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Die Erfindung bezieht sich auf einen Haspelofen fur ein Warmband mit einer Ofenhaube, einem in der Ofenhaube vorgesehenen, antreibbaren Haspeldom, der eine Einfuhröffnung fur das Aufwik- kelende des Warmbandes aufweist, und mit einer in einer Bandübemahmestellung des Haspel- dornes im Bereich dessen Einführöffnung mündenden Bandeinlaufführung, wobei der im Einlauf- sinn des Aufwickelendes in die Einführöffnung antreibbare Haspeldom in einer quer zum einlaufen- den Bandtrum verlaufenden Führung in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser verstellbar ist
Beim Warmwalzen von Bandem mit Hilfe eines Reversiergerüstes werden diesem Gerust Haspelöfen vor- und nachgeordnet, so dass das Band aus dem einen Haspelofen abgewickelt, im Reversiergerüst gewalzt und im anderen Ofen aufgewickelt werden kann.
Die Haspelöfen bestehen dabei in üblicher Weise (US-PS 4 761 983) aus einer wärmeisolierten Ofenhaube und einem in der Ofenhaube vorgesehenen Haspeldom, der eine Einführöffnung für das Aufwickelende des Bandes aufweist, das über einen Rollgang angefördert und über eine im allgemeinen aus einer Schwenkklappe bestehenden Einlaufführung in den Ofen geleitet wird Das Aufwickelende wird entlang der Bandeinlauffuhrung in die Einführöffnung des Haspeldomes eingeschoben, der zu diesem Zweck in eine Bandübemahmestellung gedreht werden muss.
Zum Festklemmen des Aufwickelendes in der Einführöffnung des Haspeldoms wird der Haspeldom entgegen der Band- einlaufrichtung angetrieben, so dass das Aufwickelende des Warmbandes um den bezüglich der Drehnchtung für das Aufwickeln hinteren Rand der Einführöffnung gebogen wird Das Anlegen des Bandes an den Mantel des Haspeldomes wird durch Andrückrollen unterstützt, die in einer Schwinge gelagert sind und über einen an der Schwinge angreifenden Zylinder gegen den Haspel- dom bzw die den Haspeldom umschliessenden Bandwindungen gedrückt werden. Nach den ersten Bandwindungen werden die Andrückrollen wieder vom Bandwickel abgehoben.
Nachteilig bei diesen bekannten Haspelöfen ist vor allem, dass das einlaufende Bandtrum aufgrund seiner durch die Zunahme des Wickeldurchmessers bedingten Querverlagerung zu Schwingungen angeregt wird, die sich nicht nur auf die Bandqualität nachteilig auswirken, sondern auch zu Antriebs- schwierigkeiten des Haspeldomes führen können, weil zur Schwingungsunterdrückung höhere Bandzüge erforderlich sind Abgesehen davon kann das Warmband nicht vollständig in den Haspelofen eingezogen werden, was eine unerwünschte Abkühlung des nicht in den Haspelofen einlaufenden Bandendes bedingt
Daruber hinaus ist es bekannt (DE 948 603 A, DE 938 379 A), den Haspeldorn, der im Einlauf- sinn des Wickelendes in die Einführöffnung angetrieben wird, in einer quer zum einlaufenden Bandtrum verlaufenden Führung in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser zu verstellen,
so dass die Querverlagerung des einlaufenden Bandtrums beschränkt wird. Nachteilig bei diesen bekannten Haspelöfen ist allerdings wiederum, dass das Wärmeband nicht vollständig auf den Haspeldom aufgewickelt werden kann, weil sonst ein Abziehen des Bandes vom Haspeldom nicht mehr möglich ist Dies bedeutet, dass im Falle eines Stillstandes der Walzenanlage das nicht vollständig in den Haspelofen einfahrbare Band als Schrott ausgeschieden werden muss.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Haspelofen für ein Warmband der eingangs geschilderten Art mit einfachen konstruktiven Mitteln so zu verbessern, dass ein vollstän- diges Einfahren des Warmbandes in den Haspelofen ermöglicht wird
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass in den Zwickelbereich zwischen dem Bandwickel und dem ein- bzw. auslaufenden Bandtrum in an sich bekannter Weise eine Bandab- laufführung ragt oder einführbar ist und dass der Antrieb zum Verstellen des Haspeldomes in der quer zum einlaufenden Bandtrum verlaufenden Führung aus zwei je einer Haspeldomseite zugeordneten, gesondert ansteuerbaren Antriebseinheiten besteht.
Da der Zwickelbereich zwischen dem Bandwickel und dem einlaufenden Bandtrum aufgrund der Verstellung des Haspeldoms quer zum einlaufenden Bandtrum in Abhängigkeit vom Wickel- durchmesser örtlich festgelegt wird, kann in einfacher Weise eine Bandablaufführung vorgesehen werden, die in diesen Zwickelbereich ragt oder einführbar ist.
Durch diese Bandablaufführung wird nach einem vollständigen Einziehen des Warmbandes in den Haspelofen das vom Bandwickel geringfügig abstehende Ablaufende des Bandes von der Bandablaufführung gefangen und beim Weiterdrehen des Haspeldomes aus dem Ofen geleitet Da ausserdem der Antrieb zum Verstellen des Haspeldomes aus zwei je einer Haspeldomseite zugeordneten, gesondert ansteuerbaren Antnebseinheiten besteht, kann das seitliche Verlaufen des Bandes vorteilhaft durch ein Schräg- stellen des Haspeldomes ausgeglichen werden Der damit sichergestellte gerade Bandverlauf stellt
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eine wesentliche Voraussetzung für ein ordnungsgemässes, vollständiges Aufwickeln des Bandes auf den Haspeldom dar.
Die gleichbleibenden Einlaufverhältnisse ergeben nicht nur eine vorteilhafte Raumausnützung im Bereich des einlaufenden Bandtrumes, sondern vereinfachen auch den Aufwickelvorgang, der zusätzlich dadurch unterstützt werden kann, dass dem Haspeldom in an sich bekannter Weise wenigstens eine ortsfest gelagerte Andrückrolle zugeordnet ist, gegen die der Haspeldom mit einer vorgegebenen Kraft angedruckt wird. Diese Andrückrolle kann durch eine Rolle eines den Haspel- ofen unterhalb des Haspeldornes durchsetzenden Rollganges gebildet werden, was besonders einfache Konstruktionsverhältnisse schafft, wobei die Moglichkeit besteht, das Band nicht im Ofen aufzuwickeln, sondern unterhalb des Ofens weiterzufördem.
Bei einem Haspelantrieb im Einlaufsinn des Bandes besteht die Gefahr, dass Zunder vom Bandwickel auf das einlaufende Bandtrum abfallen kann, was bei höheren Qualitätsanforderungen unbedingt vermieden werden soll. Da sich aufgrund der Querverlagerung des Haspeldoms in Abhängigkeit vom Durchmesser ein im wesentlichen gleichbleibender Zwickelbereich zwischen dem einlaufenden Bandtrum und dem Bandwickel ergibt, kann in diesen Zwickelbereich zwischen dem Bandwickel und dem ein- bzw. auslaufenden Bandtrum eine Zunderauffangeinrichtung ragen, so dass mit einfachen Mitteln eine Oberflächenbeeinträchtigung des Bandes durch einen solchen Zunderabfall ausgeschlossen werden kann Da sowohl die Bandablaufführung als auch die Zunderauffangeinrichtung im Zwickelbereich zwischen dem Bandwickel und dem ein- bzw.
auslaufenden Bandtrum vorzusehen sind, können diese beiden Einrichtungen vorteilhaft zu einer einzigen beide Funktionen erfüllenden Einrichtung zusammengefasst werden.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn auf der der Bandeinlaufführung abgewandten Ofenseite eine an den Bandwickel anstellbare Bandablauffuhrung mit einem nachgeordneten Treibwalzen- paar vorgesehen ist, weil in diesem Fall das Band nicht nur auf der Einlaufseite, sondern auch auf der gegenüberliegenden Seite des Haspelofens abgezogen werden kann.
Damit durch diese zusätzliche Abzugsmöglichkeit die Wärmeisolierung des Haspelofens nicht beeinträchtigt wird, kann die Bandablaufführung auf der von der Bandeinlaufführung abgewandten Ofenseite zwischen einer an den Bandwickel angestellten Gebrauchslage und einer eine Banddurchtrittsöffnung durch die Ofenhaube verschliessenden Ruhestellung verlagert werden Die eine dem Bandwickel zugeordnete Treibwalze des Treibwalzenpaares kann dabei vorteilhaft als ortsfest gelagerte Andrückrolle ausgebildet sein, über die einerseits der Aufwickelvorgang im Bereich der ersten Bandwindungen und anderseits der Abwickelvorgang durch eine entsprechende Förderkraft auf das abzuwickelnde Band unterstützt werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig 1 einen erfindungsgemässen Haspelofen in einem vereinfachten Längsschnitt in der
Bandubemahmestellung, die
Fig. 2 und 3 den Haspeldom im Querschnitt in zwei verschiedenen Drehstellungen zu Beginn der Bandaufwicklung,
Fig 4 die Lage des einlaufenden Bandtrums während des Aufwickelvorganges in einem
Querschnitt durch den Haspeldom,
Fig 5 den Haspelofen mit einer Bandablaufführung zum Abwickeln des Bandes in einem
Längsschnitt,
Fig 6 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung eines abgewandelten Haspelofens und
Fig 7 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Haspelofens in einem schematischen Längsschnitt.
Der erfindungsgemässe Haspelofen gemäss den Fig 1 bis 5 besteht im wesentlichen aus einer wärmeisolierten Ofenhaube 1, in der ein hohler Haspeldom 2 vorgesehen ist, der in seinem Mantel eine Einführöffnung 3 für das Aufwickelende 4 des aufzuwickelnden Bandes 5 aufweist Um das Aufwickelende 4 in die Einführöffnung 3 des Haspeldomes 2 einführen zu können, ist eine Band- einlaufführung 6 vorgesehen, die aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Schwenkklappen 7 und 8 besteht, die über Schwenkzylinder 9 jeweils für sich verstellbar sind.
In der in der Fig. 1 dargestellte Bandübernahmestellung mündet die Bandeinlaufführung 6 im Bereich der Einführ- öffnung 3, so dass das Band 5 mit seinem Aufwickelende 4 durch die Einführöffnung 3 in den Haspeldom 2 eingeführt wird Die Bandförderung wird dabei über ein der Bandeinlaufführung 6 vorgelagertes Treibwalzenpaar 10 unterstützt.
Nach dem Einfuhren des Aufwickelendes 4 in den
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Haspeldom 2 wird dieser im Einlaufsinn des Bandes angetrieben, wobei das Aufwickelende 4 entsprechend der Fig 2 um den im Drehsinn des Haspeldomes 2 hinteren Rand 11der Einführöff- nung 3 gebogen wird, der eine entsprechend gekrümmte Anlagefläche für das Aufwickelende 4 bildet, das aufgrund der Haspetdomdrehung in Einlaufrichtung des Bandes im Vergleich mit einem gegensinnigen Aufwickeln nur einer geringen Biegung unterworfen wird.
Deshalb können grössere Banddicken eingesetzt werden, ohne Rissbildungen befürchten zu müssen Ausserdem stellt sich im Übergangsbereich von einer zur nächsten Windung eine geringere Bandüberhöhung und damit eine geringere Schwingungsanregung ein Es wird daher ein günstigerer Übergang zwischen den Wickelradien zweier aufeinanderfolgender Bandwindungen erreicht.
Das Aufwickeln des Aufwickelendes 4 auf dem Haspeldom 2 wird durch angetriebene, ortsfest gelagerte Andrückrollen 12 unterstützt, denen gegenüber der Haspeldom 2 quer zum einlaufenden Bandtrum 13 verlagert werden kann Zu diesem Zweck sind die Lagerblöcke 14 für den Haspeldom 2, der über Gelenkwellen angetrieben wird, auf den beiden Haspeldornseiten in einer entsprechend ausgerichteten Kulissenführung 15 verschiebbar gelagert Der Verstellantrieb für den Haspeldorn 2 besteht aus zwei je einer Haspetdomseite zugeordneten, gesondert ansteuerbaren Antriebsein- heiten 16, beispielsweise zwei Stellzylinder, so dass der Haspeldom parallel zu sich verlagert, aber auch um eine in Bandeinlaufrichtung verlaufende Achse verschwenkt werden kann.
Dies ist im Zusammenhang mit dem Ausgleichen eines seitlichen Bandverlaufes von besonderer Bedeutung, weil eben durch diese Neigungsverstellung des Haspeldomes 2 das einlaufende Bandtrum nach einer seitlichen Auslenkung wieder in eine Mittenlage zurückgeführt werden kann. Die Einstellung des Haspeldomes 2 gegenüber den ortsfesten Andrückrollen 12 ist für das Anwickeln des Bandes gemäss den Fig. 2 und 3 so gewählt, dass der Spalt zwischen den Andrückrollen 12 und dem Mantel des Haspeldoms 2 der Banddicke entspricht Die angetriebenen Andrückrollen 12 unterstützen demnach das Umbiegen und Anlegen des einlaufenden Bandtrumes an den Trommelmantel, wie dies aus den Fig. 2 und 3 zu entnehmen ist.
Da nach dem Einführen des Aufwickelendes 4 in den Haspeldom 2 die Bandeinlaufführung 6 nicht mehr benötigt wird, werden die Schwenkklappen 7 und 8 aus der Gebrauchsstellung der Fig. 1 in eine Ruhestellung abgeschwenkt, wie sie beispiels- weise in der Fig 4 eingezeichnet ist. Wegen der ortsfesten Anordnung der einlaufseitigen Andrück- rolle 12 wird der Haspelofen auch in der Ruhestellung der Einlaufführung über die Schwenk- klappen 7 und 8 weitgehend abgeschlossen. Nach den ersten Windungen ist ein Andrucken des einlaufenden Bandtrumes 13 an den Trommelmantel nicht mehr erforderlich, so dass der Haspel- dom von den Andrückwalzen 12 geringfügig abgehoben werden kann.
Um Bandschwingungen aufgrund einer Querverlagerung des einlaufenden Bandtrumes 13 tunlichst zu vermeiden und einen ruhigen Bandlauf sicherzustellen, wird der Haspeldom 2 über die Antriebseinheiten 16 nach jedem Umlauf um ein der Banddicke entsprechendes Mass von den ortsfest gelagerten Andrückrollen 12 entfernt, so dass die Auftreffstelle 17 des einlaufenden Band- trums 13 auf den sich bildenden Bandwickel örtlich unverändert vorgegeben ist und das einlaufende Bandtrum 13 zwischen dem geöffneten Treiberwalzenpaar 10 und der Auftreffstelle 17 eine stets gleichbleibende Lage einnimmt.
Diese sich aufgrund der Querverlagerung des Haspel- doms 2 nicht ändernden geometrischen Verhältnisse im Bereich des einlaufenden Bandtrums 13 erlauben es, in dem Zwickelbereich zwischen dem einlaufenden Bandtrum 13 und dem Haspeldom 2 bzw dem sich bildenden Bandwickel eine Zunderauffangeinrichtung 18 vorzusehen, die verhindert, dass von dem Bandwickel abfallender Zunder auf das einlaufende Bandtrum 13 fällt Diese Zunderauffangeinrichtung 18 kann aber auch als Bandablaufführung 19 eingesetzt werden, wenn das Band vollständig auf den Haspeldom 2 aufgewickelt wird und es gilt, das geringfügig abstehende Bandlaufende 20 zu fangen und aus dem Haspelofen zu führen, wie dies die Fig.
5 zeigt Zu diesem Zweck wird die Bandablaufführung 19 mit Hilfe eines Stellzylinders 21 gegen den Bandwickel vorgeschoben, so dass das abstehende Ablaufende 20 des Bandes entlang der Bandablaufführung 19 gegen das Treibwalzenpaar 10 geleitet wird. Vorher sind die Schwenk- klappen 7 und 8 aus ihrer mit vollen Linien gezeichneten Stellung für den geschlossenen Ofen in die strichpunktiert angedeutete Stellung zu verschwenken.
Der Bandwickel wird für das Einleiten des Abwickelvorganges an die Andrückrollen 12 angedrückt, die dann als Treibrollen wirksam sind Das weitere Abziehen des Bandes erfolgt in herkömmlicher Weise über die Treibwalzen 10, wobei das auslaufende Bandtrum 22 aufgrund der Querverstellung des Haspeldomes 2 in Abhängigkeit von dem abnehmenden Wickeldurchmesser wiederum eine gleichbleibende Lage einnimmt, die in
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der Fig 5 strichpunktiert angedeutet ist.
Die Ausführungsform nach der Fig. 6 unterscheidet sich von der Ausführungsform nach den Fig 1 bis 5 im wesentlichen dadurch, dass der Haspelofen unmittelbar einem dem Ofen unterhalb des Haspeldomes 2 durchsetzenden Rollganges 23 zugeordnet ist, was besonders einfache Konstruktionsverhältnisse sicherstellt, weil keine verschwenkbaren Bandein- bzw. Bandauslauf- führungen vorgesehen werden müssen Die Andrückrolle 12 ist zwischen zwei ortsfesten Roll- gangsrollen quer zum Band verstellbar angeordnet, um beispielsweise zu verhindern, dass sich das Ablaufende des Bandes beim Einleiten des Abwickelvorganges im Bereich des Rollganges 23 verfangen kann Da der Haspeldom 2 bzw. der Bandwickel auf dem Haspeldom die sich durch die Ein- und Auslauföffnungen ergebenden Ofendurchtritte verschliesst, bleibt auch die Wärme- dämmung in vorteilhafterweise aufrecht.
Für den Fall, dass das Band 5 nicht aufgewickelt, sondern durch den Haspelofen hindurchgefördert werden soll, braucht lediglich der Haspeldom 2 entsprechend angehoben zu werden Im übrigen ergeben sich die gleichen Vorteile wie bei der Ausfuhrungsform nach den Fig. 1 bis 5.
Gemäss der Fig. 7 ist ein Haspelofen vorgesehen, der ein Abwickeln des Bandes auch auf der der Bandeinlaufseite gegenüberliegenden Ofenseite erlaubt Zu diesem Zweck ist auf der der Bandeinlaufführung 6 abgewandten Ofenseite eine an den Bandwickel anstellbare Bandablauf- führung 24 vorgesehen, die das Ablaufende 20 des Bandes fängt und einem nachgeordneten Treibwalzenpaar 25 zuführt, von dem die dem Bandwickel zugeordnete Treibwalze durch die ortsfest gelagerte Andrückrolle 12 gebildet wird.
In der in Fig. 7 strichpunktiert gezeichneten Stellung der Bandablaufführung 24 wird das Band auf der dem Bandeinlauf gegenüberliegenden Ofenseite abgewickelt In der in vollen Linien dargestellten Ruhestellung der Ablaufführung 24 wird die Durchtrittsöffnung des Ofens für das auslaufende Band verschlossen
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt So könnten beispielsweise die Andrückrollen 12 quer zum Band verstellbar sein, um die Andrück- rollen im Bedarfsfall vom Bandwickel bzw. vom Haspeldom weg verlagern zu können. Ausserdem wäre es möglich, das Einlaufende des Bandes mit Hilfe einer Klemmeinrichtung in der Einführöffnung festzuhalten.
PATENTANSPRÜCHE:
1 Haspelofen für ein Warmband mit einer Ofenhaube, einem in der Ofenhaube vorgesehenen, antreibbaren Haspeldom, der eine Einführöffnung für das Aufwickelende des Warmbandes aufweist, und mit einer in einer Bandübemahmestellung des Haspel- domes im Bereich dessen Einführöffnung mündenden Bandeinlauffuhrung, wobei der im
Einlaufsinn des Aufwickelendes in die Einführöffnung antreibbare Haspeldom in einer quer zum einlaufenden Bandtrum verlaufenden Fuhrung in Abhängigkeit vom Wickeldurch- messer verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in den Zwickeibereich zwischen dem Bandwickel und dem ein- bzw.
auslaufenden Bandtrum (13 bzw 22) in an sich bekannter
Weise eine Bandablaufführung (19) ragt oder einführbar ist und dass der Antrieb zum
Verstellen des Haspeldomes (2) in der quer zum einlaufenden Bandtrum (13) verlaufenden
Fuhrung (15) aus zwei je einer Haspeldornseite zugeordneten, gesondert ansteuerbaren
Antriebseinheiten (16) besteht.