AT403427B - Thermoplastisches haarbefestigungselement - Google Patents

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Description

AT 403 427 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein thermoplastisches Haarbefestigungselement. Aus der AT-GM 412 ist ein Befestigungselement in Form eines schrumpfbaren thermoplastischen Schlauches bekannt. Die Applikation von Fremdhaarsträhnen erfolgt derart, daß über einen Knoten einer Eigenhaarsträhne der Schlauch gestülpt und in diesen die mit einem Thermoplast vereinigten Enden einer Fremdhaarsträhne eingeschoben werden. Danach wird der Schlauch mit einem zangenartigen Heizgerät zum Schmelzen gebracht, wodurch ein Verkleben der Eigen- und Fremdhaarsträhne erfolgt.
Das Ankleben von Fremdhaarsträhnen an Eigenhaarsträhnen mit thermoplastischem Kunststoff ist in verschiedensten Varianten seit langem bekannt (vgl. US-PS 3 295 534, 3 727 619, 4 934 387 und 5 072 745). In jüngster Zeit (DE-G 94 11 835 Ul) ist vorgeschlagen worden, Haarfilamente mit bandförmigem thermoplastischem Kunststoff zu Kunststoffstreifen mit herabhängenden Filamenten durch Schmelzen und Erstarren des Thermoplastes zu verkleben. Je nach Bedarf lassen sich vom Streifen Strähnen abtrennen, die mit Hilfe einer Heizzange durch Schmelzkleben mit dem Kopfhaar verbunden werden können.
Nachteilig bei allen bekannten, auf dem Schmeizkleben beruhenden Haarverlängerungsmethoden ist, daß ein zweimaliges Aufschmelzen und Erstarren benötigt wird. Zunächst müssen nämlich die Enden der eine Haarsträhne bildenden Haare durch Aufschmelzen und Erstarren des Thermoplastes verbunden werden und sodann muß das mit dem Thermoplast versehene Haarsträhnenende durch neuerliches Aufschmelzen und Erstarren mit dem Kopfhaar verklebt werden. Will man das Fremdhaar zu einem späteren Zeitpunkt durch Aufschmelzen des Thermoplastes wieder Ablösen, so erweist sich die wiederholte Wärmeeinwirkung abträglich auf die Wiederverwertbarkeit der abgelösten Strähnen.
Ziel der Erfindung ist ein thermoplastisches Haarbefestigungselement, das bei jeder Befestigung einer Fremdhaarsträhne an eine Eigenhaarsträhne nur einen einzigen Erwärmungs- und Abkühlungszyklus erfordert.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß mit einem thermoplastischen Haarbefestigungselement erreicht, das gekennzeichnet ist durch ein HUIsenstück mit einem Schenkelprofil, beispielsweise Ο-, V-, C-Profil od. dgl., und einem in dieses ersetzbaren Einsatz, zwischen deren aufeinandertreffenden Flächen Haare befestigbar sind.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen thermoplastischen Haarbefestigungselementes werden zunächst die Fremdhaare zwischen dem Hülsenstück und dem Einatz ohne Schmelzvorgang befestigt. Beim Vorgang der Haarverlängerung werden die Eigenhaare zwischen die beiden Schenkel des Hülsenstückes eingelegt, worauf mit einer geeigneten Heizvorrichtung das thermoplastische Haarbefestigungselement zum Schmelzen gebracht und so eine Schmelzklebung zwischen Eigenhaar und Fremdhaar bewirkt wird. Pro Befestigungsvorgang ist daher nur ein einziger Erwärmungs- und Abkühlungszyklus erforderlich. Für die Verbindung zwischen Hülsenstück und Einsatz bieten sich unzählige Varianten an. Im einfachsten Fall können die aufeinandertreffenden Flächen des Hülsenstückes und des Einsatzes eine Klebeschicht aufweisen. Nach Einlegen der Fremdhaare in das Hülsenstück wird der Einsatz eingeschoben bzw. eingedrückt, wodurch es einerseits zur Befestigung der Haare, anderseits zur Verbindung zwischen Hülsenstück und Einsatz kommt.
Zur Vergrößerung der aufeinandertreffenden Flächen von Hülsenstück und Einsatz und damit zur Verbesserung des Haltes der Haare ist es empfehlenswert, die aufeinander treffenden Flächen von Hülsenstück und Einsatz zumindest teilweise mit einer Riffelung zu versehen. Diese Riffelung kann entweder in Längsrichtung des Hülsenstückes, also in Richtung der eingelegten Haare, oder quer zur Längsrichtung verlaufen. Für die Gestaltung des Einsatzes bieten sich mehrere Varianten an. Einen besonders guten Zusammenhalt zwischen Hülsenstück und Einsatz erreicht man dann, wenn das Profil des Einsatzes dem Profil des Hülsenstückes angepaßt wird. Auf diese Weise wird in einfachster Form eine formschlüssige Verbindung zwischen Hülsenstück und Einsatz gewährleistet. Alternativ kann der Einsatz aber auch als im wesentlichen flache Platte ausgebildet sein. Um einen sicheren Halt des Einsatzes im Hülsenstück zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, auf dem Hülsenstück den Einsatz umfangende Abkantungen od. dgl. auszubilden.
Die Verbindung zwischen Hülsenstück und Einsatz kann auch dadurch bewerkstelligt werden, daß der Einsatz und das Hülsenstück zusammenwirkende Rastvorsprünge und zugehörige Ausnehmungen auswei-sen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Einsatz, Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Hülsenstück und Fig. 3 die Vereinigung des Einsatzes gemäß Fig. 1 und des Hülsenstückes gemäß Fig. 2 zum erfindungsgemäßen thermoplastischen Haarbefestigungselement, die Fig. 4 bis 6, Fig. 7 bis 9, Fig. 10 bis 12, Fig. 13 bis 15, Fig. 16 bis 18, Fig. 19 bis 21, Fig. 22 bis 24 und Fig. 25 bis 27 weitere Ausführungsvarianten des erfindungsgemäßen thermoplastischen Haarbefestigungselementes in zu den Fig. 1 bis 3 analogen Darstellungen. 2

Claims (5)

  1. AT 403 427 B Das in den Fig. 1 bis 3 wiedergegebene thermoplastische Haarbefestigungselement besteht aus einem Einsatz 1 und einem Hülsenstück 2. Das Hülsenstück 2 weist ein Schenkelprofil auf, wobei die beiden Schenkel etwas einwärts geneigt sind. Das Profil des Einsatzes 1 ist dem Profil des Hülsenstückes 2 angepaßt. Die aufeinander treffenden Flächen von Einsatz 1 und Hülsenstück 2 sind mit einer Klebschicht 3 versehen. Beim Einsetzen des Einsatzes 1 in das Hülsenstück 2 werden die Haare 4 zwischen den aufeinandertreffenden Flächen befestigt (Fig. 3). Die so vorbereitete Haarsträhne wird im Zuge der Verlängerung des Kopfhaares an dieses herangeführt, das Kopfhaar zwischen die beiden Schenkel eingelegt und die Schenkel mit einer Heizzange zuammengedrückt, wodurch eine Schmelzklebung erfolgt. Die Ausführungsformen gemäß den Fig. 4 bis 6 sowie gemäß den Fig. 7 bis 9 unterscheiden sich von der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 dadurch, daß anstelle der Klebschicht 3 eine Riffelung 5 vorgesehen ist. Diese verläuft gemäß den Fig. 4 bis 6 in Längsrichtung des Hülsenstückes, also in Richtung der zu befestigenden Haare 4, gemäß den Fig. 7 bis 9 in Querrichtung. Bei der Variante gemäß den Fig. 7 bis 9 ist außerdem nicht die gesamte Berührungsfläche zwischen Einsatz 1 und Hülsenstück 2 mit der Riffelung versehen. Der Zusammenhalt zwischen Einsatz 1 und Hülsenstück 2 wird durch die einwärts gerichteten Schenkel formschlüssig gewährleistet. Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 10 bis 12 weist das Hülsenstück 2 im wesentlichen ein C-Profil auf. Wiederum ist das Profil des Einsatzes 1 dem Profil des Hülsenstückes 2 angepaßt. Ebenso ist eine Riffelung 5 vorgesehen. Das Hülsenstück 2 weist den Einsatz umfangende Abkantungen 6 auf, deren Haltewirkung insbesondere aus Fig. 12 deutlich zu entnehmen ist. Die Ausführungsformen gemäß den Fig. 13 bis 15 und Fig. 16 bis 18 unterscheiden sich von der Ausführungsform gemäß Fig. 10 bis 12 nur dadurch, daß einerseits ein Hülsenstück mit im wesentlichen U-förmigem Profil, anderseits ein Hülsenstück mit im wesentlichen V-förmigem Profil vorgesehen ist, wobei das Profil des Einsatzes 1 jeweils dem Profil des Hülsenstückes 2 entspricht. Die Ausführungsform gemäß den Fig. 19 bis 21 unterscheidet sich von den zuletzt beschriebenen Ausführungsformen nur dadurch, daß anstelle des C-, V- oder U-Profils ein Schenkelprofil mit auswärts geneigten Schenkeln vorgesehen ist. Aufbau und Funktionsweise dieser Ausführungsvariante des thermoplastischen Haarbefestigungselementes sind ansonsten identisch. Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 22 bis 24 ist das Profil des Einsatzes 1 nicht dem Profil des Hülsenstückes 2 angepaßt, sondern der Einsatz 1 ist als im wesentlichen flache Platte ausgebildet. Wiederum sind die aufeinander treffenden Flächen des Einsatzes 1 und des Hülsenstückes 2 mit einer Riffelung 5 versehen. Das Hülsenstück 2 weist ein Schenkelprofil auf, wobei die Schenkel leicht auswärts geneigt sind. Die den Einsatz 1 umfangenden Abkantungen 6 sind funktionell nunmehr nicht an den Schenkelenden ausgebildet (wenngleich auch dort Abkantungen od. dgl. aufscheinen), sondern im Bereich des Schenkelansatzes, was aus den Fig. 23 und 24 deutlich erkennbar ist. Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 25 bis 27 ist der Einsatz 1 ebenfalls als im wesentlichen flache Platte ausgebildet. Das Hülsenstück 2 weist ein Schenkelprofil mit einwärts gerichteten Schenkeln auf. Die Riffelung 5 ist quer zur Richtung der zu befestigenden Haare 4 ausgebildet. Die Verbindung zwischen Einsatz 1 und Hülsenstück 2 wird dadurch sichergestellt, daß im Hülsenstück 2 Rastvorsprünge 7 und im Einsatz 1 zugehörige Ausnehmungen 8 ausgebildet sind, die beim Vereinigen von Einsatz 1 und Hülsenstück 2 Zusammenwirken (Fig. 27). Patentansprüche 1. Thermoplastisches Haarbefestigungselement, gekennzeichnet durch ein Hülsenstück (2) mit einem Schenkelprofil, beispielsweise U-, V-, C-Profil od. dgl., und einem in dieses ersetzbaren Einsatz (1), zwischen deren aufeinandertreffenden Flächen Haare (4) befestigbar sind.
  2. 2. Haarbefestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinandertreffenden Flächen des Hülsenstückes (2) und des Einsatzes (1) eine Klebeschicht (3) aufweisen (Fig. 1-3).
  3. 3. Haarbefestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinandertreffenden Flächen zumindest teilweise eine Riffelung (5) aufweisen (Fig. 4-24).
  4. 4. Haarbefestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil des Einsatzes (1) dem Profil des Hülsenstückes (2) angepaßt ist (Fig. 1-21).
  5. 5. Haarbefestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (1) als im wesentlichen flache Platte ausgebildet ist (Fig. 22-27). 3 AT 403 427 B Haarbefestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Hülsenstück (2) den Einsatz (1) umfangende Abkantungen (6) od. dgl. aufweist (Fig. 10-24). Haarbefestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatz (1) und das Hülsenstück (2) zusammenwirkende Rastvorsprünge (7) und zugehörige Ausnehmungen (8) aufweisen (Fig. 25-27). Hiezu 9 Blatt Zeichnungen 4
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