AT391495B - Langspalt-walzenpresse - Google Patents

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Description

Nr. 391495
Die Erfindung betrifft eine Langspalt-Walzenpresse, umfassend eine Langspalt-Preßwalze, die einen feststehenden Tragkörper aufweist, und eine Gegenwalze, worin die Mittelachsen des Tragkörpers und der Gegenwalze in einer vorzugsweise vertikalen Preßebene liegen und worin ein flexibler, schlauchförmiger, aufblasbarer Preßmantel vorgesehen ist, der mittels zweier, auf dem Tragkörper drehbar gelagerter Tragscheiben auf einer wenigstens angenähert kreisförmigen Umlaufbahn geführt ist, wobei sich der Tragkörper durch das Innere des Preßmantels hindurch erstreckt und jedes der beiden Enden des Preßmantels mittels einer Zentriereinrichtung koaxial mit der Tragscheibe verbunden ist, worin ferner am Tragköiper in einer im wesentlichen symmetrisch zur Preßebene angeordneten hydraulischen Druckkammer ein parallel zur Preßebene radial verschiebbarer Preßschuh angeordnet ist, der den Preßmantel an dessen Innenseite angreifend an die Gegenwalze anpressen kann, wobei sich zwischen dem Preßmantel und der Gegenwalze ein flächiger Preßspalt bildet, durch den eine zu behandelnde Warenbahn, insbesondere eine zu entwässernde Papierbahn, vorzugsweise zusammen mit einem Filzband oder mit zwei Filzbändern, hindurchführbar ist. Eine derartige Langspalt-Walzenpresse ist interner Stand der Technik der Anmelderin.
Gattungsgemäße Langspalt-Walzenpressen werden mit Erfolg in Pressenpartien von Papiermaschinen eingesetzt. Ihr Vorteil gegenüber normalen Walzenpressen besteht darin, daß dank des in Laufrichtung verlängerten Preßspaltes eine höhere Entwässerungsleistung erzielbar ist Durch die Verwendung eines aus der DE-OS 35 01 635 bekannten schlauchförmigen und an Tragscheiben befestigten Preßmantels ist dessen Innenraum nach außen hin hermetisch abgeschlossen, so daß keinerlei Verschmutzungsgefahr durch nach außen dringendes Schmiermittel besteht. Der Preßmantel ist druckdicht mit den Tragscheiben verbunden, die auf einem feststehenden Tragkörper gelagert sind. Dadurch besteht die Möglichkeit, im Innenraum des Preßmantels durch Zufuhren von Druckluft einen gewissen Überdruck aufzubauen. Dies verbessert die Laufruhe des Preßmantels. Dieses Ziel wird außerdem dadurch erreicht, daß die beiden Enden des Preßmantels mittels je einer Zentriervorrichtung genau koaxial mit den Tragscheiben verbunden sind. Dies bewirkt zusammen mit dem durch die Druckluft erzeugten Innendruck, daß der Preßmantel beim Umlauf nur über den Preßschuh gleitet, ansonsten jedoch berührungsfrei um den Tragkörper umläuft, d. h. im Inneren des Preßmantels sind keine Führungselemente, z. B. Leisten, erforderlich, über die der Preßmantel beim Umlauf gleiten würde.
Die im Preßspalt einer solchen Langspalt-Walzenpresse auf tretenden Kräfte sind wesentlich höher als bei einer herkömmlichen Zwei-Walzenpresse. Die Größenordnung der Linienkraft kann bei 1000 kN/m liegen. Dementsprechend hoch sind die vom Tragkörper und von der Gegenwalze in die Maschinengestelle einzuleitenden Preßkräfte. Es ist deshalb wichtig, daß (wie aus der DE-OS 35 03 240 bekannt) eine symmetrische Anordnung des Tragkörpers, der Preßschuh-Druckkammer und der Gegenwalze vorgesehen wird. Dadurch wird sichergestellt, daß die Preß-Kräfte zumindest überwiegend in ein und derselben Ebene, nämlich in der Preßebene, in die Maschinengestelle geleitet werden, wobei die Preßebene stets senkrecht angeordnet ist. Schräge Kraftrichtungen oder zueinander versetzte Kraftrichtungen, wie sie z. B. bei den Gegenständen der DD-PS 79 919 oder DE-PS 30 30 233 Vorkommen, sind unerwünscht, weil sie störende Querkräfte oder Biegemomente zur Folge haben würden.
Die zuvor beschriebene Führung der Kräfte in der vertikalen Preßebene ist auch dann gewährleistet, wenn die Mitte der Gleitfläche des Preßschuhes außerhalb der Preßebene liegt (wie aus der DE-OS 35 03 240 bekannt). Dieses Versetzen der Gleitfläche dient zu dem Zweck, eine unsymmetrische Preßdruck-Verteilung in Papier-Laufrichtung zu erzielen. Man wünscht nämlich, beginnend am Einlauf in den Preßspalt, ein zunächst allmähliches Ansteigen des Preßdruckes bis zu einem Maximum und kurz vor dem Auslauf aus dem Preßspalt ein plötzliches Abfallen des Preßdruckes. Hiedurch wirkt man der Rückbefeuchtung der Papierbahn am Auslauf aus dem Preßspalt entgegen.
Somit kann man schon bisher mit der bekannten Langspalt-Walzenpresse hinsichtlich der Entwässerungsleistung gute Erfolge erzielen. Trotzdem erscheinen weitere Verbesserungen wünschenswert. Mit anderen Worten: Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Papier-Trockengehalt am Ende der Pressenpartie der Papiermaschine noch weiter zu erhöhen, damit der Energieverbrauch für das anschließende thermische Trocknen der Papieibahn noch weiter gesenkt werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei einer gattungsgemäßen Langspalt-Walzenpresse dadurch, daß die Drehachse der beiden Tragscheiben entgegen der Laufrichtung der Warenbahn aus der Preßebene versetzt angeoidnet ist. Dies wird nachfolgend erläutert
Bisher hat man, z. B. gemäß der DE-OS 35 03 240, die Laufbahn des Preßmantels im wesentlichen konzentrisch um die Achse des Tragkörpers angeordnet (abgesehen vom Bereich des Preßspaltes). Dies beruht darauf, daß bisher die beiden Tragscheiben, an denen der Preßmantel koaxial befestigt ist, konzentrisch zur Achse des Tragkörpers auf diesem gelagert sind. Man kann somit hiefür einfache Lagerelemente benutzen mit zueinander koaxialen Zentrier- und Lagerflächen. Es wurde nun beobachtet, daß durch die konzentrische Laufbahn des Preßmantels die Papierbahn hinter dem Auslauf aus dem Preßspalt noch eine gewisse Strecke mit dem Preßmantel und mit dem dazwischen befindlichen Filzband mitläuft, bevor sich die Papierbahn vom Filzband löst. Obwohl diese gemeinsame Laufstrecke verhältnismäßig kurz ist, besteht doch wieder die Gefahr einer Rückbefeuchtung der Papierbahn, trotz der oben erläuterten unsymmetrischen Preßdruck-Verteilung in Papier-Laufrichtung.
Die Tendenz zu der vorbeschriebenen Rückbefeuchtung wird dadurch noch verstärkt, daß der Preßmantel, wie -2-
Nr. 391495 oben erläutert, aufgeblasen wird, wodurch sich die Länge der gemeinsamen Laufstrecke noch vergrößert
Durch die Erfindung wird nun diese Rückbefeuchtung weitgehend vermieden.
Die erfindungsgemäße Konstruktion macht es zwar erforderlich, daß die an den Preßmantelenden befestigten Tragscheiben exzentrisch angeordnet werden müssen. D. h. für die Tragscheiben müssen Lagerelemente mit zueinander exzentrisch liegenden Zentrier- und Lagerflächen vorgesehen werden. Auf der anderen Seite gewinnt man jedoch durch das Verschieben der kreisförmigen Umlaufbahn des Preßmantels den Vorteil, daß sich die Papierbahn viel früher als bisher von dem zwischen Papierbahn und Preßmantel mitlaufenden Filzband löst Mit anderen Worten: Die hinter dem Preßspalt befindliche gemeinsame Laufstrecke von Papierbahn, Filzband und Preßmantel ist wesentlich kürzer als bisher. Oft gelingt es sogar, die Länge dieser gemeinsamen Laufstrecke gleich Null zu machen. Mit anderen Worten: Die Papierbahn löst sich unmittelbar am Auslauf aus dem Preßspalt von dem genannten Filzband. Somit wird eine Rückbefeuchtung der Papierbahn vollkommen oder zumindest nahezu vollkommen vermieden. Im Ergebnis ist ein z. B. um 2 % höherer Trockengehalt der Papierbahn zu erwarten, beispielsweise eine Steigerung des Trockengehaltes auf 48 % gegenüber bisher 46 %. Trotz der exzentrischen Anordnung der Umlaufbahn des Preßmantels liegen die in die Maschinengestelle zu übertragenden Preßkräfte wie bisher im wesentlichen in der Preßebene.
Aus der DD-PS 79 919 ist es zwar schon bekannt, in einer Langspalt-Walzenpresse Papierbahn und Filzband unmittelbar am Auslauf aus dem Preßspalt zu trennen, um Rückbefeuchtung der Papierbahn zu vermeiden. Dort ist aber anstelle eines schlauchförmigen und z. B. an Tragscheiben befestigten Preßmantels ein elastisches endloses Band vorgesehen, das über Leitwalzen läuft, so daß dessen Laufbahn nicht durch den kreisförmigen Umfang von Tragscheiben vorgegeben ist. Die Führung des Bandes mittels Leitwalzen hat den Nachteil, daß der vom Band umschlossene Innenraum an den beiden seitlichen Enden nicht verschlossen werden kann, so daß Schmiermittel nach außen dringen und die Walzenpresse, eventuell auch die durchlaufende Papierbahn verschmutzen kann. Ein weiterer Nachteil der bekannten Wakenpresse ist, daß die Drehachse der Gegenwalze neben der Mittelebene der Preßschuh-Druckkammer angeordnet ist, so daß unerwünschte Querkräfte auftreten.
Aus der erst nach dem Prioritätsdatum veröffentlichten US-PS 4,673,461 ist schon eine Langspalt-Walzenpresse bekannt mit einem schlauchförmigen Preßmantel, der auf einer ungefähr kreisförmigen Bahn umläuft. Im Querschnitt gesehen ist der Mittelpunkt der Umlaufbahn (wie bei der erfindungsgemäßen Konstruktion) entgegen der Papier-Laufrichtung aus der Preßebene versetzt angeordnet. Bei einem Ausführungsbeispiel der US-PS ist an jedem Ende des Preßmantels auf dem Tragkörper eine Endscheibe drehbar gelagert Diese dienen jedoch nicht als Tragscheiben für den Preßmantel. Vielmehr ist jede dieser Endscheiben mittels eines in radialer Richtung nachgiebigen Verbindungsringes mit dem Preßmantel-Ende verbunden. Hiedurch soll lediglich erreicht werden, daß der Innenraum des Preßmantels nach außen hin abgeschlossen ist. Es ist dort aber nicht vorgesehen, im Innenraum des Preßmantels durch Zuführen von Druckluft einen gewissen Überdruck aufzubauen. Die in radialer Richtung nachgiebigen Verbindungsringe würden es ohnehin nicht zulassen, den Innenraum des Preßmantels mit einem nennenswerten Überdruck zu beaufschlagen. Im übrigen sind die Endscheiben, abweichend von der erfindungsgemäßen Bauweise, koaxial auf dem feststehenden Tragköiper gelagert (US-PS 4,673,461, Spalte 5, Zeile 7).
Die erfindungsgemäße Bauweise vereinigt in sich die folgenden Vorteile: 1. Außerhalb der Preßzone ist der Umlaufweg des Preßmantels eine - im Querschnitt gesehen - einfache kreisförmige Bahn. 2. Der Innenraum des Preßmantels ist nicht nur nach außen hin abgedichtet, sondern er kann außerdem durch Zuführen von Druckluft mit einem gewissen Überdruck beaufschlagt werden, der (falls erforderlich) verhältnismäßig hoch sein kann. 3. Durch die Zentrierung des Preßmantels auf den beiden Tragscheiben, die relativ zum Tragkörper exzentrisch gelagert sind, und durch den im Innenraum des Preßmantels herrschenden Überdruck ist es nicht erforderlich, den umlaufenden Preßmantel durch Gleitleisten od. dgl. zu führen. 4. Die Rückbefeuchtung der Papierbahn beim Auslaufen aus dem Preßspalt wird nicht nur dadurch gering gehalten, daß im Auslaufbereich des Preßspaltes der Preßdruck plötzlich abfällt, sondern auch dadurch, daß sich die Papierbahn sehr rasch von dem Filzband löst, das zwischen Papierbahn.und Preßmantel den Preßspalt durchläuft 5. Der Preßmantel wird, obwohl seine Laufbahn in der Preßzone von der Kreisform abweicht, durch den Preßschuh nur verhältnismäßig wenig mechanisch beansprucht. Dies wird weiter unten anhand der Zeichnung erläutert.
Bei der erfindungsgemäßen Walzenpresse läuft in der Regel (wie bisher) auch zwischen der Papierbahn und der Gegenwalze ein Filzband mit durch den Preßspalt. Es versteht sich, daß man als flankierende Maßnahme zur Lösung der gestellten Aufgabe die Führung der beiden Filzbänder im Hinblick auf das Vermeiden der Rückbefeuchtung möglichst günstig anordnet. Diesbezügliche Einzelheiten sowie die Merkmale der Unteransprüche werden im Rahmen der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung erläutert.
Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch eine Langspalt-Walzenpresse.
Die vertikale Preßebene der dargestellten Walzenpresse ist mit (E) bezeichnet Die Walzenpresse umfaßt eine insgesamt mit (15) bezeichnete Langspalt-Preßwalze und eine Gegenwalze (5). Ein Tragkörper (1) mit I- -3-
Nr. 391 495 förmigem Querschnitt ist im wesentlichen symmetrisch zur Preßebene (E) angeordnet. D. h. zumindest der vertikale Steg (1*) des Tragkörpers (1) ist mittig zur Preßebene (E) angeordnet. Das gleiche trifft zu für eine Ausnehmung (2), die eine hydraulische Druckkammer für einen darin befindlichen Preßschuh (3) bildet.
Um den Tragkörper (1) und um den genannten Preßschuh (3) läuft ein flexibler, schlauchförmiger und aufblasbarer Preßmantel (4) um. Durch Zufuhr von Druckmittel in die hydraulische Druckkammer (2) kann der Preßschuh (3) an die Innenseite des Preßmantels (4) geschoben und hiedurch der Preßmantel an die Gegenwalze (5) angepreßt weiden. Deren Drehachse (5a) liegt, zwecks symmetrischer Anordnung, ebenfalls in der Preßebene (E). Der Preßschuh (3) hat eine an die Gegenwalze (5) angepaßte konkave Gleitfläche (3'), deren Breite (in dem dargestellten Querschnitt) mit (b) bezeichnet ist.
Die Zeichnung zeigt ferner einen ebenfalls symmetrisch zur Preßebene (E) angeordneten Lagerbock (6) für den Tragkörper (1). Darin ruht der Tragkörper mit einem zentrisch angeordneten Lagerzapfen (7). Dessen Mittelachse ist mit (7a) bezeichnet. Es versteht sich, daß derartige Lagerzapfen und Lagerböcke an beiden Enden des Tragkörpers angeordnet sind.
Dadurch daß die Achsen (5a) und (7a) in der Preßebene (E) liegen und daß somit Tragkörper (1), Druckkammer (2) und Gegenwalze (5) bezüglich der Preßebene symmetrisch angeordnet sind, werden Querkräfte (bei der Übertragung der Preßkraft) vermieden. Dank der vertikalen Anordnung resultieren auch aus den Gewichtskräften keine Querkräfte. Die Gegenwalze (5) kann, wie dargestellt, oberhalb oder aber auch unterhalb der Langspalt-Preßwalze (15) angeordnet sein.
Auf jedem der beiden Lagerzapfen (7) ist ein exzentrisch ausgebildetes Lagerelement (8) vorgesehen, auf dem eine Tragscheibe (9) für den Preßmantel (4) drehbar gelagert ist. Der Preßmantel (4) ist in bekannter Weise mittels einer Zentriereinrichtung koaxial an den beiden Tragscheiben (9) befestigt. Die Anordnung ist derart getroffen, daß die gemeinsame Drehachse (9a) des Preßmantels (4) und da-beiden Tragscheiben (9) entgegen der Laufrichtung (Pfeil (10)) des Preßmantels um die Strecke (a) aus der Preßebene (E) versetzt angeordnet ist. (Gemeint ist die Laufrichtung des Preßmantels (4) über die Gleitfläche (3') des Preßschuhes (3).) Genauso versetzt angeordnet sind Montage-Hilfsleisten (11), auf denen der Preßmantel (4) gleitet, wenn er bei der Montage in achsparalleler Richtung auf den Tragkörper (1) aufgeschoben wird. Die sich parallel zur Tragkörper-Achse (7a) erstreckenden Hilfsleisten (11) sind an einigen Streben (11a) und (11b) befestigt. Ein Absaugkanal (12) für eine Kühl- und Schmierflüssigkeit ist ebenfalls exzentrisch angeordnet. Eine Zuführeinrichtung für die genannte Flüssigkeit ist mit (13) bezeichnet. U. a. ist für die Erfindung wesentlich, daß die Laufbahn des Preßmantels nicht oder nur wenig von der Kreisform abweicht, so daß der vom Preßmantel umschlossene Innenraum an den beiden Enden abgedichtet werden kann. Wichtig ist außerdem, daß die Preßmantel-Enden unmittelbar an den Tragscheiben befestigt sind, so daß der Innenraum mit Druckluft beaufschlagt werden kann.
Die Zeichnung zeigt ferner, daß der Preßschuh (3) zweiteilig ausgebildet ist; d. h. er ist unterteilt in ein Unterteil (14) und ein Oberteil (16). Das Unterteil ist in seiner Funktion als Kolben - im Querschnitt gesehen -im wesentlichen symmetrisch zur Preßebene (E) ausgebildet und in der Druckkammer (2) angeordnet. Das die Gleitfläche (3*) aufweisende Oberteil (16) ist dagegen unsymmetrisch zur Preßebene (E) angeordnet. Es hat zu diesem Zweck - im Querschnitt gesehen - an der Einlaufseite eine Verlängerung (17). Die Mitte der Gleitfläche (3') ist somit entgegen der Laufrichtung des Preßmantels (4) um das Maß (x) aus der Preßebene (E) versetzt angeordnet. Die beiden Abstände (a) und (x) sind derart aufeinander äbgestimmt, daß sich die zuvor genannte Verlängerung (17) im wesentlichen innerhalb der Umlaufbahn des Preßmantels (4) befindet In diesem Zusammenhang wird ein weiterer Vorteil der Erfindung deutlich: Bisher hat die Verlängerung (17) des Preßschuhes den Preßmantel nach außen gebeult und deshalb verhältnismäßig hoch beansprucht. Dies ist nun nicht mehr der Fall; denn man kann dafür sorgen, daß die Verlängerung (17) die kreisförmige Umlaufbahn des Preßmantels nur noch tangiert Somit kann nunmehr eine höhere Lebensdauer des Preßmantels erwartet werden. Die zur Führung des Preßschuhes (3) und zur Abdichtung der Druckkammer (2) dienenden Dichtleisten mit ihren Dichtleistenträgern sind mit (18) und (19) bezeichnet. Das Preßschuh-Oberteil (16) ist · wiederum im Querschnitt gesehen - sowohl an der Einlaufseite (an der Verlängerung (17)) als auch an der Auslaufseite mit einer Abrundung versehen.
Mit einer strichpunktierten Linie ist die durch den Preßspalt laufende und zu entwässernde Papierbahn (20) dargestellt. Zu beiden Seiten der Papierbahn (20) ist je ein mitlaufendes, endloses Filzband, nämlich im vorliegenden Fall ein Oberfilz (21) und ein Unterfilz (22) vorgesehen (beide dargestellt mit gestrichelten Linien). Zur Vereinfachung ist angenommen, die Papierbahn (20) laufe nach dem Verlassen des Preßspaltes in einer im wesentlichen horizontalen Richtung. Dank der exzentrischen Anordnung des Preßmantels (4) und der dazugehörenden Tragscheiben (9) läuft der Preßmantel (4) unmittelbar nach dem Verlassen des Preßspaltes verhältnismäßig steil nach unten. Mit anderen Worten: Dank der Erfindung ist der Winkel (c) zwischen der Horizontalen (im Beispiel dargestellt durch die Papierbahn (20)) und der Tangente (23), die am Auslauf aus dem Preßspalt an den Preßmantel (4) gelegt ist, verhältnismäßig groß. Hiedurch gelingt es, daß sich die Papierbahn (20), der Unterfilz (22) und das Preßband (4) in sehr kurzer Entfernung vom Auslauf aus dem Preßspalt, voneinander lösen. Das gleiche trifft zu für die Papierbahn (20) und den Oberfilz (21). Somit wird erreicht, daß das im Preßspalt aus da* Papierbahn in die Filze gepreßte Wasser nach dem Auslauf aus dem Preßspalt nicht (oder nicht nennenswert) in die Papierbahn (20) zurückströmt. -4-

Claims (2)

  1. Zur Optimierung dieses Ergebnisses kann es erforderlich sein, die Winkel (d) und (e) zwischen der Papierbahn (20) und den Filzbändem (21) und (22) auf bestimmte Werte einzustellen, beispielsweise ungefähr je 3°. Bekanntlich laufen die endlose Filzbänder (21) und (22) über (in der Zeichnung nicht sichtbare) Leitwalzen. Deren Position wird so festgelegt, daß die genannten Winkel (d) und (e) optimale Werte annehmen. 5 Die beiden Winkel (d) und (e) brauchen durchaus nicht gleich groß zu sein. Bei Bedarf kann wenigstens eine der Filzleitwalzen in verstellbaren Lagern ruhen, so daß während des Betriebes eine Winkeländerung möglich ist So kann es z. B. zweckmäßig sein, wenigstens einen der beiden Winkel (d) oder (e) bei einer Änderung der Arbeitsgeschwindigkeit zu variieren. Beispielsweise kann man während des Anfahrens der Papiermaschine mit einem anderen Winkel (d) und/oder (e) arbeiten als während des Dauerbetriebes. 10 Dadurch, daß beispielsweise der Winkel (e) zwischen der Papierbahn (20) und dem Unterfilz (22) verhältnismäßig klein ist, erzielt man den Vorteil, daß der Winkel zwischen dem Unterfilz (22) und der oben schon erwähnten Tangente (23) verhältnismäßig groß ist. Hiedurch wird sichergestellt, daß unmittelbar hinter dem Auslauf aus dem Preßspalt Luft Zutritt zur Unterseite des Unterfilzes (22) hat ("Hinterlüftung"). Dieser Umstand unterstützt das gewünschte frühzeitige Lösen der Papieibahn (20) vom Unterfilz (22). IS Gleiches gilt für den Oberfilz (21). Dieser schließt mit einer im Auslauf an die Gegenwalze (5) angelegten Tangente (24) einen Winkel (f) ein, der - wiederum zwecks "Hinterlüftung" des Oberfilzes (21) - möglichst groß gewählt wird. 20 PATENTANSPRÜCHE 25 1. Langspalt-Walzenpresse, umfassend eine Langspalt-Preßwalze, die einen feststehenden Tragkörper aufweist, und eine Gegenwalze, mit den folgenden Merkmalen: a) die Mittelachsen des Tragkörpers und der Gegenwalze liegen in einer vorzugsweise vertikalen Preßebene; 30 b) die Langspalt-Preßwalze hat einen flexiblen, schlauchförmigen, aufblasbaren Preßmantel, der mittels zweier auf dem Tragkörper drehbar gelagerter Tragscheiben auf einer wenigstens angenähert kreisförmigen Umlaufbahn geführt ist, wobei sich der Tragkörper durch das Innere des Preßmantels hindurch erstreckt; c) jedes der beiden Enden des Preßmantels ist mittels einer Zentriereinrichtung koaxial mit der Tragscheibe verbunden; 35 d) am Tragkörper ist in einer - im wesentlichen symmetrisch zur Preßebene angeordneten - hydraulischen Druckkammer ein parallel zur Preßebene radial verschiebbarer Preßschuh angeordnet, der den Preßmantel - an dessen Innenseite angreifend - an die Gegenwalze anpressen kann, wobei sich zwischen dem Preßmantel und der Gegenwalze ein flächiger Preßspalt bildet, durch den eine zu behandelnde Warenbahn, insbesondere eine zu entwässernde Papierbahn, vorzugsweise zusammen mit einem Filzband oder mit zwei Filzbändern, 40 hindurchfühlbar ist; dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (9a) der beiden Tragscheiben (9) entgegen der Laufrichtung der Warenbahn (20) aus der Preßebene (E) versetzt angeordnet ist.
  2. 2. Langspalt-Walzenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßschuh (3) in an sich 45 bekannter Weise eine die Innenseite des Preßmantels (4) berührende Gleitfläche (3') aufweist und - im Querschnitt gesehen - die Mitte der Gleitfläche entgegen der Laufrichtung des Preßmantels (4) durch den Preßspalt aus der Preßebene (E) versetzt angeordnet ist, daß der Preßschuh (3) - im Querschnitt gesehen - wie an sich ebenfalls bekannt, an der Einlaufseite eine Verlängerung (17) aufweist, und daß die Mitte der Gleitfläche (3') des Preßschuhes (3) derart aus der Preßebene (E) versetzt ist, daß sich die Verlängerung (17) im 50 wesenüichen innerhalb der Umlaufbahn des Preßmantels (4) befindet 55 Hiezu 1 Blatt Zeichnung
AT0063488A 1987-03-13 1988-03-10 Langspalt-walzenpresse AT391495B (de)

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