AT402516B - Gewebeband-einrichtung - Google Patents
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Description
ΑΤ 402 516 Β
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Gewebeband-Einrichtung, z.B. ein Endlos-Siebband für Papiermaschinen, bei welchem an zumindest einem Ende des Gewebebandes eine Anschlußvorrichtung vorgesehen ist, welche über ein lösbares Verbindungsmittel mit einer weiteren Anschlußvorrichtung verbindbar ist, die entweder an dem anderen Ende desselben Gewebebandes oder an dem Ende eines anderen Gewebebandes angecrdnet ist. Lösbare Verbindungen zwischen den zwei stirnseitigen Enden eines Gewebebandes oder zwischen den Enden zweier verschiedener Gewebebänder, wie z.B. Fördergurten, Endlossiebbänder od. dgl., sind bekannt und werden beispielsweise in der DE 28 10 72 C, der DE 2 059 021 A, der DE 2 338 263 A, der FR 2 145 365 A und der EP 564 436 A beschrieben. Die Allschlußvorrichtungen für diese lösbaren Verbindungen sind entweder als einzelne Kupplungsösen, als Schraubenwendeln oder als Nahtschlaufen ausgebildet. Die Kupplungsösen oder Schraubenwendeln können an dem Ende des Gewebes angenäht oder in das Gewebe eingewebt sein, wogegen Nahtschlaufen entweder durch die Gewebestruktur selbst oder durch bindungskonformes Zurückweben einzelner Längsfäden in das Gewebe hergestellt werden können. Als Verbindungsmittel eignet sich ein Steckdraht, welcher nach Aneinanderfügen der Anschlußvorrichtungen durch die Ösen, Schraubenwendeln oder Nahtschlaufen dieser Anschlußvorrichtungen gesteckt wird. Der Steckdraht kann gerade oder spiralförmig ausgebildet sein und einen runden oder ovalen Querschnitt besitzen.
Bei vielen der bekannten Gewebeverbindungen sind die Anschlußvorrichtungen jedoch einem Verschleiß ausgesetzt, welcher die Lebensdauer des Gurtes beeinträchtigen kann, insbesondere wenn die Gewebeverbindung starken mechanischen Belastungen einer erhöhten Verschmutzung ausgesetzt ist. Zum Schutz einer lösbaren Verbindung der oben genannten Art ist in der FR 2 145 365 A vorgeschlagen worden, die Anschlußvorrichtungen mit einer flächigen Abdeckung zu versehen, welche an einem Gewebeende befestigt ist. Eine solche Abdeckung schützt zwar die Verbindung, besitzt unter anderem aber den Nachteil, daß einerseits dadurch zusätzliche Herstellungskosten entstehen, andererseits das Gewebeband an der Verbindungsstelle dicker ist und daher für bestimmte Einsatzzwecke unter Umständen nicht geeignet ist oder zumindest dort einem erhöhten Verschleiß unterliegt, welcher die Lebensdauer des Gewebebandes wiederum verringert.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Gewebeband-Einrichtung mit einer lösbaren Verbindung der oben genannten Art so zu verbessern, daß bei geringen Herstellungskosten ein wirksamer Verschleiß-Schutz für die Anschlußvorrichtungen geschaffen wird, wobei die Dicke des Gewebebandes an dieser Stelle nicht nachteilig erhöht werden soll.
Diese Aufgabe wird bei einer Gewebeband-Einrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Anzahl bestimmter Längsfäden entlang eines dem Ende des Gewebebandes zugeordneten Abschnittes aus dem Gewebe herausgenommen ist und - in einer horizontalen Lage des Gewebes - die herausgenommenen Abschnitte dieser Längsfäden zumindest abschnittsweise über und/oder unter der Anschlußvorrichtung des Gewebebandes aufliegend angeordnet sind und somit eine Schutzauflage für diese Anschlußvorrichtung bilden. Dadurch, daß die Schutzauflage für die Anschlußvorrichtung durch einen Teil des Gewebes selbst gebildet wird, entstehen bei der Herstellung keine zusätzlichen Kosten. Bei einer Verwendung der Gewebeband-Einrichtung als Fördergurt oder Endlos-Sieb kann die durch bestimmte Längsfäden gebildete Schutzauflage an der Produktseite, an der Walzenseite oder zu beiden Seiten der Anschlußvorrichtungen vorgesehen sein, sodaß die Produktseite vor einem vorzeitigen Verschleiß durch Schaber, Abstreifleisten oder abrasive Materialien, die sich im Produkt, z.B, Schlamm befinden, und die Walzenseite vor einem Verschleiß durch die Walzenoberfläche, Schlupf und gegebenenfalls Abstreif- oder Saugleisten geschützt werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gewebeband-Einrichtung ist die Länge der Abschnitte der herausgenommenen Längsfäden so bemessen, daß das freie Ende dieser Abschnitte -in dem miteinander verbundenen Zustand der Anschlußvorrichtungen - sich entweder über eine oder über beide Anschlußvorrichtungen und das Verbindungsmittel erstreckt. Die wirksame Länge des Verschleißschutzes ist stark von der Art der Verbindung und den verwendeten Materialien abhängig. In einfacher Weise müssen Längsfäden in beiden Fällen jedoch nur an einem Ende des Gewebebandes entnommen werden, um einen wirksamen Schutz der gesamten Gewebeverbindung zu erreichen.
Bei einer vorzugsweisen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist das Ende jedes herausgenommen Längsfadens gegen die Bewegungsrichtung des Gewebebandes ausgerichtet, sodaß die Enden im Betrieb nur auf Zug belastet werden und daher in vorteilhafter Weise nicht an dem Gewebe befestigt werden müssen.
Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung ist die Anzahl herausgenommener Längsfäden nur dem seitlichen Randbereich des Gewebebandes zugeordnet. Mit dieser Maßnahme wird ein wirksamer Schutz des im allgemeinen besonders verschleißanfälligen Randbereichs einer Verbindung 2
AT 402 516 B erzielt, 2.B. als Formatleistenschutz, welcher bereits zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensdauer führen kann. Alternativ dazu kann die Anzahl herausgenommener Längsfäden gleichmäßig über die gesamte Breite des Gewebebandes verteilt sein. Dabei wird ein über das gesamte Ende des Gewebebandes gleichermaßen wirksamer Verschleißschutz hergestellt.
Bei einem Gewebe, welches aus Kunststoffäden hergestellt ist, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die herausgenommenen Abschnitte der Längsfäden des Gewebes durch Erhitzen unter Längsspannung thermisch geglättet sind, da die Längsfäden normalerweise gemäß der Gewebestruktur gebogen sind.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn die Anschlußvorrichtung eine an dem Ende des Gewebebandes verlaufende Nahtschlaufenreihe oder eine an diesem Ende befestigte Nahtspirale einer Stecknaht ist und wenn das Verbindungsmittel ein zwei Nahtschlaufen oder Nahtspiralen verbindender Nahtverbindungssteckdraht einer Stecknaht ist. Bei dieser Ausführungsform werden die Nahtschlaufenreihe oder die Befestigung der Nahtspirale an dem Ende des Gewebebandes durch bestimmte, abschnittsweise herausgenommen Längsfäden und durch abschnittsweise bindungskonform in das Gewebe zurückgewebte benachbarte Längsfäden gebildet, wobei erfindungsgemäß Längsfäden nur an jenen Stellen aus dem Gewebe herausgenommen sind, an welchen die benachbarten Längsfäden in das Gewebe zurückgewebt sind und die Abschnitte der herausgenommenen Längsfäden die Schutzauflage bilden. Bei dieser Ausführungsform wird eine besondere Verbindungstechnik ausgenützt, um die Schutzauflage herzustellen. Falls die Anschlußvorrichtungen nämlich Nahtschlaufenreihen oder durch Nahtschlaufen an dem Gewebe befestigte Nahtspiralen sind, erfolgt die Herstellung der Nahtschlaufen üblicherweise so, daß bestimmte Längsfäden entlang eines Abschnittes aus dem Gewebe herausgenommen werden, um benachbarte Längsfäden unter Bildung je einer Nahtschlaufe bindungskonform in das Gewebe zurückweben zu können, wobei die herausgenommenen Längsfäden üblicherweise an der Stelle abgeschnitten werden, an der sie das Gewebe verlassen. Bei der erfindungsgemäßen Gewebeband-Einrichtung hingegen werden diese herausgenommenen nicht abgeschnitten, sondern als eine Schutzauflage für die Anschlußvorrichtungen verwendet, deren Herstellung in diesem Fall sogar mit einer Kosteneinsparung verbunden ist, da ein Arbeitsschritt, nämlich das Abschneiden der herausgenommenen Längsfäden, eingespart werden kann.
Weitere Vorteile und Merkmale einer Gewebeband-Einrichtung der erfindungsgemäßen Art ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines konkreten Ausführungsbeispiels, wobei auf die beiliegende Figur bezug genommen wird, in welcher eine schematische Seitenansicht einer Gewebeband-Einrichtung im Bereich der lösbaren Verbindung am Beispiel eines Endlos-Siebes für Papiermaschinen dargestellt ist.
Der Figur ist zu entnehmen, daß das Gewebe des Endlos-Siebes aus Längsfäden 1, 2 und aus Querfäden 6 hergestellt ist. All dem Ende des Gewebes sind zur Befestigung einer Nahtspirale 7a Nahtschlaufen vorgesehen, die durch bindungskonformes Zurückweben eines Abschnittes 1a des Längsfadens 1 in das Gewebe hergestellt werden. Um dieses Zurückweben zu ermöglichen bzw. zu erleichtern, ist ein benachbarter Längsfaden 2 entlang eines Abschnittes 4 aus dem Gewebe entnommen. All dem anderen Ende des Gewebebandes ist in ähnlicher oder gleicher Weise eine weitere Nahtspirale 7b befestigt. Die bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel oval ausgebildeten Spiralen 7a und 7b sind seitlich ineinanders-chiebbar und werden durch einen geraden, parallel zum Gewebeende einschiebbaren Flachsteckdraht 9 aneinander gehalten.
Das Ende des zurückgewebten Abschnittes 1 a des Längsfadens 1 ragt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel um einen Querfaden 6 weiter in das Gewebe hinein als der Abschnitt 4 des Längsfadens 2 aus dem Gewebe entnommen ist, sodaß an deren Überschneidungsbereich 3 ein sogenannter Überleger gebildet wird, welcher einen besseren Halt des zurückgewebten Abschnittes 1a in der Gewebestruktur bewirkt. In der Verbindungszone zwischen den Nahtschlaufen und den Nahtspiralen 7a, 7b ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel zusätzlich je ein im wesentlichen parallel zum Flachsteckdraht 9 verlaufender Haltedraht 8 vorgesehen.
Der Abschnitt 4 des Längsfadens wird nun nicht an der Stelle abgeschnitten, wo er das Gewebe verläßt, sondern wird über die Nahtspiralen 7a, 7b gelegt, um dort als ein Nahtschutz zu dienen, wobei das Ende des Abschnittes 4 gegen die mit einem Pfeil gekennzeichnete Laufrichtung des Endlos-Siebes gerichtet ist, sodaß keine weitere Befestigung der Abschnitte 4 erforderlich ist.
Im Unterschied zu dem gezeigten Ausführungsbeispiel können die als Nahtschutz dienenden Abschnitte der Längsfäden auch unterhalb des Gewebes oder zu beiden Seiten des Gewebes angeordnet sein. Ebenso ist es möglich, daß die herausgenommenen Längsfäden nicht gleichmäßig Uber die Breite des Gewebebandes verteilt sind, sondern nur dem seitlichen Rand des Gewebebandes zugeordnet sind, um einen Verschleißschutz für diesen seitlichen Randbereich zu bilden. Falls das Gewebeband, z.B. durch eine besondere Formgebung der Walzen, unterschiedlich beansprucht wird, kann der Verschleißschutz auch lediglich an den stark beanspruchten Stellen der Gewebeverbindung vorgesehen sein. 3
Claims (9)
- AT 402 516 B An dem der Nahtspirale 7b zugeordneten anderen Ende des Endlos-Siebes werden die aus dem Gewebe entnommenen Abschnitte der Längsfäden in üblicher Weise an der Stelle abgeschnitten, wo sie das Gewebe verlassen, sodaß diese, in Laufrichtung des Siebes ausgerichteten Längsfäden bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel nicht für den Nahtschutz verwendet werden. Sowohl das Gewebe 1. 2, 6 als auch die Nahtspiralen 7a, 7b und der Steckdraht 9 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem Kunststoff hergestellt. Da die Abschnitte 4 der Längsfäden 2 nach ihrem Herausnehmen sogenannten Crimps aufweisen, d.h. entsprechend der Gewebestruktur schlangenförmig gebogen sind, werden diese beim Thermofixieren der Nahtschlaufen durch Erhitzen unter Längsspannung glattgezogen. Die Länge der Abschnitte 4 der Längsfäden 2 kann je nach Anwendungsfall unterschiedlich bemessen sein, beispielsweise kann das Ende des Abschnittes 4, wie in der Figur dargestellt ist, über beide Nahtschlaufenreihen ragen oder es kann dieses Ende nur über eine Anschlußvorrichtung 7a bzw. den Steckdraht 9 ragen oder auch nur bis zu der Nahtschlaufenreihe an dem Ende des Gewebebandes reichen. Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel eingeschränkt, sondern umfaßt alle Ausführungsformen einer Gewebeband-Einrichtung, die eine durch herausgenommene Längsfäden gebildete Schutzauflage für eine lösbare Verbindung aufweisen. Patentansprüche 1. Gewebeband-Einrichtung, z.B. Endlos-Siebband für Papiermaschinen, bei welchem an zumindest einem Ende des Gewebebandes eine Anschlußvorrichtung (7a) vorgesehen ist, welche über ein lösbares Verbindungsmittel (9) mit einer weiteren Anschlußvorrichtung (7b) verbindbar ist, die entweder an dem anderen Ende desselben Gewebebandes oder an dem Ende eines anderen Gewebebandes angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl bestimmter Längsfäden (2) entlang eines dem Ende des Gewebebandes zugeordneten Abschnittes (4) aus dem Gewebe (1, 2, 6) herausgenommen ist und - in einer horizontalen Lage des Gewebes - die herausgenommenen Abschnitte (4) dieser Längsfäden (2) zumindest abschnittsweise über und/oder unter der Anschlußvorrichtung (7a) des Gewebebandes aufliegend angeordnet sind und somit eine Schutzauflage für diese Anschlußvorrichtung (7a) bilden.
- 2. Gewebeband-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Abschnitte (4) der herausgenommenen Längsfäden (2) so bemessen ist, daß das freie Ende dieser Abschnitte (4) -in dem miteinander verbundenen Zustand der Anschlußvorrichtungen - sich entweder über eine oder über beide Anschlußvorrichtungen (7a, 7b) und das Verbindungsmittel (9) erstreckt.
- 3. Gewebeband-Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende jedes herausgenommen Längsfadens (4) gegen die Bewegungsrichtung des Gewebebandes ausgerichtet ist.
- 4. Gewebeband-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl herausgenommener Längsfäden (4) nur dem seitlichen Randbereich des Gewebebandes zugeordnet ist.
- 5. Gewebeband-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl herausgenommener Längsfäden (4) gleichmäßig über die gesamte Breite des Gewebebandes verteilt ist.
- 6. Gewebeband-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welchem das Gewebe (1, 2, 6) aus Kunststoffäden hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die herausgenommenen Abschnitte (4) der Längsfäden (2) des Gewebes durch Erhitzen unter Längsspannung thermisch geglättet sind.
- 7. Gewebeband-Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußvorrichtung eine an dem Ende des Gewebebandes verlaufende Nahtschlaufenreihe oder eine an diesem Ende befestigte Nahtspirale (7a) einer Stecknaht ist.
- 8. Gewebeband-Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsmittel ein zwei Nahtschlaufen oder Nahtspiralen (7a, 7b) verbindender Nahtverbindungssteckdraht (9) einer Stecknaht ist. 4 AT 402 516 B
- 9. Gewebeband-Einrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, bei welchem die Nahtschlaufenreihe oder die Befestigung der Nahtspirale (7a) an dem Ende des Gewebebandes durch bestimmte, abschnittsweise herausgenommene Längsfäden (2) und durch abschnittsweise bindungskonform in das Gewebe (1, 2, 6) zurückgewebte benachbarte Längsfäden (1) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß Längsfäden 2 nur an jenen Stellen aus dem Gewebe herausgenommen sind, an welchen die benachbarten Längsfäden (1) in das Gewebe zurückgewebt sind. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 5
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