DE2803282C2 - Schleifenstromdetektor - Google Patents
SchleifenstromdetektorInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
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- H04M3/22—Arrangements for supervision, monitoring or testing
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Description
Verzerrung sowohl in Abwesenheit als auch in Anwesenheit
eines Rufstroms auf Fernsprechteilnehmerleitungen ermöglicht und dabei Störsignale sowie Induktionsspannungen
unterdrückt Zur Lösung der Aufgabe geht die Erfindung aus von einem Schleifenstromdetektor der
eingangs genannten Art und ist gekennzeichnet durch eine Eingangsschaltung, die in der ersten Betriebsart
eine symmetrische Brückenschaltun,; und in der zweiten
Betriebsart eine Rufsignal-Nebenschlußschaltung aufweist, n
eine erste und eine zweite Detektorstufe, die in Reihe an die Eingangsschaltung angeschlossen sind und je auf
Signale ansprechen, die einen jeweils vorgewählten Schwellenwert übersteigen, eine Verzögerungseinrichtung,
die die erste und zweite Detektorstufe miteinander verbindet und deren Verzögerungszeit wesentlich
kürzer als die Dauer der Wählimpulse ist, und eine Schalteinrichtung, die unter Ansprechen auf ein
Rufsteuersignal die Eingangsschaltung von der ersten in die zweite Betriebsart umschaltet.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung werden Aushänge-, Wählimpuls- und Rofstromabschaltesignale
alle durch eine gemeinsame Schaltung detektiert. Unter Steuerung von Rufstromrelaiskontakten ist die Schaltung
als Schleifenstromdetektor ausgebildet, um in Abwesenheit von Rufstromsignalen Aushängeströme
und Wählimpulse festzustellen. Wenn die Rufstromrelaiskontakte betätigt sind, wird den Teilnehmerleitungen
ein Rufstrom zugeführt und gleichzeitig die Detektorschaltung so umgeschaltet, daß sie einen j,.
empfindlichen Rufstromabschaltdetektor darstellt.
Der gemeinsame Teil der Rufstromabschalt-, Aushänge-
und Wählimpulsdetektorschaltung besitzt zwei Stufen. Wenn das Rufstromrelais abgefallen ist.
detektiert die erste Stufe einen galvanischen Stromfluß r, auf der Schleife und ihr Ausgangssignal folgt genau allen
Schwankungen und Übergängen des Schleifenstroms einschließlich von unerwünschten aufgespalteten Wählimpulsen
und Rauschimpulsen. Zwischen die erste und die zweite Stufe des Detektors ist eine Zeitsteuerungsschaltung
eingefügt, die zusammen mit einem automatisch umgeschalteten Schwellenwert in der zweiten
Stufe sicherstellt, daß die Anzieh- und Abfallübergänge in der zweiten Stufe den Stromübergängen nicht folgen
können, die mit einer wesentlich höheren Frequenz als die normalen Wählimpulse auftreten. Diese Frequenz ist
so gewählt, daß induzierte 50- bzw. 60-Hz-Signale und Rauschimpulse gesperrt sowie gespaltene Wählimpulse
überbrückt wenden.
Während des Rufvorgangs werden die Schaltungsele- >o
mente so umgeschaltet, daß sie ein Tiefpaßfilter für die Rufstromsignale bilden, wodurch verhindert wird, daß
die Rufstromsignale die Feststellung von Gleichstromsignalen für das Rufstromabschalten stören
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein detailliertes Schaltbild eines Schleifenschluß- und Rufstromabschaltedetektors nach der
Erfindung;
Fig. 2 ein vereinfachtes Schaltbild des Detektors gemäß Fig. 1 in der Anordnung als Schleifenschlußdetektor;
Fig.3 ein vereinfachtes Schaltbild des Detektors
nach F i g. 1 als Rufstromabschaltedetektor.
In Fig. 1 ist detailliert eine Detektorschaltung b=·
dargestellt, die sowohl zur Feststellung von Schleifenschluß auf einer an die b-Ader 10 und a-Ader 11
angeschlossenen Fernsprcchleitung bei vorn Teilnehmer eingeleiteten Anrufen als auch zur Feststellung von
Rufstrom-Abschaltesignalen iiir Anrufe verwendet werden kann, die von anderen Teilnehmern eingeleitet
worden sind und für den an die Adern 10 und 11 angeschalteten Teilnehmer bestimmt sind. Die Detektorschaltung
gemäß F i g. 1 ist für eine Verwendung in Verbindung mit Teilnehmer-Trägersystemen bestimmt,
bei denen ein Teil der Schleife zwischen dem Teilnehmer und dem Vermittlungsamt ein Trägersystem
enthält, das entweder Frequenz- oder Zeitmultiplexverfahren benutzt. In beiden Fällen ist es erforderlich,
Überwachungs- und Zeichengabeströme beim oder nahe beim Teilnehmer festzustellen und in eine für die
Übertragung über die Trägereinrichtungen geeignete Form umzusetzen. Die Wicklung 12 des Gabelübertragers
13 ist der Eingangsanschluß für Sprachsignale, die \ om Trägersystem geliefert werden. Auf entsprechende
Weise ist die Wicklung 14 der Ausgangsanschluß des Gabelübertragers 13 für das Trägersystem. Die
Wicklungen 15 und 16 koppeln diese Sprachsignale in Richtung zum und vom Teilnehmer, der an die 6-Ader
10 und die a-Ader 11 angeschlossen ist. Der Rest der Schaltung gemäß Fig. 1 bildet eine Detektorschaltung
für Ströme, die über den Teilnehmerapparat fließen.
Das Trägersystem liefert außerdem eine Rufstromdarstellung an einen Rufstrom-Detektor 17, der bei
Erregung das Anziehen eines K 1-Relais 19 über einen Relaistre'ber 18 und eine Spannungsquelle 20 veranlaßt.
Der Detektor gerräß F i g. 1 ist ein Detektor mit zwei
Betriebsweisen, der in einer ersten Betriebsweise das Aushängen sowie Wählimpulse der Teilnehmerstelle
feststellt. Im der zweiten Betriebsweise stellt der Detektor Rufstromabschaltesignale fest, die dann über
den Teilnehmerapparat fließen, wenn er auf Grund eines Rufstroms ausgehängt wird. Kontakte des
K 1-Relais 19 schalten den Detektor gemäß Fig.!
zwischen diesen beiden Betriebsweisen um.
Die Detektorschaltung enthält einen Kondensator C3, der den Wechselstromweg zum Teilnehmerapparat
vervollständigt. Der Sprechstrom kann von der Gleichstromquelle 21 über einen Widerstand Rr. die
Wicklung 15, die b-Ader 10, den Teilnehmerapparat (nicht dargestellt), die a-Ader 11, die Wicklung 16 und
den Widerstand Rt nach Erde fließen. Die Detektorschaltung enthält außerdem eine Brückenschaltung mit
den Widerständen R 1, R 2, R 3, R 4 und R 5. die paralle
zu den Stromfestwiderständen Rr und Ri geschaltet ist.
Unter Steuerung des K 1-Kontakts 22 kann der Kondensator C2 anstelle der Widerstände R 3 und R 5
in die Schaltung gelegt werden. Der K 1-Kontakt 23 bewirkt einen Kurzschluß der Wicklung 16 und der
K 1-Kontakt 24 bewirkt eine Umschaltung der fr-Ader 10 von der Wicklung 15 und der Detektorschaltung auf
eine Rufstromquelle 25. Die K 1-Kontakte 22, 23 und 24 sind Kontakte des K 1-Relais 19.
Wenn das ATI-Relais 19 abgefallen ist, bleiben die
Arbeitskontakte der K 1-Umschaltekontakte 22 und 24
offen, und die sich ergebende Brückenschaltung hat die in Fi g. 2 gezeigte Form. Die Bauteile der Schaltung in
F i g. 2 haben die gleichen Bezugsziffern wie in F i g 1.
F i g. 2 zeigt, daß diese Brückenschaltung ein Ausgangssignal liefert, das auf galvanische Ströme anspricht,
die um die Schleife herumfließen, nicht dagegen anspricht auf Längsströme, die in gleicher Richtung über
h"ide Zweige der Schleife fließen. Das heißt, die Ausgangsspannung (V2 — Vi) spricht auf Spannungsabfälle unterschiedlicher Polarität an den Widerständen
Rk und /?ran, nicht aber auf Spannungsabfälle gleicher
Polarität an diesen beiden Widerständen. Wenn die Spannung V2 die Spannung Vl auf Grund dieses
differentiellen Spannungsabfalles übersteigt, so spricht der Detektor auf diesen Spannungszustand auf eine Art
und Weise an, die in Verbindung mit F i g. 1 beschrieben werden soll.
F i g. 1 zeigt, daß der Detektor eine erste Stufe 40 mit einem Komparator 26 enthält, an den die Spannungen
V\ und V 2 angelegt sind. Der Widerstand R 6 bewirkt eine Rückkopplung für den Komparator 26. Der
Widerstand R 7 liefert eine Spannung aus der Quelle 27 zur Aufladung des Kondensators CX über den
Widerstand R 8. Die Ladespannung des Kondensators Cl stellt ein Eingangssignal für einen zweiten
Komparator 28 dar, dessen anderes Eingangssignal von einem Spannungsteiler mit den Widerständen R 9 und
R 10 aus der Spannungsquelle 29 geliefert wird. Der Komparator 28 besitzt ebenalls einen Rückkopplungswiderstand /?11 zwischen seiner Ausgangsleitung 30
und seinem nichtinvertierenden Eingang.
Wenn kein galvanischer Schleifenstrom über die Adern 10 und 11 fließt, so ist die Spannung Vi größer
als die Spannung V2 und der Ausgang mit offenem Kollektor des Komparators 26 ist in seinem Zustand
hoher Spannung (Leerlauf), so daß sich der Kondensator Cl aus der Spannungsquelle 27 aufladen kann.
Wenn der Teilnehmer den Hörer abhebt und demgemäß in den Aushängezustand geht, so fließt ein galvanischer
Schleifenstrom aus der Quelle 21 über den Widerstand Rr, die Wicklung 15, die Adern 10, 11, die Wicklung 16
und den Widerstand Rt- Dieser Schleifenstrom läßt den Komparator 26 ansprechen, wobei dessen Ausgang auf
den Zustand niedriger Spannung (Kurzschluß) geht und der Kondensator Cl sich entladen kann. Nach einer
vorgegebenen Zeitspanne ist die Ladespannung des Kondensators V\ so weit abgefallen, daß der
Komparator 28 getriggert wird und dann hohe Ausgangsspannung (Leerlauf) auf der Leitung 30 liefert.
Übergänge im galvanischen Schleifenstrom treten wegen der Induktivität und Kapazität des Weckers im
Teilnehmerapparat nicht plötzlich auf. Dadurch entsteht ggf. eine Verzerrung von Wählimpulsen und demgemäß
ist der Widerstand R 2 statt mit dem unteren Ende der Wicklung 15 mit deren oberen Ende verbunden.
Änderungen des Schleifenstromes erzeugen einen Spannungsübergang an der Wicklung 15, der für eine
Kompensation der großen Anstiegszeit des galvanischen Schleifenstroms sorgt. Durch Einfügung der
Wicklung 15 in die Brückenschaltung kann der Detektor nicht nur der Amplitude, sondern auch der Änderungsgeschwindigkeit des galvanischen Stroms folgen, so daß
er den Wähürnpulscn mit kleiner oder ganz ohne
Flankenverzerrung folgen kann.
Unter bestimmten Bedingungen besteht die Möglichkeit daß auf den Adern 10 und 11 ein Stromimpuls
auftritt, der kein gültiges Aushänge- oder Wählimpulssignal darstellt Diese unerwünschten Störimpulse
können beispielsweise dadurch entstehen, daß die Ader
10 oder 11 gegen Erde kurzgeschlossen wird oder auch
durch das Auftreten von induzierten 60-Hz-Signalen auf
diesen Adern, sowie durch Blitzeinschlag oder sprachfrequente Signale hoher Amplitude auf der Leitung. Der
Komparator 26 versucht dann, diesen unerwünschten Impulsen zu folgen und erzeugt falsche Signalebedingungen.
Eine zwischen den Stufen liegende Zeitsteuerungsschaltung mit den Widerständen R 7, R 8 und dem
Kondensator C1 sowie die zweite Stufe 50 verhindern
zusammen diese unerwünschten Anzeigen.
Wenn im einzelnen der Komparator 26 eine Unterbrechung des galvanischen Schleifenstroms feststellt,
so geht der Ausgang des Komparators 26 auf hohe Spannung (Leerlauf), und der Kondensator Cl beginnt
■i sich exponentiell von 0 Volt Gleichspannung in
Richtung auf etwa + 5 Volt Gleichspannung aufzuladen. Die Zeitkonstante dieses Ladestromkreises ist zu etwa
13 ms zur Anpassung an die übliche Wählfrequenz von 10 Impulsen je Sekunde gewählt. Nach etwa 14 ms
in kreuzt die Ladespannung des Kondensators Cl die Schwellenspannung V 4 (3,27 Volt) und das Ausgangssignal
des Komparators 28 schaltet auf den Zustand niedriger Spannung. Der Rückkopplungswiderstand
RIi setzt die Schwellensnannung VA sofort auf
+1,24VoIt herab. Diese Schwellenspannung muß durchlaufen werden, bevor der Komparator 28 in seinen
Ausgangszustand hoher Spannung (Leerlauf) zurückschaltet.
Während der Komparator 26 im Zustand hoher Spannung verbleibt, lädt sich der Kondensator Cl
weiter auf und die Ladespannung nähert sich +5 Volt. Ein nachfolgender Schleifenschluß (Schließen des
Wählkontaktes) wird vom Komparator 26 festgestellt, dessen Ausgang auf den Zustand niedriger Spannung
umschaltet. Der Kondensator Cl beginnt sich daher über den Widerstand R 8 und den Komparator 26 mit
einer Zeitkonstante von etwa 10 ms in Richtung auf 0 Volt zu entladen. Nach etwa 14 ms nimmt die
Ladespannung (V3) des Kondensators Cl auf die
Schwellenspannung V4 von +1,24VoIt ab, und der
Ausgang des Komparators 28 schaltet auf den Zustand hoher Spannung.
Man erkennt, daß die zweite Stufe 50 mit dem Komparator 28 sowohl die Schließ- als auch die
Unterbrechungsflanken der Wählimpulse in gleicher Weise um etwa 14 ms verzögert Die zweite Stufe
ändert aber weder den Prozentsatz der Schleifenunterbrechung noch die Geschwindigkeit der Wählimpulse,
die von der ersten Stufe festgestellt werden.
Wenn die erste Stufe 40 einen unerwünschten Rauschimpuls feststellt, d. h„ einen Impuls, der weniger
als etwa 10 ms dauert, so hat der Kondensator C1 nicht
genug Zeit gehabt um sich vollständig aufzuladen und den Komparator 28 umzuschalten. Demgemäß erscheinen
solche unerwünschten Impulse nicht auf der Ausgangsleitung 30. Auf entsprechende Weise bewirken
die durch den Kondensator Cl eingeführte Verzögerung und die durch den Widerstand R 11 bewirkte
Hysterese zusammen, daß der Komparator 28 60-Hz-Signalen vorbeugt und nicht folgt die auf der Teilnehmerschleife
induziert worden sind.
Ee ergibt sich, daß die Werte der Widerstände R 7.
R 8 und des Kondensators Cl zusammen mit der Änderung in der Schwellenspannung des Komparators
28 im wesentlichen gleiche Lade- und Entladezeiten für den Kondensator Cl zur Betätigung und Abschaltung
des Komparators 28 bewirken. Diese gleichen Zeiten stellen unverzente und zeitlich richtig angeordnete
Wählimpulse sicher und ermöglichen trotzdem eine Verzögerung, die genügend groß ist um eine Unterscheidung
zwischen Nutz- und Störsignalen auf der Teflnehmerschleife treffen zu können.
Wenn Rufstromsignale vom Vermittlungsamt zu dem an die Adern 10 und 11 angeschalteten Teilnehmer
übertragen werden, so stellt der Rufstromdetektor 17 diese Signale fest und läßt das K1-Relais 19 anziehen.
Das Relais schaltet dann die Rufstromquelle 25 an die 6-Ader 10 und schaltet den Detektor zur Feststellung
von Rufstromabschaltesignalen um. Fig. 3 zeigt ein vereinfachtes Schaltbild des sich dann ergebenden
Rufstromabschaltedetektors. In F i g. 3 werden wiederum die gleichen Bezugsziffern für die gleichen
Schaltungselemente wie in F i g. 1 benutzt. ΐ
Gemäß F i g. 3 ist die Rufstromquelle 25 direkt mit der fc-Ader 10 verbunden und der Rückweg für den
Rufstrom verläuft über die a-Ader 11 und den Widerstand /?rnach Erde. Solange der Teilnehmer beim
Rufen eingehängt bleibt, bilden der Widerstand R 4 und κι der Kondensator C2 ein Tiefpaßfilter für die Rufstromsignale
und die Ausgangsspannung VI bleibt hoch. Ein Spannungsteiler mit dem Widerstand Rr, der Wicklung
15, dem Widerstand R 2 und dem Widerstand R 1 liefert eine konstante Bezugsspannung. Diese Bezugsspannung
stellt die Eingangsspannung V2 des Komparator? 26 in
F i g. 1 dar.
Wenn der Teilnehmer auf Grund des Rufstroms aushängt, so fließt eine Gleichstromkomponente auf
dem über die a-Ader 11 verlaufenden Rufstromrückweg.
Der Spannungsabfall am Widerstand Rt auf Grund dieser Gleichstromkomponente bewirkt, daß die Spannung
VX abnimmt und ggf. negativer wird als die Bezugsspannung V2. Gemäß Fig. 1 wird dadurch der
Komparator 26 zum Ansprechen gebracht und nach 2ί
einer Verzögerung von 14 ms der Komparator 28 betätigt, um ein Ausgangssignal auf der Leitung 30 zu
liefern. Dieses Ausgangssignal ist ein Rufstromabschaltesignal und wird benutzt, um das Zuführen von
Rufstrom zur Teilnehmerschleife zu beenden.
Es ergibt sich, daß die Detektorschaltung gemäß F i g. 1 sowohl als Schleifenschlußdetektor als auch als
Rufstromabschaliedetektor unter Steuerung von Kontakten
des K !-Relais 19 arbeitet. Außerdem stellt der Detektor gemäß Fig. 1, wenn er sich in der Schleifen-Schlußanordnung
befindet, Wählimpulse fest und ermöglicht eine Unterscheidung gegenüber kurzen Rauschimpulsen und 60-Hz-Signalen auf der Teilnehmerschleife.
Die Anordnung gemäß F i g. 1 hat noch einen weiteren Vorteil. Unter gewissen Umständen können
Wählimpulse »aufgespalten« sein, d. h, es können kurze Unterbrechungen des Schleifestromes in einem im
übrigen richtigen Wählimpuls auftreten. Aufgespaltene Impulse ergeben sich manchmal dann, wenn viele
Wecker an die Teilnehmerschleife angeschlossen sind.
wodurch große Induktionsimpulse im Wählimpulsstrom auftreten, oder wenn die Schleife schlecht Symmetrien
und einer starken Längsinduktion ausgesetzt ist. Der zweistufige Detektor gemäß F i g. 1 verzögert nicht nur
die Anzeige solcher Wählimpulse, sondern überbrückt auf Grund der Verzögerung der Rückflanke der
Wählimpulse kurze Unterbrechungen in den Wählimpulsen. Die Wählimpulsdarstellungen auf der Ausgangsleitung
30 folgen also den Unterbrechungen in solchen aufgespaltenen Wählimpulsen icht. Sie stellen vielmehr
unverzerrte Wählimpulse zur Rückübertragung zum Vermittlungsamt dar.
Der empfindliche Detektor gemäß F i g. 1 gibt die Möglichkeit, daß der örtliche Spannungsabfall vom
Detektor zum Installationsort des Teilnehmers weit über den normalen Bereich für andere Detektortypen
verlängert werden kann. Der Detektor gemäß Fig. 1 stellt in der Praxis Aushänge-, Wählimpuls- und
Rufstromabschaltesignale auf Teilnehmerschleifen mit einem Widerstand bis zu 1800 0hm zuzüglich 200 0hm
für den Teilnehmerapparat fest. Dadurch können die Teilnehmer in beträchtlicher Entfernung vom amtsentfernten
Anschluß eines Trägersystems lokalisiert sein. Diese Flexibilität hat viele Vorteile einschließlich der
Möglichkeit, weit verstreute Teilnehmer in ländlicher Umgebung mit einem Trägersystem zu versorgen.
Darüber hinaus wird diese flexible Bedienung bei verbesserter Wählimpulsanzeige auf Grund der Fähigkeit
der Detektorschaltung nach F i g. 1 erreicht, Aufspaltungen von Wählimpulsen zu ignorieren und
eine Unterscheidung gegenüber kurzen Rauschsignalen zu ermöglichen, die andernfalls als Wählimpulse
gedeutet würden. Schließlich versteuert die Verwendung der Übertragerprimärwicklung 15 in der Detektorschaltung
abgerundete Impulsübergänge.
Die Prinzipien der Schaltung gemäß F i g. 1 lassen sich auch auf Teilnehmerschleifen anwenden, die mehr
als einen Teilnehmer versorgen. In diesem Fall muß die Rufstromquelle 25 so ausgelegt und angeschlossen sein,
daß sie selektive Rufstromsignale liefert, die einer Gleichspannung mit geeigneten Polaritäten überlagert
ist. Die Umschaltung der Detektorschaltung verringert
die Anzahl von Bauteilen, die für die Rufstromabschaltanzeige erforderlich ist und verringert demgemäß die
Kosten und erhöht die Zuverlässigkeit der Detektorschaltungen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Sehleifenstromdeiektor für Fernsprechanlagen, der in einer ersten Betriebsart Wählimpulse und
Aushänge-Schleifenströme in Abwesenheit von Rufstromsignalen und in einer zweiten Betriebsart
Aushänge-Schleifenströme bei Anwesenheit von Rufstromsignalen feststellt, gekennzeichnet
durch
eine Eingangsschaltung, die in der ersten Betriebsart eine symmetrische Brückenschaltung (R 1 bis R 5,
Rr, Rt) und in der zweiten Betriebsart eine Rufsignal-Nebenschlußschaltung aufweist,
eine erste und eine zweite Detektorstufe (40,50), die in Reihe an die Eingangsschaltung angeschlossen
sind und je auf Signale ansprechen, die einen jeweils vorgewählten Schwellenwert übersteigen,
eine Verzögerungseinrichtung (R 7, RS, Ci), die die erste und zweite Detektorstufe miteinander verbindet
und deren Verzögerungsteit wesentlich kürzer als die Dauer der Wählimpulse ist, und eine
Schalteinrichtung (19, 22, 23, 24), die unter Ansprechen auf ein Rufsteuersignal die Eingangsschaltung
von der ersten in die zweite Betriebsart umschaltet.
2. Schleifenstromdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brückenschaltung
eine Induktivität (15) enthält, um eine Spannung proportional der Änderungsgeschwindißkcit von
Strömen auf der Schleife abzuleiten und aufgrund von Blindwiderständen auftretende Verzögerungen
auf der Schleife zu kompensieren.
3. Schleifenstromdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Detektorstufe (40,
50) einen Spannungskomparator (26, 28) und eine Einrichtung (7?6, RiI) aufweist, um die Eingangsschwellenspannung
des Komparators in Abhängigkeit vom Ansprechen des Komparators einzustellen.
4. Schleifenstromdetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung ein
Relais (19) aufweist und eine Rufstrom-Dtektoreinrichtung (17) vorgesehen ist, um das Relais zu
betätigen und Rufstromsignale an die Schleife zu liefern.
5. Schleifenstromdetektor nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Spannungskomparator (26) eine erste Rückkopplungsschaltung (Rd) von seinem Ausgang
zu seinem zweiten Eingang (Minuseingang V2) aufweist, daß eine Verzögerungsschaltung (R 7, R 8,
C1) an den Ausgang des ersten Spannungskomparators (26) angeschaltet ist, daß der zweite Spannungskomparator
(28) unter Ansprechen auf die an seinen ersten Eingang (Minuseingang V3) angelegte, eine
zweite Schwellenwertspannung an seinem zweiten Eingang (Pluseingang V\) überseigende, Ausgangsspannung
der Verzögerungsschaltung eine Ausgangsspannung an seinem Ausgang erzeugt, und daß der zweite Spannungskomparator (28) eine
zweite Rückkopplungsschaltung (R 11) von seinem Ausgang zu seinem zweiten Eingang (Pulseingang
VA) aufweist.
6. Schleifenstromdetektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsschaltung
einen Kondensator (Cl) und eine Einrichtung (R 7, R 8) zum Laden und Entladen des Kondensators
in im wesentlichen gleichen Zeitabschnitten aufweist.
Die Erfindung betrifft einen Schleifenstromdetektor für Fernsprechanlagen, der in einer ersten Betriebsart
Wählimpulse und Aushänge-Schleifenströme in Abwesenheit von Rufstromsignalen und in einer zweiten
Betriebsart Aushänge-Schleifenströme bei Anwesenheit von Rufstromsignalen feststellt.
Zur Feststellung von Signalströmen in Fernsprechteilnehmerschleifen
werden üblicherweise empfindliche Relais benutzt Wenn ein Teilnehmer aushängt, so
ίο bew'rkt dann der auf der Teilnehmerschleife fließende
Strom das Anziehen eines Leitungsrelais und eine Signalabgabe bezüglich des Aushängezustandes an das
Vermittlungsamt. Auf ähnliche Weise werden durch eine Wählscheibe verursachte Schleifenunterbrechun-
t5 gen in einem Wählimpulsempfänger festgestellt, der ebenfalls ein auf Unterbrechungen von Schleifenströmen
ansprechendes, empfindliches Relais beinhaltet.
Bei gerufenen Teilnehmern werden dagegen der Teilnehmerschleife Rufstromsignaie zugeführt, um den
Wecker im Fernsprechapparat zu betätigen. Wenn der gerufene Teilnehmer aushängt, so wird der sich dann
ergebende Schleifenstromfluß durch ein Rufstromabschalterelais festgestellt, das die Rufstromsignale auf der
Schleife unterbricht. Diese.Funktion, die auch »Ruf-Stromauslösung«
genannt wird, erfordert die Feststellung eines kleinen Schleifengleichstroms in Gegenwart
eines kräftigen Rufewechselstroms.
Elektronische Schleifenstromdetektoren sind bekannt. Line gute Unterscheidung gegenüber einer
in Wählimpulsaufspaltung sowie eine gute Schwellenwertstabilität bieten jedoch weiterhin Schwierigkeiten.
Bei sogenannten Tcilnchmeranschiußleitungs-Trägersystemen,
nachfolgend kurz als »Trägersysteme« 'bezeichnet, bei denen die Teilnehmeranschlußleitungs-
!5 Trägerfrequenz für einen oder mehrere weitere
Anschlüsse doppelt bzw. mehrfach ausgenutzt ist. beispielsweise bei den in der US-PS 39 63 869
beschriebenen Trägersystemen, können Überwachungsund Schleifenschlußsignale nicht direkt über das
4n Trägersystem übertragen werden. Die Signale müssen
daher am amtsentfernten Ende des Trägersystems festgestellt bzw. zum amtsseitigen Anschluß übertragen
werden
Die Brauchbarkeit solcher Trägersysteme hängt auch davon ab, wie weit die Teilnehmerschleifen vom
amtsentfernten Ende des Trägersystems aus weitergeführt werden können. Dazu wird ein eimpfindlicher und
selektiver Dtektor benötigt.
Bekannt ist auch bereits eine Schaltungsanordnung zur Überwachung einer Teilnehmerschleife in Fernsprechanlagen (DE-OS 25 20 974), die elektronisch unter Einschaltung eines Widerstandes in die Teilnehmerschleife und Verwendung eines Komparators, der die am Widerstand abfallende Spannung sowie eine Bezugsspannung auswertet, unterschiedliche Signale auf der Teilnehnierschleife erkennen kann. Bei einer verbesserten Ausführungsform dieser Schaltungsanordnung (DE-OS 25 20 975) werden für die zu erfassenden Strompegel dem Komparator jeweils entsprechende Bezugsspanungen zugeführt und außerdem diesen Bezugsspannungen weitere Spannungen überlagert, die dem durch Fremdströme am Widerstand hervorgerufenen Spannungsabfall entsprechen.
Bekannt ist auch bereits eine Schaltungsanordnung zur Überwachung einer Teilnehmerschleife in Fernsprechanlagen (DE-OS 25 20 974), die elektronisch unter Einschaltung eines Widerstandes in die Teilnehmerschleife und Verwendung eines Komparators, der die am Widerstand abfallende Spannung sowie eine Bezugsspannung auswertet, unterschiedliche Signale auf der Teilnehnierschleife erkennen kann. Bei einer verbesserten Ausführungsform dieser Schaltungsanordnung (DE-OS 25 20 975) werden für die zu erfassenden Strompegel dem Komparator jeweils entsprechende Bezugsspanungen zugeführt und außerdem diesen Bezugsspannungen weitere Spannungen überlagert, die dem durch Fremdströme am Widerstand hervorgerufenen Spannungsabfall entsprechen.
Ausgehend vom Stand der Technik hat sich die
f>5 Erfindung die Aufgabe gestellt, einen Schleifenstromdetektor
zu schaffen, der empfindlich und bei möglichst geringem Aufwand die Feststellung des Aushängezustandes
sowie von Wählimpulsen ohne wesentliche
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/763,288 US4087646A (en) | 1977-01-28 | 1977-01-28 | Dual mode telephone subscriber loop current detector |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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