AT396668B - Vorrichtung zum drehen von baumstämmen - Google Patents
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Description
AT396668B
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vernichtung zum Drehen von Baumstämmen od. dgl. in eine richtige Lage hinsichtlich ihrer Krümmung, vor ihrer Einführung in eine rundholzbearbeitende Maschine, wobei die Vorrichtung mindestens ein Paar rotierender Einrichtungen anfweist, welche aus jeweils zwei in einer Zufuhrvorrichtung für die Baumstämme eingesetzten und gegen den Baumstamm andrückbaren Walzen besteht
Beim Einfuhren des Holzes in rundholzbearbeitende Maschinen von bestimmtem Typ, z. B. in Behanmaschinen oder -Sägen, muß das Holz vor dem Zuführen in die Bearbeitungsschneiden in richtige Lage hinsichtlich der Krümmung gewendet werden, z. B. mit der Rückenseite nach unten.
In der finnischen Patentanmeldung Nr. 832798 ist eine Holzspeisevorrichtung angegeben, welche die vorerwähnten Funktionen äußerst bequem erledigt In der Praxis können jedoch an den Baumstämmen nach dem Entästen Aststummel vorhanden sein, die den Stamm daran hindern, sich sachgemäß zu drehen, wenn er in dar genannten Vorrichtung behandelt wird.
Heutzutage verwendet man zu diesem Zweck unter anderem unter dem Baumstamm angebrachte Ketten, durch deren Bewegen man den Baumstamm in gewünschter Richtung wenden kann. Diese haben indessen den Nachteil, daß man den Baumstamm nicht gleichzeitig in axial» Richtung bewegen kann, wodurch das Zuführen des Holzes verlangsamt wird. Gegenwärtig stehen auch mit Greifknaggen versehene, beiderseits des Baumstammes vorgesehene Rollen im Gebrauch, die in der Zuführrichtung des Holzes geneigt sind. Hiermit hat man erzielt, daß der Baumstamm bei seinem Fortschreiten gezwungen wird, sich in die richtige Lage zu drehen. Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, daß man den Baumstamm nicht drehen kann während er stationär ist.
Die US-PS 3 854 614 offenbart eine Einrichtung zur Zuführung von Baumstämmen, welche Einrichtung die Baumstämme auch drehen kann. Die Einrichtung besitzt Rollen, die eine gezahnte oder anders gestaltete Oberfläche aufweisen, und sowohl eine Vorschub- als auch eine Drehbewegung des Baumstammes vollziehen. Die Einrichtung zur Drehung des Baumstammes ist jedoch nicht unabhängig von der Einrichtung zum Vorschub des Baumstammes betätigbar. Das Drehen des Baumstammes kann nicht ohne gleichzeitigen Vorschub desselben stattfinden, da der Mechanismus zur Ausübung beider Funktionen in einer einzigen Konstruktion vereinigt ist Das Zahnen oder Aufrauhen der Oberflächen der Rollen »folgt lediglich zur Erhöhung des Zuges des Baumstammes.
Die US-PS 3 981 393 offenbart eine Einrichtung zur Drehung von Baumstämmen, die axial vorgeschoben werden. Die Einrichtung besitzt ein Rollenpaar, welches in Bezug auf die Vorschubbewegung des Baumstammes oberhalb der Vorschubeinrichtung gelegen ist und um ihre vertikal verlaufenden Längsachsen drehbar sind.. Die Rollen werden nur zur freien Drehung um ihre Längsachse abgestützt, um die Vorschubbewegung der Baumstämme zu bewirken, wenn die Rollen mit den Baumstämmen in Wirkverbindung sind. Die Drehung eines Baumstammes um seine Längsachse wird durch relative vertikale Längsbewegung des Rollenpaares bewirkt Weder die Rollen selbst noch die Drehung der Rollen bewirken eine Drehung des Baumstammes um seine Längsachse.
Die vorliegende Erfindung bezweckt das Hervorbringen einer Vorrichtung, die in Kombination z. B. mit dw in der finnischen Patentanmeldung Nr. 832798 angegebenen Vorrichtung eine dem Zeitigeren gegenüb» mehr betriebssichere Holzzuführvorrichtung ergibt, mit der sich ferner d» Baumstamm in richtige Lage wenden läßt, ganz gleich, ob der Baumstamm in Bewegung ist oder still steht Die erfindungsgemäße Rotiervorrichtung ist deshalb dadurch gekennzeichnet, daß jede Walze mit einem Gewinde versehen ist und die Walzen in der Zufuhrrichtung geneigt angeordnet sind, sodaß die Kämme der Gewinde zur Mittellinie des Baumstammes parallel sind.
Dies ist außerordentlich wichtig, da es das Fortschreiten des Baumstamms während des Drehens möglich macht und die Zuführgeschwindigkeit somit nicht durch das Drehen beeinflußt wird. Mit Hilfe der Vorrichtung dreht sich der Baumstamm zwangsweise in die gewünschte Lage, wobei die Drehung eines Baumstammes unabhängig und allenfalls ohne Längsvorschub des Baumstammes erfolgt. Man kann die erfindungsgemäße Rotiervorrichtung entweder .als Zusatzvorrichtung bei irgendeiner anderen Rotiervorrichtung verwenden, um das Erzielen der gewünschten Lage sicherzustellen, oder auch als einzige Rotiervorrichtung in ein» Baumstammzuführvorrichtung.
Gemäß ein» günstigen Ausführungsform der Erfindung ist ein Paar von Walzen vorgesehen, und jede der beiden Walzen ist mit einem eigenen Elektromotor ausgerüstet Dies ermöglicht das Roti»en der auf entgegengesetzten Seiten des Baumstammes liegenden Rotierglieder in verschiedenen Richtungen im Verhältnis zueinander, was in dem Falle unbedingt notwendig ist, daß sie gleichhändige Gewinde tragen.
Weiters können die Walzen in ihren unteren Teilen so gelenkig befestigt sein, daß sie je nach Bedarf zur Seite geschwenkt werden können. Wenn man die erfmdungsgeraäße Drehvorrichtung nur als Zusatzvorrichtung od» zum Sicherstellen des Wendens einsetzt, ist die Normallage der Walzen die von den emzuffihienden Baumstämmen abstehende Lage. Erst dann schwenkt man die Walzen gegen das Holz an, wenn sich das Holz nicht in der vorangehenden Vernichtung in gewünschter Weise gewendet hat.
Der elastische Andruck der Walzen gegen den Baumstamm kann mittels die Rotierglieder miteinander verbindender Druclduftzylinder erzielt werden. Der Druck muß verhältnismäßig leicht und elastisch sein, damit sich die Baumstämme auch während des Drehens vorwärts bewegen können.
Im folgenden wird die Erfindung eingehend an Hand eines Beispiels mit Hinweis auf die beiliegenden -2-
Claims (2)
- AT396668B Zeichnungen beschrieben, worin Fig. 1 eine günstige Ausführungsform der Eifindung darstellt, in welcher dieselbe zwischen einer Holzzuführvomchtung und der holzbearbeitenden Maschine eingesetzt ist, Fig.
- 2 zeigt die erfmdungsgemäße Drehvorrichtung vom Ende her gesehen, teilweise im Schnitt 5 In Fig. 1 ist eine wichtige Ausführungsform der Erfindung wiedergegeben, in der sie als Komponente zu einer Holzzufuhrvonichtung (2) gehört In der Holzzuführvomchtung (2) wird der Baumstamm (1) seitlich und in der Höhenrichtung zentriert sowie bezüglich der Krümmung in die richtige Lage gedreht, z. B. mit der Rückenseite nach unten, vor dem Einföhien in die holzbearbeitende Maschine (3). Zwischen diesen Vorrichtungen (2) und (3) ist eine erfmdungsgemäße Drehvorrichtung eingeschaltet worden, denn es hat sich in 10 der Praxis erwiesen, daß die Holzzuführvomchtung allein nicht in allen Fällen das Holz in gewünschter Weise wendet Die Erfindung wird als Zusatzvonichtung verwendet, mit der man bei Bedarf in den Zuführvorgang des Holzes (1) eingreift Zum Betrieb der Drehvorrichtung ist ein Bedienungsmann erforderlich, da das Zufuhren der Baumstämme (1) in die Bearbeitungsmaschine (3) beaufsichtigt Wenn a einen Baumstamm »blickt, der sich in Bezug auf 15 seine Krümmung nicht in gewünscht» Weise gedieht hat schwenkt der Bedienungsmann mit Hilfe eines Steuergriffs die gelenkig getragenen Walzen (4) der Rotationsvomchtung gegen den'Baumstamm in die Lage an, die in Fig. 2 gezeigt ist Die Gewindeteile (6) der Walzen (4) schließen sich elastisch mit Hilfe des Druckluftzylinders (5) fest an die Flanken des Baumstamms (1) an. Es sei angenommen, daß die Gewinde der Wälzen verschiedenen Sinn haben. Man kann dann den Baumstamm in Drehung versetzen, indem man mit Hilfe 20 der Elektromotoren (7) die Gewindeteile (6) der Walzen in gleichsinnige Drehung versetzt Trotz des gleichzeitig erfolgenden Drehens setzt der Baumstamm die ganze Zeit seine Bewegung auf die Bearbeitungsvorrichtung (3) zu fort Dies ist dadurch möglich gemacht worden, daß man die Walzen (4) in der Zuführrichtung des Holzes etwas geneigt hat womit die Kämme der Gewinde (6) zum Baumstamm (1) parallel geworden sind. Sobald sich der Baumstamm in gewünschter Weise gedreht hat werden die Walzen (4) 25 stillgesetzt und vom Baumstamm abgeschwenkt Das Steuern der Walzen kann mittels eines untenendig gelenkig angebrachten Steuergriffs »folgen, wo Ziehen an dem Griff die Wälzen an den Baumstamm heransteuert und umgekehrt Wenn man an dem Griff zieht und ihn zugleich nach rechts neigt wird die Drehung der Gewinde derart eingeschaltet daß sich das Holz nach rechts dreht Entsprechendermaßen bewirkt Neigen des Griffs nach links eine Linksdrehung des Holzes. Der 30 Griff kann mit einem Druckknopf versehen sein, durch dessen Betätigung die Zuführvonichtung oder der Förderer zum Stillstand kommt Es ist dem Fachmann einleuchtend, daß sich die Erfindung nicht auf das obenstehende Ausführungsbeispiel beschränkt und- daß sie vielmehr im Rahmen der nachstehenden Patentansprüche variiert weiden kann. So müssen die die Walzen antreibenden Motoren nicht unbedingt Elektromotoren sein; jede Alt von Motoren, 35 beispielsweise hydraulisch betriebene Motoren können in Frage kommen. Desgleichen kann mehr als ein Paar von Walzen vorgesehen sein. 40 PATENTANSPRUCH 45 Vorrichtung zum Drehen von Baumstämmen od. dgl. in eine richtige Lage hinsichtlich ihr» Krümmung, vor ihrer Einführung in eine rundholzbearbeitende Maschine, wobei die Vorrichtung mindestens ein Paar 50 rotierender Einrichtungen aufweist, welche aus jeweils zwei in einer Zufuhrvoirichtung für die Baumstämme eingesetzten und gegen den Baumstamm andrückbaren Walzen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß jede Walze (4) mit einem Gewinde (6) versehen ist und die Walzen (4) in der Zufuhrrichtuhg geneigt angeordnet sind, sodaß die Kämme der Gewinde (6) zur Mittellinie des Baumstammes (1) parallel sind. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3- 55
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