AT395880B - Betonformstein fuer garten-, park und landschaftsgestaltung - Google Patents

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    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D29/00Independent underground or underwater structures; Retaining walls
    • E02D29/02Retaining or protecting walls
    • E02D29/025Retaining or protecting walls made up of similar modular elements stacked without mortar

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Description

AT 395 880 B
Die Erfindung betrifft einen Betonformstein für Garten-, Park- und Landschaftsgestaltung zur Erhöhung des Standmomentes, insbesondere bei Böschungsbefestigungen als Schwergewichtsmauer und bei Sicht- bzw. Schallschutzwänden, wobei der Betonformstein über die gesamte Länge eine gleiche Höhe besitzt und in gleicher Wandstärke einen nach unten und oben offenen Luftraum umschreibt und der Betonformstein im Grundriß gesehen aus drei Teilfiguren zusammengesetzt ist Böschungsbefestigungen haben die Aufgabe, anfallende Erddrücke so abzuleiten, daß Bewegungen des Erdreiches vermieden werden.
Es ist bekannt daß zur Sicherung von Böschungen Betonformsteine verschiedener Art Verwendung finden, die unter den Begriff der Schwergewichtsmauer fallen. Hiebei ist entscheidend, daß das Standmoment der Schwergewichtsmauer dem Böschungsschub ausreichend entgegen wirkt. Je größer das Standmoment der Böschungsbefestigung ist desto höher kann eine Mauer für abzufangendes Erdreich ausgeführt werden.
Sicht- und Schallschutzwände sollen vor Einblick bzw. Lärm schützen. Sie müssen Winddruck und Windsog standhalten. Je größer auch hier das Standmoment der Sicht- bzw. Schallschutzwand ist, desto höher kann eine solche Wand sein.
Desweiteren ist entscheidend, daß die Böschungsbefestigung durch eine gute Verbundwirkung der Steine untereinander eventuell anfallende Setzungserscheinungen des Erdreiches auffangen kann und somit ein Verschieben von einzelnen Böschungsbefestigungselementen verhindert Bei Sicht- und Lärmschutzwänden ist es ebenfalls sehr wichtig, daß eine optimale Verbundwirkung der Steine erzielt wird, um punktuell auftretende Einzellasten (beim Aufprall eines Fahrzeuges möglich) über eine größere Fläche abzuleiten.
Die Schwergewichtsmauem aus bekannten Betonformsteinen können nur bis zu relativ geringen Höhen errichtet werden, da der Böschungsschub ein zu hohes Kippmoment bewirkt und das Standmoment der Böschungsbefestigung dem nicht entgegenwirken kann.
Der DE-OS 28 47 498 ist die besondere Form gemäß der Erfindung nicht zu entnehmen. Die einzelnen Steine untereinander haben - im Gegensatz zum Erfmdungsgegenstand - eine glatte Fuge, so daß kein Verbund gegeben ist. Damit kann der bekannte Stein insbesondere dann nicht verwendet werden, wenn eine Böschung vorhanden ist; dann würde eine aus dem bekannten Stein erstellte Schallschutzwand wegratschen.
Mit dem aus der DE-OS 32 33 014 bekannten Stein kann zwar ein Trockenmauerwerk in "ästhetisch ansprechender Art" errichtet werden, aber keine Böschungsbefestigung, wie das mit dem erfindungsgemäßen Stein möglich ist
Gegenüber den Gegenständen dieser beiden Offenlegungsschriften werden mit den erfindungsgemäßen Formsteinen insbesondere die Vorteile erzielt, daß ein einziger Betonformstein, der im Verband versetzt werden kann, einer Böschungsbefestigung oder einer Sicht- bzw. Lärmschutzwand einen größeren Hebelarm für ein höheres Standmoment verleiht und eine sehr hohe kraftschlüssige Verbundwirkung durch die gekantete Form erreicht wird.
Desweiteren gibt es Betonformsteine, deren Formen aus konvexen beziehungsweise konkaven Rundungen in beliebigen Formen zusammengesetzt sind. Diese Formen ermöglichen eine gewisse Verbundwirkung untereinander. Bei punktuellen Lasten können daraus hergestellte Mauern sich sehr leicht verformen, weil keine optimale Verzahnung der Steine untereinander möglich ist Auch sind diese Steine auf Grund ihrer speziellen Form nicht richtungsweisend, das heißt, sie müssen entlang einer Richtschnur versetzt werden und ermöglichen nur mit großem Aufwand die für die heutige Architektur neben den rechten Winkeln viel benutzten Winkel von 45° und 135°.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Betonformstein zu entwickeln, der im Verband versetzt werden kann und der einer Böschungsbefestigung oder einer Sicht- bzw. Schallschutzwand einen größeren Hebelarm für ein höheres Standmoment verleiht. Außerdem soll mit dem Betonformstein eine sehr hohe Verbundwirkung der Steine untereinander erzielt werden und es sollen ohne große Schwierigkeiten außer dem üblichen 90°-Winkel, Winkel von 45° und 135° erzielt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwei spiegelbildlich angeordnete, nach einer Seite offene Achtecke und ein dazwischenliegendes, in Richtung zur offenen Seite der Achtecke nach zwei Seiten offenes Rechteck vorgesehen sind.
Um einen beliebigen Verband der Formsteine untereinander zu erzielen, ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß fünf Seiten der nach einer Seite offenen Achtecke die gleiche Länge wie die beiden außen liegenden Seiten des nach zwei Seiten offenen Rechtecks aufweisen. -2-

Claims (3)

  1. AT 395 880 B Eine andere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Seiten der Achtecke einen Winkel von 135° einschließen. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ein einziger Betonformstein der im Verband versetzt werden kann, einer Böschungsbefestigung oder einer Sicht- bzw. Lärmschutzwand einen größeren Hebelarm für ein höheres Standmoment verleiht. Dies bewirkt, daß größere Böschungshöhen gesichert und höhere Sicht- bzw. Lärmschutzwände als bisher üblich errichtet werden können. Ein weiterer Vorteil stellt die sehr hohe kraftschlüssige Verbundwirkung durch die gekantete Form dar. Es wird ebenfalls möglich, ohne jegliche Hilfsmittel außer Winkeln von 90° solche von 45° und 135° anzulegen. Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen im folgenden näher erläutert Es zeigen Fig. 1 einen Betonformstein nach der Erfindung, Fig. 2 den Grundriß von Betonformsteinen, die im Verband versetzt sind und Fig. 3 die mögliche Aneinanderreihung der Betonformsteine im leichten, schweren und ohne Verband. Der neue Betonformstein (1) gemäß Fig. 1 hat über seine ganze Länge (2) die gleiche Höhe (3). Die Wandstärke (4) ist ebenfalls überall gleich. Im Grundriß besteht der Betonformstein (1) aus drei Teilfiguren, nämlich zwei nach innen offenen Achtecken (5) und einem dazwischen liegenden, diesen Achtecken (5) zugeordneten, nach zwei Seiten offenem Rechteck (6). Die fünf Seiten (7) der nach einer Seite offenen Achtecke (5) haben erfindungsgemäß die gleiche Länge wie die beiden außen liegenden Seiten (8) des nach zwei Seiten offenen Rechtecks (6). Den hauptsächlichen Vorteil des neuen Betonformsteins (1) erkennt man an Hand von Fig. 2, wo im Verband versetzte Betonformsteine (1) dargestellt sind. Durch die kantige Ausführung der Achtecke (5) und des Rechtecks (6) ergibt sich ein guter Form- und Kraftschluß im Verband. Es wird deutlich, daß die im Verband (15) (Fig. 2) versetzten Betonformsteine (1) einer Böschungsbefestigung, wie auch einer Sicht- bzw. Schallschutzwand einen vergrößerten Hebelarm (9) zwischen Außenkante und der Schwerachse (11) ein höheres Standmoment geben, als bei einem Hebelarm (10) zwischen der Außenkante eines Betonformsteines (1) und dessen Schwerpunkt (12). Böschungsbefestigungen als Schwergewichtsmauer wie auch Sicht- und Schallschutzwände, hergestellt aus Betonformsteinen (1) nach der Erfindung, werden z. B. entsprechend Fig. 2 versetzt, wobei der Innenraum der Formsteine mit schweren Materialien wie Erde gefüllt wird. Die Betonformsteine (1) können senkrecht übereinander oder auch treppenartig versetzt werden. In jedem Fall ergeben im Verband versetzte Betonformsteine (1) einen guten Verband, so daß eine standfeste Mauer realisierbar ist. Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß der Betonformstein (1) durch den Winkel (13) von 135° (Fig. 2), den die Seiten (7) der Achtecke (5) einschließen, im Verlauf einer Mauer in Winkeln von 45°, 90° und 135° angeordnet werden kann. Das kann im leichten Verband (14), im schweren Verband (15) oder ohne Verband (16) geschehen. PATENTANSPRÜCHE 1. Betonformstein für Garten, Park- und Landschaftsgestaltung zur Erhöhung des Standmomentes, insbesondere bei Böschungsbefestigungen als Schwergewichtsmauer und bei Sicht- bzw. Schallschutzwänden, wobei der Betonformstein über die gesamte Länge eine gleiche Höhe besitzt und in gleicher Wandstärke einen nach unten und oben offenen Luftraum umschreibt, und der Betonformstein im Grundriß gesehen aus drei Teilfiguren zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei spiegelbildlich angeordnete, nach einer Seite offene Achtecke (5) und ein dazwischenliegendes, in Richtung zur offenen Seite der Achtecke (5) nach zwei Seiten offenes Rechteck (6) vorgesehen sind.
  2. 2. Betonformstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß fünf Seiten (7) der nach einer Seite offenen Achtecke (5) die gleiche Länge wie die beiden außen liegenden Seiten (8) des nach zwei Seiten offenen Rechteckes (6) aufweisen. -3- 5 AT 395 880 B
  3. 3. Betonformstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten (7) der Achtecke (5) einen Winkel von 135° einschließen. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -4-
AT207086A 1985-08-16 1986-07-31 Betonformstein fuer garten-, park und landschaftsgestaltung AT395880B (de)

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