgerat fuhrt, welches über die Teilnehmerleitung a, b mit einer,
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vorzugsweise integrierten, Teilnehmer-Schnittstellenschaltung (SLIC) 3 verbunden ist. Grundsatzlich kann im Rahmen der Erfindung eine Teilnehmer-Schnittstellenschaltung auch für mehrere Teilnehmerendgeräte vorgesehen sein.
Die Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 ist Teil einer Nebenstellenanlage, eines Wählamts od. dgl., übt verschiedene Funktionen für die Nachrichtenübertragung aus und beinhaltet neben anderen Schaltkreisen einen Teilnehmerspeisungs-Schaltkreis und einen Schleifendetektor-Schalt- kreis, der auftretende Schleifenströme in der Teilnehmerleitung a, b detektiert und dafür ausgelegt ist, diese beim Abheben des Teilnehmerendgerät-Horers auftretenden Schleifenstrome festzustellen und bei Überschreiten eines bestimmten Stromschwellenwertes an eine mit der Teilnehmerschnittstellenschaltung 3 verbundene zentrale Steuereinrichtung 17 ein Signal abzugeben, mit deren Hilfe ein an der Teilnehmerleitung a, b anliegendes Rufsignal beendet wird.
Im Bereich des bzw. auf dem Teilnehmerendgerät (s) ist eine ebenfalls nicht abgebildete, optische oder akustische Teilnehmersignalisierungs-Anzeige, z. B. eine Glimmlampe vorgesehen, die über einen Signalisierungssteuerkreis 12 der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung steuerbar ist.
Damit können dem Teilnehmer verschiedene Zustände, z. B."Nachricht wartet", von der Nebenstellenanlage oder dem Wählamt aus angezeigt werden. Glimmlampen mit ca. 90V und mit ca.
120V Zündspannung werden für solche Teilnehmersignalisierungs-Anzeigen eingesetzt. Als optische Teilnehmersignalierungs-Anzeige kann aber auch eine LED Verwendung finden, der ein Spannungskomparator vorgeschaltet ist, der diese bei Überschreiten einer Spannungsschwelle von z.
B. 90V oder 120V aktiviert
Bisher war für die Teilnehmersignalisierungs-Anzeige eine eigene Schnittstellenschaltung erforderlich gewesen, da für den Betrieb einer Signalisierungsanzeige mit einer Zündspannung von 120V eine übliche integrierte Teilnehmerschnittstellenschaltung nicht ausreichend spannungsfest ist Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass zwischen der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 und der ersten Ader a der Teilnehmerleitung ein steuerbarer Schalter 8 geschaltet ist, der - wie In Fig.
1 gezeigt - in einer ersten Stellung die erste Ader a der Teilnehmerleitung und einen ersten Eingang 10 der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 miteinander verbindet und in einer zweiten Stellung die erste Teilnehmerleitungsader a mit einem Pol einer Zusatz-Spannungsquelle 4,5 verbindet, die im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer ersten und einer mit dieser verbundenen zweiten Spannungsquelle zusammengesetzt ist. Der andere Pol der Zusatzspannungsquelle 4,5 ist mit einem Speisespannungseingang 14 der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 verbunden.
Damit liegt in der zweiten Schalterstellung des steuerbaren Schalters 8 an der ersten Ader a der Teilnehmerleitung gegenüber dem Speisungseingang 14 der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 die Summe der Spannungen der ersten und der zweiten Spannungsquelle 4,5 an, wodurch die Teilnehmersignalislerungs-Anzelge ausreichend Spannung erhält und die Anzeige aktiviert wird.
Einer der Pole der ersten Spannungsquelle 4 weist negative Polarität und einer der Pole der zweiten Spannungsquelle 5 positive Polarität gegenüber dem Erdpotential auf, wobei der negative Pol der ersten Spannungsquelle 4 mit dem Speisespannungseingang 14 und der positive Pol der zweiten Spannungsquelle 5 in der zweiten Stellung des steuerbaren Schalters 8 mit der ersten Ader a der Teilnehmerleitung verbunden ist Die Höhe der Klemmenspannung der ersten Spannungsquelle 4 ist so gewählt, dass sie die maximal zulässige Betriebsspannung der Teilnehmerschnittstellenschaltung 3 nicht übersteigt.
Die Klemmenspannung der ersten Spannungsquelle 4 beträgt im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1-85V und die Klemmenspannung der zweiten Spannungsquelle 5 +40V. Damit stehen einerseits 85V für eine Glimmlampe mit einer Zündspannung von ca. 90V und andererseits In der zweiten Stellung des Schalters 8 125V für eine Glimmlampe mit einer Zündspannung von ca. 120V zur Verfügung. Beide Fälle sind somit mit der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung realisierbar.
Der zwischen der ersten und der zweiten Schalterstellung steuerbare Schalter 8 ist über den Signalisierungssteuerkreis 12 steuerbar, der seine Information aus der zentralen Steuereinrichtung
17 erhält. Diese zentrale Steuereinrichtung 17 bewirkt die Aktivierung und Deaktivierung der Teil- nehmersignalisierungs-Anzeige sobald ein entsprechender Befehl für eine an das Teilnehmerendgerät zu signalisierende Nachricht vorliegt. Sie weist daneben auch einen mit der Teilnehmer- Schnittstellenschaltung verbundenen Eingang auf, der mit dem Ausgang des SchleifendetektorSchaltkreises verbunden ist.
Sobald In diesem ein den vorgegebenen Schwellenwert übersteigen-
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der Schleifenstrom festgestellt wird, bewirkt die zentrale Steuerung 17 die Deaktivierung der Teil- nehmersignalislerungs-Anzeige. Der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 unmittelbar vorgeschaltet ist ein Überspannungs-Schaltkreis 2, der die empfindlichen Eingänge 10,11 der Teilnehmer- Schnittstellenschaltung 3 vor gelegentlich auftretenden Überspannungen schützt
Der steuerbare Schalter ist vorzugsweise durch die Schaltkontakte 8 eines bistabilen Relais 1 gebildet, weiches die Vorteile eines niedrigen Leistungsverbrauches und einer hohen Spannungsfestigkeit aufweist. Ein bistabiles Relais zieht im jeweils eingenommenen Kontaktzustand im wesentlichen keinen Strom.
Alle anderen Arten von steuerbaren Schalter sind verwendbar, die meisten haben aber entweder einen hohen Leistungsverbrauch oder eine zu geringe Spannungsfestigkeit.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 ist die erste Ader a, die durch den steuerbaren Schalter 8 über den Überspannungs-Schaltkreis 2 mit dem einen Eingang 10 der Teilnehmer-Schnittstellenschaltung 3 verbunden ist, durch die erdbezogene Ader (tip) gebildet. Grundsätzlich kann aber auch die spannungsführende Ader b (ring) durch den steuerbaren Schalter unterbrochen werden.
Die Verwendung der ersten Ader a ist deshalb besonders vorteilhaft, weil die spannungsführende Ader b des SLIC 3 mit zwei Speisungseingängen 13,14 in Verbindung steht, die an zwei verschiedene Spannungen,-48V und an die erste Spannungsquelle 4 -85V gelegt sind, wobei letztgenannte Spannungsquelle zur Versorgung der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige und der Rufsignalisierung dient, die entweder mit -85V oder in der zweiten Schalterstellung durch Zuhilfenahme der zweiten Spannungsquelle 5 mit -125V betrieben werden kann Sowohl die erste als auch die zweite Spannungsquelle 4, 5 können jeweils durch einen DC/DC-Konverter gebildet sein.
In der ersten Schalterstellung des steuerbaren Schalters 8 fliesst bei geschlossener Teilnehmerschleife sowohl in der ersten als auch in der zweiten Teilnehmerleitungsader ein Schleifenstrom über die Eingange 10,11 In den Schleifendetektor-Schaltkreis 3, wobei die in beide Eingange 10, 11 fliessenden Ströme addiert und mit einem einstellbaren Schwellwert verglichen werden.
Befindet sich der steuerbare Schalter 8 in der zweiten Schalterstellung wird die Teilnehmersig- nalisierungs-Anzeige aktiviert Ein Schleifenstrom fliesst nur in den Eingang 11 des SLIC 3, während der Eingang 10 stromlos bleibt. Der Schlelfendetektor-Schaltkreis weist zu diesem Zweck zumindest einen Eingang zur Detektion des in der ersten oder der zweiten Ader a, b der Tellnehmerleitung fliessenden Schleifenstromes auf. Damit kann auch der in nur einer Teilnehmerleitungsader, in Fig. 1 der Ader b, fliessende Strom detektiert werden.
Aufgrund der internen Schaltung des Schleifendetektor-Schaltkreises Ist der Schwellenstrom für den einen Eingang 11 In der zweiten Schalterstellung doppelt so gross wie der Schwellenstrom für den in belde Eingänge 10, 11 fliessenden Schleifenstrom in der ersten Schalterstellung.
Wird die Tellnehmerslgnalisierungs-Anzeige gemass Flg. 1 über den steuerbaren Schalter 8 aktiviert, d. h. der Schalter 8 in die zweite Stellung geschaltet, so fliesst der Schleifenstrom nur über den zweiten Eingang 11 des SLIC 3, wobei ein im Vergleich zum Nenn-Schwellenstrom, z. B. 8 mA, doppelt so hoher Schwellenstrom von 16 mA überschritten werden muss. Wird ein Teilnehmerendgerät-Hörer bei vorliegender Teilnehmersignalislerung abgehoben, übersteigt der Schleifenstrom die Schwelle von 16 mA. Als Folge davon wird eine Deaktivierung der Teilnehmerslgnalislerung durch die zentrale Steuereinrichtung 17 vorgenommen.
Wird ein zweipoliges, bistabiles Relais verwendet, kann der zusätzliche Pol dazu verwendet werden, um den Schwellenwert des Eingangsstromes für den SLIC 3 für die Teilnehmersignali- sierung einzustellen. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, da dieser Wert auch über einen Steuereingang des SLIC 3 bestimmbar ist
Durch die Mitverwendung des SLIC 3 für die Teilnehmersignalisierungs-Anzeige kann nicht nur ein eigener Teilnehmerspeisungsschaltkreis sondern auch ein zusätzlicher Überspannungsschalt- kreis eingespart werden, sodass sich Kosten und Platzaufwand verringern In Fig.
1 ist lediglich ein gewöhnlicher Überspannungsbauteil 7, z. B ein kostengünstiger Varistor, für die Zusatzspannungsquelle 5 vorgesehen
Die erste Spannungsquelle 4 Ist in Flg 1 durch einen Gleichspannungswandler gebildet, der von einem Oszillator 6 mit einer Frequenz von z.
B 32 kHz gesteuert wird, welche aus einem DP-PLL-Schaltkreis gewonnen wird Frequenz und Kurvenform des Generators sind ohne Einfluss auf die Erfindung und können nach Belieben variiert werden Der Gleichspannungswandler 4 erzeugt dabei aus der vorhandenen Batterrespannung -48V die Spannung -85V, welche Im
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Rahmen der Erfindung aber auch auf anderem Wege zur Verfügung gestellt werden kann und die an dem Speisungseingang 14 der Teilnehmerschnittstelfen-Schaltung 3 anliegt. An einem weiteren Speisungseingang 13 liegt über eine Diode 16 die Batteriespannung-48V an, wobei die spannungsführende Ader b (ring) über einen Steuereingang 15 zwischen dieser Spannung und den - 85V umschaltbar ist.
Die angegebenen Spannungswerte sind innerhalb bestimmter Grenzen frei wählbar und sind im Rahmen der Erfindung keiner Einschränkung unterworfen.
Die Ausgangsspannung der zweiten Spannungsquelle 5 von +40V wird in einem weiteren Gleichspannungswandler durch Taktung über den Takteingang 19 des Oszillators 6 erzeugt. Die Höhe der Ausgangsspannung ist darauf abgestimmt, dass sie in Summe mit den-85V am Eingang 14 einen Spannungswert ergibt, der jener der Betriebsspannung der TeilnehmersignalisierungsAnzeige entspricht. Dementsprechend wird die Ausgangsspannung der Zusatzspannungsquelle immer den Erfordernissen der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige anzupassen sein.
Folgende Zustände ergeben für das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 in den beiden Schalterstellungen die folgenden Spannungswerte.
Erste Schalterstellung : Ruhe/Rufpausen-48V
Ruf-85V Schteife-48V Teilnehmersignal. -Anzeige 90V während Ruhe bzw. Rufpausen -85V
Zweite Schalterstellunq (Teilnehmersianalisierunos-Anzeiae) : Teilnehmersignal.-Anzeige 120V während Ruhe bzw. Rufpausen 40V + abs (-85V) = 125V
Der Gleichspannungswandler 5 ist in seiner Ausgangsspannung steuerbar, wobei eine, vorzugsweise rampenförmige, Obergangsfunktion zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert der Ausgangsspannung einstellbar ist Die Aktivierung und die Deaktivierung der Teilnehmersigna- lisierungs-Anzeige wird demnach mit Hilfe einer Übergangsfunktion vorgenommen.
Damit kann das Ansprechen des Teilnehmerendgerät-Lautwerks vermieden werden, welches bei schnellen Span- nungssprüngen von 85V bzw. 125V an der Teilnehmerleitung a, b sonst kurz hörbar sein würde.
Die Übergangsfunktion wird aus einer rampenartigen Erhöhung bzw. Verringerung der Spannung gebildet, welche vorzugsweise aus acht einzelnen Spannungsstufen gebildet wird.
Die Gleichspannungswandler 4 und 5 werden durch vier Port-Signale gesteuert, von denen drei Signale dazu benützt werden, um die Pegel des 32 kHz-Signals einzustellen, mit dem der Gleichspannungswandler 5 betrieben und dessen Ausgangsspannung gesteuert wird. Dies ermöglicht einen relativ sanften Verlauf der an die Teilnehmersignalisierungs-Anzeige angelegten Betriebsspannung. Das vierte Signal der vier verwendeten Port-Signale dient dazu, die DC/DCKonverter zu starten und anzuhalten. Durch das relativ langsame Anwachsen der Betnebsspannung für die Teilnehmersignalisierungs-Anzeige, das z. B zumindest über 300 ms erfolgen sollte, kann die Aktivierung des Läutwerks verhindert werden.
In Leerlaufstellung des Gleichspannungswandlers 5, wenn also keine Teilnehmersignalisierungs-Anzeige erfolgen soll, wird eine Umschaltung des steuerbaren Schalters 8 veranlasst, sodass beide Adern a, b über den Überspannungsschaltkreis 2 mit dem SLIC 3 verbunden sind.
Die Teilnehmerschnittstellen-Schaltung 3 wird erfindungsgemäss dazu verwendet, die Steuerung einer Teilnehmersignalisierungs-Anzeige vorzunehmen, wobei die TeilnehmerschnittstellenSchaltung 3 den Schleifenstrom in der Teilnehmerleitung a, b überwacht und die Teilnehmersigna- lisierungs-Anzeige bei Überschreiten eines vorbestimmbaren Schwellenwertes deaktiviert wird.
Besteht eine Teilnehmersignaherungs-Anzeige und der Hörer des Teilnehmerendgeräts wird abgehoben, steigt der Schleifenstrom auf einen relativ hohen Wert, der durch den Schleifendetektor im SLIC 3 erkannt wird. Als Folge davon wird der steuerbare Schalter 8 in seine erste Stellung umgeschaltet und die Verbindung der Ader a mit dem Gleichspannungswandler 5 unter-
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brochen, wodurch sich eine Beendigung der Teilnehmerslgnalislerungs-Anzeige ergibt
Während eine Rufsignalisierung durchgeführt wird, kann nur in den Rufpausen die Teilnehmer- signalislerungs-Anzeige aufleuchten,
weil die volle Ausgangsleistung für die Ruferzeugung zur Verfügung stehen muss Die -85V werden in diesem Fall für das Rufsignal der Teilnehmerschnitt- stellen-Schaltung 3 allein bereitgestellt (balanced ringing).
Die Teilnehmersignaiisierungs-Anzeige erfolgt jedoch in den Rufpausen, sodass die Signaliserungs-Anzeige zumindest z. 8. alle 300 ms - 6 s aufleuchtet Zu diesem Zweck wird der steuerbare Schalter 8 während der Rufpausen In die zweite Stellung umgeschaltet Werden mehrere Teilnehmerendgeräte über eine Teilnehmerschnittstellen-Schaltung bedient, ist eine entsprechende Synchronisierung des Rufsignals bzw. der Teilnehmersignalisierungs-Anzeige für alle Teilnehmerendgerät einer Teilnehmergruppe erforderlich, damit die Signalisierungs-Anzeige weiterhin in den Rufpausen aufleuchten kann.