AT397866B - Granatenkörper, insbesondere für handgranaten - Google Patents
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Description
AT 397 866 B
Die Erfindung bezieht sich auf einen Granatenkörper, insbesondere für Handgranaten, mit einem einen Splitterkörper umschließenden Gehäusemantel aus Kunststoff und mit einer Öffnung, in deren Bereich ein Zünder aufschraubbar ist, der einen im aufgeschraubten Zustand ins Innere des Granatenkörpers ragenden Zündladungsträger aufweist, wobei im Granatenkörper eine Trennhülse aus Kunststoff angeordnet ist, die den Raum für die Aufnahme des vorzugsweise rohrförmigen Zündladungsträgers vom Raum für die Sprengladung trennt.
Es ist ein derartiger Granatenkörper für eine Handgranate bekannt geworden, bei dem die Trennhülse einstückig an den äußeren Gehäusemantel des Granatenkörpers angeformt ist. Der Splitterkörper befindet sich innerhalb des äußeren Gehäusemantels einer die Sprengladung peripher umgebenden Kammer. Es ist auch bereits bekannt geworden, Splitterkörper, insbesondere für Handgranaten, aus in Kunststoff eingebetteten Metallpartikeln zu bilden.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Granatenkörper insbesondere für Handgranaten zu schaffen, bei dem die Trennhülse zwischen dem Raum für die Aufnahme des Zündladungsträgers und dem Raum für die Sprengladung in einer Weise angeordnet ist, die eine verbesserte Splitterwirkung der Granate gewährleistet.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Trennhülse an dem in an sich bekannter Weise aus in Kunststoff eingebetteten Metallpartikein bestehenden Splitterkörper bzw. an einem Teil des Splitterkörpers vorzugsweise einstückig angeformt ist.
Im Gegensatz zum eingangs erwähnten Stand der Technik wird also gemäß der Erfindung die Trennhülse nicht an den äußeren Gehäusemantel angeformt, sondern an den Splitterkörper, der dadurch im Öffnungsbereich des Granatenkörpers so weit als möglich an den Zündladungsträger (Zündröhrchen) hinreichen kann, sodaß auch im Öffnungsbereich ein ausreichendes Angebot an splittervirksamen Metallpartikein zur Verfügung steht. Es wird damit gewährleistet, daß die Granate, insbesondere Handgranate, bei der Detonation der Sprengladung eine nach allen Richtungen gleichmäßige Splitterwirkung besitzt.
Vorzugsweise kann die Trennhülse vom selben Kunststoff gebildet sein, der im Splitterkörper als Bindemittel der Metallpartikeln dient. Man kann daher auf einfache Weise den Splitterkörper bzw. einen Teil des Splitterkörpers gemeinsam mit der Trennhülse z.B. in einem Spritzgußwerkzeug hersteilen, in dessen Formhohlraum zunächst die Metallpartikeln eingefüllt werden, worauf nach Schließen der Form das Einspritzen des Kunststoffes, z.B. Polystyrol, erfolgt, wobei dieser Kunststoff einerseits in die Zwischenräume zwischen den Metallpartikeln eindringt - und so die Metallpartikeln zu einem festen Splitterkörper bindet - und andererseits die Trennhülse bildet.
Wenn der Splitterkörper aufgrund der Forderung nach gleichmäßiger Splitterverteilung möglichst kleine Öffnung aufweist, die hinsichtlich Größe und Form im wesentlichen dem Querschnitt des einzuführenden Zündladungsträgers (Zündröhrchen) entspricht, dann ist es aus herstellungstechnischen Gründen erforderlich, den Splitterkörper in mindestens zwei Teilen herzustellen. Der Splitterkörper kann z.B. quer zur Achse des Granatenkörpers etwa in dessen Mitte geteilt sein, wobei an den "Oberteir (mit der Einführungsöffnung für das Zündröhrchen) die Trennhülse angeformt ist. "Oberteil" und "Unterteil" wären dann in etwa becherförmig ausgebildet. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß sich der becherförmige "Unterteil" bis in die Höhe der Einführungsöffnung für das Zündröhrchen erstreckt und dort mit einem etwa ringförmigen Deckel aus in Kunststoff eingebetteten Metallpartikeln verschlossen wird, wobei dann an die für den Durchtritt des Zündröhrchens vorgesehene Öffnung des Deckels erfindungsgemäß die Trennhülse angeformt ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen durch ein Ausführungsbeispiel einer Handgranate näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen üblichen Zünder einer Handgranate, Fig. 2 zeigt im Längsschnitt einen erfindungsgemäßen Granatenkörper für eine Handgranate, in Fig. 3 ist der Oberteil des Handgranatenkörpers, in Fig. 4 der Sprengstofformling und in Fig. 5 der Unterteil des Handgranatenkörpers jeweils im Längsschnitt dargestellt, Fig. 6 zeigt ein vergrößertes Detail des Abschnittes A der Fig. 2.
Der in Fig. 2 im zusammengesetzten Zustand dargestellte Granatenkörper weist einen äußeren Gehäusemantel 1A, 1B aus Kunststoff, beispielsweise Polyäthylen, auf und einen inneren Splitterkörper 2A und 2B aus in Kunststoff, z.B. Polystyrol, eingebetteten Metallpartikeln. An den Oberteil 2A des Splitterkörpers, und zwar an dessen Öffnung 3, ist eine Trennhülse 4 aus Kunststoff angeformt, vorzugsweise aus demselben Kunststoff (z.B. Polystyrol), der als Bindemittel für die Metallpartikeln des Splitterkörpers dient. Genaugenommen ist die Trennhülse 4 an der zum Granateninneren weisenden Seite des die Öffnung 3 des Splitterkörper-Oberteiles 2A umgebenden Wandbereiches angeformt. Auf diese Weise reichen die Metallpartikeln im Oberteil 2A des Splitterkörpers bis unmittelbar an die Wandung der Öffnung 3 hin. Es wird also der zur Verfügung stehende Platz für die Metallpartikein so weit als möglich ausgenützt, um auch im Öffnungsbereich möglichst viele Metallpartikein unterzubringen. Die innere Mantelfläche der Trennhülse 4 fluchtet mit der zur Achse des Granatenkörpers weisenden Innenwand der Öffnung 3. 2
Claims (8)
- AT 397 866 B In Fig. 1 ist ein für Handgranaten üblicher Zünder dargestellt, mit einem Zünderkopf 5, 2.B. aus Kunststoff, und einem Sicherungsbügel 6, unter dem sich der am Zünderkopf 5 schwenkbar gelagerte gespannte Schläger 7 befindet. Der Schläger 7 ist über den Sicherungsbügel 6 durch einen Sicherungssplint 8 gesichert. Am Zünderkopf ist ferner der Zündladungsträger in Form eines Zündröhrchens 9 angeordnet, das die Zündpille, einen Verzögerungssatz und den Detonator enthält. Der Zünderkopf 5 weist ein Innengewinde auf, mit dem der Zünder auf den halsförmigen Gewindeansatz 10 des äußeren Gehäusemantels 1A des Oberteiles des Granatenkörpers aufgeschraubt wird. Dabei wird das Zündröhrchen 9 in den Hohlraum der Trennhülse 4 eingeführt. Die Handgranate enthält schließlich auch noch die Sprengladung 12, die zwischen der Trennhülse 4 und dem Splitterkörper 1A, 1B angeordnet ist. Es hat sich herausgestellt, daß bei der Detonation der Sprengladung vor allem dann eine rundum gleichmäßige Splitterausstreuung stattfindet, wenn im Bereich des Bodens und der Öffnung des Splitterkörpers ein Überangebot an splitterwirksamen Metallpartikeln vorhanden ist. Aus diesem Grund kann man in den Übergangsbereichen des Splitterkörpers 2A, 2B von dessen Seitenwandung zum Boden und zum Öffnungsbereich an den Splitterkörperteilen 2A und 2B Metallpartikeln enthaltende Verdickungen 13 und gegebenenfalls auch noch am oberen Splitterkörperteil 2A einen in den halsförmigen Gewindeansatz 10 ragenden, Metallpartikeln enthaltenden, ringförmigen Fortsatz 14 ausbilden. Die Herstellung eines Handgranatenkörpers gemäß Fig. 2 kann wie folgt erfolgen: Zunächst werden die beiden Teile 2A und 2B des Splitterkörpers gefertigt, und zwar z.B. in je einem Spritzgußwerkzeug, wobei an den Oberteil 2A des Splitterkörpers die Trennhülse 4 angespritzt wird. Sodann werden in weiteren Spritzgußwerkzeugen die Splitterkernteile 2A und 2B mit je einem äußeren Gehäusemantel 1A und 1B aus Kunststoff umspritzt. Die so gefertigten Teile sind in Fig. 3 und 5 dargestellt. Die Sprengladung 12 der Handgranate wird als gepreßter Sprengstofformling hergestellt (Fig. 4). Anschließend werden die Teile des Handgranatenkörpers gemäß Fig. 3 und 5 auf den Sprengstofformling (Fig. 4) aufgesetzt und miteinander verbunden, wobei diese Verbindung z.B. eine Klebeverbindung sein kann. Es besteht auch die Möglichkeit, die jeweils aneinandergefügten Kunststoffteile miteinander zu verschweißen. Um eine besonders gute Verbindung der beiden Teile 1A und 1B des Gehäusemantels zu erzielen, kann auch noch eine formschlüssige Verbindung der Gehäusemantelteile gemäß Fig. 6 vorgesehen sein. In die Verbindungsflächen der beiden Splitterkörperteile 2A, 2B bzw. in Ringnuten der Verbindungsflächen kann man einen zusätzlichen Splitterring z.B. aus Grauguß einlegen. Als Variante zu den beschriebenen Herstellungsverfahren wäre auch denkbar, zunächst nur die beiden Splitterkörperteile 2A und 2B herzustellen (der Oberteil 2A mit angeformter Trennhülse 4), sodann diese Splitterkörperteile auf den Sprengstofformling gemäß Fig. 4 aufzusetzen und schließlich das Ganze in ein Spritzgußwerkzeug einzusetzen, in welchem ein nahtloser äußerer Gehäusemantel aus Kunststoff aufgeformt wird. Die üblichen gepreßten Sprengstoffe halten eine derartige Manipulation ohne weiteres aus, sodaß kein Sicherheitsrisiko besteht. Patentansprüche 1. Granatenkörper, insbesondere für Handgranaten, mit einem einen Splitterkörper umschließenden Gehäusemantel aus Kunststoff und mit einer Öffnung, in deren Bereich ein Zünder aufschraubbar ist, der einen im aufgeschraubten Zustand ins Innere des Granatenkörpers ragenden Zündladungsträger aufweist, wobei im Granatenkörper eine Trennhülse aus Kunststoff angeordnet ist, die den Raum für die Aufnahme des vorzugsweise rohrförmigen Zündladungsträgers vom Raum für die Sprengladung trennt, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennhülse (4) an dem in an sich bekannter Weise aus in Kunststoff eingebetteten Metallpartikeln bestehenden Splitterkörper bzw. an einem Teil (2A) des Splitterkörpers vorzugsweise einstückig angeformt ist.
- 2. Granatenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennhülse (4) vom selben Kunststoff gebildet ist, der im Splitterkörper als Bindemittel der Metallpartikei dient.
- 3. Granatenkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennhülse (4) an der zum Granateninneren weisenden Seite des die Öffnung (3) des Splitterkörpers bzw. Splitterkörperteiles (2A) umgebenden Wandbereiches angeformt ist.
- 4. Granatenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Mantelfläche der Trennhülse (4) mit der Innenwand der Öffnung (3) des Splitterkörpers bzw. Splitter- 3 AT 397 866 B körperteiles (2A) fluchtet.
- 5. Granatenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Splitterkörper quer zur Achse des Granatenkörpers in zwei becherförmige Splitterkörperteile (2A, 2B) geteilt ist, wobei an den mit der Öffnung (3) für die Einführung des Zündladungsträgers (9) versehenen Splitterkörperteil (2A) die Trennhülse (4) angeformt ist.
- 6. Granatenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Splitterkörperteil (2A), an dem die Trennhülse (4) angeformt ist, eine für die Einführung des Zündladungsträgers (9) bestimmte Öffnung (3) aufweist, die hinsichtlich Weite und Form dem Querschnitt des Zündladungsträgers (9) entspricht.
- 7. Granatenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Splitterkörperteil (2A, 2B) gesondert mit je einem äußeren Gehäusemantelteil (1A,1B) versehen ist, wobei die äußeren Gehäusemantelteile nach Einsetzen der Sprengladung (12) dicht verbunden sind. & Granatenkörper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Gehäusemantelteile (1A, 1B) formschlüssig verbunden sind.
- 9. Granatenkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem aus mindestens zwei Teilen (2A, 2B) bestehenden Splitterkörper, in die Verbindungsflächen bzw. in Nuten der Verbindungsflächen ein zusätzlicher Splitterring z.B. aus Grauguß eingelegt ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 4
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| DE19534215A1 (de) * | 1995-09-15 | 1997-03-20 | Diehl Gmbh & Co | Splitterhülle eines Sekundärgeschosses eines Tandemgefechtskopfes |
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| DE19534215A1 (de) * | 1995-09-15 | 1997-03-20 | Diehl Gmbh & Co | Splitterhülle eines Sekundärgeschosses eines Tandemgefechtskopfes |
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