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Dia und den Rahmenelementen. Eine besondere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils ganz aussen auf der Kopfleiste liegenden Stanzstifte einen gegenüber den übrigen Stanzstiften vergrösserten Durchmesser aufweisen und dass auf dem Auflegetisch dem Messer bzw. dem Stanzwerkzeug im Abstand der gewünschten Bildbreite, insbesondere im Abstand der aussenliegenden Stanzstifte, Zentnerstifte vorgesehen sind. Mit Hilfe der Zentrierstifte kann ein einseitig zugeschnittenes, gestanztes Filmstück um 180. verdreht und gestanzt und sodann jeweils um 90. verdreht zu einem Quarta ! von beispielsweise 18 x 18 cm zugeschnitten werden.
Statt des Zuschneidens von Filmstücken können auch Farbfolien mit der Vomchtung gestanzt und geschnitten werden. Es ergeben sich dann Farbfilter, Blenden od. dgl. für Lichteffekte, die mit Hilfe eines leistungsfähigen Projektors auf einer Fläche hervorgerufen werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Stanz- und Schneidevorrichtung in der Ausgangsstellung in Vorderansicht, Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil der Vomchtung nach der Linie 11-11 in Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung von oben, mit zwei geschnittenen Bereichen und Fig. 4 die Vorderansicht gemäss Fig. 1, jedoch am Ende des Stanz- und Schneidevorganges.
Eine Stanz- und Schneidevorrichtung gemäss der Erfindung umfasst einen Auflegetisch 1, auf welchen das Filmmatenal oder die zuzuschneidende Farbfolie aufgelegt und positioniert wird. Der Tisch 1 verfügt randseitig über eine feststehende Schneidkante 2, der ein Messer 3 gegenüberliegt, welches in seitlichen Führungsgehäusen 4,5 horizontal und vertikal verschiebbar gelagert ist. Zum Zwecke dieser einen Schnitt bewirkenden Verschiebung sind in den Führungsgehäusen 4, 5 jeweils Kurbeltriebe 6,7 mit exzentrischen Kurbeizapfen 8,9 vorgesehen. Der Kurbeltrieb 6 wird durch einen Hebel 10 betätigt, der Kurbeltrieb 7 ist antnebslos und dient der synchronen Führung des Messers 3 mit dem Kurbeltneb 6.
Fig. 1 zeigt, dass der Kurbeizapfen 8 des Kurbeltriebes 6 bei Hebelbetätigung in Richtung des Pfeiles 11 einen Kreisbogen von etwa 110. beschreibt. Der Kurbelzapfen 8 greift In eine Bohrung des Messers 3.
Gleiches gilt für den Kurbeizapfen 9. Infolge der vorgenannten Hebelbetätigung führt das Messer 3 eine dem Kreisbogen folgende kombinierte vertikale und horizontale Bewegung aus. Die vertikale Bewegung schiebt die Schneidkante des Messers 3 über die feststehende Schneidkante 2 des Auflegetisches 1 und die horizontale Bewegung überlagert dem Schneidvorgang eine ziehende Komponente ("ziehender Schnitt"). Eine über die Schneidkante 2 hinaus vorgeschobene Folie bzw. ein Filmstück wird auf diese Welse zugeschnitten. Die Schneidkante des Messers 2 kann gegenüber der feststehenden Schneidkante leicht schräggestellt sein. Dadurch erfolgt der Schnitt nicht über die ganze Schnittlänge zugleich. Es sind geringere Schnittkräfte zu übertragen.
Der antnebslose Kurbeltrieb 7 ist mit dem Kurbeltrieb 6 durch das Messer 3 gekuppelt. Der Kurbeizapfen 9 liegt während seines Bewegungsablaufes ausserhalb der Totpunkte, die durch die Schnittpunkte seines Bewegungskreisbogens mit der die Drehachsen der Kurbeltrieb 6,7 verbindenden Geraden gegeben sind.
Die Exzentrizität der Kurbelzapfen 8, 9 der Kurbeltriebe 6 und 7 muss nicht gleich gross sein. Im Ausführungsbeispiel (Fig. 1) ist die Exzentrizität des Kurbelzapfens 9 grösser als die des Kurbeizapfens 8.
Infolge der starren Verbindung der Kurbelzapfen 8 und 9 durch das Messer 3 wird die vertikale Hubkomponente beim Schnitt im rechten Bereich des Messers 3 grösser. Daher kommt es während des Schneidvorganges zu einer Schrägstellung der Messerkante gegenüber der feststehenden Schneidkante 2. Die
Kinematik der Messerbewegung kann durch die Geometrie der beiden Kurbeltrieb 6 und 7 nach den
Erfordernissen beeinflusst werden.
Im Rückenbereich des Messers 3 ist eine Steuerleiste 12 in Form einer in Backen 13, 14 horizontal verschiebbar geführten Stange vorgesehen. Die Backen 13, 14 sind mit dem Messer 3 fest verschraubt.
Wenn also das Messer 3 durch Betätigung des Hebels 10 eine kreisbogenförmige Hub- und Querbewegung ausführt, dann folgen die Backen 13,14 dieser Bewegung. Die in den Backen 13,14 horizontal verschieb- bare Steuerleiste 12 liegt mit ihren Enden an vertikalen Führungsflächen der Führungsgehäuse 4,5 an und bewegt sich daher beim Schnitt nur in der Vertikalen. Diese Vertikalbewegung wird über Mitnehmer 15,16 auf eine Kopfleiste 17 übertragen, die kammartig vorspringende Stanzstifte 18,19, 20 trägt. Diese
Stanzstifte enden gemäss Fig. 1 mit ihrem Stirnflächen in einem Abstand von der Oberfläche des
Auflegetisches 1, der gross genug ist, um den zu schneidenden Film bzw. die Folie durchzuschieben.
Im Auflegetisch 1 sind den Stirnflächen der Stanzstifte 18, 19, 20 gegenüberliegend durchgehende Bohrungen vorgesehen, in die die Stanzstifte 18,19, 20 beim Schneid- und Stanzvorgang eintauchen. Die Stanzstifte
18, 19, 20 sind ungleich lang. Im Ausführungsbeispiel beginnt der Stanzvorgang auf Grund der linksseitig längeren Stanzstifte links, während der Schneidvorgang - wie bereits erläutert-auf der rechten Seite (Fig. 1 bis 3) seinen Anfang nimmt.
Auf der Kopfleiste 17 ist in einer vertikalen Führung eine gegenüber der Kopfleiste 17 gefederte
Halteleiste 21 verschiebbar angeordnet. Der Verschiebungsweg ist gemäss Fig. 1 und 4 in Richtung auf die
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Fläche des Auflegetisches 1 begrenzt. Die Halteleiste 21 wird von den Stanzstiften 18,19, 20 durchsetzt. Sie dient einerseits als Führung für die Stanzstifte 18, 19,20 im unmittelbaren Arbeitsbereich und ferner zum Klemmen des Filmes oder Folie kurz vor und während des Stanz- und Schneidvorganges. Ferner dient sie als Abstreifer beim Zurückziehen der Stanzstifte aus dem gestanzten Filmstück bzw. der Folie. Zur Führung der Halteleiste 21 sind seitlich zwei Führungsstifte vorgesehen.
Die randseitigen Stanzstifte 18 und 20 dienen in Verbindung mit Zentrierstiften 22, 23 der Posit ! onie- rung des Filmes beim Zuschneiden in die übliche quadratische Form. Die Zentrierstifte 22, 23 sind konisch ausgebildet und überragen die Auflagefläche des Auflagetisches 1. Sie sind nur in Flg. 3 dargestellt.
Wenn ein Filmstück durch Betätigung des Hebels 10 in Richtung des Pfeiles 11 längs einer Seite gestanzt und zugeschnitten wird, dann ergibt die Stanzung randseitige Löcher mit grösserem Durchmesser entsprechend dem Durchmesser der Zentrierstifte 22,23. Das so auf einer Längsseite zugeschnittene und gestanzte Filmstück wird vom Auflegetisch 1 genommen und um 180. verdreht, also mit den eben gestanzten Löchern nach hinten auf die vom Messer 3 abgewandte Seite auf den Auflegetisch 1 aufgelegt, wobei die randseitigen grossen Löcher der zu Beginn gestanzten Perforation auf die Zentrierstifte 22,23 aufgesetzt werden.
Nach Durchführung eines zweiten Stanz- und Schneidvorganges wird das Filmstück um 90 gedreht und mit je einem beim ersten und zweiten Arbeitsgang hergestellten Randloch auf die Zentierstifte 22,23 aufgesetzt und die Vorrichtung in Betrieb genommen. Der Vorgang wird noch einmal wiederholt, sodass alle vier Seiten des Quadrates nun exakt zugeschnitten und mit einer Lochung als Perforation versehen sind. Mit dieser Perforation korrespondieren Halteelemente 10 einem entsprechenden zweiteiligen Diarahmen für Grossbildprojektoren Das Dia kann unmittelbar in einen solchen Diarahmen eingesetzt werden und ist sofort projektionsbereit.