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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf verschiedene Verbesserungen an Schaltdiagramm- trägern und den zugehörigen Schreibstiften und bezweckt vor allem die Schaffung eines hochwertigen Schalldiagrammträgers, bei welchem die Schallwellen so zusammengezogen sind, dass ein sehr viel umfangreicheres Tonstück unter Benutzung eines Zylinders von den üblichen Abmessungen reproduziert werden kann, als es gegenwärtig möglich ist.
Bei der gegenwärtig üblichen Art der Herstellung von Schalldiagrammträgern wird ein Stift mit kreisförmiger Schneidekante, dessen Kreisdurchmesser etwa 1, 02 mm beträgt, in Eingriff gebracht mit einem rotierenden Träger, so dass der Stift eine sehr flache Kurve einschneidet. Dabei ist die Umfangsgeschwindigkeit des Trägers oberhalb 27 nui in jeder Minute, während die für jeden Schnitt zur Verfügung stehende Trägerbreite nur 0, 25 mm beträgt. Dem Schreibstift werden durch eine Phonographenmembran, welche durch Schallwellen in Schwingungen versetzt wird, Bewegungen erteilt, so dass der Stift die Schwingungen der Membran registriert.
Dieses Diagramm der in jeder Minute auftretenden Schallschwingungen besteht aus einer ungeheueren Zahl von Vertiefungen, welche an einander geschlossen sind und in ihrer Gestalt und ihren Abmessungen verschieden sind. Infolge der geringen Breite des zur Verfügung stehenden Raumes, auf welchem die Schallwelle eingeschnitten werden muss. und im Hinblick darauf, dar3 der
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Schallkurve, welche erzeugt werden können, ohne dass sich npbeneinanderliegende Kurvenabschnitte zum Teil überdecken. ausserordentlich flach und erreichen nur eine Tiefe von etwa 0. 0152 Mm.
Die Runder einer solchen Schallkurve, bei welcher sich das Verhältnis der Breite zur Tiefe etwa wie 16 : l stellt, sind so wenig scharf abgesetzt, dass es schwierig ist, der Schallwelle bei der Reproduktion zu folgen, wenn nicht der Wiedergabestift sehr elastisch gelagert ist. Ferner kann man bei Anwendung von Schalldiagrammträgern üblicher Grösse, d. h. bei Zylindern von wenig über 1 dem Länge und bei der üblichen Umdrehungsgeschwindigkeit von etwa 160 Umdrehungen in der Minute auf einem Schalldiagrammträger nur Diagramme von Tonstücken aufnehmen, die in weniger als 3 Minuten reproduziert werden können, so dass zahlreiche Lieder oder sonstige Musikstücke nicht in vollem Umfange auf einem einzigen Schall- diagrammträser reproduziert werden können.
Es würde nicht ausführbar sein. die Umfangs- geschwindigkeit des zur Aufnahme des Schalldiagramms bestimmten Trägers zu vermindern, weil die Erfahrung gelehrt hat, dass für eine korrekte Aufnahme und Wiedergabe von Musik-
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der durch den Stichel ges hnittenen Schallkurve zur Verfügung steht, der Widerstand, welchen das Material dem Eintritt der Schneidekante des Stichels entgegensetzt, ausserordentlich rasch bei zunehmender Kurventiefe : oder in anderen Worten, die Energie, welche erforderlich ist.
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um die schneidende Stiftkante in das Material bis zur Tiefe eines Viertels der maximalen Kurventiefe hineinzudrncken, ist viel geringer als diejenige, welche erforderlich ist, um die schneidende Stiftkante in das Material durch das letzte Viertel der maximalen Schnitttiefe zu pressen.
Die Folge hiervon ist, dass Tone, welche verhältnismässig schwach sind, vollkommener abgebildet werden als sehr laute Töne, weil bei den ersteren die Schwingungsweite des Registrierungsstiftes der Intensität der Schallwellen mehr entspricht als im letzteren Falle.
Unter Berücksichtigung der vorstehend erwähnten Umstände soll gemäss vorliegender Erfindung ein Schalldiagramm erzeugt werden, welches folgende Merkmale besitzt : 1. Der Schalldiagrammträger soll die üblichen Abmessungen hinsichtlich seiner Länge und seines Durchmessers besitzen, so dass er bei bestehenden Sprechmaschinen benutzt werden kann unter Vornahme von nur sehr geringen Abänderungen. 2. Die Qualität des Schallwellendiagramms und die der reproduzierten Töne soll vollkommener sein als bei den üblichen Schallzylindern, ohne dass irgendwie jedoch die Stärke der Reproduktion leidet. 3.
Die Zeit der Reproduktion und der Aufnahme der Schallkurve soll erheblich verlängert werden, wodurch Lieder und musikalische Kompositionen, welche jetzt nicht in brauchbarer Weise mit Hülfe von Sprechmaschinen reproduziert werden können, die Aufnahme und Wiedergabe gestatten.
Um diese Ziele zu erreichen, wird der Erfindung zufolge die Aufnahme vermittels einer Aufnahme-Maschine gemacht, welche eine Schaltschraube von viel geringerer Steigung ihrer Schraubengänge besitzt, als es bei den normalen Maschinen gegenwärtig der Fall ist ; die Steigung der Schraubengänge wird zweckmässig so gewählt, dass 80 Gänge auf 1 Centimeter kommen. Ferner wird bei der Aufnahme ein Stichel benutzt, dessen Kurve von einem Kreisbogen gebildet wird, dessen Durchmesser nur etwa zweimal so gross ist wie die Breite des zur Aufnahme der Schallwelle verfügbaren Raumes, anstatt, wie gegenwärtig üblich, die vierfache Breite dieses Raumes zu besitzen.
Der Erfinder hat als Ergebnis der Rechnung und des Experiments gefunden, dass, um eine Schallwelle bis zu der gegenwärtig maximalen Tiefe in einem Raum von 0,125 mm Breite, anstatt 0, 35 mm zu schneiden, der Stichel anstatt die Hälfte des Durchmessers, welcher im letzteren Falle erforderlich ist, zu besitzen, wie man annehmen sollte, nur etwa des Durchmessers oder nach den Untersuchungen des Erfinders ungefähr 0,2667 mm dick sein muss. Selbst bei der Herstellung von Stichen, deren kreisbogenförmige Schneidekante 1, 02 mm Durchmesser besitzt, ist das Verfahren sehr schwierig und verlangt eine ausserordentlich geschickte Arbeit und Maschinen von äusserster Vollkommenheit. Dazu müssen die meisten Operationen unter Beobachtung durch das Mikroskop vorgenommen werden.
Selbst bei allen diesen Vorsichtsmassregeln ergibt sich ein grosser Bruchteil Ausschuss, da das benutzte Material, nämlich Saphir, obwohl es überaus hart ist, sehr spröde ist und einen geringen Massenzusammenhalt besitzt, so dass es sehr leicht bricht und platzt. Einen Schreibstift von nur 0, 2667 mm Durchmesser aus diesem Material unter Anwendung der gegenwärtig üblichen Methoden und Maschinen und in der jetzt gebräuchlichen Gestalt herzustellen, möchte vielleicht als mechanisches Kunstwerk möglich sein. Aber man kann nicht annehmen, dass die Herstellung in einer wirtschaftlich möglichen
Weise ausgeführt werden könnte. Der Erfinder hat daher versucht, durch Abänderung der Form des Schreibstiftes die Herstellung mit einer Schneidekante von geringerem Durchmesser praktisch zu ermöglichen.
Dabei ist der Erfinder bedacht gewesen, die Form so zu wählen, dass scharfe
Kanten vermieden werden und bei der Herstellung stets hinreichende Materialstück dargeboten werden, um das Brechen und Platzen auf ein Mindestmass herabzusetzen.
Der neue Schreibstift besteht aus einem Schaft, an dessen Ende ein kugel-oder halbkugel- förmiger Kopf, ähnlich wie der Kopf einer Stecknadel, sitzt, und dessen Begrenzungsfläche im
Querschnitt die für eine Schneidekante geeignete Kurve besitzt. Dabei ist der Kopf zum Teil abgeschnitten oder mit einer Aussparung versehen, wodurch eine Schneidekante gebildet wird, die, wenn man sie sich ungeheuer vergrössert denkt, in gewisser Weise derjenigen eines Stoss- eisens ähnlich ist. Der auf diese Weise gewonnene Stift wird in die Höhlung eines geeigneten
Lagerstücks eingesetzt, so dass die Schneidekante dem zu bearbeitenden Werkstück in gehöriger
Weise dargeboten wird, nachdem das den Stift tragende Lagerstück mit der Membran des Auf- nahmeapparates in gehöriger Weise verbunden worden.
Durch die Anwendung einer Schraube von 80 Gängen auf den Centimeter erhält man eine doppelt so lange Schallkurve, so dass bei Anwendung derselben Umfangsgeschwindigkeit, wie sie bisher üblich war, die doppelte Zeit zur Aufnahme und Wiedergabe von Tonstücken zur Verfügung steht. Die Veränderung der Schallkurve würde es jedoch möglich machen, die Umfangsgeschwindigkeit erheblich zu vermindern, da infolge der geringen Breite der Schallkurve eine Reduktion der Geschwindigkeit auf die Hälfte der jetzt üblichen zu der gleichen Gestalt der
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Reduktion der Oberflächengeschwindigkeit auf die Hälfte eine viel grössere Beanspruchung des Schalldiagramms ergehen und die Anwendung von viel härteren Materialien als Schaltdiagramm- träger notwendig machen.
Unter Vorraussetzung der Anwendung von wachsähnlichen Materialien, welche die Abbildung von Schallwellen durch Giessen gestatten, wie es-hier angenommen werden soll, wird es wahrscheinlich aus wirtschaftliohen Gründen empfehlenswert sein, die Geschwindigkeit nicht wesentlich herabzusetzen. Wenn aber man metallische Schalldiagrammträger benutzt, welche sich in sehr vollkommener Weise, wenn auch mit grösseren Kosten, herstellen lassen, so kann eine Reduktion der Geschwindigkeit bis auf die Hälfte ohne weiteres vorgenommen werden, ohne dass die Vollkommenheit der Tonwiedergabe merklich herabgesetzt wird. Gleichzeitig wird auch die Stärke der Wiedergabe nicht beeinträchtigt, da die Schwingungsweite des Diaphragmas nicht verändert wird.
Aus diesem Grunde zieht es der Erfinder vor, die Umfangsgeschwindigkeit im wesentlichen unverändert so beizubehalten, wie sie gegenwärtig ist, um nicht nur stärkeren Verschleiss zu vermeiden, sondern um auch die Beschaffenheit der Wiedergabe zu vervollkommnen, da durch die Verminderung der Breite der Schallkurve auf die Hälfte der gegenwärtig üblichen Breite ohne gleichzeitige Vermehrung der Länge der einzelnen Wellen, welche für die Kurve charakteristisch sind, und durch die Reduktion des Durchmessers des Stiftes auf ein Viertel des gegenwärtig üblichen die Möglichkeit geschaffen wird, den ausserordentlich feinen und zarten Teilen der Schallkurve zu folgen, welche den Obertönen und den feineren Nuancierungen der Haupttöne entsprechen.
Mit anderen Worten, der Effekt ist im wesentlichen derselbe, als wenn unter den bestehenden Bedingungen die Umfangsgeschwindigkeit verdoppelt und der Durchmesser der Spitze des Wiedergabestiftes auf die Hälfte reduziert würde, ohne jedoch zum Auftreten von Fremdtönen Anlass zu geben, wie es gegenwärtig bei Anwendung einer so grossen Geschwindigkeit der Fall sein würde.
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für die Herstellung der neuen verbesserten SchalJwel1entriigcr geeignet ist.
Die Figuren 10 und 11 veranschaulichen in Seiten-und in Endansioht einen Wiedergabestift, welcher zur Verwendung in Verbindung mit den neuen SchaUkarven geeignet ist.
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von 1, 02 mm 80 dargestellt ist, da. ss er bis zur maximalen Tiefe in das zur Aufnahme der Schallkurve bestimmte Materia. l2 eingedrungen ist. Die Tiefe dieses Schnitts ist ausserordentlich gering und beträgt nur etwa 0.. 0152 mm.. Eine solche Schallkurve iat auch sehr nach, da ihre maximale
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gestellt werden können.
Infolgedessen sind sehr geringe Einflüsse hinreichend, um den Wiedergabestift aus der Sohallkurve abzulenken. In Figur 3 ist ein Grundriss eines Teils eines Schalldiagramms dargestellt, welches durch den beschriebenen Aufnahmeatift erzeugt werden würde.
Viele Senkungen oder Wellen sind von grösserer Länge als Breite und können daher durch einen kreisförmigen Aufnahmestift erzeugt werden oder vollkommener durch einen knopfähnlichen Stift, wie er in dem oben erwähnten Patent beschrieben worden ist. Einige der Vertiefungen aber, welche in der Praxis häufig vorkommen, und welche wahrscheinlich Abbildungen von Obertönen oder von sehr schwachen Grundtönen sind, sind erheblich kürzer als breit und lassen sich schwer reproduzieren, wenn man nicht einen Stift, der eine unzulässig spitze Kante besitzt, benutzt.
Aus Figur 6, welche dieselbe Schallkurve im Querschnitt in bedeutender Vergrösserung zeij t, kann ersehen werden, dass der Aufnahmestift, wenn er bis zum ersten Viertel der maximalen
Tiefe in das Material eintritt, nur viel weniger Material zu entfernen braucht als bei der Bewegung durch das zweite Viertel der maximalen Tiefe. Die Folge hiervon ist, dass der Widerstand, welcher dem Stift dargeboten wird, sehr bedeutend wächst in dem Masse, als der Stift tiefer in das Material eintritt. Der Erfinder hat eine sorgfältige Vergleich ung der Querschnitte gemacht, welche ein- geschlossen sind zwischen den Teillinien dieser Figur, und welche dann in Figur 8 eingetragen worden sind.
Der Querschnitt 4, 5, 6 entspricht auf diese Weise dem ersten Viertel der maximalen Schallkurventiefe. Der Querschnitt 5, 6,7, 8 entspricht dem zweiten Viertel, der Querschnitt 7, 8,
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Viertel. Das Mass der Vermehrung des Widerstandes gegen die Schneidearbeit des Stiftes ist graphisch dargestellt durch die Kurve 4, 5, 7, 9, 11. Aus diesen Diagrammen wird ersichtlich, dass in dem Masse, als der Stift in das Material einschneidet, der Widerstand, welcher sich dem Stift darbietet, sich ausserordentlich rasch vermehrt und sehr beträchtlich wird, wenn der Stift die maximale Tiefe erlangt.
Die Folge hiervon ist, dass eine Verzerrung der Abbildung derart eintritt, dass die Teile der Schallkurve, welche starken Tönnen entsprechen, unvollkommener werden als diejenigen Teile, welche schwächeren Tönen entsprechen.
In Figur 2 ist der neue Aufna. hmestift 13 dargestellt, dessen Schneidekante eine Kurve darstellt, welche ein wenig grösseren Durchmesser als die doppelte Breite des für die Aufnahme zur Verfügung stehenden Raumes besitzt, welcher letztere vorzugsweise etwa 0, 12 mm. gemacht wird. Bei einer Ganghöhe der challkl1rvcnschraube, bei welcher 80 Gänge auf 1 Centimeter kommen, sollte der Durchmesser des Stiftes ziemlich genau 0, 2667 mm betragen, damit er bis zu derselben Tiefe wie der Stift 1 unter Voraussetzung von 40 Schraubengängen auf den C'entimeter in das Material einschneidet.
Eine solche Schallkurve, wie sie in den Figuren 2 und 7 dargestellt ist, ist mit sehr scharf umgrenzten Seitenrändern versehen ; ihre maximale Breite beträgt nämlich nur etwa das 8fache der maximalen Tiefe. Die Folge hiervon ist, dass der Wiedergabestift mit viel grösserer Sicherheit in Eingriff mit der Schallkurve gehalten wird als in dem Falle der sehr flachen 8chal1kurve der Figur 1. In Figur 4 ist das Aussehen desselben Schalldiagramms veranschaulicht, welches auch Figur 3 zeigt, wobei nur angenommen ist, dass die Aufnahme mit dem Aufnahmestift der Figur 2 mit der kleineren Schneidekante gemacht ist unter Anwendung . derselben Umfangsgeschwindigkeit. Diese Figur zeigt, dass die Herabsetzung der Breite der
Schallkurve die Form der Vertiefungen oder Wellen geändert hat derart, dass die Tiefe sichtlich zugenommen hat (vergleiche z.
B. die zwei Wellentäler 3, 3). Der Wiedergabestift kann viel sicherer in die Kurve eingreifen und ihr folgen, besonders auch, da der Durchmesser der Stift- spitze nur . des gegenwärtig gebräuchlichen Durchmessers ist. Um dasselbe Verhältnis inbezug auf die Form der Vertiefungen oder Schall Wellentäler hervorzurufen, wie es die Figur : $ zeigt, wurde die Geschwindigkeit um die Hälfte vermindert werden müssen. Dieses könnte bei An- wendung von sehr hartem Material mit ausgezeichneten Ergebnissen geschehen, aber bei wachs- ähnlichen, obgleich verhältnismässig harten Materialien, erscheint es doch vorzuziehen, die
Umfangsgeschwindigkeit, so wie dieselbe gegenwärtig gebräuchlich ist, beizubehalten, um nicht eine zu starke Abnutzung der Schallwellenträger herbeizuführen.
Gleichzeitig werden, wie bereits erwähnt, durch Beibehaltung der gegenwärtigen Umfangsgeschwindigkeit, wobei das Verhältnis zwischen Länge und Weite jedes eine besondere Schallwelle darstellenden Abschnittes des Kurven- zuges verdoppelt wird und durch Verminderung des Durchmessers der Wiedergabestiftspitze auf etwa des bisher üblichen Durchmessers Bedingungen geschaffen, unter welchen der Wieder- gabestift allen Teilen der Schallkurve sehr viel genauer zu folgen vermag. In der Tat vermag
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unter den hier angegebenen Bedingungen der Wiedergabestift denjenigen Teilen der Schallkurve, denen er sich gegenwärtig überhaupt nicht anschliesst, wie z.
B. denjenigen Teilen, welche die Obertöne der feineren Nuancen der Grundtöne darstellen, vollkommen zu folgen, so dass die Vollkommenheit der Schallwiedergabe erheblich gesteigert wird. In Figur 7 ist im Querschnitt und stark vergrössert die Schallkurve dargestellt, welche mit dem in Figur 2 dargestellten Stift gezeichnet ist, wobei dieselbe Gegenüberstellung wie in Figur 6 gemacht ist. Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass die Materialmenge, welche entfernt werden muss, nicht nur viel kleiner ist als bei Anwendung des grösseren Stiftes, sondern dass auch zugleich der Widerstand, welchen das Material dem Ausschneiden der Kurve durch den Stift entgegensetzt, in den verschiedenen Tiefen gleichförmiger ist.
Dieses geht vielleicht noch besser aus Figur 8 hervor, wo die Fläche 4, 14, den Querschnitt des Materials darstellt, welches durch den Stift während des ersten Viertels der maximalen Kurventiefe entfernt wird. Die Fläche 6, 14, 15, 8 stellt den Querschnitt für das zweite Viertel der maximalen Kurventiefe dar, die Fläche 8, 15, 16, 10 den Querschnitt für das dritte Viertel und die Fläche 10, 16, 17, 12 den Querschnitt für das letzte Viertel. Das Mass der Vermehrung des Widerstandes gegen das Herausschneiden von Masse durch den Aufnahmestift ist durch die Kurve 4, 14, 15, 16, 17 dargestellt.
Ein Vergleich dieser Linie mit der Linie 4, 5, 7,9, 11 zeigt sehr anschaulich das verminderte Ansteigen des Widerstandes, welchen das Material der schneidenden Spitze im Falle des Stiftes der Figur 2 bietet, verglichen mit dem
Widerstande des Materials bei Anwendung des Stiftes nach Figur 1. Gleichzeitig macht ein Vergleich der Gesamtmaterialquerschnitte, welche bei irgend einer gegebenen Kurventiefe durch die betreffenden Aufnahmestifte entfernt werden, die grosse Verschiedenheit der Arbeit anschaulich. welche durch die Stifte geleistet werden muss und zeigt, mit welcher verhältnismässig grossen
Leichtigkeit der kleinere Stift in das Material einzutreten vermag. Selbstverständlich ist bei
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der Vergleich ist völlig genügend veranschaulicht durch die auf die Querschnittsfläche allein bezügliche Darstellung.
Aus dem oben gemachten Vergleich geht hervor, dass bei Anwendung eines Aufnahmestiftes, wie er in Figur 2 dargestellt ist, die Verzerrung, welche infolge des Widerstandes eintritt. den das Material der Schneidewirkung des Aufnahmestiftes entgegengesetzt, viel geringer ist als bei Anwendung des in Figur 1 dargestellten Aufnahmestiftes. Es wird daher auch ein geringerer Unterschied in der Verzerrung von Bcha. 1ldiagrammen vorhanden sein, welche einerseits starke Töne und andererseits schwächere Töne darstellen, als es gegenwärtig der Fall ist, so dass SchaH- diagramme, welche mit dem verbesserten Stift erzeugt werden, eine grössere Vollkommenheit besitzen werden als diejenigen, welche nach den gegenwärtigen Methoden gewonnen werden.
Ferner schneidet der in Figur 2 dargestellte Stitt leichter als der in Figur l dargestellte. Folglich kann die Membran, welche zum Antrieb des neuen Stiftes benutzt wird, empfindlicher als bisher gemacht werden.
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in welchem die Originalsohallkurve nicht in vollkommener Weise wurde hergestellt werden können.
Ein geeignetes Reproduktionsverfahren, mit dessen Hülfe Reproduktionen mit Hülfe einer Form hergestellt werden können, die von dem Original gewonnen ist, ist im Patente Nr. 35093 angegeben. Gemäss diesem Reproduktionsverfahren wird die Form mit grosser Geschwindigkeit gedreht, und das geschmolzene Material wird über die innere Höhlung der Form durch die Wirkung der Zentrifugalkraft verteilt und die Rotation der Form solange aufrechterhalten, bis sich das Material hinreichend verfestigt hat, um seine Gestalt beizubehalten. Das in der Form befindliche Material wird dann der Abkühlung überlassen, bis es sich soweit zusammengezogen hat, dass es sich von der Form loslöst, worauf die Phonographenwalze an der die innere Höhlung umschliessenden Fläche und an den Endflächen auf die Normalform gebracht wird.
Wenn die Phono- grammzylinder aus wachsähnlichem Material gemacht werden sollen, wie es sehr leicht möglich ist, wenn man das soeben angegebene Verfahren benutzt, so empfiehlt es sich, ein Material zu wählen, welches sehr hart und zäh ist, so dass es der Abnutzung widersteht, welche augenscheinlich unter den neuen Bedingungen grösser ist, als wenn ein grösserer Wiedergabestift benutzt wird.
Es ist jedoch möglich, geeignete Materialien auszuwählen, welche hinreichend zäh sind, um
Phonographenwalzen zu ergeben, welche auch hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegen
Abnutzung den gegenwärtig im Gebrauch befindlichen Walzen mit den bisher üblichen Schall- we !)''n ebenbürtig sind. Eine geeignete Mischung ist beispielsweise eine solche, welche aus einem
Gemisch von Asphalt, Bleistearat und Pflanzenharz wie folgt zusammengesetzt wird : 180 kg käuflicher Stearinsäure, welche vorzugsweise nicht mehr als 5 9 ölsäure enthält und frei von un-
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Kolophonium) zugesetzt und bei einer Temperatur vom 121-2050 C geschmolzen.
Wenn die
Stearinsäure und das Harz vollkommen geschmolzen sind, fügt man 45 ky Bleiglätte oder Blei- oxyd hinzu, was die Bildung von Bleistearat zur Folge hat unter eventueller Zurücklassung von
Spuren von freier Stearinsäure und einiger harzsaurer Bleisalze. Bei der Reaktion bildet sich
Wasser, welches als Dampf ausgetrieben wird. Nach der Bildung von Bleistearat fügt man eine angemessene Menge von hartem Asphalt, wie z. B. Gilsonite, ägyptischer oder syrischer Asphalt hinzu, wobei die Menge des zugefügten Asphalts von der für das Endprodukt gewünschten Be- schaffenheit abhängt. Auf die oben angegebene Menge von Stearinsäure können 45-180 kg
Asphalt genommen werden.
Die Zufügung von mehr als 180 kg Asphalt erscheint nicht empfehlen- wert, weil das Material in diesem Falle zu zäh wird und nur mit grosser Schwierigkeit geformt werden kann, wenn nicht sehr hohe Temperaturen benutzt werden, die die Gefahr einer Beschädigung der Formen mit sich bringen. Nach der Einführung des Asphalts wird eine Temperatur von etwa 2050 C aufrechterhalten, bis alle Zersetzungsprodukte ausgetrieben sind und bis das Material völlig klar und ruhig geworden ist. Die Mischung wird jetzt sorgfältig filtriert, zweckmässig durch mehrere Lagen von Musselin und ist dann für den Gebrauch fertig.
Man kann auch die Stearin- säure und den Asphalt mischen und filtrieren, bevor die Bleiglätte zugefügt wird, da praktisch alle Unreinigkeiten in den erstgenannten beiden Komponenten der Mischung sich befinden.
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