AT395902B - Schaltkupplung - Google Patents
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Description
AT 395 902 B
Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Schaltkupplung mit einem Außenteil und mit einem Innenteil, von denen einer den treibenden Teil darstellt, welcher mit dem anderen, dem anzutreibenden Teil drehmomentmäßig verbindbar ist, wobei zur Drehmomentübertragung Klemmkörper vorgesehen sind, welche über eine Steuereinrichtung in eine Diehmomentübertragungsposition überführbar sind. S Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine selektiv schaltbare Kupplung zu schaffen, welche in ihrem Aufbau einfach ist, bei welcher in beiden Antriebsdrehrichtungen eine Zuschaltung erfolgen kann und bei we'cher die zur Drehmomentübertragung vorgesehenen Elemente automatisch in die drehmomentfreie Position zurückgestellt werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Klemmkörper als zylindrische Wälzkörper 10 ausgebildet sind, die zwischen einer zylindrischen Laufbahn des Außenteiles und einer zylindrischen Laufbahn des Innenteiles rollen können und am Innen- und Außenteil mit seitlichem Spiel geführt sind und daß die Steuereinrichtung einen Steuerkäfig, der aus zwei die Klemmkörper seitlich einfassenden Ringen, welche in Umfangsrichtung gegeneinander über elastische Verbindungsstege relativ bewegbar gehalten sind, besteht, sowie eine Bremseinrichtung, durch welche auf einen der beiden Ringe eine Rückhaltekraft aufbrfngbar ist, aufweist. 15 In der drehmomentfreien Position wird ein Lager gebildet, bei welchem sich die Klemmkörper wie bei einem Wälzlager frei an den Laufbahnen von Außenteil und Innenteil abwälzen. Die Klemmkörper sind seitlich in zwei Ringen, welche über die elastischen Verbindungsstege miteinander gekuppelt sind, gehalten. Die elastischen Verbindungsstege sorgen dafür, daß in der Abschaltposiüon die Achsen der Klemmkörper parallel zur Drehachse des Außenteiles und des Innenteiles ausgerichtet sind. Für den Fall jedoch, daß auf einen der beiden Ringe eine 20 Rückhaltekraft ausgeübt wird, werden die Klemmkörper in eine schräge Lage verstellt, sodaß der Außenteil und der Innenteil miteinander verklemmt werden, wodurch zwischen ihnen ein Drehmoment übertragen werden kann. Bei dieser Ausbildung ist vorteilhaft, daß die Schaltkupplung deshalb weitestgehend verschleißfrei arbeitet, da die Klemmkörper im nicht eingeschalteten Zustand als Lagerkörper wirken, wobei keine wesentlichen Reibkräfte auftreten. 25 Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist einer der beiden Ringe mit einer Bremsscheibe, auf welche die Rückhaltekraft der Bremseinrichtung einwirkt, drehfest verbunden.
Sofeme die Bremseinrichtung als berührungslos arbeitende Bremse, insbesondere als Hysterese-Bremse oder als Wirbelstrombremse, ausgebildet ist, ist ebenfalls ein verschleißfrei arbeitendes System geschaffen. Der Hysterese-Werkstoff zeichnet sich durch eine kleine Koerzitivfeldstärke und durch eine vergleichsweise große Remanenz 30 und Permeabilität aus. Das Drehmoment bzw. Bremsmoment tritt schon bei kleinen Relativdrehzahlen voll auf und bleibt auch bei deren Steigerung annähernd konstant.
Eine besonders einfache Ausbildung ergibt sich dann, wenn ein Permanentmagnet verwendet wird, der gegenüber der Bremsscheibe in eine angenäherte und in eine entfernte Position verstellbar ist. In der angenäherten Position wird aufgrund der in der Bremsscheibe entstehenden Wirbelströme eine Rückhaltekraft erzeugt, wogegen 35 bei der entfernten Position der Spalt so groß ist, daß praktisch keine Kraft ausgeübt wird.
Vorzugsweise ist der Permanentmagnet ringförmig ausgebildet und er ist in einer aus Weicheisen bestehenden Hülse mittels einer Gießharzschicht befestigt, wobei die Hülse zusammen mit dem Magneten auf einer sie durchdringenden und mit dem Innenteil drehfest verbundenen Welle zwischen einer an die Bremsscheibe angenäherten und einer von dieser entfernten Position verschiebbar und dieser gegenüber ortsfest abgestützt ist. Diese Ausbil-40 düng ist deshalb vorteilhaft, da der durch die Welle verlängerte Innenteil zur Lagerung der Bremseinrichtung genutzt werden kann. Der Magnet ist gegenüber der Welle in Achsrichtung derselben verschiebbar, jedoch nicht mit dieser drehbar, sondern ortsfest abgestützt.
Vorzugsweise ist weiters die Wirbelstrombremse über einen Elektromagneten beaufschlagbar. Weiters können die Verbindungsstäbe umfangsverteilt angeordnet und als Federstäbe ausgebildet sein. Zur Führung der Klemm-45 körper können die Ringe mit Vertiefungen zur Halterung der Klemmkörper versehen sein. Die Ringe können dabei aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid, gefertigt sein.
Vorzugsweise sind die Klemmkörper als Zylinderrollen oder Nadeln ausgebildet. Besonders günstige Klemmverhältnisse bzw. Schaltverhältnisse sind dann erzielbar, wenn das Verhältnis von Durchmesser zu Länge von 1:1 bis 1:20 beträgt. 50 Die erfmdungsgemäße Schaltkupplung wird vorzugsweise zur Zu- und Abschaltung einer Viskosekupplung verwendet, welche aus einem Kupplungsgehäuse, einer darin drehbar angeordneten Nabe sowie sich überlappenden Innenlamellen drehfest und axial verschiebbar auf der Nabe angeordnet sind und die Außenlamellen drehfest und insbesondere axial distanziert festgelegt im Kupplungsgehäuse vorgesehen sind und beide Lamellengruppen jeweils einzeln oder in einer Mehrzahl abwechselnd im Innenraum angeordnet sind, wobei der nicht von den 55 Innenlamellen und den Außenlamellen besetzte Innenraum mit einer viskosen Flüssigkeit, insbesondere mit Silikonöl, zumindest teilweise gefüllt ist und wobei weiters das Kupplungsgehäuse drehfest mit dem Außenteil und der Innenteil drehfest mit der Welle verbunden sind.
Dabei kann weiters der Außenteil über ein Flanschgehäuse drehfest mit dem Kupplungsgehäuse verbunden sein, kann die drehfest mit dem Innenteil verbundene Welle auf einer auf der aus dem Kupplungsgehäuse axial 60 herausgeführten Nabe befestigten Lagerhülse gelagert sein, kann die Bremsscheibe auf der Welle gelagert sein und kann die Welle aus dem Flanschgehäuse axial herausgeführt sein. Zudem kann die Welle zu ihrem einen Ende hohl ausgebildet sein, wobei dieses Ende über Wälzlager auf der Lagerhülse gelagert sein kann. -2-
AT 395 902 B
Die Erfindung ist nachstehend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen und der Anwendung auf ein vierradgetriebenes Fahrzeug näher erläutert.
Es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schaltkupplung mit einer Viskosekupplung, in axialem Schnitt, Fig. 2 ein Detail des Steuerkäfigs mit Klemmkörpem in der drehmomentfreien Position, Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, in welcher sich die Klemmkörper in der Drehmomentübertragungsposition befinden, Fig. 4 eine Prinzipdarstellung einer über einen Elektromagneten beaufschlagbaren Bremsscheibe und F>. 5 ein Antriebsschema für ein vienradgetriebenes Kraftfahrzeug.
In Fig. 1 ist eine Schaltkupplung (1), welche an eine Viskosekupplung (18) angeschlossen ist, dargestellt. Die Schaltkupplung (1) besteht aus einem Außenteil (2) und aus einem Innenteil (3) sowie aus zwischen diesen beiden Teilen angeordneten Klemmkörpern (4). Der Außenteil (2) weist eine innere zylindrische Laufbahn (5) auf und der Innenteil (3) weist eine äußere zylindrische Laufbahn (6) auf. Zwischen beiden Laufbahnen (5) und (6) sind die als Zylinderrollen ausgebildeten Klemmkörper (4) angeordnet. Die Klemmkörper (4) sind in der Laufbahn (5) des Außenteiles (2) zwischen zwei Borden axial mit Spiel geführt. Demgegenüber ist der Innenteil (3) mit einer durchgehenden zylindrischen Laufbahn (5) ausgebildet und er weist keine seitlichen Anschläge für die Klemmkörper (4) auf. Es kann jedoch auch die äußere Laufbahn (5) durchgehend und die innere Laufbahn (6) mit Borden ausgebildet sein. Wie dies in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, werden die Klemmköiper (4) durch einen Steuerkäfig (7) gehalten.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 3 besteht der Steuerkäfig (7) aus zwei Ringen (8) und (9), welche mit Ausnehmungen (17) ausgebildet sind, in welchen die Klemmkörper (4) seitlich geführt aufgenommen sind. Die beiden Ringe (8) und (9) sind über elastische Verbindungsstege (10), welche als Federn ausgebildet sind, miteinander verbunden. Bei enüasteten Federn sind die Ringe (8) und (9) in der in Fig. 2 dargestellten Lage zueinander gehalten, wobei die Achsen der Klemmkörper (4) parallel zur Drehachse des Außenteiles (2) und des Innenteiles (3) ausgerichtet sind.
Mit dem Ring (8) ist eine Bremsscheibe (12) drehfest verbunden. Auf die Bremsscheibe (12) wirkt eine Bremseinrichtung (11) ein, welche beispielsweise bei Verdrehen einer Welle (16) und des Innenteiles (3) eine Relativverstellung der beiden Ringe (8) und (9) in Umfangsrichtung und damit ein Schrägstellen der Klemmkörper (4) bewirkt, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Die Verstellung in Umfangsrichtung erfolgt dabei entgegen der Kraft der als Federn ausgebildeten elastischen Verbindungsstege (10), welche den beiden Ringen (8) und (9) umfangsverteilt zugeordnet sind.
Die Schrägstellung bewirkt ein Verklemmen der Klemmkörper (4) zwischen dem Außenteil (2) und dem Innenteil (3), wodurch der Außenteil (2) vom Innenteil (3) so lange mitgenommen wird, als über die Bremseinrichtung (11) auf die Bremsscheibe (12) eine RUckhaltekraft ausgeübt wird. Beim Anwendungsbeispiel der Schaltkupplung (1) mit einer Viskosekupplung (18) ist an das Kupplungsgehäuse (19) der Viskosekupplung ein Flanschgehäuse (24) drehfest angeschlossen, mit welchem der Außenteil (2) der Schaltkupplung (1) drehfest verbunden ist.
Die mit dem Steuerkäfig (7) drehfest verbundene Bremsscheibe (12) ist bei einer Hysteresebremse aus einem Hysterese-Werkstoff und bei einer Wirbelstrombremse aus einer Kupfer-Weicheisenkombination gefertigt Der eigentliche Bremsteil besteht aus einem Permanentmagneten (13), der in einem Weicheisengehäuse (14) aufgenommen ist. Der Spalt zwischen den beiden Polen des Permanentmagneten (13) ist mit einer Gießharzschicht (15) ausgefüllt, die gleichzeitig der Befestigung des Permanentmagneten (13) im Weicheisengehäuse (14) dient. Zur Abbremsung der Bremsscheibe (12) wird der Bremsteil durch Axialverschiebung in die Nähe der Bremsscheibe (12) verstellt, worauf in der rotierenden Bremsscheibe (12) eine Bremskraft erzeugt wird.
Zur Freigabe der Schaltkupplung (1) wird der Permanentmagnet (13) um einen ausreichenden Betrag von der Bremsscheibe (12) entfernt.
Dem Kupplungsgehäuse (19) der Viskosekupplung (18) sind Außenlamellen (22) zugeordnet, welche mit diese überlappenden Innenlamellen (21) in axialer Richtung des Innenraumes (23) des Kupplungsgehäuses (19) abwechseln. Die Innenlamellen (21) sind drehfest aber axial verschiebbar auf einer Nabe (20) angeordnet. Die Außenlamellen (22) können entweder über nicht dargestellte Distanzringe in einem bestimmten Abstand zueinander gehalten sein oder sie können gegenüber dem Kupplungsgehäuse (19) verschiebbar gehalten sein. Zudem ist es möglich, beispielsweise die Innenlamellen (21) paarweise zwischen zwei Außenlamellen (22) anzuordnen.
Die Nabe (20) ist gegenüber dem Gehäuse (19) drehbar gelagert. Sie ist aus dem Gehäuse (19) axial herausgeführt. Auf dem herausgeführten Ende ist eine Lagerhülse (25) drehfest angebracht, auf welcher Wälzlager (27) angeordnet sind, die zur Lagerung der mit dem Innenteil (3) der Schaltkupplung (1) drehfest verbundenen Welle (16) dienen. Hierzu ist die Welle (16) mit einer Bohrung (26) ausgebildet, welche die Wälzlager (27) übergreift. Die Welle (16) ist aus dem Flanschgehäuse (24) axial herausgeführt. Die mit dem Steuerkäfig (7) bzw. mit dem Ring (8) des Steuerkäfigs (7) verbundene Bremsscheibe (12) ist ebenfalls aus dem Flanschgehäuse (24) herausgeführt und gegenüber der Welle (16) drehbar gelagert. Auf dem herausgeführten Ende der Welle (16) ist die als Permanentmagnet ausgebildete Hysteresebremse (11) axial zwischen zwei Positionen verschiebbar angeordnet. Hierzu ist die Hülse (14) vorgesehen, welche auf der Welle (16) verschiebbar ist Die Hülse (16) ist jedoch undrehbar gehalten. In der Hülse (14) ist der Permanentmagnet (13) unter Zwischenschaltung der Gießharzschicht (15) befestigt. Die Hülse (14) besteht vorzugsweise aus einem Weicheisenwerk- -3-
Claims (13)
- AT395 902 B Stoff, wogegen die Bremsscheibe (12) vorzugsweise aus einem Hysterese-Werkstoff hergestellt ist In der angenäherten Position erzeugt der Permanentmagnet (13) berührungslose auf die Bremsscheibe (12) eine Rückhaltekraft, wodurch die Bremsscheibe (12) mit dem Steuerkäfig (7) umlaufen kann, sobald eine drehmomentmäßige Verbindung zwischen der mit dem Innenteil (3) verbundenen Welle (16) und dem mit dem Außenteil (2) verbundenen Flanschgehäuse (24) übertragen wird. Sobald der Permanentmagnet (13) in die zur Bremsscheibe (12) entfernte Stellung bewegt wird, ergibt sich ein relativ großer Spalt zur Bremsscheibe '12) und wird auf die Bremsscheibe (12) keine Rückhaltekraft mehr ausgeübt. Unter der Kraft der als Federn ausgebildeten Stegverbindungen (10) stellen sich die beiden Ringe (8) und (9) wieder in die in Fig. 2 dargestellte Position zurück. In diesem Zustand wirken die Klemmkörper (4) als eine Art Rollenlager. Dann kann zwischen dem Innenteil (3) und dem Außenteil (2) kein Drehmoment mehr übertragen werden. Über die Schaltkupplung (1) kann die Viskosekupplung (18) beispielsweise in den Kraftfluß eines Antriebsstranges zugeschaltet werden. Bei Auftreten einer Relativbewegung zwischen den Innenlamellen (21) und den Außenlamellen (22) erfolgt aufgrund der Scherung der im Gehäuseinnenraum (23) befindlichen Viskoseflüssigkeit, bevorzugt einem Silikonöl, ein Drehmomentaufbau, wobei nicht in allen Antriebsfallen gewünscht ist, daß dieses bei Anstehen einer Differenzdrehzahl auftretende Drehmoment auch tatsächlich im Antriebsstrang weitergeleitet wird. Daher ist zur selektiven Zuschaltung die Schalteinrichtung (1) vorgesehen. Die Prinzipanordnung gemäß Fig. 4 zeigt eine Bremsscheibe (12), die über einen Elektromagneten (13) betätigbar ist. In Fig. 5 ist als bevorzugtes Anwendungsbeispiel für eine über die Schaltkupplung (1) schaltbare Viskosekupplung (18) der Antrieb von vierradgetriebenen Kraftfahrzeugen dargesellt. Ein Fahrzeug (28) ist mit einem Motor (30) und mit einem von diesem angetriebenen Hauptgetriebe (31), welches als Schaltgetriebe oder als Automatikgetriebe ausgebildet sein kann, versehen. Hierdurch wird ein Vorderachsdifferential (32) angetrieben, von dem über vordere Seitenwellen (33) die Vorderräder (29) angetrieben werden. Vom Antrieb des Vorderachs-differentiales (32) ist der Antrieb für einen Zuschaltantrieb (34) abgezweigt, über den eine Längswelle (35) ein Hinterachsdifferential (36) und hintere Seilenwellen (37) zum Antrieb der Hinterräder (38) zuschaltet. Der Zuschaltantrieb (34) enthält eine Viskosekupplung (18) mit einer Schaltkupplung (1) gemäß Fig. 1. Wäre nur eine Viskosekupplung (18) vorgesehen, so bestünde die Gefahr, daß dann, wenn die ständig angetriebenen Vorderräder (29), beispielsweise beim Betätigen der Betriebsbremsen (39) blockieren, die Hinterräder (38) von den Vorderrädern (29) mit abgebremst würden, wodurch die Hinterräder (38) keine Seitenführungskräfte mehr übernehmen könnten. Das Fahrzeug würde hierdurch instabil werden und könnte seitlich ausbrechen. Aus diesem Grund ist der Viskosekupplung (18) die Schaltkupplung (1) zugeordnet, welche über eine Schalteinrichtung (40) bzw. (40a) betätigbar ist. Es bestehen zwei Möglichkeiten der Schaltung der Kupplung (1) und damit der Viskosekupplung (18). Eine erste Möglichkeit besteht darin, daß sich die Schaltkupplung (1) ständig in der Drehmomentübertragungsposition befindet, wodurch die Viskosekupplung (18) ständig zugeschaltet ist und z. B. bei Auftreten eines niedrigeren Haftbei wertes an den Vorderrädern und damit einem Durchrutschen derselben das Drehmoment sofort auf die Hinterräder (38) weitergeleitet wird. In einem solchen Fall der Schaltung ist vorgesehen, daß die Schalteinrichtung (40) automatisch ein Signal von den bei Betätigung der Bremsen (39) im Sinne des Ausschaltens der Schalteinrichtung (1) und damit des Abkuppelns der Viskosekupplung (18) erzeugt. Eine solche Ausbildung gewährleistet, daß insbesondere bei Fahrzeugen, die mit einem Blockierverhinderer versehen sind, zwischen der Viskosekupplung (18) und damit der Zuschaltung des Antriebes und dem Blockierverhinderer keine Interferenz entsteht. Es ist aber auch eine weitere Schaltungsweise denkbar, bei welcher sich die Schaltkupplung (1) ständig in der drehmomentfreien Position befindet und nur dann selektiv in die Drehmomentübertragungsposition übergeführt wird, wenn dies von außen, beispielsweise vom Fahrer, durch Betätigung der Schalteinrichtung (40a) veranlaßt wird, wodurch die Aktivierung und Bewegung des Permanentmagneten (13) in die angenäherte Position zur Bremsscheibe (12) veranlaßt wird, wobei eine Überführung in die Drehmomentübertragungsposition erfolgt. Die Schalteinrichtung (40) sorgt dabei dafür, daß, obwohl der Vierradantrieb zugeschaltet ist, bei Bremsbetätigung die Zuschaltung dadurch wieder aufgehoben wird, daß der Permanentmagnet (13) automatisch in die von der Bremsscheibe (12) entfernte Position bewegt wird, wodurch die Klemmkörper (4) wieder in die neutrale Position zurückkehren können. PATENTANSPRÜCHE 1. Schaltkupplung mit einem Außenteil und mit einem Innenteil, von denen einer den treibenden Teil bildet, welcher mit dem anderen, dem anzutreibenden Teil drehmomentmäßig verbindbar ist, wobei zur Drehmomentübertragung Klemmkörper vorgesehen sind, welche über eine Steuereinrichtung in eine Drehmomentübeitragungsposition überführbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmkörper (4) als zylindrische Wälzkörper ausgebildet sind, die zwischen einer zylindrischen Laufbahn (5) des Außenteiles (2) und einer zylindri- -4- AT 395 902 B sehen Laufbahn (6) des Innenteiles (3) rollen können und am Innen- und Außenteil (2,3) mit seitlichem Spiel geführt sind und daß die Steuereinrichtung einen Steuerkäfig (7), der aus zwei die Klemmkörper (4) seitlich einfassenden Ringen (8,9), welche in Umfangsrichtung gegeneinander über elastische Verbindungsstege (10) relativ bewegbar gehalten sind, besteht sowie eine Bremseinrichtung (11), durch welche auf einen der beiden Ringe (8) eine Rückhaltekraft aufbringbar ist, aufweist.
- 2. Schaltkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Ringe (8) mit einer Bremsscheibe (12) drehfest verbunden ist, auf welche die Rückhaltekraft der Bremseinrichtung (11) einwirkt.
- 3. Schaltkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung (11) als berührungslos arbeitende Bremse, insbesondere als Hysterese-Bremse oder als Wirbelstombremse, ausgebildet ist.
- 4. Schaltkupplung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsscheibe (12) aus einem Hysterese-Werkstoff besteht und daß ein Magnet (13), insbesondere ein Permanentmagnet, gegenüber dieser zur Überführung in die Drehmomentübertragungsposition in eine angenäherte Position bringbar ist
- 5. Schaltkupplung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (13) ringförmig ausgebildet und in einer aus Weicheisen bestehenden Hülse (14) über eine Gießharzschicht (15) befestigt ist und daß die Hülse (14) zusammen mit dem Magneten (13) auf einer sie durchdringenden und mit dem Innenteil (3) drehfest verbundenen Welle (16) zwischen einer an die Bremsscheibe (12) angenäherten und einer von dieser entfernten Position verschiebbar und dieser gegenüber ortsfest abgestützt ist.
- 6. Schaltkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirbelstrombremse einen Elektromagneten (13) aufweist (Fig. 4).
- 7. Schaltkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstege (10) umfangsverteilt angeordnet und als Federstäbe ausgebildet sind.
- 8. Schaltkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe (8, 9) mit Ausnehmungen (17) zur Halterung der Klemmkörper (45) versehen sind.
- 9. Schaltkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe (8, 9, 9a) aus Kunststoff, insbesondere aus Polyamid, bestehen.
- 10. Schaltkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmkörper (4) als Zylinderrollen oder Nadeln ausgebildet sind.
- 11. Schaltkupplung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung zur Zu- und Abschaltung einer Viskosekupplung (18), bestehend aus einem Kupplungsgehäuse (19), einer darin drehbar aufgenommenen Nabe (20) sowie sich überlappenden Innenlamellen (21) und Außenlamellen (22), wobei die Innenlamellen (21) drehfest aber axial verschiebbar mit der Nabe (20) und die Außenlamellen (22) drehfest und insbesondere axial distanziert festgelegt im Kupplungsgehäuse (19) aufgenommen sind und beide Lamellengruppen jeweils einzeln oder in einer Mehrzahl abwechselnd im Innenraum (23) angeordnet sind, wobei der nicht von den Innenlamellen (21) und Außenlamellen (22) besetzte Innenraum (23) mit einer viskosen Flüssigkeit, insbesondere einem Silikonöl, zumindest teilweise gefüllt ist, und wobei ferner das Kupplungsgehäuse (19) drehfest mit dem Außenteil (2) und der Innenteil (3) drehfest mit einer Welle (16) verbunden sind.
- 12. Schaltkupplung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenteil (2) über ein Flanschgehäuse (24) drehfest mit dem Kupplungsgehäuse (19) verbunden ist, daß die drehfest mit dem Innenteil (3) verbundene Welle (16) auf einer auf der aus dem Kupplungsgehäuse (19) axial herausgeführten Nabe (20) befestigten Lagerhülse (25) gelagert ist, und daß die Bremsscheibe (12) auf der Welle (16) gelagert ist und die Welle (16) aus dem Flanschgehäuse (24) axial herausgeführt ist.
- 13. Schaltkupplung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende der Welle (16) hohl ausgebildet ist und dieses Ende über Wälzlager (27) auf der Lagerhülse (25) gelagert ist. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen -5-
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