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Die Erfindung betrifft zusammensetzbare Bauelemente mit einer lösbaren Fügeverbindung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Nut- und Federverbindungen sind im Holzbau seit langem bekannt. Bei Bauelementen grösserer Dicke, wie Brettern, Bohlen oder Kanthölzern, wie sie für den Aufbau von Wänden von Holzhäusern, Saunas oder dergl. Verwendung finden, werden für eine ausreichende Verbindung entweder Feder-Nutverbindungen grösserer Höhe oder aber mehrere, meist zwei parallele, Feder-Nutanordnungen verwendet, bei denen das Zusammenfügen bereits bedeutenden Kraftaufwand erfordert und entsprechender Erfahrung bedarf. Um die Fügung sicher herzustellen, wird häufig eine sich verjüngende Form der Feder verwendet, wodurch die Festigkeit des Sitzes der Verbindung aber herabgesetzt ist.
Eine solche Nut-und-Feder-Verbindung, bei der das Zusammenfügen durch eine Anschrägung erleichtert ist, ist aus der US 4, 164, 832 zu entnehmen, doch kann diese Verbindung nicht von sich aus formschlüssig gehalten werden.
Wegen der Schwindung des Holzes, besonders bei grossen Änderungen der Feuchtigkeit und/oder der Temperatur und besonders bei grossen Unterschieden dieser Parameter zu beiden Seiten einer Wand, treten dann Fugen oder gar Zerreissungen auf, die die Verbindung der Bauelemente der Wand beschädigen, die Dämmeigenschaften in Bezug auf Luft und Wärme herabsetzen, unschön aussehen und die Haltbarkeit des Baustoffes beeintrachtigen.
In der US 4, 249, 355 ist eine Nut-und-Federverbindung beschrieben, bei der eine Doppelfeder in eine sich leicht spreizend teilende Nut eingepresst wird. Abgesehen von der grossen Kraft, die für die Fügung aufzuwenden ist, ist die Verbindung nicht mehr zu lösen und die Verbindung gleich starker Bauelemente ist kompliziert.
Die US 4, 019, 298 bezieht sich auf Querversteifungselemente, die mit konisch zusammenlaufenden Schwalbenschwanzverbindungen gefügt sind, eine an sich bekannte Fügetechnik, die für die Aussteifung und Abstandhaltung von Wänden angewandt wird, jedoch in dieser Form für den Aufbau von abteilenden Wänden aus Versteifungelementen.
Solche beiderseits mit Schwalbenschwanzverbindungen gefügte Querversteifungselemente sind auch grundsätzlich zumindest bei mineralischen Wandbausteinen in der DEAS 1 261 298 beschrieben, haben jedoch eine geringe Höhe, sodass sie als Verbindungselemente zwischen Wänden, besonders Wandecke, die dicht aneinander angeordnet sein müssen, ungeeignet sind.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile und die Schaffung einer einfach und ohne besonderen Kraftaufwand herzustellenden und leicht wieder lösbaren Fügeverbindung zwischen Bauelementen, insbesonders aus Holz, und die einfache und dauerhafte Fügung von Wänden, insbesonders in Blockbauweise mit Doppelwänden, für die Herstellung gut wärmegedämmter Wände.
Diese Aufgabe wird bei einem zusammensetzbaren Bauelement der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst. Die Unteransprüche betreffen besonders vorteilhafte Ausführungsarten der Erfindung und bilden zusammen mit dem Anspruch 1 gleichzeitig einen Teil der Beschreibung.
Durch die besondere Ausbildung von Nut und Feder ist die Herstellung einer Fügeverbindung sehr vereinfacht, indem das einzubauende Bauelement auf das bereits vorhandene Bauelement schräg aufgesetzt und anschliessend, in die Flucht mit diesem, gerade gestellt wird.
Für das leichte Zusammensetzen der Bauelemente ist die Abschrägung oder Abrundung der äusseren Kante der geraden Längsseite der Feder günstig, weil dadurch der Abstand zwischen dieser Kante und der gegenüberliegenden, hinterschnittenen Längsseite auf die Öffnungsweite der Nut des aufzusetzenden Bauelementes abgestimmt ist.
Die Hinterschneidung der Feder und der Nut geschieht durch entsprechend schräges Ausfräsen.
Die Fügeverbindung ist besonders leistungsfähig, wenn die Breite von Feder und Nut deren Höhe übersteigt und einen erheblichen Teil der Dicke des Bauelementes einnimmt, wodurch auch das Zusammenfügen mit einer geringen aufzuwendenden Kraft möglich ist.
Der Hinterschneidungswinkel ist bei dieser Verbindung so gewählt, dass zumindest ein hinreichender Formschluss zwischen den gefügten, lösbaren Bauelementen besteht, bei dem die erfahrungsgemäss auftretenden Kräfte das Material nicht überbeanspruchen.
Die geraden Längsseiten von Feder und Nut, die den hinterschnittenen Längsseiten gegenüber liegen, sind wegen der sicheren Fügung im rechten Winkel zu den Stirnseiten der zusammengesetzten Bauelemente ausgerichtet.
Eine besonders einfache Ausbildung von Feder und Nut besteht in der ebenen Ausbildung von deren Stirnseiten ; es ist aber auch möglich, die Stirnseite der Feder oder auch der Nut gerundet auszubilden.
Für den Aufbau einer Doppelwand, die durch einen Stirnwandteil geschlossen ist und die Ecken aufweist, die mit Eckverbindungen hergestellt sind, ist die Anwendung von Nägeln aus dem Konstruktionsmaterial der Wand, in Form von mit Doppelschwalbenschwanzprofilen ausgestatteten Verbindungselemen-
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ten besonders vorteilhaft. Diese Verbindungselemente werden in Schwalbenschwanznute, die in die Geh- rungsflächen der zusammengesetzten Bauelemente und der Stirnwandteile eingefräst sind, eingesetzt und bilden damit eine sehr haltbare, metallfreie Verbindung.
Bei Anbringung der Verbindungselemente in Abstand voneinander, der Höhe nach zwischen benachbarten Bauelementen eingesetzt, können Schwindungsunterschiede zwischen diesen Nägeln und den lösbaren Bauelementen und den Stirnwandteilen ausgeglichen werden.
Die Anwendung von Versteifungselementen, die beiderseits mit Schwalbenschwanzprofilen versehen sind und mit diesen in die entsprechend angepassten quer eingefrästen Profilnuten der zusammensetzbaren Bauteile eingesetzt sind, ergibt eine sehr stabile Versteifung der Doppelwand, besonders bei grösseren Baulängen.
Mit der Herstellung von Eintiefungen in die Stirnwandteile der Doppelwand für das Einsetzen der Stöcke von Fenstern und Türen ist deren Anbringung sehr vereinfacht und mechanisch stabil gelöst.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben und es zeigt :
Fig. 1 eine Schrägansicht von zwei zusammensetzbaren Bauelementen, in zusammengesetzter Lage und eine strichlierte Schrägansicht des oberen zusammensetzbaren Bauelementes in einer geneigten Lage beim Aufsetzen ;
Fig. 2 eine Anordnung von Doppelwänden in Schrägansicht mit Verbindungselementen für die
Verbindung von Ecken und zur Versteifung ;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Doppelwand-Anordnung nach Fig. 2.
Eine lösbare Fügeverbindung 2 mit Feder 3 und Nut 4 ist an zwei zusammengesetzten Bauelementen 1, 1', in Form von Bohlen, dargestellt.
Das untere zusammensetzbare Bauelement 1 und das obere zusammensetzbare Bauelement l'tragen an ihren oberen Stirnseiten 14 jeweils eine Feder 3, die in der Breite etwa die Hälfte der Dicke des Bauelementes 1, 1' aufweist und deren Höhe etwa der halben Breite der Feder 3 entspricht.
Die Feder 3 ist mit einer hinterschnittenen Längsseite 5 mit einem Hinterschneidungswinkel 9 von etwa 60 Winkelgrade versehen, die eingefräst ist und die eine Tiefe 10 aufweist, mit der sie, bei fertig eingesetztem Bauelement, mit der hinterschnittenen Längsseite 6 der gegenüberliegenden Nut 4 einen Formschluss bildet, der das Öffnen der lösbaren Fügeverbindung 2 verhindert, während durch Kippen des aufgesetzten zusammensetzbaren oberen Bauelementes l'dieses wieder leicht aus der Fügung gelöst werden kann.
Die Feder 3 des unteren zusammensetzbaren Bauelementes 1 weist eine, der hinterschnittenen Längsseite 5 gegenüberliegende, gerade Längsseite 11 auf, die zu der Stirnseite 14 des zusammensetzbaren Bauelementes 1, 1' in einem rechten Winkel 13 angeordnet ist und mit der ebenen Stirnseite 7 der Feder 3 ebenfalls einen rechten Winkel 15 einschliesst.
Die dort gebildete Kante 16 ist abgeschrägt, wodurch der jeweils geringste Abstand 17 zwischen der hinterschnittenen Längsseite 5 und der geraden Längsseite 11, oder der abgeschrägten Kante 16, an allen Stellen etwa der Öffnungsweite der Nut 4 an der Stirnseite 14'des oberen zusammensetzbaren Bauelementes l'entspricht.
Die Form der Nut 4 ist an die Form der Feder 3 angepasst, sodass auch die Nut 4 eine der hinterschnittenen Längsseite 6 gegenüberliegende gerade Längsseite 12 aufweist, die mit der Stirnseite 14' der Nut 4 des oberen zusammensetzbaren Bauelementes l'in gleicher Weise einen rechten Winkel und zu der ebenen Stirnseite 8 der Nut 4 ebenfalls einen rechten Winkel 15'einnimmt.
Es ist aber auch möglich, die Kante 16 gerundet auszubilden oder auch die gerade Längsseite 11 der Feder 3 im Bereich zu der Stirnseite 7 zusammen mit dieser gerundet auszubilden und die gerade Längsseite 12 und die Stirnseite 8 der Nut 4 daran angepasst auszuformen.
Bei der Herstellung einer Doppelwand 18 (Fig. 2), beispielsweise eines Holzhauses oder einer Sauna oder dergl., besteht diese aus zwei Teilwänden 31, 31', zwischen denen ein Zwischenraum 19 vorhanden ist und die an den Enden mit einem Stirnwandteil 20 geschlossen sind.
Die Teilwände 31, 31' sind, ebenso wie die Stirnwandteile 20 aus zusammensetzbaren Bauelementen 1, 1', z. B. in Form von Bohlen, die mit der vorher beschriebenen lösbaren Fügeverbindung 2, aus Feder 3 und Nut 4 mit hinterschnittenen Längsseiten 5 und 6 zusammengesetzt sind. aufgebaut.
Die Enden der Teilwände 31, 31'und der Stirnwandteile 20, sowie die Eckverbindungen 24 der Doppelwand 18 sind auf Gehrung geschnitten und in die Gehrungsflächen 21 sind, quer zu den lösbaren Fügeverbindungen 2 verlaufend, Schwalbenschwanzprofilnuten 22 eingefräst, in die formschlüssige Verbindungselemente 23, in Form von Nägeln aus Holz, die ein doppeltes Schwalbenschwanzprofil besitzen, in Abstand voneinander eingesetzt sind, mit denen die aneinander stossenden Gehrungsflächen 21 zusammengefügt sind.
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Die formschlüssigen Verbindungselemente 23 sind dabei in die Schwalbenschwanzprofilnuten 22 der Gehrungsflächen 21 so eingesetzt, dass jeweils die lösbare Fügeverbindung 2 zwischen zwei zusammensetzbaren Bauelementen 1, 1' überbrückt wird.
Im Abstand zu den Eckverbindungen 24 oder von den Stirnwandteilen 20 der Doppelwand 18 sind Versteifungselemente 25 angeordnet, die beiderseits mit einem Schwalbenschwanzprofil 26 versehen sind, mit dem sie in Schwalbenschwanzquernuten 27 eingesetzt sind, die quer zu der Längsrichtung der zusammensetzbaren Bauelemente 1, 1' verlaufend eingefräst sind.
An jenen Stellen, an denen Fester 28 oder Türen 29 in der Doppelwand 18 angebracht sind, sind die Stirnwandteile 20 an ihrer Aussenseite mit, quer zu ihrer Längsrichtung angebrachten, Eintiefungen 30 versehen, in die die Stöcke der Fenster 28 und der Türen 29 eingesetzt sind.
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