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Die Erfindung bezieht sich auf einen Eckverband für Blockwände durch Verzinken oder
Verschränken der Blockbalken, die mit ober- und unterseitig Lagerflächen bildenden Ausklinkungen ineinandergreifen.
Blockbalken-Eckverbände gibt es in verschiedensten Ausführungen, wobei Verzinkungen oder Verschränkungen, also Verbindungen mit an der Balkenober- und -unterseite ausgeklinkten
Lagerflächen, die Voraussetzung für das Erreichen einer grösseren Festigkeit des Eckverbandes sind. Die ausgeklinkten Lagerflächen, die bei den frei vorragenden Zinken eben oder bombiert auseinanderlaufen bzw. bei den durch beidseitige Einschnitte entstehenden Verschränkungen zueinander parallel verlaufen, führen nämlich zu einem selbstklemmenden Ineinandergreifen der zusammengefügten Ausklinkbereiche.
Dennoch kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten, um die durch ein Schwinden und/oder Verziehen der Balken auftretenden Belastungen und Verformun- gen aufnehmen zu können, und ein Ausweichen der Blockbalken nach aussen oder deren Verwinden lassen sich bisher nur durch Einsetzen von Dübeln oder durch komplizierte Eckverkämmungen mit hakenförmigen Kämmen u. dgl. verhindern. Dübel müssen aber zeit-und arbeitsintensiv genau eingepasst werden und unterliegen stets einer Abscherungsgefahr, die Eckverkämmungen u. dgl. wieder sind nur in aufwendiger, mühsamer Handarbeit zu fertigen und verlangen eine unterschiedli- che Ausgestaltung der einzelnen Ausklinkbereiche.
Ähnliches gilt für die aus dem Fachbuch"Der Blockbau"von Hermann Phleps (Karlsruhe
1942), Seiten 59 und 60, hervorgehenden Verzinkungen, bei denen die Blockbalken an den die
Zinken begrenzenden Stirnflächen oder an den Lagerflächen der Zinken stufenartige Absätze und entsprechend hakenförmige Zinken aufweisen, so dass auch hier ein sich verhakendes Verzinken mit arbeitsintensiv händisch herzustellenden Ausklinkungen und Zinken entsteht.
Trotz dieser komplizierten Eckverbände bleibt aber stets ein mehr oder weniger starkes Klaffen der Fugen zu befürchten, und die Dichtheit kann gerade im Eckbereich nicht sichergestellt werden, auch wenn in an sich bekannter Weise Versätze Verwendung finden, da einerseits die Holzbewegung das Versatzmass übersteigt und anderseits zwischen die ineinandergreifenden Ausklinkungen keine
Dichtungsbänder wie in den Lagerfugen zwischen den Blockbalken eingebracht werden können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen
Eckverband der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der auf rationelle Weise mit verhältnis- mässig einfach geformten und maschinell herstellbaren Ausklinkungen der Blockbalken aufgebaut werden kann und dübellos eine auch starken Schwindungen und Verwindungen der Balken stand- haltende hohe Festigkeit und bleibende Dichtheit garantiert.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die in an sich bekannter Weise gegenüber den zu einer Eckinnenkante führenden Balkenseitenflächen zurückversetzten Ausklinkbereiche an ihren zurückversetzten Seitenflächen in Eckkantenrichtung verlaufende Federn und die an die Lagerflächen der Ausklinkungen anschliessenden Balkenstirnflächen den Federn zugeordnete
Nuten aufweisen. Beim Aufbau dieses Eckverbandes kommt es daher durch das Ineinandergreifen der Nuten und Federn, abgesehen von der durch die eigentlichen Ausklinkungen gegebenen Verzin- kung oder Verschränkung, zu einer zusätzlichen Verzahnung durch das Ineinandergreifen der
Nuten und Federn in den Stossfugen, die einem Verwinden oder Verziehen entgegenwirkt und das Öffnen und Klaffen von Spalten und Fugen sicher verhindert.
Die hohe Zugfestigkeit auf
Grund dieser Verzahnung macht ein Ausweichen der Balken nach aussen praktisch unmöglich, und es entsteht ein Eckverband, der allen Anforderungen hinsichtlich Belastungsfähigkeit und
Dichtheit voll genügt. Dabei sind die Ausklinkbereiche mit ihren zusätzlichen Nuten und Federn rationell herstellbar und eignen sich problemlos für eine maschinelle Fertigung. Das eigentliche
Zusammenfügen der einzelnen Blockbalken zum Eckverband bleibt durch die Nuten und Federn unbeeinflusst, die Ausklinkungen können einheitlich gestaltet werden, und auch am äusseren Erschei- nungsbild des Eckverbandes ändert sich nichts.
An und für sich sind Dimensionierung und Ausgestaltung der Nuten und Federn beliebig wählbar, und die Federn könnten auch aus eingesetzten Leisten bestehen. Fertigungstechnisch günstiger und auch leichter zu handhaben sind aber Federn in Form von aus den Blockbalken herausgearbeiteten Rippen oder Stegen, wobei diese Federn um die Versatzstärke vorragen und daher auch in in einem mit der Bearbeitung des Versatzes der Ausklinkbereiche entstehen können.
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Gibt es Dichtungsbänder in der Lagerfuge zwischen den Blockbalken, lassen sich erfindungsgemäss die Dichtungsbänder über die Lagerfuge hinaus verlängern und in die Nuten der Balkenstirnflächen einlegen, was im Gegensatz zu den bekannten Eckverbänden, bei denen die Dichtbänder mit der Lagerfuge enden müssen, um nicht abgequetscht zu werden, die Dichtwirkung der Eckverbindung weiter zu verbessern erlaubt.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 Blockbalken eines erfindungsgemässen Eckverbandes durch Verzinken im Schaubild, Fig. 2 diesen Eckverband in Draufsicht, Fig. 3 Blockbalken eines erfindungsgemässen Eckverbandes durch Verschränken im Schaubild und Fig. 4 den verschränkten Eckverband in Draufsicht.
Der in den Fig. 1 und 2 veranschaulichte Eckverband --1-- besteht aus Blockbalken --2-mit durch Ausklinkungen gebildeten, kopfseitig frei vorragenden Zinken --3--. Die Zinken-3-
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führenden Blockseitenflächen-2a-- durch- -3-- in Kantenlängsrichtung verlaufende Federn --5-- aufweisen. Die diesen Federn --5-- zugeordneten Nuten --6-- sind aus den an die ebenen oder auch bombierten Lagerflächen --3b-- der Ausklinkungen anschliessenden Blockstirnflächen --2b-- herausgearbeitet, so dass sich beim
Zusammenfügen der Blockbalken --2-- zusätzlich zur formschlüssigen Zinkenverbindung in den Stossfugen --7-- eine Nut-Federverbindung ergibt, die einen besonders festen und dichten Eckverband mit sich bringt und einem Verwinden und Verziehen der Balken sicher entgegenwirkt.
Dabei können die Balken --2-- samt ihren Zinken --3-- und den Federn und Nuten --5, 6-maschinell gefertigt werden und lassen sich auch rationell zusammensetzen. Um die Dichtheit weiter zu verbessern, ist es möglich, während des Zusammenbaues in die Lagerfugen --8-zwischen den Balken --2--, die ebenfalls Nuten und Federn bilden können, Dichtungsbänder - einzulegen, welche Dichtungsbänder sich dann über die Lagerfugen --8-- hinaus bis in die Nuten --6-- der Blockstirnflächen --2b-- hineinerstrecken und auch die Stossfugen --7-- gut abdichten.
In den Fig. 3 und 4 ist ein Eckverband --10-- aus verschränkten, Vorstösse --11-- bildenden Blockbalken --12-- veranschaulicht, die mit Ausklinkungen an der Balkenober- und -unterseite ineinandergreifen. Die Ausklinkbereiche --13-- sind gegenüber beiden Balkenseitenflächen --12a-- zurückversetzt, da wegen der Vorstösse --11-- der Eckverband --10-- nur Innenkanten --10a-aufweist. Auch hier sind 45 ige Anfasungen --14-- vorgesehen, und die zurückversetzten Seitenflächen --13a-- der Ausklinkbereiche --13-- bilden in Kantenrichtung verlaufende Federn --15--, denen Nuten --16-- in den an die Lagerflächen --13b-- der Ausklinkungen anschliessenden Balkenstirnflächen --12b-- zugeordnet sind.
Durch diese Federn --15-- und Nuten --16-ergibt sich auch bei den verschränkten Blockbalken --12-- eine zusätzliche Verzahnung in
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--17--,- vorgezogen wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Eckverband für Blockwände durch Verzinken oder Verschränken der Blockbalken, die mit ober-und unterseitig Lagerflächen bildenden Ausklinkungen ineinandergreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die in an sich bekannter Weise gegenüber den zu einer Eckinnenkante (la, 10a) führenden Balkenseitenflächen (2a, 12a) zurückversetzten Zinken (3) bzw. Ausklinkbereiche (13) an ihren zurückversetzten Seitenflächen (3a, 13a) in Eckkantenrichtung verlaufende Federn (5,15) und die an die Lagerflächen (3b, 13b) der Ausklinkungen anschliessenden Balkenstirnflächen (2b, 12b) den Federn (5,15) zugeordnete Nuten (6,16) aufweisen.